Verlagerung nach Asien
„Kosteneffiziente Standorte“ – BASF kehrt Deutschland den Rücken
BASF verfolgt einen strikten Sparkurs mit Stellenabbau und Produktionsverlagerungen an „kosteneffiziente Standorte“. Die Lage spitzt sich zu: Erst kürzlich wurde bekannt, dass Arbeitsplätze von Berlin nach Indien und Malaysia verlegt werden sollen.
BASF plant Arbeitsplätze vom Berliner Standort ins Ausland zu verlagern. Finanz- und Personalservices sollen künftig in einem neuen globalen Hub in Indien gebündelt werden. Tätigkeiten mit Bezug zu Lieferketten sollen dagegen am Standort Kuala Lumpur in Malaysia zusammengeführt werden. Ausgenommen bleiben Aufgaben, „die in unmittelbarer Nähe zu den Standorten erbracht werden müssen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Angaben dazu, wie viele Stellen in Berlin abgebaut werden sollen, macht der Konzern nicht.
Am Hauptstadt-Standort sind derzeit insgesamt rund 2.800 Menschen beschäftigt. Die geplanten Kürzungen sorgten bei den Beschäftigten für Überraschung, denn die BASF hatte im Jahr 2005 eine Art Standortzusage gegeben. Damals sei der Gewerkschaft IGBCE zufolge, durch einen speziellen Tarifvertrag ermöglicht worden, „dass die BASF ihre konzerninternen Dienstleistungen wie Finanzen, Personal oder IT-Aufgaben in Berlin konzentrierte“, statt sie wie ursprünglich geplant in die Slowakei auszulagern.
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Um den Berliner Standort zu schützen, hatten die Mitarbeiter damals sogar geringere Löhne akzeptiert. Umso verständlicher ist der Unmut der Beschäftigten, der sich zuletzt in Form von Protestkundgebungen äußerte. In der vergangenen Woche nahmen rund 300 BASF-Mitarbeiter an einer Protestaktion vor dem BASF-Servicezentrum Prenzlauer Berg teil.
Die Beschäftigten wollen die Unternehmensführung dazu bewegen, über mögliche Alternativen zu verhandeln. Der Berliner Standort sei eine Erfolgsgeschichte, erklärte Stephanie Albrecht-Suliak, Leiterin des IGBCE-Landesbezirks Nordost, in einer Mitteilung. „Gemeinsam wurde sich vor über 20 Jahren zum Standort bekannt, gemeinsam haben wir den Standort aufgebaut, die Beschäftigten Verzicht geübt, gemeinsam werden wir den Standort verteidigen.“ Auch der Regierende Bürgermeister von Berlin war vor Ort und hielt eine Rede.
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Der Konzern hält jedoch an seiner Strategie fest und betont, dass die Maßnahmen Teil eines umfassenden Transformationsprozesses seien. Ziel sei es, die Automatisierung weiter auszubauen und verstärkt auf „kosteneffiziente Standorte“ zu setzen. Deutschland gilt nicht als kosteneffizient, so viel steht fest. Hohe Energiekosten, überbordende Bürokratie sowie eine rigide Steuer- und Abgabenlast – im Fokus steht dabei vor allem die CO₂-Bepreisung – machen dem Chemieriesen, aber auch der übrigen heimischen Unternehmenslandschaft das Wirtschaften schwer.
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Vor diesem Hintergrund hat BASF zuletzt nicht nur in Berlin zu Kürzungen gegriffen. Im Konzern wurden in den vergangenen zwei Jahren insgesamt 4.800 Stellen abgebaut. Etwa die Hälfte davon entfiel auf Deutschland. Die Zahl der Führungskräfte ging zudem um 11 Prozent zurück, erklärte Finanzvorstand Dirk Elvermann gegenüber dem SWR.
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Während zunehmend Kapazitäten aus Deutschland abgezogen werden, baut der Konzern seine Aktivitäten verstärkt in Ländern in Fernost aus – neben Indien und Malaysia, steht primär China im Fokus. Noch für das erste Quartal dieses Jahres plant BASF die Eröffnung seines großen Verbundstandorts in Zhanjiang, China, der rund 2.000 Arbeitsplätze schaffen soll.
Es handelt sich dabei um das größte Einzelprojekt des Konzerns mit Investitionen in Höhe von etwa 8,7 Milliarden Euro. Der Standort – nach Ludwigshafen und Antwerpen der drittgrößte von BASF – soll die wachsende Nachfrage in China bedienen und künftig rund 80 Prozent des Branchenwachstums in der Region Asien-Pazifik abdecken. Schon heute entfällt auf das Reich der Mitte rund die Hälfte des globalen Chemiemarktes. Mit Blick auf diese Entwicklung ist BASF im vor Ort bislang noch vergleichsweise schwach vertreten: 2024 erzielte der Konzern in China rund 13 Prozent des Gesamtumsatzes der BASF-Gruppe.
Neben der Bedeutung des chinesischen Marktes sprechen vor Ort vor allem die deutlich niedrigeren Betriebskosten für Investitionen. Anders als in Deutschland sind Energiepreise vergleichsweise günstig, Steuer- und Abgabensätze sowie bürokratische Hürden geringer: Während Unternehmen in der Bundesrepublik unter strengen Auflagen leiden, sind die regulatorischen Anforderungen in China weniger umfangreich. Genehmigungszeiten und Kosten verkürzen sich dadurch erheblich.
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Ist bestimmt die AfD dran schuld.
Die Unternehmerverbände warnen gerade einen Tag vor den Wahlen in Beben-Wütendberg vor der AfD, denn die würde die Wirtschaft ruinieren.
Diese Äußerungen der Verbände erklären dem Aufmerksamen Beobachter aber auch kurzerhand alles was in diesem Land schief läuft und warum Unternehmer eben nicht Automatisch auch Clevere Politiker oder Volkswirte sein müssen !
Erinnert an die Geschichte von dem Bauern dem Gott die Macht verliehen hat das Wetter zu machen . Weil er ewig am Jammern über das schlechte Wetter war .
kleiner Spoiler .Die Geschichte hatte kein gutes Ende .
Die Meisten Präsidenten von irgendwelchen Unternehmerverbänden haben in der Regel das Rote Parteibuch, sonst wären sie gar nicht auf diesen Posten, ist wie bei den Gewerkschaftsbossen fast alle das Rote Parteibuch!
und DT
Die ganzen SPD-Vorfeldorganisationen „IG“ ernten nun, was sie gesät haben. Der Bogen ist überspannt.
Das passiert, wenn Gewerkschafter nach Popularität statt wirtschaftlicher Kompetenz ausgewählt werden.
Die Aktie ist schon auf meiner Watchlist.
Ich bin schon vor 3,5 Jahren eingestiegen zu 41,42 €. Schöne Dividendenrendite von 5 % trotz Kürzung. Sollte die Dividende wieder auf das frühere Niveau angehoben werden, bin ich bei einer Dividendenrendite von knapp 10 % auf den Kraufpreis.
Ist das mit dem VDMA abgesprochen? Die sagen doch, es sei die – noch nirgends regierende – AfD, die uns ruiniert. Harte Realität, die aber die BW-Wahl nicht ändern wird. BASF macht alles richtig – es geht nicht mehr anders.
Ja, die flüchten nach Indien wegen der AfD…..😉
Jetzt macht BASF eine (große) Transformation und dann ist es auch nicht recht…
Ob es „richtig“ ist, würde ich so nicht sagen …
Volkswirtschaftlich ist es eine Katastrophe!
Bertriebswirtschaftlich ist es zwingend erforderlich!
Politisch?
ACH SCHE…EGAL!
Die Macht des Faktischen.
Was tue ich (BASF) wenn von meinen
weltweit 239 Betrieben nur der Betrieb in Ludwigshafen Verlust macht?
Genau – schliessen.
Ob die Berliner Beschäftigten den Stellenabbau mit grünen CO2 Steuern in Verbindung bringen werden? Oder mit Frau Merkel oder Frau v.d. Leyen?
Wahrscheinlich nicht.
Wahrscheinlich gibt man Trump die Schuld und geht auf eine Demo gegen rechts.
Wie gewählt, so gekriegt
Hoffentlich sind hier bald alle arbeitslos. Gewählt, geliefert.
Ab ins woken Tinihaustreiben mit Lastenfahrrad und Windrad.
„Um den Berliner Standort zu schützen…“
Erst alles dafür tun damit es soweit kommt um es dann schützen zu müssen? Und das betrifft ja nicht nur die Wirtschaft! Das Land steckt voller „Eperten“, „Wirtschaftsweisen“, „Berater“, „Beauftragter“……., es gibt unzählige Arbeitskreise, Kommissionen, Verbände……., es wird geprüft, getagt, vertagt….. bis es irgendwann, demnächst? nichts mehr gibt was man weder schützen muß noch lohnt sich darüber im Stuhlkreis „auszutauschen“! Zum Glück aber gibts ja das Ausland, wofür es sich lohnt einzusetzen, gell Herr Merz?
Vollkommen richtig, was BASF und Co, machen: Die Segel streichen und Weitersegeln.
Wer will in diesem von Geisteskranken reGIERten Land noch unternehmerisch tätig sein ? Unternehmer sind keine Selbstmörder.
Es gibt Leute, die halten Unternehmer
für einen räudigen Wolf,
den man totschlagen müsse.
Andere meinen,
der Unternehmer sei eine Kuh,
die man ununterbrochen melken könne.
Nur ganz Wenige sehen in ihm das Pferd,
das den Karren zieht.
(Winston Churchill)
Es gibt auch Regierungsminister M/W/D die halten die Industrie für Feinde die man mit allen Mitteln bekämpfen muss!
Kapital ist wie ein scheues Reh !
Das ist aber auch nun wirklich keine neue Erkenntnis von Ursachen und Wirkungen politischer Endscheidungen auf Wirtschaftsunternehmen !
Neue scheint nur der doch sehr Unterdurchschnittliche IQ Bildungstand Moralisch Etischer Unterbau und das Verantwortungsbewusstsein der führenden Protagonisten in den Altparteien zu sein .
Ich sehe das gut an meinem Kapital, das ist ganz besonders scheu. Es hat EU-Europa inzwischen fast ganz verlassen.
Sie werden alle gehen.
Altes Thema. Wer auf wirtschaftlichen Selbstmord aus ist, kann natürlich in Deutschland / EU bleiben. Sagt im Übrigen viel, wenn sogar paar deutsche Arbeitnehmer mitziehen.
Diese Entwicklung ist für die betroffenen Menschen und das ganze Land furchtbar – aber ich habe volles Verständnis für die BASF-Unternehmensleitung!
Man schlägt den Sack und sollte den Esel treffen!
Die AfD ist mittlerweile die größte Gefahr für alles.
Es wurde schon vor 3 Jahren alles angekündigt.
https://www.youtube.com/watch?v=lzSDy0fqkBc&t=1477s
BASF macht alles richtig,in ein Nicht EU Land auslagern.Den Rest bekommen sie auch noch hin.
Ich hoffe die Automobilkonzerne machen das nach.BMW und Mercedes dürfen laut Deutscher Umwelthilfe ab 2030 keine Verbrenner mehr verkaufen.
Ich fordere daher das BMW und Mercedes die restliche Zeit nutzt um Deutschland in ein Nicht EU Land neue Zelte aufzschlagen.
Das wundert ja hoffentlich niemanden mehr. Die offenkundigen Probleme sind alle bekannt. Außer Lippenbekenntnise gibt es nichts von der Politik. Der Politikwechsel lässt immer noch auf sich warten.
BASF spricht im Rahmen der Verlagerung an kosteneffiziente Standorte von einem Transformationsprozess. War es das was Merkel meinte ?
Jeder weiß, dass unser Sozialstaat kollabiert. Trotzdem läßt man alles weiterlaufen und fordert immer mehr Sozialstaat.
Ich fürchte, dass jeder, der sparsam gelebt hat–sein Erspartes verlieren wird.
Hat wohl was mit Menschenrechten zu tun.
Rien ne va plus! Der einzige Sektor der noch gut läuft und Arbeitsplätze schafft, ist die Rüstungsindustrie. Um da noch ordentlich Kohle zu machen, müsste D exportieren wie ein Weltmeister. Exportbeschränkungen müssten fallen, keine Exportbarrieren mehr. Die linksgrünen würden Purzelbaum schlagen und auf die Barrikaden gehen. Vorschlag: Mit Retro- Modellen aus dem II. WK könnte man die kleineren Länder bedienen. Es dürften doch noch Baupläne vorhanden sein für Tiger, Panther, Me 109 u.a.
Das ist der WEF-Plan. Rüstung, Rüstung über alles und dann mit Hurra gegen den Russen, Barbarossa 2.0. Dank an alle WEF-Marionettenwähler!
Ob die Wähler in BW davon auch erfahren, oder warum wählen sie weiter den sicheren wirtschaftlichen Niedergang ?
Läuft wie geplant. Alles wird dem Erdboden gleichgemacht.
Trifft Globalismus auf Krieg, bricht das System. Dann sind Produzent und Konsument plötzlich Feind zueinander oder vom Feind getrennt.
Der Klimawandel macht vor Niemandem halt 🌬️🏭