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Mehr Elektroautos

Grüner Stahl aus Europa: Umweltminister Schneider fordert mehr „Standort-Patriotismus“ von deutschen Autoherstellern

Umweltminister Carsten Schneider fordert die deutschen Autohersteller zu mehr „Standort-Patriotismus“ auf. Sie sollen grünen Stahl aus der EU verwenden. Mit dieser Haltung befindet er sich ganz auf EU-Linie.

Umweltminister Carsten Schneider setzt auf grünen Stahl und Elektroautos. (IMAGO/Rainer Unkel)

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Umweltminister Carsten Schneider fordert mehr „Standort-Patriotismus“ von deutschen Autoherstellern. Sie sollen bei der Produktion mehr auf grünen Stahl setzen, der in Deutschland produziert wurde, und mehr E-Autos produzieren. Mit seiner Forderung nach mehr grünem Stahl befindet sich der SPD-Politiker auf EU-Linie. „Deutschland braucht eine eigene Stahlproduktion, um unabhängig und stark zu bleiben. Darum bleibt staatliche Förderung wichtig“, sagt er im Interview mit der Frankfurter Rundschau am Samstag. 

Europäische Unternehmen sollten vorrangig in Europa einkaufen. Er sei kein Fan davon, die Stahlproduktion in Länder mit günstigeren Energiekosten zu verlegen, wie beispielsweise Saudi-Arabien, und hier nur noch Produkte zu veredeln. „Wir brauchen zumindest einen gewissen Anteil aller Produktionsschritte bei uns. Darum bin ich für Leitmärkte für Stahl, der aus grünem Wasserstoff hergestellt ist.“ Es sei gut, dass die Deutsche Bahn für ihre Schienen nun grünen Stahl aus Europa verwenden wolle. 

Das würde sich seiner Meinung nach auch für Autohersteller anbieten. Doch diese würden sich noch zurückhalten. Um das zu ändern, will er Anreize setzen: „Wer zum Beispiel nach 2035 noch Plug-in-Hybride auf den Markt bringen will, kann die Mehremissionen ausgleichen, indem er grünen Stahl in der Produktion verwendet. Das ist die deutsche Position, für die wir in Brüssel antreten.“ Das gefalle nicht jedem in der Branche. „Aber ein bisschen mehr Standort-Patriotismus können wir schon erwarten von den Konzernen.“ 

Mit dieser Haltung befindet Schneider sich genau auf EU-Linie. Denn als die EU-Kommission im Dezember ihre Änderungsvorschläge für CO2-Vorgaben in der Autobranche vorstellte, war grüner Stahl ein entscheidendes Element. Die EU-Kommission schlug vor, dass ab 2035 der durchschnittliche CO2-Ausstoß aller Neuzulassungen eines Herstellers nur noch um 90 Prozent anstatt um 100 Prozent im Vergleich zum Wert von 2021 reduziert werden soll. Das wurde teilweise als „Aus vom Verbrenner-Aus“ gefeiert, jedoch bleibt dieses faktisch bestehen. 

Denn um den Zielwert zu erreichen, müssen trotzdem mehrheitlich E-Autos produziert werden. Verbrennerautos und Plug-in-Hybride, die nach 2035 noch zugelassen werden sollen, müssen mit E-Fuels betrieben werden und grünen Stahl eingebaut haben, um das ausgestoßene CO2 zu kompensieren. Außerdem macht die EU Vorgaben zu Recyclingquoten bei Plastik in Autos (mehr dazu hier). Diese Haltung Brüssels unterstützt der Umweltminister und fordert deutsche Unternehmen nun zu „Standort-Patriotismus“ auf. 

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Im Interview mit der Frankfurter Rundschau preist er auch E-Autos an: „Meine Botschaft ist klar: E-Autos sind besser für die Umwelt, die kann man gut fahren und die machen Spaß.“ Autohändler würden ihm berichten, dass kaum jemand zum Verbrenner-Auto zurückwolle, wenn er einmal elektrisch gefahren sei. „Das ist ein weltweiter Megatrend. Keine chinesische Stadt würde heute noch einen Dieselbus anschaffen.“ 

Schneiders Umweltpaket soll im März vorgestellt werden. Vorab wurde bereits bekannt, dass er auch eine Verteuerung von Benzin und Diesel durch das europäische CO2-Handelssystem ETS-2 anstrebt. Bis 2040 sollen Elektrofahrzeuge „rund 70 Prozent des gesamten Pkw-Bestands in Deutschland ausmachen“. Das ETS-2-Handelssystem soll EU-weit 2028 in Kraft treten. Der Preis der Zertifikate wird dann am Markt ausgehandelt, während das Angebot im Laufe der Jahre künstlich verknappt wird.

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107 Kommentare

  • Umweltminister Carsten Schneider fordert mehr „Standort-Patriotismus“ von deutschen Autoherstellern…

    Dürfen deutsche Autohersteller auch wegen Standort Patriotismus diverse Rücktritte fordern?

    • Standortpatriotismus in der Übersetzung lautet dann: staatlich geforderte (vlt. sogar bald gesetzlich festgelegte) Abnahmemenge und -quelle.

      Aber da in D. Parteien das Sagen haben, nennt man es auch Doktrin aus den Parteizentralen, würden manche hinweisen.

      Übersicht mit KI
      Patriotismus ist die emotionale Verbundenheit und Liebe zum eigenen Land (Vaterlandsliebe). Er beinhaltet Stolz auf kulturelle, politische oder geschichtliche Werte, ohne dabei andere Nationen abzuwerten. Ein Patriot ist oft verbunden mit Symbolen wie Fahnen oder Hymnen.

      in der Realität lebend…
      Fahne und Hymne wird der Staatsschutz eingeschaltet.
      Stolz auf eigene Werte untersagt, denn Vielfalt ist die Pflicht seitens der Politik.
      Abwertung findet nur beim EIGENEN Volke statt, Rest sind Kulturbereicherer die umworben werden von der Herrscherkaste.

      • Und die Lieblingspartner der SPD?

        Der grüne Habeck findet Vaterlandsliebe zum Kotzen und seine Sekte jubelt darüber.

        Auf der anderen Seite die Stasi-SED. Ramelow will die Deutschlandfahne abschaffen und die Nationalhymne durch ein sozialistisches Kinderlied von 1950 ersetzen. Dieser vaterlandslose Geselle ist Vizepräsident des Bundestages, übrigens mit Schneiders Stimme gewählt.

        Solche Gestalten sollten das Wort „Patriotismus“ tunlichst vermeiden.

    • Und wie sieht es mit Standort-Patriotismus–bei deutschen Flugzeug-und Schiff-Herstellern –bzw. Flottenbesitzern aus?

      Setzt man dort auch auf grünen Stahl und e-fuel, um nach 2035 auch noch Verbrenner -Flugzeuge und Schiffe bauen zu dürfen?

      Oder müssen nur Autobauer und Autobesitzer das Klima und die Umwelt retten–während Flugzeug- und Schiff-Nutzer -und Bauer weiter bevorzugt werden?

      Muss der Staat nicht alle gleich behandeln–oder gilt das Grundgesetz nur noch für von der Politik Bevorzugten?

    • Ein rechtsextremer Sozi?

      • Warum dieses Winden?

        …sagen Sie doch gleich: Nationalsozialist.

        • Eher ein „globalsozialist“….

          4
  • Ich fordere etwas ganz unmögliches, berufliche Qualifikation für Politiker.

  • Alte hanseatische Kaufmannsweisheit:

    Im Einkauf liegt der Gewinn!

  • Sobald sich die Politik in den Autobau einmischt kann man die Uhr danach stellen das es mit den Konzern abwärts geht… Aber vielleicht haben die Auto-Fritzen das auch verdient… Immer am Kundenwunsch vorbei agieren…. das rächt sich irgendwann einmal.. Aber ist halt nur meine Meinung…

    • Nein, es ist nicht nur Ihre Meinung. Ich schätze, es ist Mehrheitsmeinung.👍

    • Die deutschen Autobauer haben jahrelang der Politik den Kopf in den Anus gesteckt und sind über jedes Stöckchen gesprungen, es gab ja immer finanzielle Anreize, der E-Kutschen-Wahnsinn hätte abgewendet werde können, nein ALLE sind drauf gesprungen. Ich kaufe nie wieder ein deutsches Auto, auch wegen der Hetze gegen Ungeimpfte und jetzt gegen die AfD, never ever

  • Die Unternehmen kämpfen gegen zu hohe Standortkosten, die von der Politik hochgetrieben werden, und anschließend fordert dieses intellektuelle Wunderkind mehr Standortpatriotismus von den Unternehmen. Hat dem Mann noch niemand gesagt, dass die Unternehmen vor allem im weltweiten Wettbewerb bestehen müssen.

    • Richtig und deswegen produzieren die großen Unternehmen zunehmend in anderen Ländern. Wir haben schon lange keine Politiker mehr, es sind Insolvenzverwalter und es ist beschlossene Sache.

    • Er hat überhaupt kein Wirtschaftsverstand; woher den auch?

      • Vetternwirtschaft klappt ausgezeichnet. Wetten, davon haben Sie und ich weniger Ahnung als er?

    • Sein Genosse Klingbeil müsste nur die Unternehmenssteuern senken. Erstrebt aber das Gegenteil sogar noch an. Das Kapital ist scheu wie ein Reh. Die SPD verscheucht alle Unternehmen. Das Melken hat dann bald ganz ein Ende!

  • Ich hätte mir bis vor einigen Jahren nicht vorstellen können, dass ich im Alter mal in einem öko-sozialistischen Land mit Planwirtschaft leben werde – was ich auch nie, nie wollte.
    Ist das die Strafe für all die guten Jahre, die ich gern in diesem Land gelebt und gearbeitet habe?

    • Oh, Sie haben gearbeitet? Sagen Sie das nicht zu laut, denn dann kann der Staat noch Geld bei ihnen vermuten, was er ihnen auch im Alter aus der Tasche ziehen kann…

  • Deutscher Standort-Patriotismus ist von der Sache her dasselbe wie „Buy American“, aber selbstverständlich lange nicht so böse.

  • Inkompetenz ist wie WLAN im Keller:
    Man spürt, dass irgendwas da ist,
    aber es reicht nie für eine Verbindung zur Realität.

    • Ich lach mich schlapp. Gut gebrüllt Löwe.
      WLAN im Keller ist wie …
      der Hausgeist. Man spürt das er da ist aber man kann keine Verbindung herstellen.

  • Sogenannter grüner Stahl ist unverkäuflich, es sei denn der Steuerzahler subventioniert die gesamte Kette inklusive das Endprodukt. Wie die Wirtschaftsweise Veronika Grimm berichtete, spätestens 2029 ist Deutschland endgültig pleite und damit ein Fall für den IWF. Ab 2029 wird das Jahres-Budget des Staates für Soziales, Verteidigung und Zinsen draufgehen, der gesamte Rest muss über neue Schulden finanziert werden. Jahr für Jahr versteht sich. Das ist die Staatspleite Deutschlands.

  • Die Stahlindustrie muss gestärkt werden, damit sie nicht Pleite geht, oder einfach aufhört zu arbeiten. Ohne Stahl, keine Waffen.

  • An seinem Gesicht erkennt man sofort seine Expertise. Clever der Mann.

    • Es ist der Bruder von Mett-Mario aus Thüringen(im Geiste)

  • Seit wann ist Comedy politische Kernkompetenz?

  • Wäre nicht zuletzt Bundesminister Schneider politisch ernst zu nehmen, wäre ihm wichtig, sich vor allem mit der Zahl der Suizide unter den Managern selbst noch der besten Unternehmen auseinanderzusetzen. Immerhin handelt es sich dabei jeweils nicht bloß um eine Ziffer in der Statistik. Aber Menschlichkeit ist heutzutage von Regierungsmitgliedern anscheinend hierzulande nicht mehr zu erwarten. Lieber wendet man sich vom einsamen Ringen in ärgster Lebensnot ab.

    • Es ist der größte Irrtum der Geschichte, anzunehmen, dass Sozialisten Menschlichkeit besäßen.

      Man vergleiche deren Absichten mit dem Gesetzestext des Grundgesetzes und demzufolge mit den Menschenrechten. Dann weiß man, dass Sozialisten sich zwar selbst als Altruisten darstellen wollen, aber letztlich im Kern Hasser von Menschenrechten und damit Menschenhasser sind.

      • „Sozialisten Menschlichkeit besäßen.“Der ist doch gar kein Sozialist ,das ist ein ahnungsloser Hochstapler, aber er befindet sich in bester Gesellschaft, wirklich schlimm in Deutschland

  • Was Händler dem Genossen Schneider so erzählen. Üblicherweise lautet deren Erzählung so, daß die E-Autos bei denen wie Blei auf dem Hof stehen.
    Abgesehen davon fordere ich statt grünem Stahl den „Demeter-Stahl“. Das wird ein Verkaufsschlager ohnegleichen, total umweltfreundlich und mit noch gar nicht vollständig verstandenen Eigenschaften. Einfach irrsinnig! Wie so vieles …..

    • Ich will veganen Bio-Stahl, mindestens!

      • Jaa, aber nur laktosereien

    • Das Internet kennt keinen Demeter-Stahl. Haben Sie den erfunden?

      • Für Ahnungslose, die keinen Sarkasmus erkennen:

        „Demeter hat zwei Hauptbedeutungen: Erstens ist es die griechische Göttin der Fruchtbarkeit, des Ackerbaus und der Ernte (abgeleitet von „Mutter Erde“), und zweitens bezeichnet es einen deutschen Bio-Anbauverband, der die strenge, ganzheitliche biodynamische Landwirtschaft praktiziert und sich durch höhere ökologische Standards als die EU-Bio-Verordnung auszeichnet.“

  • Was heißt hier überhaupt grüner Stahl,mir ist es völlig egal welche Farbe der Stahl hat solange er günstig ist.

  • Lächerliche Aussage eines Politikers, der nicht weiß, wie produzierende Wirtschaft funktioniert.
    Hört endlich auf, sowas zu wählen, verdammt nochmal.

  • Grüner Stahl wir gehen pleite.

  • Schneider? Was hat er noch mal für eine Qualifikation, die ihn diesen Posten befähigt?
    Sozialisten halt…

    • Remember. In memoriam Peter Struck: „Ein Sozialdemokrat kann alles.“

      • Eine rhetorische Frage, wenn es gestattet ist: Kam auf der SPD-Bühne nach Helmut Schmidt noch irgendwas ernstzunehmendes? Wenn ich nur an unsägliche Witzfiguren wie Hans-Jochen Vogel oder Rudolf Scharping denke… von diesem Jahrhundert ganz zu schweigen.

    • Oooh Booooooooooooooooooooomer nicht jeder muss an einer eurer Akademitäten silvesterlang storniert haben, manche lernen aus der Praxis

      -34
      • Und wann gedenkt ihr Sozialisten praktisch auszulernen?

      • @ Hutzag0n 14.02.2026 um 19:48 Uhr

        „lernen aus der Praxis“ er ist doch Bankkaufmann.
        In Banken kennt man sich doch gut mit Stahl aus – also in letzter Zeit meine ich mit Schliessfächern und so.
        Gut das man Schneider genommen hat.

      • „…manche lernen aus der Praxis“

        Dazu ist obig im Artikel Genannter ganz offensichtlich ja nicht fähig. Aus seiner Aussage schliesse ich Folgendes: Wer diesen Typen reinen Gewissens für intelligent bzw. fähig hält, ist selbst strunzdumm…

        • Leute, das ist doch ein ganz offensichtlicher Troll, also bitte…

          14
        • Don’t feed the troll.

          3
      • Ich könnte das mit dir Troll jetzt vernünftig ausdiskutieren, aber das wäre so, als würde ich mit einer Taube Schach spielen – am Ende besiegt sie dich durchs zuschei..ens des Spielfelds. Also viel Spaß nich in der spätschicht Antifant u. N4zi!

  • Nibelungentreue. Viel Spaß!

  • Standortpatriotismus?
    DAS fordere ich von den Regierungsparteien, die unser Geld lieber ins Ausland schicken.

  • Wie kommt eigentlich ein Sozialist auf die hirnrissige Idee, dass ein Wirtschaftsunternehmen zur Produktion ihrer ohnehin teuren Produkte auch noch das teuerste Grundmaterial dafür kaufen sollen?
    Keine Ahnung vom Markt und von Betriebswirtschaft, aber den Managern vorschreiben wollen, wo sie zu kaufen haben 🙁

    • „Wie kommt eigentlich ein Sozialist auf die hirnrissige Idee….“

      Der Sozialist (u.a. Schneider) ist entweder strunzdumm oder einfach böse bzw. eine Mischung aus Beidem. Was anderes geht nicht.

  • Patriotismus ist ja angesagt im Land…
    Die Wirtschaft tut mir mittlerweile nicht einmal mehr leid.
    Votes Kuschen – in der Hoffnung auf reichlich Subventionen.
    Offensichtlich sind auch dort keine ausgebildeten Fachleute mehr an Bord, die sagen: Das kann nicht funktionieren – und das Standing haben, „no“ zu sagen.
    Wir haben uns unseren Niedergang auf allen Ebenen verdient.

  • So lange Herr Carsten Schneider–SPD–kein Konzept vorlegt, wie der Flug-und Schiffverkehr –samt Herstellung von Flugzeugen und Schiffen klimaneutral werden soll—glaube ich unserer „Wissenschaft“ kein Wort.

    Und alles, was unsere „Politik“ verordnet und unsere Umweltverbände vor Gericht erreichen–verringert bei mir das Vertrauen auch in die Justiz immens.

  • Ist das vielleicht nicht etwas kurz gedacht, Herr Schneider? Denn kaufen soll ja auch noch jemand diese völlig überteuerten Autos. Oder soll dann der Deutsche mehr Patriotismus zeigen und diese überteuerten Autos kaufen?
    Ich frage ich außerdem ob die Bezeichnung „Patriotismus“ nicht als rechtsextrem gilt. Oder darf dieser Begriff nur von den „Guten“ verwendet werden?

  • wer fordert soll mal sagen wie es genau funktioniert,denn forderer mit und ohne verstand gibt es genug,kann er es nicht erklären,ist es 1 unfähiger mehr,hochbezahlt und abgesichert ,vielen dank

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