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2026

„Pro Monat fast 10.000 Arbeitsplätze“: Metallbranche wegen hoher Kosten und EU-Bürokratie vor massivem Stellenabbau

Gesamtmetall-Chef Oliver Zander warnt vor einem Abbau zehntausender Jobs, der sich auch im kommenden Jahr fortsetzen könnte. Laut ihm seien hohe Kosten und Überregulierung der Grund dafür.

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Laut Zander sind zehntausende weitere Stellen bedroht. (imago images/photothek)

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Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall warnt vor einem erneuten Wegfall zehntausender Jobs im kommenden Jahr. Laut dem Hauptgeschäftsführer Oliver Zander gefährden neben den hohen Steuern auch hohe Energie- und Betriebskosten tausende Arbeitsplätze. „Die Steuern, die Energiekosten und die Arbeitskosten sind am Standort Deutschland so hoch, dass sich für viele Unternehmen die Produktion hier schlicht nicht mehr rechnet“, sagte Zander der Bild-Zeitung.

Er erklärte, dass die Beschäftigung in der Branche seit 21 Monaten ununterbrochen sinkt und sich kurzfristig nichts daran ändern werde. Die Unterauslastung in der Produktion „können die Unternehmen nicht auf Dauer aushalten. Aktuell verlieren wir pro Monat fast 10.000 Arbeitsplätze“, so Zander.

Verantwortlich dafür macht Zander hauptsächlich die Europäische Union mit ihrer übermäßigen Regulierung. Er fordert einen härteren Kampf der Bundesregierung gegen die EU-Bürokratie. „Das ist Regulierung und Bürokratie, die teilweise ohne notwendige demokratische Legitimation beschlossen wird und die Unternehmen zunehmend stranguliert. Das muss geändert werden. Sonst spielt die EU ökonomisch bald nur noch in der 2. Liga“, erklärte Zander gegenüber der Bild.

Mit welcher Masse an Vorschriften Unternehmen von der EU überflutet werden, zeigt ein Papier des Verbands Gesamtmetall. Von Januar bis Ende Oktober 2025 verabschiedete die EU-Kommission insgesamt 952 sogenannte Durchführungsrechtsakte, die die konkrete Umsetzung von EU-Vorschriften betreffen. 2024 waren es bis Oktober 898, im Jahr davor 854. Für Unternehmen werde es dadurch immer komplizierter zu produzieren.

Zander betonte, dass die „schädliche Detailverliebtheit und das ständige Draufsatteln gestoppt werden müssen. Spätestens auf dem EU-Gipfel am 13. Februar 2026 müsse laut Zander „eine Eindämmung der Rechtsakte beschlossen“ werden. Obwohl Brüssel mehrmals ankündigte, Europa zur wettbewerbsfähigsten Region der Welt zu machen, sei dieses Vorhaben laut Zander gescheitert. „Die EU fällt aktuell sogar weiter zurück“, so Zander: „Und fest steht auch, dass die Herausforderungen durch USA und China weiter wachsen.“

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Der Arbeitnehmerverband IG Metall sieht hingegen die deutsche Industrie in der Pflicht. Die Abkehr vom Verbrenner-Aus im Jahr 2035 verschaffe den Branchen ausreichend Spielraum, um bessere Lösungen zu finden und die industriellen Kerne zu erhalten. Laut IG-Metall-Chefin Christiane Benner sei es „ein Desaster, wenn ohne Sinn und Verstand Werke geschlossen, die Forschung und Entwicklung nach Asien oder Osteuropa verlagert werde.“ Weiter betonte sie, dass die Politik durchaus geliefert habe: „Was die Energiekosten anbelangt, was die Förderung von Elektromobilität anbelangt. Ja, es ist noch viel zu tun. Aber diese Entlastungssignale werden nicht ausreichend wertgeschätzt.“

rs

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73 Kommentare

  • In Deutschland sollte man darüber nachdenken, ob es nicht wirklich besser wäre aus der EU auszutreten. Wenn in Brüssel so weitergemacht wird, muss man sich die Frage stellen ob es die EU in 5 Jahren überhaupt noch gibt.

    • Es wird die EU auch in fünf Jahren noch geben, weil nur sie allein es den Regierenden ermöglicht, ohne Mehrheiten im eigenen Land allein durch Beschlüsse des EU-Ministerrates zu regieren.

    • Es sind doch deutsche Politiker, die vermittelt über Brüssel Deutschland zerstören.

      • @Moped

        Wir brauchen keine EWG !!!
        Jede Nation kann ihre eigenen Wirtschaftsverträge mit dem jeweiligen „Rest der Welt“ abschließen – so geht freier Markt.
        Wann wird man auf Seiten der EWG-Verharmloser (die ich im Übrigen sonst nur von linker Seite kenne) begreifen, dass die nationale Wirtschaft das A & O jeder Nation ist, und dass die EWG der Anfang vom nahenden Ende war ?

        -13
        • Aha, hab ich mir schon gedacht.
          Einfach immer nur den Schmonz von der guten EWG weiterplappern ohne überhaupt zu wissen was das ist und was die macht.

          -7
        • Ja was ?
          Habe ich etwa Unrecht ?
          Ich warte auf Argumente. Habt Ihr keine ?

          -9
    • Ich hoffe nicht .EWG muss reichen.

    • Die EU wird es noch geben, aber das Deutschland, das eines der führenden Länder der Welt war, nicht mehr.

    • … erst wird D abgeschafft, dann EU, dann t und dann ist Schland am Ende…

    • Wir brauchen keine EU der Verbote und Kriegstreiber, der Lügen zum Wohle der EU Parlamentarier und deren Familien. Wir brauchen keine Abkommen mit kriminellen Hintergründen. Die EU ist am ende und sollte dringend entsorgt werden, bevor unsere Wirtschaft vollständig zerstört wurde und Deutschland nur noch Kriegsschauplatz ist.

  • Wenn es nicht so bitter traurig wäre… ! Ich habe die Hoffnung, das aufgrund der stetig wachsenden Arbeitslosigkeit der Druck im Kessel massiv dafür sorgt, das spätestens 2026 Neuwahlen stattfinden. 🇩🇪

    • Herzlich willkommen im Club. Es wird aber wohl doch bald losgehen. Wenn man sich die Wahlumfragen im Osten anschaut, wird es sehr bald derb knistern.

    • Können Sie vergessen. Falls Neuwahlen kommen und die AfD nicht die absolute Mehrheit erlangt (mit Sicherheit nicht, es gibt ja Wahlhelfer), geht es weiter wie gehabt.

  • Wo die Industrie schwindet, wächst das Rettende für das Klima.
    (Ironie aus)

  • Der Kanzler hat doch den Rettungsplan schon längst geschmiedet,
    oder sind Panzer nicht aus (Rhein-) Metall ?

    • Demnächst muss Rheinmetall Stahl aus den USA kaufen, wenn die EU das nicht verbietet.

      • @ robert
        Nein der Chinamann liefert mit der Bahn wegen Co2. Dauert bis Duisburg 14 Tage.

      • … oder die USA Einfuhrverbote gegen D-EU erläßt, Nordstream wurde unter dem Beifall der Amis bereits gesprengt.

  • Bürgergeld ist für alle da. Vor kurzem wurde 1 Billion Sondervermögen entdeckt.
    Die beste aller Bundesregierungen arbeitet dran.

    • Und wurde nicht vor kurzem das Kurzarbeitergeld auf ein ganzes Jahr verlängert für 2026!!!
      D.h. zig Tausende erhalten derzeit und in Zukunft Kurzarbeitergeld (wie Arbeitslosengeld ohne Arbeitslos zu sein). Und wer zahlt dieses Kurzarbeitergeld? Natürlich der Steuerzahler. Wenn das Kurzarbeitergeld dann zu Ende ist und keine Beschäftigung eintritt, DANN bekommen sie alle 12-15 Monate Arbeitslosengeld und dann nach gänzlichem Verbrauch ihres Vermögens (bei biolog. D) Grundsicherung.

  • Ja die Politik hat durchaus geliefert. Unser Werk für PKW und LKW-Federn in Hagen wird 2027 nach 120 Jahren geschlossen.

  • Die AfD zerstört noch das ganze Land
    Bundeskanzlerin Weidel und Wirtschaftsminister Höcke müssen dringend abgewählt werden. Sagt der Freund meines Tankwarts.

    • Ende Merz wäre doch ein guter Zeitpunkt !

      • Ende Merz wäre mir auch im Februar recht.

    • Wollte gerade schreiben, wann hier endlich Baumwollfelder von „Unfreiwilligen“ bewirtschaftet werden. Aber dein Kommentar schlägt das um Welten…

  • Wie gewählt, so geliefert.

  • Die Mehrheit hat dies bewußt gewählt. Warnungen gab es schon lange davor aber eben das tote Pferd weiter reiten. Gehe von 15 Jahren Stagnation / Rezession bzw. und / oder Krieg aus.

  • ‚Die Entlastungssignale werden nicht wertgeschätzt‘ klingt wie ist nicht richtig kommuniziert worden.

  • … bei der Menge an Mitarbeitern, die jetzt freigesetzt werden, dürfte doch schon lange kein Facharbeitermangel herrschen.

  • Arbeitslose?
    Insbesondere junge Menschen, ohne Perspektive auf dem Arbeitsmarkt, werden plötzlich dringend gebraucht. Während Friedrich Merz vom Aufbau der größten Armee Europas spricht, benötigt der Verteidigungsminister vor allem eines: Personal für den Ernstfall.

    Franklin D. Roosevelt bemerkte einst, dass in der Politik nichts zufällig geschieht. In diesem Licht betrachtet, wird Industrie durch Aufrüstung vor Abwanderung bewahrt, während junge Menschen in Uniformen geschickt werden – mit der Aussicht, durch den Dienst Geld nach Hause zu bringen, notfalls um den Preis ihres Lebens.

  • Arbeitslose – insbesondere junge Menschen ohne Perspektive auf dem Arbeitsmarkt – werden plötzlich dringend gebraucht. Während Friedrich Merz vom Aufbau der größten Armee Europas spricht, benötigt der Verteidigungsminister vor allem eines: Personal für den Ernstfall.
    Franklin D. Roosevelt bemerkte einst, dass in der Politik nichts zufällig geschieht. In diesem Licht betrachtet, wird Industrie durch Aufrüstung vor Abwanderung bewahrt, während junge Menschen in Uniformen geschickt werden – mit der Aussicht, durch den Dienst Geld nach Hause zu bringen, notfalls um den Preis ihres Lebens.

  • Ja da braucht es halt mehr Einwanderung.

  • Nach Roland sind die Arbeitsplätze nicht weg, sie sind nur nicht mehr da…

    • .. heißt der nicht Robert?

  • Petronius, schau was ich geschaffen habe, Kaiser Nero beim Brand von Rom(aus dem Film Quo Vadis)

  • Es ist schon ironisch: Während die Zensur privatisiert wird, weil sie dann viel effizienter und reibungsloser läuft, wird die Wirtschaft immer mehr verstaatlicht. Irre.
    M.G.a

  • Ach, der Herr versteht einfach die geniale Strategie nicht! Wenn erst einmal der grüne Wasserstoff per Pipeline oder mit wasserstoffbetriebenen Schiffen ankommt, werden die Energiekosten selbstverständlich auf Niveau des Globalen Südens sinken. Die fehlenden 10.000 Arbeitsplätze pro Monat sind doch nur eine vorübergehende Transformationsphase – bald entstehen dafür neue Jobs in der Wasserstoff-Zertifizierungs-Bürokratie. Die Chinesen mit ihrem billigen Solar- und Atomstrom lachen nur so lange, bis sie an unserer überlegenen Regulierungskompetenz verzweifeln werden.

    • Genau !
      Die werden von Brüssel gezwungen, die Hälfte ihrer produktiven Arbeitskräfte in die Bürokratie zu stecken, damit sie mit uns überhaupt noch kommunizieren können.
      Ist auch eine Strategie.

      • Produktiviät vs Verwaltung = besseres Handling.

  • Obwohl inzwischen völlig unstrittig ist, dass in den Unternehmen zunehmend mehr Gelder an eine insofern zutiefst falsche Praxis gebunden sind, die sich vor allem darin erschöpft, längst geschlagene Schlachten noch einmal zu schlagen, wäre angesichts dessen dadurch wenigstens geboten, betriebsbedingt Kündigungen aussprechen zu dürfen. Ansonsten droht einer Firma mehr über kurz als lang die Vermögenslosigkeit, die laut der geltenden Rechtsprechung nach sich zieht, dass von Amts wegen der Eintrag im Handelsregister gelöscht werden müsste. Bei der Robert Bosch GmbH zumindest erkennt der Vorsitzende des Betriebsrates, Frank Sell, den Ernst der Lage und will für das Problem endlich die benötigten Lösungen finden (FAZ v. 22.12.2025). Sollte somit Christiane Benner als die Erste Vorsitzende der IG Metall dem frontal zuwider auch künftig auf den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen pochen, würde zuvörderst die Gewerkschaft selbst ohne jeden Sinn und Verstand handeln.

    • @Ralf Rath
      Die Gewerkschaften sind radikal links (zuletzt Gießen) und handeln seit vielen Jahren ohne jeden Sinn und Verstand. z.B. Kommunale Tarifabschlüsse jenseits der Vernunft ! Ein Betriebsrat sorgt in den meisten Fällen für sich und seine Gewährsleute, dann kommt eine ganze Weile Nix und irgendwann die Mitglieder. So läuft das nunmal bei den Sozialisten. In der freien Wirtschaft gibt es daher immer weniger Mitglieder….

    • Nur zur Erinnerung: Mit der „autoritativ“ (D’Alessio/Oberbeck, 2000: 11) exemplarisch bei der Volkswagen AG vollzogenen Setzung ist den unablässigen Versuchen, den Chorismos von Allgemeinem und Besonderem aufzuheben, spätestens in den frühen 1990er Jahren eine Abfuhr erteilt worden. „Seit dieser Scheidung gibt es das Unwiederholbare“ (Haag, in: Tiedemann (Hrsg.), o. J.: 106). Mithin bleibt dem Vorstand von Europas größtem Industriebetrieb deshalb keine andere Wahl, als betriebsbedingt zu kündigen, wenn fortwährend so getan wird, als ob damit die „gemeinsame Basis“ (Volkert/Hartz, in: Klitzke et al. (Hrsg), 2000: 9) nicht existieren würde bzw. erst noch hergestellt werden müsste. Politisch alles entscheidend ist somit, noch heute darin innezuhalten, keine Achtung vor den Tatsachen an den Tag zu legen. Es würde sich dann vor allem jedwede Werksschließung von vornherein erübrigen.

  • Treffer ins Mark der Industrie. Da gibt es kein halten mehr. Es war so schön bevor Merkel die EU umbaute nach ihrem Gusto. „Den Sozialismus in seinen Lauf…“.

    • Richtig !
      In Brüssel spielt man Schiffe versenken.
      Und das ausgerechnet in dem Land, das die meiste Knete dafür zahlt.
      Die können auch nichts anderes, denn dieser ganze monströse Laden ist ja genau dazu da alles und jeden zu regulieren. Wenn die nichts regulieren könnten, wären mit einem Schlag zehntausende arbeitslos. Die schaffen sich ihre eigene Daseinsberechtigung auf Kosten der europ. Völker.

  • Die Abkehr vom Verbrenneraus ist nur ein Taschenspielertrick aus Brüssel. Die IG Metall sollte das eigentlich erkennen können.

  • Im Herbst waren es 50.000 Industriearbeitsstellen pro Monat die wegfielen und jeder zieht über den Daumen einen Dienstleister nach sich. Die Chemie verläßt Deutschland vollständig, weil Chemie nur mit billiger Energie geht. Der Maschinenbau liegt am Boden und die Autobau-Zulieferer sterben, weil Mercedes & CO, jetzt billigst einkaufen, vor allem aus China, um sich über die Zeit zu retten.
    Es ist aus.
    Die Regierung bekommt nichts geregelt, weil sie dazu die unmenschliche Agenda 2030 absagen müßten. Das dürfen sie aber anscheinend nicht. Es kommen harte Zeiten. Wir müssen auf die USA hoffen und zu Gott beten.

    • Schenkt man der Bibel glauben, kommt eine dauerhafte Lösung nur von seinem Königreich, so sympathisch die USA auch erscheint.

      • Und was soll das sein ?
        Ein Komet vielleicht ?

        • Wer’s glaubt wird seelig und wer’s nicht glaubt, kommt auch in den Himmel.
          Auch Vance verlässt sich nicht darauf, der tut was.
          Es gibt nichts gutes, außer man tut es.

          1
        • Sein Königreich mit Jesus als König. um das viele Christen im sogenannten Vaterunser beten, auch gläubige US-Politiker wie Vance.

          0
  • Es scheint die Metaller nicht wirklich zu stören, sie glauben immer noch die Märchen der Regierung und Gewerkschaften, das alle und jeder Schuld an ihrem Arbeitsplatzverlust hat, nur nicht unsere Regierung.

  • Politisch so gewollt, ohne Industrie erfüllt man die Klimaziele, CO2 neutral auf dem Fahrrad zum Jobcenter – das ist die Zukunft.
    Und das Schöne ist, alle Altparteien wünschen es sich so – auch die Union!!!

  • Hallo liebe Leute, lest mal „Reitschuster.de“. Über den Besuch seiner Heimatstadt Augsburg. Man kann es nicht glauben, ist aber allgegenwärtig. Was soll das noch werden? U.a schließt ein Traditionscafe im März, KARSTADT dicht usw
    Es kann einen nur noch Himmelangst werden. Wer das alles noch gut und richtig findet, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Wo soll das noch hinführen?

    • In den Abgrund, wohin denn sonst ,Die schaffen das.

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