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Energie- und Lohnkosten

Hier wurde am Grundgesetz gearbeitet: Berühmter Gasthof ist nach 270 Jahren pleite

Der Schaumburger Hof muss nach 270 Jahren Insolvenz anmelden. In der bekannten Gaststätte wurde am Grundgesetz gearbeitet, auch Nietzsche und Humboldt kehrten ein. Hohe Energiekosten und steigende Mindestlöhne setzten dem Hof nun stark zu.

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Der Schaumburger Hof beherbergte immer wieder große Persönlichkeiten (Imago / Christian Thiel).

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Im Schaumburger Hof wurde schon am Grundgesetz gearbeitet – momentan sind die Türen des Gasthofs geschlossen: Das Bonner Traditionslokal, das bereits 1755 gegründet wurde, ist pleite. Zunächst waren es die Folgen der Corona-Zeit, aber auch die hohen Energiekosten und steigenden Mindestlöhne setzten dem einst blühenden Gasthaus stark zu.

Im Januar wurde dann das Insolvenzverfahren eröffnet – über 270 Jahre nach der Gründung des Schaumburger Hofs –, wie der Kölner General-Anzeiger berichtet. Auf der Website prangt ein rotes Banner mit der Aufschrift: „Der Schaumburger Hof ist auf Dauer geschlossen.“ Ob sich das nach dem Insolvenzverfahren noch einmal ändern wird, ist derzeit ungewiss.

Dabei hat der älteste Gasthof des Stadtbezirks Bad Godesberg eine bemerkenswerte Geschichte: Gegründet wurde er in Bonn-Plittersdorf von Peter Joseph Rhein, einem Winzer, der seinen Ausschank am Rhein um Pferdeställe erweiterte – ein Erfolgskonzept. Weil Schiffe zu der Zeit bei ungünstigen Bedingungen mithilfe von Pferden gezogen wurden, beherbergte der Gasthof immer mehr Treidler, also Unternehmer, die hinter dieser Art der Schiffsbewegung standen.

Früher hatte der Schaumburger Hof noch einen anderen Namen: Unter den Linden. In dieser Zeit kehrte auch Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha in den Gasthof ein und traf dort 1839 sogar auf die englische Königin Victoria – ein Jahr später folgte die Hochzeit. Auch historische Persönlichkeiten, etwa Friedrich Nietzsche, Alexander von Humboldt oder Heinrich Heine, sollen hier eingekehrt sein.

Bedeutsam wurde das dann in Schaumburger Hof umbenannte Lokal noch einmal im Jahr 1948. Der Parlamentarische Rat, der für die Westzone zwischen 1948 und 1949 eine deutsche Grundordnung erarbeitete, debattierte hier am 5. September über das Grundgesetz. Nur wenig später, am 8. Mai 1949, wurde es als verfassungs- und staatsrechtliche Basis verabschiedet.

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Geschlossen wurde es in den 1990er Jahren für einige Jahre, weil die Westdeutsche Landesbank das Objekt erwarb, um daraus das Gasthaus der Bundeshauptstadt zu machen – durch die Wiedervereinigung wurde diesem Plan ein Strich durch die Rechnung gemacht. Jedoch fanden sich Privatinvestoren, die den Gasthof seither betreiben konnten. Wie es jetzt weitergeht, ist unklar.

wl

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35 Kommentare

  • Hier wurde am Grundgesetz gearbeitet: Berühmter Gasthof ist nach 270 Jahren pleite.

    Oh welch Ironie und wie Symbolisch für den Zustand des Landes der politischen“ Eliten“ und der Grundrechte generell !
    Wir haben fertig .

    • Diese tollen Zustände hat der „Doofmichel“ doch selber mit seinem Kreuz über Jahrzehnte bei sämtlichen Wahlen erst möglich gemacht. Weiterhin scheinen Ihn die Zustände im Land nicht zu stören bzw. man findet sich mit allem ab. Es ist wie mit dem Strom, der geht auch den Weg des geringsten Widerstandes. Wenn ich mir die Wahlprognosen für die LTW in RP am 22.03.26 anschaue, scheint die Mehrheit Gefallen am Niedergang des Landes gefunden zu haben. 29% CDU, 26% SPD, 10% Grüne addieren sich auf 65%. https://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/ 65% für linke Parteien, unglaublich das die CDU seit Merkels sogenannter Migrationspolitik, die Merz übrigens weiter betreibt immer noch gewählt wird. Die neuesten Zensurfantasien von Günther aus SH sind da noch nicht mitgerechnet. Unter einer schlauen Bevölkerung wie z.B. in Ungarn wäre die CDU wie auch andere Parteien in keiner Regierungsverantwortung mehr.

      • Ich gebe Ihnen auch zu 100% recht. Wenn ich mir auf YT die Reportagen von z:B. Weichreite & Co so anschaue, wie sich die „Guten“ benehmen, und was sie so von sich geben, streuben sich mir die Nackenhaare.

      • Ja sie haben ohne Frage recht !
        Aber es nützt ja nichts . Noch scheuen unsere Politiker den Übergang von einer Schlechten Demokratie in eine offene Diktatur . Da is noch reichlich Luft stand heute .
        Das würde bei vielen diverse Eide und Gelöbnisse auf das Grundgesetz die sie mal gleistet haben und noch leisten aktivieren !
        Ich unterliege selber einem solchen den ich aus freien Stücken und Überzeugung gleistet habe und auch weiter zu erfüllen Gedenke .
        Es gibt eben keinen Eid auf die Politiker die mal Definitiv nicht der Staat sind !

        • Sollte es in den nächsten Wochen zu großen Ausfällen von Gas und Strom kommen, wird es in den Städten zu erheblichen Plünderungen kommen.
          Das konnte man bisher überall sehen.
          Damit dürfte der Notstand aufgerufen werden und dann wird das Wort „Demokratie “ ein Fremdwort sein.
          Dann werden die Unternehmer selbst mit einer Wegzugssteuer von 75% das Land verlassen und die Leistungsträger mit.
          Woher das Geld für die Verwaltung und Sozialsysteme kommen sollte wird eine spannende Geschichte.
          Wenn Larry Fink Angst bekommt sein Geld nicht wieder zu sehen, werden die Kredite eingefroren.

          0
      • Im Rahmen der Islamisierung, würden böse Zungen munkeln, ich bin überhaupt nicht dieser Meinung, wird sich alles regeln.
        Ich zitiere aus einem Beitrag „Es wird seit 2015 deutlich weniger dem Zufall oder der freien Wahl überlassen, wo sich die Araber und Afghanen am liebsten niederlassen. Denn der Staat sorgt durch seinen „Königsteiner Schlüssel“ mehr denn je für deren gleichmäßige Verteilung in ganz Deutschland.“ „Für diese gleichmäßige Verteilung gibt es zwei wesentliche Gründe: Zum einen soll der indigenen deutschen Bevölkerung jede Ausweich- und Rückzugsmöglichkeit genommen werden. Eine „Flucht nach Ostdeutschland“ soll es nicht geben, Reservate, in denen indigene Deutsche allein nach ihren Vorstellungen leben können – wie dies im Fall der nordamerikanischen Indianer praktiziert wird –, passen nicht in die Konzeption der totalen „Bunten Republik Deutschland“.
        https://pi-news.net/2025/12/ruhrkent-ist-ueberall/

    • Keiner hat Deutschland so sehr verraten und verkauft wie Adenauer.

  • Paßt doch. Das GG ist ebenfalls pleite.

  • Hab auch so einen Gasthof gehabt. 130 Jahre in Betrieb. 24/365. Als Corona kam und aufgrund der Coronagesetze ein Weiterbetrieb nur mit Darlehen der Banken möglich gewesen wäre, habe ich glücklich an einen Investor verkauft. Steht heute ein Edekamarkt drauf.

  • Der Angriff auf unsere Wirtschaft und Gesellschaft ist im vollen Gange.

  • Die Fahrzeuge vor der Tür lassen erahnen, welche Gehaltsklasse dort logiert und sich verköstigen lässt, aber im Inneren wird wegen des Mindestlohns gejammert.

    • Hohe Einnahmen sind auch hohe Vorsteuerlasten und Restaurants sind Saisonbetriebe. In Deutschland denkt jeder bei Firmen gleich ans Sozialamt, nein, die wollen/müssen natürlich auch Geld verdienen.

  • Ich dachte immer die Türken hätten uns das Grundgesetz geschaffen, so wie sie unsere Wirtschaft nach dem Krieg mitaufgebaut haben??? , bin verwirrt…

  • Ja, wenn die Gaststätten ihre Preise dem Finanzamt gegenüber angepasst haben bleibt nicht mehr viel Geld zum Überleben übrig und die einfachen Bürger vor Ort müssen schon lange sparen um solch eine Location mit der Familie zu besuchen.

  • Unsere Geschichte wird ausradiert und wir schauen zu.

    • Na so lang ist die Geschichte nicht.
      Das Jahr null seit Habeck ist erst ein paar Jahre her.

    • auch in oesterreich und ungarn gibt es einen massiven niedergang der gastronomie. alle sind gleichermassen betroffen, von feinen nobelrestaurants bis zu volknahen kneipen.

      angefangen hatte es mit corona, und seidem gibt es kein halten mehr.
      das geld sitzt nicht mehr so locker, die inflation ist zu heftig.

      auch das von der ungarischen regierung 2024 gestartete pub-programm zur rettung der kneipen konnte den niedergang nicht aufhalten.
      in oesterreich wurde viel versprochen, doch nichts gehalten und getan.

      • Etwas zu pauschel dieser Beitrag.
        In meiner Heimatstadt in Ungarn (120.000 Einwohner) wurden mehrere unter Covid geschlossenen Gaststätten inzwischen umgebaut, renoviert und wieder geöffnet.
        Allerdings auf neuem Preisniveau. Zigeunerschnitzel kostet umgerechnet nicht mehr 6 Euro wie in 2019, sondern 15….
        Dem „Dauerarmut“ der Ungarn in der Orbán-Diktatur geschuldet bekommt man fast nur noch mit Vorbestellung und Reservierung einen Tisch zu Essenszeiten…

  • …. da geht sinnbildlich die Demokratie vor die Hunde . . .

  • Und aus der Demokratie der Bürger wurde die Demokratie der Eliten („unsere Demokratie“). Dass die Demokratie nur eine Demokratie der Eliten ist, darüber sucht man im GG vergebens.

  • Grüne Deindustrialisierung ERFOLGREICH!

  • Die hochpreisigen Restaurants sterben in der Regel später, halt nachdem die kleinen Restaurants schon lange ins Gras gebissen haben.

  • Man könnte dort ein Auffanglager für Afghanen öffnen oder eine Moschee.

    • Und die Moschee am besten mit deutschem Steuergeld mitfinanzieren.

  • Bonn und insbesondere Bonn – Bad Godesberg erkennt man nicht mehr wieder.

    • Welche DEUTSCHE Stadt/Dorf erkennt man noch …

  • Hohe Energiekosten und steigende Mindestlöhne…

    Oooch, fürs Klima und soziale Gerechtigkeit kann man auch mal Insolvernz anmelden, oder nicht ?

    Solidarisch pleite gehen/sein ! Das ist der neue Supertrend.

    • …und für’s Klima kann man auch mal hungern und frieren… hat mal so ein angeblicher „Bürgerrechtler“ gesagt und vun „Dunkeldeutschland“ gefaselt.

      • Als ich den Komm. geschrieben habe ist mir dieser „Bürgerrechtler“ auch in den Sinn gekommen…;-)

      • Der Fakepastor mit seiner Konkubine durfte sogar Buntenpräsident spielen, nachdem er sämtliche Akten der Stasi zu „IM-Erika“ verschwinden ließ…

  • Das Grundgesetz ist längst außer Kraft gesetzt.
    Nun darf auch die Erinnerung daran verschwinden…

  • Die Regierung will immer mehr Steuern.
    Unternehmer und Angestellte sind Arbeitssklaven des Staates, denn ohne diese Hohen Steuern würden wir überleben.
    Ein Todes Politik der Verarmung.
    Ein Privatflieger wie Merz kennt solche Probleme nicht, sie sind ihm schlichtweg egal

  • Asylanten rein und schon läuft die Bude wieder.😁

    • Stimmt, da drückt auch das Ortnungsamt beim besichtigen der Küche gerne mal ein, zwei Auge(n) zu.

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