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Dekarbonisierung

Bremer Klimaschutz-Ziele laut Senat kaum noch zu erreichen

Bremens Umweltsenatorin Müller hat eingeräumt, dass die Klimaschutz-Ziele des Bundeslandes kaum noch zu erreichen seien. Das Bremische Klimaschutz- und Energiegesetz sieht vor, die CO2-Emissionen bis 2038 um 95 Prozent zu senken.

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (IMAGO/Future Image)

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Bremens Ziel, bis 2038 nahezu klimaneutral zu werden, ist nach Einschätzung von Umweltsenatorin Henrike Müller kaum noch zu erreichen. Das sagte die Grünen-Politikerin laut buten un binnen (Radio Bremen) bei der Vorstellung eines Investitionsprogramms für mehr Klimaschutz. Damit räumt ein Mitglied der von Bürgermeister Andreas Bovenschulte angeführten Landesregierung offen ein, dass Bremen seine eigenen klimapolitischen Vorgaben mit den bisherigen Mitteln voraussichtlich verfehlen wird. An den offiziellen Zielen will der Senat dennoch festhalten.

Nach dem Bremischen Klimaschutz- und Energiegesetz sollen die CO2-Emissionen bis 2030 um 60 Prozent, bis 2033 um 85 Prozent und bis 2038 um 95 Prozent gegenüber 1990 sinken. Das Bundesland bleibt bereits seit Längerem deutlich hinter den eigenen klimapolitischen Ansprüchen zurück.

Als wichtiger Rückschlag gilt in diesem Zusammenhang, dass die Produktion im Bremer Stahlwerk nicht wie geplant auf eine klimaneutralere Technologie umgestellt wird. Die Anlage ist nach Senatsangaben der größte CO₂-Emittent des Landes und war damit zentral für das Erreichen der Klimaziele. Dass der Betreiber ArcelorMittal diese Pläne im Juni 2025 unter Verweis auf hohe Energiekosten, fehlende Planungssicherheit und schwierige Marktbedingungen stoppte, verschlechtert die Umsetzung der Klimaziele erheblich.

Weitere Gründe liegen in der schwierigen Finanzierung, im aufwendigen Umbau von Wärmeversorgung und Gebäuden sowie in langsamen Fortschritten im Verkehr. Viele Maßnahmen entfalten ihre Wirkung erst langfristig und erfordern hohe Investitionen, die Bremen angesichts der angespannten Haushaltslage nur begrenzt leisten kann.

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Das Bremische Klimagesetz stammt aus dem Jahr 2015, seine heutige politische Tragweite erhielt es aber erst mit der Verschärfung von 2023. Den politisch Verantwortlichen bleiben in der aktuellen Lage im Wesentlichen zwei Optionen: entweder ein deutlich schärferes, finanzierbares Maßnahmenprogramm oder eine weitgehende Aufweichung oder gar Abschaffung der Gesetzesgrundlage.

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42 Kommentare

  • So ein Mist! Ich hatte wirklich gehofft, dass Bremen das Weltklima retten wird.

    • Das werden sie schaffen – zusammen mit Hamburg und Berlin 😀

    • Am bremer Wesen muß die Welt genesen!

  • Die „Klimaziele“ sind in Bremen laut Ministerin nicht zu erreichen. Trotzdem aber die höchsten Energiepreise der Welt und Deindustrialisierung. Und dazu noch ein beschleunigter wirtschaftlicher Abstieg durch die Folgen dieser Chaos-Energiewendepolitik. Aber ein Kurswechsel dieser Chaos-Politik ist für alle Kartellparteien ausgeschlossen. „Alles zum Wohle des Volkes“, wie sie immer betonen. Bremen, Privatmann-Holstein und Hamburg wollen sogar noch mehr dieser „Energiewendepolitik“. Baden-Württemberg wählt sich den grünen Özdemir der vor kurzem noch als Landwirtschaftsminister in der Ampel gescheitert war. „Das beste Deutschland aller Zeiten“ für Politiker

    • Der Point of no return ist längst erreicht. Unsere ganze Wirtschaft wird unter dem euphemistischen Begriff „Globalisierung“ seit 25 Jahren nach China, Indien und in die USA ausgelagert. Was in Europa noch Wert hat, wird jetzt systematisch geplündert. Die dafür Verantwortlichen haben ihre Schäfchen längst ins Trockene gebracht. Vielleicht können verarmte Europäer demnächst dort Asyl beantragen oder sich als billige Fachkräfte anheuern lassen.

  • Die Klimaziele muss man nicht erreichen man kann das Klima nicht schützen!

  • Die größte Bedrohung für die BRD kommt von innen.

    • Ja, von solchen Typen wie auf dem Bild.

  • Das wundert mich als Bremer jetzt aber. Die paar einschließlich meiner Person due hier noch richtig arbeiten sind mir alle persönlich bekannt. Soviele sind dss nicht, die hier noch etwas produzieren.

    • Wahrscheinlich arbeiten sie auch noch in dem Stahlwerk, sie uneinsichtige Person?
      Und die ganzen Leute, die nichts arbeiten, die atmen Sauerstoff ein und CO2 aus.
      Wenn man das Problem jetzt irgendwie noch in den Griff bekommen könnte… Kein Opfer darf für den Klimakult zu groß sein!
      *Spuren von Ironie im Kommentar können nicht ausgeschlossen werden*

  • Verstehe ich nicht. Kann man das tödliche CO2 — zu viel im Blut, und man ist tot — nicht einfach verbieten, um in Bremen das Klima von Afrika zu retten?

    • Ach watt, gestandene COPDler laufen mit nem pCO2 zwischen 55 bis 80 mmHg durch die Botanik.
      Adaption nennt man das.

  • Deshalb wird jetzt die CO2 Steuer verzehnfacht, dann geht es 10x so schnell …

  • Das mit dem Stahlwerk wird schon. In Deutschland kann man bei den Energiepreisen nicht mehr wirtschaftlich Stahl produzieren. Beim Auto ist sowieso bald Schluß. WinWin, wir schaffen das.

  • Nanana, so geht das aber nicht, Frau Müller. Einfach sofort alle (!) PKW, Busse, Sanka, Straßenbahnen, Züge nicht mehr in die Hansestadt lassen, komplettes innerstädtisches Fahrverbot.
    Strom braucht der Bremer Hanseat auch nicht, alles abstellen. Das ginge doch mit dem Teufel zu, wenn „das Klima“ nicht „gerettet“ werden könnte.

    • Ganz meine Gedanken, geheizt wird auch nicht mehr, die Bremer können sich warme Gedanken machen bzw, wenn man die Waren alle mit dem Lastenrad reinholt, wird dem einen oder anderen wahrscheinlich doch ziemlich warm werden.

  • Das sind doch alles nur Ankündigungsweltmeister.

    Es war schon immer klar dass es nicht zu schaffen ist.

  • Es geht und ging nie um den „Klimaschutz“ (=statistische Durchschnittswerte des Wetters der letzten 30 Jahre), sondern um die Umsetzung der Agenda 2030. Hierbei ist man durchaus erfolgreich, wie die gegenwärtigen Wirtschaftsdaten und die massenhafte Verarmung des Normalbürgers hierzulande zeigen.

  • „…bis 2038 nahezu klimaneutral zu werden, ist nach Einschätzung von Umweltsenatorin Henrike Müller kaum noch zu erreichen.“
    Das sagte die Grünen-Politikerin (…) bei der Vorstellung eines Investitionsprogramms für mehr Klimaschutz.
    Feministische Logik ist, mehr in Klimaschutz investieren zu wollen und GLEICHZEITIG zu sagen, Klimaneutralität nicht (=kaum noch) erreichen zu können.

  • Ach was, das überrascht mich aber jetzt extrem. Ich hätte gedacht, daß Bremen das easy schafft. Naja, dann müssen HH und danach der Rest der Republik das halt für die gesamte Welt regeln. Kann ja gem. den Linksgrünen nicht so schwer sein.

  • Wer konnte das nur vorher wissen…

  • „…. mit den bisherigen Mitteln voraussichtlich verfehlen wird. “
    Soll heißen: „Faxen sie uns ihr gesamtes Vermögen, sonst werden wir alle sterben!“

  • Interessanterweise sind die Bremer immer noch realistischer als die Hamburger oder Berliner. Aber Bremen ist immer noch mehr eine Arbeiterstadt.

  • Vernunft entwickelt sich erst, wenn eigenständig (ohne Aufforderung Dritter) die eigenen Überzeugungen überprüft werden, ob es Illusionen sind.

    Überzeugungen sind an die Bezugsgruppe gebunden. Wer beispielsweise Gartenzwerge für Erlöser hält (Gruppendenken), wird die Illusion auch nicht abbauen, wenn er beklagt, dass mehr Gartenzwerge keine Wirkung brachte.

    Gruppendenken ist das gemeinschaftliche Ausleben von Überzeugungen, die für die Realität gehalten werden – können auch Illusionen sein.

    Die aktuelle Epoche Aufklärung kann weder Gruppendenken noch Illusionen abbauen, denn der Verstand führt nicht zur Vernunft – Myside Bias.

  • CO 2 war nie ein Problem, lt Wissenschaft

  • Wenn das Stahlwerk das Problem ist, dann brauchen die Klimapsychopathen doch nur noch ein wenig abzuwarten, bis es dem allgemeinen Weg der deutschen Industrie nach China folgt und von alleine schließt.

  • Diese Wahnvorstellungen können und dürfen niemals erreicht werden.

    • Werden sie auch nicht. Aber wir werden trotzdem dafür zahlen.

  • Hahaha…! Super! Die Klimaziele sind nicht zu mehr zu erreichen!? Ach, ehrlich jetzt? Das verstehe ich jetzt aber mal gar nicht. Sind da vielleicht zu wenig Solarkollektoren auf den Dienstfahrzeugen? Oder nicht genügend Windräder beim Ponyhof der Töchter aufgestellt? Dann aber hurtig, die 30iger Jahre kommen langsam näher, merkt ihr das?

    • Die Zeh?-Oh-Zwei!-Steuer ist einfach noch zu niedrig!

  • Moin nach Bremen!

    Ihr müsst Euch einfach nur mehr anstrengen!

    Jetzt hilft nur noch die Methode Kambodscha: alle Beamten und Sozialpädagogen mit Hacke und Spaten in die berühmte und große Bremer Landwirtschaft. Keinen umweltschädlichen Dieselkraftstoff mehr verbrennen. Muskelkraft statt Motoren. Geheizt wird nicht mehr. Wer im Winter erfriert, ist einfach nicht hart genug für die schöne neue Welt der grünen Transformation. Die Straßenbahn wird mit Pferden gezogen. Was im 18. Jahrhundert richtig war, kann im 21. nicht falsch sein.

  • Ich hoffe die Deutsche Umwelthilfe e.V, klagt die bis zum Nimmerleinstag. Damit Deutschlands profilierteste Politiker lernen, ihre psychischen Abgründe kritisch zu hinterfragen.

  • Liebe Bremer, das nennt man wohl den „unsanften Aufschlag“ in der Realität. Man hätte es vorher wissen können und MÜSSEN. Aber wie so viele schwachsinnige Ideologieprojekte (AKW-Aus) ist das wohl darin begründet, daß die Menschen seit Merkel immer weniger denken und hinterfragen. Mann kann das brennende Haus schönreden, in dem man sitzt. Aber am Ende wird man darin trotzdem umkommen.

  • Die CO2 Werte sind das kleinste Problem, dass dieses Land hat. Zumal sich der natürliche CO2 Wert sowieso nicht senken lässt. Diese ganze Klimaneutralität ist Schwachsinn, kostet nur Geld, vernichtet die Industrie und dient nur den links/grünen für ihren Klimaterror. Gibt es noch einen, der überhaupt daran glaubt? Ich kenne keinen mehr.

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