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Wie die Epstein-Affäre die britische Regierung an den Rand des Zusammenbruchs führt

Der Epstein-Skandal hat UK-Premier Starmer an den Rand des Rücktritts gebracht – ihm könnte seine Verbindung zum engen Epstein-Freund Lord Mandelson zum Verhängnis werden. Erste Labour-Abgeordnete wenden sich öffentlich gegen Starmer – die Opposition fordert seinen Rücktritt.

IMAGO/Avalon.red

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Mit einer unscheinbaren E-Mail begann im Oktober 2005 ein digitaler Schriftverkehr, der die heutige britische Regierung an den Rand des Zusammenbruchs geführt hat: „Wann fährst du über Weihnachten auf die Insel? Ich habe Schwierigkeiten, Flugtickets nach St. Barts zu bekommen (…) Was sind deine Pläne und passe ich da rein?“ Das schrieb ein gewisser Peter Mandelson an Jeffrey Epstein, den hauptberuflichen Hedgefondsmanager, der nebenbei auch noch einen internationalen Pädo-Sex-Ring betrieb.

Mandelson war damals EU-Handelskommissar und bereits seit Jahren einer der Top-Politiker von „New Labour“, dem großen Projekt des damaligen britischen Premierministers Tony Blair. Über die kommenden Jahre würde Mandelson Minister und gar Stellvertreter des Premierministers werden – unterdessen hielt er jedoch regen Kontakt mit Epstein, selbst nach dessen Verurteilung im Zusammenhang mit Kinderprostitution.

Der britische Politiker war dabei nicht nur mehrfach auf Epsteins Privatinsel – auf der zahlreiche Verbrechen begangen wurden –, sondern informierte den reichen Sexualstraftäter immer wieder über Interna der 10 Downing Street. So informierte er Epstein kurz vor dem Ende der Labour-Regierung von Gordon Brown im Mai 2010 über geheime Koalitionsgespräche zwischen dem damaligen Chef der Liberalen Demokraten, Nick Clegg, und dem Premierminister sowie auch über Browns bevorstehenden Rücktritt. Nicht besser wird die Sache dadurch, dass Epstein offenbar Mandelson und dessen Ehepartner Reinaldo Avila da Silva mehrfach mit Geld, teils in Form von Krediten, versorgt hatte.

Dass Mandelsons Verhältnis zu Epstein eng war, war in der britischen Politik bereits seit Längerem bekannt. Wie weit es reichte, wurde nun erst durch die neueste Veröffentlichung der „Epstein-Files“ der breiten Öffentlichkeit bekannt. Das sorgt nun für die bisher größte Krise der Regierungszeit von Premierminister Keir Starmer.

Starmer machte den Epstein-Freund zum Botschafter

Denn seit Starmer im Juli 2024 an die Macht gekommen ist, erlebte Mandelson wieder ein politisches Comeback. Seit 2008 saß er als Lord auf Lebenszeit im britischen Oberhaus – im Dezember 2024, kurz vor dem Comeback Donald Trumps im Weißen Haus, wurde er von Starmer zum britischen Botschafter in den USA ernannt.

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Wie es zu dieser Ernennung kommen konnte, obwohl Starmer bereits zu diesem Zeitpunkt über Mandelsons enge Freundschaft mit Epstein wusste, setzt den Labour-Premier heute massiv unter Druck. Brisant ist vor allem, dass Starmer sich dabei offenbar von seinem Stabschef Morgan McSweeney treiben ließ – laut britischen Medienberichten soll dieser die Berufung Mandelsons, auch gegen den Willen Trumps, vorangetrieben haben. Das Außenministerium soll von der Entscheidungsfindung in der Sache ausgeschlossen worden sein.

Nach den „Epstein-Files“ kommen Fragen zur Berufung Mandelsons auf

Als dann im September, infolge erster Veröffentlichungen der „Epstein-Files“ durch das US-Justizministerium, Mandelson massiv unter Druck geriet, versuchte McSweeney, Starmer daran zu hindern, den Epstein-Freund von seinem Diplomatenposten abzuberufen. Zunächst stellte sich der Premier deshalb sogar öffentlich hinter Mandelson – erst nach einigen Tagen wurde der Druck zu hoch, und Starmer zog die Reißleine: Mandelson wurde als Botschafter zurückgerufen.

McSweeney gilt als enger Vertrauter sowohl von Starmer als auch von Mandelson – die Verbindungen des Epstein-Freundes reichen also auch jetzt noch ins Herz der 10 Downing Street. Auch sonst gilt Mandelson als einer der einflussreichsten Labour-Politiker. Ob er in der Partei an Status einbüßen wird, wird sich noch zeigen: Infolge der neuesten Epstein-Veröffentlichung wurde er zum Austritt aus Labour bewegt; außerdem hat er seinen Sitz im Oberhaus aufgegeben. Mittlerweile ermittelt gar die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Fehlverhalten im öffentlichen Amt gegen ihn – seine Karriere im Licht der Öffentlichkeit ist damit anscheinend vorbei.

Für Labours politische Gegner sind diese Schritte dennoch zu wenig und zu spät – die großen Oppositionsparteien, von den Konservativen bis hin zu den Liberalen Demokraten, rufen Premier Starmer geschlossen zum Rücktritt auf. Selbst erste Labour-Abgeordnete wenden sich öffentlich gegen Starmer. Rachael Maskell meinte dazu am Donnerstag: „Wir müssen als Partei nun voranschreiten, um sicherzustellen, dass wir Unterstützung zurückgewinnen können. Ich glaube nicht, dass uns das mit dem jetzigen Premierminister gelingen kann – es ist unausweichlich, dass der Premierminister zurücktreten muss.“

Premier Starmer kämpft ums politische Überleben

Starmer hat angesichts des massiven Drucks am Donnerstag in einer Rede ausführlich Stellung bezogen und sich beim britischen Volk für die Berufung Mandelsons entschuldigt: „Ich bedauere die Entscheidung, Mandelson zum Botschafter zu ernennen.“ Doch der Premier will gleichzeitig von nichts gewusst haben: „Mandelson wurden Fragen zum Wesen und Umfang seiner Beziehung zu Epstein gestellt, und er hat gelogen. Ich hatte damals keinen Grund zu der Annahme, dass es Lügen waren; erst später erfuhr ich, dass er gelogen hatte.“

Starmer scheint damit die Wogen kaum geglättet zu haben – bereits innerhalb der kommenden Stunden könnte sich seine politische Zukunft, die am seidenen Faden hängt, entscheiden. Die Opposition ruft zum Misstrauensvotum gegen den Premier auf, das aber innerhalb der Labour Party geschehen müsste.

Doch die Parteifreunde Starmers haben guten Grund, den Premierminister zu stürzen: Starmer kämpft bereits seit seinem Amtsantritt mit katastrophalen persönlichen Beliebtheitswerten – diese haben Labour mittlerweile mit nach unten gezogen. Aktuell kämpft die Regierungspartei in Umfragen mit rund 19 Prozent der Stimmen um den zweiten Platz mit den Konservativen – weit abgeschlagen hinter Nigel Farages Reform UK. Aus machtpolitischer Sicht könnte für Labour ein Starmer-Rücktritt also durchaus attraktiv sein – der Epstein-Mandelson-Skandal könnte deshalb nun den notwendigen Anstoß dazu geben.

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53 Kommentare

  • „Doch die Parteifreunde Starmers haben guten Grund, den Premierminister zu stürzen:“ Ist das tatsächlich so? Oder sitzen die nicht zum Teil gemeinsam im Glashaus?

    • sie haben keinen grund ihn zu stuerzen.
      gemeinsam sind sie stark und koennen an der macht bleiben.

      zur machtsicherung gibt es ein neues instrument:

      ** Die britische Polizei will neue Geräte einsetzen, um gelöschte Nachrichten, verschlüsselte Chats, Passwörter und den Browserverlauf von den Mobiltelefonen von Reisenden, auch an Flughäfen, zu extrahieren. **

      da bleibt nichts mehr dem nirwana ueberlassen.
      der mensch wird glaeserner als glaesern !

      • Ich frage mich tatsächlich, wieso die Briten überhaupt aus der EU ausgetreten sind. War die EU den Briten evt. nicht extrem genug?

      • kommen halt zahlen codes,die vorher einem engen kreis zugänglich gemacht werden,belangloses kann dann ja unverschlüßelt geschickt werden

  • Im Dunkeln bleibt leider, weshalb Starmers Stabschef Morgan Mc Sweeney so erpicht darauf war, Mandelsohn entgegen dem Willen Trumps als Botschafter in den USA zu installieren und dann auch noch versucht hat, dessen Abberufung zu verhindern.

  • Starmer muss ja auch noch den Skandal um die pakistanischen Grooming Gangs und seine Rolle als damaliger Staatsanwalt aufklären. Das passt gerade auch gut zum Epstein-Skandal.

    • Der bleibt an seinem Stuhl kleben.

      • Der macht den Mario Voigt 😄😄😄

    • Diese gesamte Schweinerei ist leider mittlerweile, nicht nur Starmer betreffend, ziemlich in den Hintergrund gerückt.
      Ich habe da wenig Hoffnung!
      Der Sumpf ist zu gross und tief, als dass da ernsthaft aufgeklärt werden wird.

  • UK braucht eine andere Regierung. Und zwar eine sozialkonservative Regierung.

  • „Erste Labour-Abgeordnete wenden sich öffentlich gegen Starmer – die Opposition fordert seinen Rücktritt.“
    Es gibt sie noch, die guten Nachrichten. Go ahead!

  • Manchmal hat man schon den Eindruck, dass sich der Westen gerade vollkommen selbst zerlegt.

  • Bei uns hätte er damit die erste Qualifikation zum Bundespräsidenten geschafft.
    Andere Länder, andere Sitten.

  • Ach, der wird seinen Posten behalten.

  • Shame of Throns!!! 😉

  • Das nächste Land, das bald über seine Kartellparteien stürzen wird! Wann lernen es die Leute endlich auch bei uns?

    • Ihr Wort in Gottes Ohr!

  • Was? Der hockt noch immer im Sattel?

  • Der produziert nichts was die Menschheit gebrauchen kann.

  • Langsam fragt man sich , wer war eigentlich nicht mit Epstein irgendwie verhandelt und wie konnte es so weit überhaupt kommen ?? Denke manchmal , dass Trump dermaßen darin verstrickt ist , dass er von Putin erpresst werden kann ; nur so ist für mich erklärbar , warum Trump Putin mit Samthandschuhe anfasst !! Der russische Geheimdienst weiß mehr als wir uns überhaupt vorstellen können !! Eine sehr gefährliche Entwicklung … ich glaube auch nicht mehr an der Selbstmordtheorie von Epstein !!!

  • als nachfolger könnte doch ein vertreter der friedensreligion sich anbieten. die chancen stehen gut.

  • Hauptsache der Kommunist Starmer ist bald weg!

    • – Schröder, buh!
      – Merkel, buh!
      – Scholz, buh!
      – Merz, buh!

      Muster erkannt?

      • Biden, buh!
        Trump, yea!

        Muster erkannt?

        -32
        • @Klausii
          Mir ging es darum, vielleicht etwas knapp, zu zeigen, dass das Verbeißen in Personalien keine Wirkung hat. Es ist wie beim Hai mit seinem Revolvergebiss: Wenn ein Zahn ausfällt, dann rücken die Reservezähne um einen Platz nach vorne. Die Politiker sind nur Ausführende, fällt einer aus, dann wird die UN-Agenda (als Beispiel) trotzdem weiter verfolgt. Joseph Keppler hat es bereits 1889 in seiner Karikatur „The Bosses of the Senate“ schön dargestellt.

          Das Wichtigste ist die Erkenntnis, dass die Militärdynastien seit über einem Jahrhundert durch die Gelddynastien abgelöst wurden und da spielt die Musik – nicht beim Personal. Wer das nicht sehen will, besitzt vermutlich keine Werkzeuge um damit umzugehen.

          23
        • @Gerry W. @Sodele:
          Vielleicht habe ich ja nicht die Bedeutung des kryptischen Kommentars von Deer verstanden. Ich interpretiere das derart, daß man, oder speziell Rudolph, nie mit einem Regierungschef zufrieden sein wird, daß alle nichts taugen. Man kann ja über Trump durchaus streiten, aber er ist zumindest die Ausnahme in diesem Reigen. Und vielleicht bekommen wir oder auch Großbritannien mal jemanden, der wenigstens etwas in dem Sinne der Konservativen ändert.

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        • Ja ne, höhö, Klausii, was höhö? Wollst auch mal was anderes sagen, als „Heute nur ein Gramm“?

          7
        • @Klausii
          Die Aussage hinter Ihrer infantilen Reaktion ist was? Oder einfach nur wieder eine Stinkbombe geworfen? Manchmal fragt man sich was bei Menschen wie Ihnen schief gelaufen ist!

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        • Ja, leg dich doch gehackt, TROLL!

          0
    • Eine Marionette ersetzt die andere. Nichts wird sich ändern.

  • Was haben Die Engländer nur mit Diesem Kommunisten Starmer verursacht?? Wenn Das Maggie wüsste!!

  • Der Trog, aus dem die Schweine fressen, ist immer der gleiche. Es sind nur die Schweine, die wechseln.
    © Albert Buntenbroich (*1958), deutscher Satiriker

  • Starmer ist einfach nur sauunbeliebt und soll ersetzt werden. Dazu bietet das Epstein-Gedöns den Anlass.

  • Wenn Europa nur annähernd die tatsächlichen Daten hätten von den Kriminellen Gästen bzw Clans…hätten wir Bürgerkrieg…so unsinnig ist das nicht…die USA musste dort auch durch….😉

  • Angela Rayner soll bereits als Starmers Nachfolgerin gehandelt und installiert werden.
    Die ist noch linker als er….
    Die links woke Hydra hat viele Köpfe.
    Sie werden um jeden Preis ihre Dreckssümpfe verteidigen.
    Anders als in Deutschland (z B.Weimer Skandal), ermittelt offenbar in GB die Staatsanwaltschaft. Wie ernsthaft diese Ermittlungen sind, wird muß sich aber erst zeigen.
    Die weltweite Woke Schickeria ausgehend von den Systemen der Clintons, Obamas, Bidens, Kanadas, den UN, der EU und eben den Linken in GB werden alles tun um ihre Agenda weiter zu führen.
    Dazu gehört auch die woke WHO.
    Trump USA sind zwar zum Glück ausgetreten, aber NY und andere Woke Gebiete wie Kalifornien&Co wollen weiter in der WHO bleiben und über diese Institutionen die nötige Politik der Normalität konterkarieren!

    • Ich möchte Ihnen 10 Daumen geben für diesen Beitrag.
      Es ist wie in D, wenn man dachte, schlimmer als Vergesslicholaf geht es nicht, wird man doch eines besseren belehrt. Und wenn Starmer nur durch eine andere Marionette ersetzt wird, läuft es auf das Gleiche hinaus.
      In UK ist das Fass bereits mehr als voll. Wieviele Tropfen noch und es läuft endgültig über.

      • Von mir gibt’s 💯⭐ dafür…. Daumen hat man ja leider nur zwei…

    • frueher wurden in solchen faellen neuwahlen ausgerufen.

      heute greift man einfach in den fundus der sich dort ansammelnden potentiellen nachfolger des gestuerzten, und setzt mit einem von ihnen die bisherige linie fort.

      sie haben naemlich viel zu verlieren und koennen keinen tag der macht entbehren.
      bis 2030 muss die gesamte agenda unter dach und fach sein.
      eine neue regierung waere absolut kontraproduktiv.

  • Starmer ist politisch erledigt und klebt dennoch am Stuhl, so wie es fast alle charakterlosen Politiker tun.

  • Starmer müsste schon zurück treten und auch zur Verantwortung gezogen wenn man seine unrühmliche Rolle bei den grooming Fällen betrachtet.

  • Wenn sich der Königsmacher als korrupt und Verräter entpuppt, wird es für den äußerst unbeliebten König schwer im Amt zu bleiben.
    Starmer, Macron und dann Merz, das wäre ein Träumchen, wenn diese 3 Globalisten abtreten.

    • drei männer im schnee.. wäre ein wintermärchen.

  • Wieso stürzen sie ihn nur an den Rand des Zusammenbruches. Mitten rein wäre viel besser!
    Die SPD und auch Labour waren einmal die Parteien der demokratischen Interessenvertretung der „kleinen Leute“! Aber heute sind sie das Gegenteil davon.

  • mir kommt der ganze eppstein kram so vor,das ein grund gesucht wird zu erklären,wir können nicht weiter bzw die abwahl soll vorbereitet werden,um rechtste parteien und kräfte an die macht zu bringen,im islam würde das wohl gesicht wahren heißen

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