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Energiewende

Wegen Iran-Krieg: Niedersachsen und Schleswig-Holstein wollen mehr Windräder in Deutschland

Niedersachsen und Schleswig-Holstein drängen darauf, noch in diesem Jahr Sonderausschreibungen für mehr Windräder zu veranlassen. Dafür könnten Milliarden anfallen. Begründet wird die Forderung mit dem Krieg im Nahen und Mittleren Osten.

Von

Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) (IMAGO/Noah Wedel)

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Niedersachsen und Schleswig-Holstein drängen auf eine zusätzliche Ausschreibung für Windenergie an Land. Nach einem Beschlussvorschlag für die Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag soll noch in diesem Jahr einmalig ein zusätzliches Ausschreibungsvolumen von 5.000 Megawatt bereitgestellt werden. Dieses Volumen soll nicht auf die regulären Ausschreibungsmengen angerechnet werden.

Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies warnte vor Verzögerungen. „Wir müssen da dringend vorankommen, sonst droht ein Fadenriss“, sagte er Table.Briefings. Mit Blick auf internationale Entwicklungen fügte er hinzu: „Die Lage im Nahen und Mittleren Osten führt uns auf geradezu dramatische Art und Weise vor Augen, wie wichtig eine unabhängige, resiliente Energieversorgung ist.“

In dem dazugehörigen Beschlussvorschlag, der von Table.Media veröffentlicht wurde, heißt es, zur Erreichung der Klimaziele müsse der Umbau des Energiesystems weiter vorangetrieben werden. „Der Ausbau der Windenergie, sowohl an Land als auch auf See, ist dabei von wesentlicher Bedeutung.“

Dass noch mehr Windkraftanlagen die deutsche Energieversorgung unabhängiger und resilienter machen, ist eine gewagte Behauptung. Denn anders als konventionelle Kraftwerke liefern sie nur dann Strom, wenn genug Wind weht. Und wenn der Wind zu stark weht, setzen sie das Stromnetz massiv unter Druck. Um das System dennoch stabil zu halten, sind massive Investitionen in den Netzausbau und in Backup-Kraftwerke notwendig. Zudem werden für den Bau von Windkraftanlagen Rohstoffe wie Kupfer und Seltene Erden benötigt, bei deren Beschaffung Deutschland von wenigen Exportländern abhängig ist.

Vermutlich spielen wirtschaftliche Standortinteressen eine wichtige Rolle für das Engagement der beiden Landesregierungen. Denn in Niedersachsen und Schleswig-Holstein ist die Windkraftindustrie wirtschaftlich bedeutend. Konkret schlagen die zwei Bundesländer eine einmalige Sonderausschreibung im laufenden Jahr vor. Zudem sollen auch in den Jahren 2027 und 2028 zusätzliche Ausschreibungsvolumina im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) vorgesehen werden. In dem Dokument heißt es dazu, es „bedarf einer einmaligen zusätzlichen Sonderausschreibung für Windenergie an Land mit einem Volumen von 5.000 MW im Jahr 2026, das nicht auf die regulären Ausschreibungsmengen angerechnet wird“. Auch für die Folgejahre sollten zusätzliche Mengen eingeplant werden.

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Die Kosten einer solchen Sonderausschreibung lassen sich nur grob abschätzen, da die Förderung über die sogenannte Marktprämie erfolgt und vom Strompreis abhängt. In jüngeren Ausschreibungen für Windenergie an Land lagen die Zuschlagswerte laut Bundesnetzagentur meist bei rund sechs Cent pro Kilowattstunde. Bei einer installierten Leistung von 5.000 Megawatt und typischen Stromerträgen von Onshore-Windanlagen könnte sich daraus rechnerisch ein Fördervolumen in Milliardenhöhe über die rund 20-jährige Förderdauer ergeben, wobei die tatsächlichen Kosten je nach Börsenstrompreis variieren können.

Zugleich fordern die Länder vom Bund eine rasche Klärung der Rahmenbedingungen für den weiteren Ausbau der Windenergie. Laut dem Beschlussvorschlag soll die Bundesregierung „zeitnah Klarheit über die zukünftigen bundesrechtlichen Rahmenbedingungen für einen beschleunigten und gesteuerten Ausbau der Windenergie“ schaffen.

ha

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96 Kommentare

  • Unser täglich Dekadenz gib uns heute (wie jeden Tag)

    • so ist es, kurz und bündig.

      • Ich würde eher sagen: „Vom wilden Watz gebissen“! Wobei: Beim „wilden Watz“ dürfte es sich um ein bestens abgerichtetes ‚Nutzviech‘ des ‚BuDeDeWi‘ (des Bundesverbandes der deutschen Windbarone) handeln, die – nachdem man ihnen jüngst ‚deckelnd‘ in die Parade zu fahren versuchte – nun wieder Morgenluft zu wittern scheinen. Physikalische Gesetzmäßigkeiten wie jene Binse, laut der selbst 50.000 Windmühlen bei flächendeckender Flaute keinen Strom liefern, haben natürlich für die rot-schwarz-grünen ‚Geistesheroen‘ des Nordens keinerlei Bedeutung…

        • Franz-Josef Strauß nannte sie ‚Nordlichter‘, was sehr gut ankam, und die Ostfriesenwitze hatten auch lange Zeit Hochkonjunktur.

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    • Es handelt sich um Indoktrination.

  • Bitte den Länder-Finanzausgleich für diese Bundesländer incl. Berlin aussetzen!

    • Die können noch 10.000 Windrädchen und Solarfelder aufstellen, im Winter bei Dunkelflaute und Windstillstand gibt es dann trotzdem keine Energie, aber ihr könnt das Wort Strom dan tanzen und dazu euch warm klatschen. Der Abrieb an den Windflügeln, also der Beschichtungen (Ewigkeitschemikalien) zerstört unsere Böden dauerhaft, wo wollen wir dannn noch Nahrungsmittel anbauen?

      • Es wäre einfache Mathematik, sozusagen 3. Klasse/4.Woche, dass die Zahl Null multipliziert mit einer anderen Zahl beliebiger Wertung als Ergebnis immer Null ergibt.
        Aber Ideologen muss man nicht mit Mathematik kommen.

      • Die Nahrungsmittel kommen dann aus dem Iran… Grüne radeln sie mit dem Lastenfarrad hier her nach Dummbuntland..

        • Ich denke manchmal das sie uns hier eher verhungern lassen, damit sie noch mehr CO2 einsparen können.

          3
      • Das erste, was mir einfällt. Immer rauf den Abrieb auf den Boden. Ich denke manchmal, haben diese Schreihälse keine Kinder und Enkel?

    • Die Zerstörung Berlins wäre für die Geberländer im Länderfinanzausgleich ein erheblicher Rechenposten mit positiver Auswirkung auf die Gesamtbilanz.
      Welcher Bayer – z.B. – könnte da noch etwas gegen „die Russen“ haben…
      Sah Tiere off.

  • Gestern, am 04.03.2026 generierten die Windräder 2 GW Strom. Benötigt wurden in Deutschland jedoch 76 GW. Deshalb musste wieder extrem teurer importiert werden. Nachts schien erneut keine Sonne. Wer erklärt es ihm?

    • Die Erklärung wird sein, dass wir noch 35 mal so viele Windräder brauchen, dann klappt das auch mit den „Erneuerbaren“. Gleichzeitig kann man auch noch die lästige Industrie als Großverbraucher aus dem Land ekeln, dann kommen wir auch mit ein paar weniger Windräder aus.

  • Welcher Ingenieur kennt es nicht, das Pareto-Prinzip: die 80/20-Regel

    Die 80/20-Regel ist kein Naturgesetz, sondern eine häufig beobachtete Verteilung. Sie beruht auf vielfältiger Erfahrung. Die Zahlen sind dabei nur Richtwerte: In der Realität können es auch 70/30, 90/10 oder 85/15 sein.

    „20 Prozent der Maßnahmen bringen 80 Prozent des Erfolgs… und die letzten 20 Prozent bringen die Pleite.“

    Manfred Haferburg: „Jetzt sind wir bei etwas über 20 Prozent. Der „Point of no return“ ist längst überschritten. Die Kernkraft ist ganz weg. Zwei Drittel der Kohlekraftwerke sind auch schon weg. Was noch steht, wird nach und nach im Volksfeststil bei Bockwurst und Bier in die Luft gesprengt. Das ganze Land steht schon voller gigantischer Windräder und Solarpaneele. Mal gibt es zu wenig Strom, mal gibt es zu viel Strom – aber immer ist es zu teuer. Alle die schönen Speicher zusammengerechnet reichen gerade mal für zwei Stunden Dunkelflaute. Weit mehr als fünfhundert Milliarden sind bereits verpulvert“

    • Das Geld ist ja nicht weg, es haben jetzt eben nur andere.

    • Und CDU+CSU/SPD/Grüne/SED-Linke haben dafür gesorgt, die sichersten Atomkraftwerke der Welt abzuschalten und zu zerstören.
      Was für ein absoluter Irrsinn.
      Aber wenn jetzt deren Wähler sich beklagen: Klappe halten, ihr habt es doch so gewollt.

  • Wer stoppt diesen Wahnsinn? Trotz Zubau von Windkrafträdern erhalten wir hieraus nicht mehr Energie. Für was gibt es eigentlich Statistiken, wenn sie keiner liest? Die Hauptsache, wie verschwenden Subventionen, damit das Geld weg ist.

    • Richtig weil zuviel Flatterstrom vertragen die Netze nicht. Das nennt sich Hellbriese, da werden die Windräder schon abgeriegelt, bekommen aber trotzdem Geld.
      Das ist wie Arbeitslosengeld für Strom.
      Kommt nicht aber wird bezahlt,
      Weil er könnte ja kommen.

    • Im Sommer überlastete Stromnetze bis zum Blackout, im Winter kein Strom durch Dunkelflaute mit teurem Stromimport sowie Industrieproduktion nur bei Sonne und Wind, fehlende und unbezahlbare Ladeinfrastruktur für E-Autos in Städten und in Mietblocks, horrende Strompreise an Ladesäulen, per Fernsteuerung abschaltbare Wärmepumpen bei Strommangel, etc…etc…
      Die linken Altparteien leben entweder in einer Fantasiewelt, oder sie sind bösartige Saboteure.
      

      • Ich denke die roten Altparteien sind beides und letztlich sind wie eine von Ideologie getriebene Abrissbirne!

  • Weil kein iranisches Flüssiggas mehr zu uns kommt, soll jetzt weiter eine Energieform gefördert werden, die unseren Bedarf als Industrieland nicht deckt???

  • Na genau – wer den Wald vor lauter Windrädern nicht sehen kann 🤦‍♂️ Ist ja nicht so, dass wir hier kaum noch einen normalen Blick auf unsere Strände haben vor lauter Windrädern, nun sollen die womöglich gleich in meinem Grundstück aufgestellt werden? 🤔🤦‍♂️

    • Wir werden uns erst ergeben, wenn das letzt Windrad fällt.

  • Für mehr Windräder holzen sie dann die schönen Wälder ab, um gleichzeitig 1 Milliarde Euro für ein fragwürdiges UN- Regenwaldabkommen locker zu machen. Und die Energiepreise steigen und steigen weiter. teurer, Teurer und nochmals teurer wie Merz bei Miosga sagte. Ich hätte nie gedacht, dass eine Kugel Eis so teuer sein kann

  • Bei Windstille geben 100.000 Windräder doppelt so viel Strom wie 50.000.

    100.000 x Null = 0² Mindestens !

  • Kohlekraft und Atomkraft aus eigener regionaler Produktion wären meines Erachtens das Gebot der Stunde. Damit wäre Deutschland deutlich „resilienter“ (linksgrünes Modewort) aufgestellt als mit immer noch mehr volatiler Energie aus Sonne und Wind.

  • Viel Wind um Nichts!

  • Windmühlen und Solaranlagen produzieren Flatterstrom und sind nicht grundlastfähig. Deshalb sind sie für die zuverlässige Energieversorgung eines hochindustrialisierten Landes wie Deutschland ungeeignet.
    Diskussion beendet.

    • Keine Sorge, das „hochindustrialisiert“ erübrigt sich bald.

    • Ja fehlt das Gas, Kohle oder das Öl aus, wird es in Deutschland erst recht dunkel. Oder der Strom wird unbezahlbar. Dann lieber Flatterstrom, den ich in Batterien zwischen speicher.

      • Ohne Turbinen welche die Frenz von 50 Herz erzeugen funktioniert keine Solaranlage und auch nicht die Windräder , als nicht zu weit übers Ziel hinaus schiessen

  • Wundert mich überhaupt nicht, für was der Iran-Krieg alles als Begründung herhalten muss. So etwas musste ja kommen.

    • Schon vor längerer Zeit mal gelesen, passt aber auch auf den Iran-Krieg:

      „Mein Schnürsenkel ist heute gerissen. Die meisten Leute würden Trump oder Russland die Schuld geben. Aber ich weiß, dass es am Klimawandel liegt.“

  • Schildbürger wollen mehr Eimer, um endlich Licht in ihr dunkles Rathaus tragen zu können.

  • Wir haben über das Jahr gerechnet jetzt schon 2/3 Strom aus erneuerbaren Energien. Der Rest kommt von alleine. Es ist jetzt schon absehbar, dass wir zuviel an Strom im Netz bald haben werden

    Aber Hauptsache, die Lobby verdient noch kräftig an den nicht mehr notwendigen Subventionen! Und dann wundern sich die gleichen Politiker, dass Strom so teuer ist und dieser billiger werden muss. Dabei setzen genau jene die Ursache für den teuren Strom.

  • Und das Hinterland hat dann mit noch mehr Trockenheit zu kämpfen!
    Windräder sind nicht klimaneutral.
    Sie beeinflussen das Abregnen von Wolken massiv.

  • Mit JEDEM Windrad und mit JEDER Pv-Anlage nimmt die Volatilität zu, die mittels Re-Dispatch-Maßnahmen ausgeglichen werden muß! Außerdem sind diese „Kraftwerke“ nicht schwarzstartfähig. Für JEDES dieser „Kraftwerke“ muß ein entsprechender Anteil an konventionellem Kraftwerk als Backup vorgehalten werden, was bedeutet, ich habe statt einem grundsätzlich zwei Kraftwerke (Oder-Schaltung) für die gleiche produzierte Strommenge. Irrsinn hoch zehn!

    • Ach, man nehme einfach ein paar Batteriespeicher und schon kann man diese Zeit überbrücken. Klappt bei mir seit 7 Jahren hervorragend. Mit dem neuen E-Auto kann ich sogar bis zu 10 Tage ohne Sonne und Wind auskommen. Dabei ist die Batterie vom E-Auto erst zu 50 % entladen.

      • Ach ja? Haben Sie eine ungefähre Vorstellung über die Größenordnung? Wir reden hier nicht über Speicher für einen Nachmittag bis Abend, sondern über Speicher für mind. 14 Tage unterbrechungsfrei! Die Kosten sind für solche Speicher unfaßbar hoch.

      • Eine unsinnige Aussage.
        Mit meinem Benziner komme ich einen Monat ohne Sprit aus.
        Wenn ich nicht fahre.

  • Verstehe! Die brauchen die Windräder zur Flugabwehr. Ein cleveres Kerlchen, der Ministerpräsident! Name schon wieder vergessen …

  • Besser und für die Versorgung sicherer wäre der Ausstieg aus dem Kohle-Ausstieg.
    Braunkohle zumindest haben wir selbst genug.

  • Unsere täglich grüne Lüge gib uns heute.

  • Als ich die Überschrift las, musste ich lachen.
    Danke dafür, sonst rege ich mich immer auf…

  • Olaf Lies hat völlig Recht, eine unabhängige, resiliente Energieversorgung ist immens wichtig. Gerade deshalb dürfen wir uns nicht von Wind und Sonne abhängig machen.

  • Man sollte diesen Wahnsinn einfach laufen lassen und sich nicht mehr aufregen.

  • Tolle Logik. Null Windstärke gleich Null Gigawatt. Ob ein Windrad oder Zigtausende.

  • In den Urlaub fliegen wird dann mit dem Zeppelin und das Fracking-Gas holen wir mit Segelschiffen.

    • Fracking hat den nachteil, das es durch die Chemikalien das Grundwasser vergiftet, vergiften kann! Folgen sind unter anderem Krebs!

      • Es wird trotzdem geholt.

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