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Am Samstag will sich die neue AfD-Jugend in Gießen konstituieren. Ein breites Bündnis linker Organisationen sieht sich in einem Akt der Selbstjustiz dazu legitimiert, die Neugründung zu „verhindern“ und das AfD-Verbot „selbst in die Hand zu nehmen“. Über Ziele, Strategie und Ideologie der Bewegung.

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Am Wochenende wird sich die Aufmerksamkeit der politisch-medialen Öffentlichkeit zu großen Teilen auf die hessische Universitätsstadt Gießen richten: Denn dort will die AfD am Samstag und Sonntag ihre neue Jugendorganisation „Generation Deutschland“ gründen, nachdem sich die Vorgängerorganisation „Junge Alternative“ (JA) erst im Frühjahr dieses Jahres aufgelöst hatte, weil sich die AfD von ihr per Parteitagsbeschluss getrennt hat. Für das Gründungstreffen in der Hessenhalle werden nun rund 1.200 Teilnehmer erwartet.

Doch die politische Brisanz der Veranstaltung erwächst nicht aus dieser für sich genommen überschaubaren Anzahl an Delegierten, sondern aus den Dimensionen des erwarteten Anti-AfD-Protestes. Insgesamt werden mehr als 50.000 Demonstranten aus dem gesamten Bundesgebiet in Gießen erwartet – inklusive einer mindestens dreistelligen Zahl gewaltbereiter Linksextremisten. Offiziell sind 23 Veranstaltungen verschiedenster Gruppen und Organisationen angemeldet – darunter auch Kundgebungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), der Jusos, der Grünen Jugend und der Linkspartei, die in Person von Heidi Reichinnek auch vom Rednerpult des Bundestags zur Unterstützung der Proteste in Gießen aufgerufen hat.

Organisatorischer Kopf und zentraler Akteur ist allerdings keine Partei, sondern das linke Bündnis „widersetzen“, das seit Monaten für die Proteste in Gießen mobilisiert und zu zivilem Ungehorsam aufruft, um die Anreise zum Gründungstreffen der AfD-Jugend mit Straßenblockaden zu erschweren oder gleich ganz zu verhindern. Die Polizei wird am Samstag deswegen mit 6.000 Einsatzkräften aus fast allen Bundesländern sowie Drohnen, Hubschraubern, Reiterstaffeln und Wasserwerfern vor Ort sein. Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) sprach am Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz von einer „herausfordernden Großlage“.

Einsatzleiter Jürgen Fehler erwartet mit Blick auf die Größenordnung der verschiedenen Protestaktionen nicht weniger als die „größte Mobilisierung“ von Veranstaltungsgegnern für Blockademaßnahmen in der Geschichte der Bundesrepublik. „Widersetzen“ hat nach eigenen Angaben etwa mehr als 200 Busse organisiert, die in der Nacht von Freitag auf Samstag zehntausende Aktivisten nach Gießen bringen sollen. Innenminister Poseck hat vor diesem Hintergrund betont, dass die Gegendemonstrationen nicht darauf abzielen dürften, das AfD-Treffen zu verhindern und dass Blockaden von der Polizei konsequent aufgelöst würden. „Der Zweck heiligt nicht die Mittel“, so Poseck. Das Recht, seine Meinung zu äußern, dürfe nicht dazu führen, anderen dieses Recht zu entziehen. „Es ist nicht die Aufgabe der Bürgerinnen und Bürger, ein Parteienverbot durch Widerstandsleistungen durchzusetzen.“

Das totalitäre Selbstverständnis von „widersetzen“

Nichts weniger als das ist allerdings das (auch öffentlich) erklärte Ziel von „widersetzen“. Auf der eigenen Webseite erklärt das Bündnis unverblümt, man wolle „das AfD-Verbot selbst in die Hand nehmen!“. Den Gründungskongress des neuen AfD-Jugendverbands gelte es zu „verhindern“, weil dieser aufgrund seiner politischen Ausrichtung schlicht „nicht stattfinden“ dürfe. Doch damit nicht genug: In einem „Aktionsbild“ für die Proteste in Gießen heißt es unmissverständlich: „Wir werden uns zu Tausenden vor den Zugängen und Zufahrten der Hessenhalle versammeln und nicht freiwillig Platz machen.“

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Auch wenn die Organisation großen Wert darauf legt, zu betonen, dass von ihr „keine Eskalation“ ausgehen werde, muss man sich Folgendes klarmachen: Es geht bei den propagierten Formen des „zivilen Ungehorsams“ nicht um legitimen Protest im Rahmen der Versammlungsfreiheit. Es geht von vornherein um illegale Aktionen gegen eine Versammlung, die niemandem gefallen muss, die aber nicht verboten ist und insofern ihre Daseinsberechtigung hat.

Ebenjene Daseinsberechtigung spricht „widersetzen“ der AfD-Veranstaltung aber per se ab. In einem Interview mit der Hessenschau erklärte eine Sprecherin des Aktionsbündnisses, dass es zwar ein Recht darauf gebe, Versammlungen durchzuführen, „dass dieses Recht bei Meinungen wie Faschismus“ aber „einfach aufhört“. Ganz abgesehen davon, dass diese Auffassung im eklatanten Widerspruch zur ständigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts steht, maßt sich das „antifaschistische“ Bündnis hier auch einen absoluten Wahrheitsanspruch darüber an, was als „Faschismus“ zu verstehen ist und was nicht.

Die Absicht dahinter ist klar: Die Faschismus-Keule und 5-vor-1933-Rhetorik dient der Behauptung eines Notstandes, der die eigenen Rechtsbrüche nicht nur als ausnahmsweise gerechtfertigt, sondern als geradezu tugendhaft erscheinen lassen soll – eine Handlungslogik aus dem Handbuch des Totalitarismus.

Werbeplakate für die Proteste in Gießen sind in Universitätsstädten omnipräsent

Doch wer oder was ist überhaupt „widersetzen“? Dem eigenen Selbstverständnis nach ist „widersetzen“ ein „breites antifaschistisches Aktionsbündnis für Alle“. In dem überparteilichen Zusammenschluss, der inzwischen in allen größeren deutschen Städten mit Ortsgruppen aktiv ist, engagieren sich demnach „Antifaschist*innen, queere und antirassistische Gruppen, Großeltern, Gewerkschafter*innen, Klimaaktivist*innen, Nachbar*innen, Jugendliche – und viele mehr.“ Einziger Zweck und Gründungsanlass der Organisation ist der Kampf gegen Rechts – oder in ihren eigenen Worten: der „Widerstand gegen die AfD, gegen Faschismus und rechte Politik – durch massenhaften, zivilen Ungehorsam“.

Dabei geht es dem Bündnis im wahrsten Sinne des Wortes darum, jedwede rechte Bestrebung im Keim zu ersticken und ihr den Raum zu nehmen. Gleichzeitig wäre es aber naiv und viel zu kurz gegriffen, in „widersetzen“ deshalb ein rein defensives Bündnis zur Abwehr eines vermeintlichen „Rechtsrucks“ zu sehen. „Widersetzen“ inszeniert sich zwar als letzte Bastion der Demokratie vor einem heraufziehenden Faschismus, greift dabei aber selbst auf undemokratische Methoden zurück und strebt seinerseits die Überwindung der bürgerlichen Gesellschaft zugunsten eines wie auch immer gearteten „antifaschistischen“ und „solidarischen“ Staates an.

Verfolgt man die internen Debatten des Milieus, kann eigentlich kein Zweifel daran bestehen, dass die Entscheidung, sich auf den Kampf gegen die AfD zu konzentrieren, in nicht unwesentlichem Maße auch taktischer Natur ist. Denn Hauptgegner der radikalen Linken ist und bleibt weiterhin der globale Kapitalismus und der bürgerliche Staat. Der behauptete „Faschismus“ der AfD gilt „widersetzen“ und Co in erster Linie nicht als Gegenentwurf zur liberalen Demokratie – die man ja selber ablehnt -, sondern als zwangsläufiges Entwicklungsstadium kapitalistischer Gesellschaften. Kurz gesagt: Der kapitalistische, bürgerliche Staat ist in dieser Logik die Krankheit, die AfD dessen Symptom. Der jetzt geführte Kampf gegen die AfD hat vor diesem Hintergrund auch einen stark instrumentellen Charakter und soll durch sein großes Mobilisierungspotenzial gewissermaßen als Sammelbecken und Sprungbrett für den im Anschluss zu führenden Hauptkampf dienen.

Paradigmatisch nachvollziehen lässt sich diese doppelte Strategie etwa in einem auch von „widersetzen“ verbreiteten Beitrag der Szene-Zeitung analyse & kritik, in dem kürzlich die Frage aufgeworfen wurde, „ob die AfD der Hauptgegner der Antifa sein sollte – oder der bürgerliche Staat. Denn in diesem ist der Faschismus angelegt.“ In dem Artikel heißt es außerdem: „Wir dürfen nicht in die Falle tappen, in der AfD den einzigen politischen Gegner zu sehen. Dennoch gibt es einen Unterschied zwischen Faschisierung und Faschismus. Die AfD hat einen faschistischen Kern, der über ökonomische Interessen hinausgeht. Die Gefahr des Faschismus, die von der AfD ausgeht und die Faschisierungstendenzen, die aus der »Mitte« kommen, sind nicht dasselbe. Beiden gilt unser Widerstand – aber mit unterschiedlichen Strategien.“

Erstmals öffentlich in Erscheinung getreten ist das Aktionsbündnis „widersetzen“ im Juni 2024, als man beim Bundesparteitag der AfD in Essen zum ersten Mal die eigenen Straßentaktiken erprobte und sich knapp 7.000 Menschen an den nicht genehmigten Aktionen beteiligten. Das Ergebnis damals: Der AfD-Parteitag fand wie geplant statt, startete aufgrund der Blockaden aber eine knappe halbe Stunde später als angedacht. Nur ein halbes Jahr später ging es allerdings schon weiter: Aufgrund des vorzeitigen Endes der Ampel-Koalition und der anstehenden Bundestagswahl im Februar versammelte sich die AfD im Januar im sächsischen Riesa zum Parteitag.

Trotz kürzerer Vorlauf- und Planungszeit gelang es „widersetzen“ dieses Mal, „durch zahlreiche, kreative Aktionen des zivilen Ungehorsams von ca. 12.000 Widersetzer*innen“ den Beginn des AfD-Parteitags über zwei Stunden zu verzögern. Teil der „kreativen“ Aktionen waren damals unter anderem auch zum Teil gewalttätige Auseinandersetzungen mit der Polizei oder Attacken gegen Alice Weidels Auto, deren Personenschützer und gegen Hans-Christoph Berndt, den Spitzenkandidaten der AfD bei der letztjährigen Landtagswahl in Brandenburg (Apollo News berichtete, mehr dazu auch hier).

Teufelskreis der Radikalisierung

Wenn man mit Teilnehmern vergangener Anti-AfD-Proteste spricht oder liest, wie „widersetzen“ seine bisher unternommenen Versuche bewertet, AfD-Parteitage zu verhindern, kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus: Stets ist die Rede von „Erfolgen“, an die es künftig anzuknüpfen gelte. Doch welche Erfolge eigentlich? Misst man die Proteste an ihren selbst gesteckten und lautstark proklamierten Zielen, so muss man konstatieren, dass sie allesamt kläglich gescheitert sind. Sowohl der AfD-Parteitag in Essen als auch der in Riesa konnten letztlich stattfinden. Alles, was der wochenlange Mobilisierungs-, Organisations- und Durchführungsaufwand hunderter und tausender Aktivisten bewirkt hat, sind Startverzögerungen im Umfang von 30 Minuten respektive zwei Stunden – wenn das keine Fehlschläge waren, was waren es dann?

Auch ein Blick auf die Entwicklung der Dynamik des deutschen Parteienwettbewerbs in den letzten anderthalb Jahren liefert keinerlei Anhaltspunkte für messbare „Erfolge“ des mit immer größerem Aufwand geführten Kampfes gegen Rechts. Ganz im Gegenteil: Der Aufstieg der AfD hat sich seither ebenso beschleunigt fortgesetzt wie die gesellschaftliche Akzeptanz der Partei gewachsen ist: Ein Drittel der Wähler zieht inzwischen ernsthaft in Betracht, die AfD zu wählen oder tut das bereits. Nur noch 49 Prozent der Deutschen schließen kategorisch aus, ihr Wahlkreuz bei der AfD zu setzen.

Und erst vor etwas mehr als einer Woche hat der Verband der Familienunternehmer die „Brandmauer“ zur AfD in der Wirtschaft für gescheitert erklärt und sich für die Aufnahme von Gesprächen ausgesprochen (Apollo News berichtete). Wie man es dreht und wendet: Die starrsinnig verfolgte Strategie, die AfD durch Proteste und zivilen Ungehorsam zunächst ganz real und schließlich auch im übertragenen Sinne gesellschaftlich und politisch zu isolieren, ist erkennbar vollkommen in sich zusammengestürzt.

Doch statt den eigenen Ansatz einer kritischen Prüfung zu unterziehen und über wirkungsvollere Wege in der Auseinandersetzung mit der AfD nachzudenken, beschreiten die Kämpfer gegen Rechts unbeirrt den einmal eingeschlagenen Weg. Dass dieser dazu führen wird, die AfD zu schwächen, darf ernsthaft bezweifelt werden. Denn welchen Eindruck machen die Selbstjustiz-Aktionen von „widersetzen“ wohl auf den Durchschnittswähler? Meint man in der dortigen Führungsetage ernsthaft, dass auch nur ein einziger Wähler seine politischen Ansichten überdenkt oder seine Parteipräferenz deswegen ändert, weil er in den Nachrichten oder seinem X-Feed Linksradikale sieht, die AfD-Delegierte blockieren und sich Straßenscharmützel mit der Polizei liefern?

Das genaue Gegenteil dürfte der Fall sein: Während eine Mehrheit der Wähler wohl Verständnis oder gar Sympathie für reguläre Demonstrationen gegen die Neugründung der AfD-Jugend aufbringen würde, dürften illegale Methoden, die erklärtermaßen auf die Verhinderung der ganzen Veranstaltung abzielen, eher zur Solidarisierung mit der AfD führen – und das auch bei Menschen, die eigentlich nichts mit der Programmatik der „Generation Deutschland“ zu tun haben wollen.

Wohlwollenden Applaus und Sympathie können die „Widersetzerinnen“ höchstens von der eigenen Filterblase und damit ausschließlich von Menschen erwarten, die nicht im Entferntesten auf die Idee kämen, jemals die AfD zu wählen. Letztlich erreichen die Straßenblockaden und anderen Aktionsformen des zivilen Ungehorsams also geradewegs das Gegenteil des avisierten Ziels und befördern eher noch die gesellschaftliche Normalisierung der AfD. Problematisch ist das auch deshalb, weil auf diese Weise eine gefährliche Spirale wechselseitiger Polarisierung und Radikalisierung in Gang gesetzt wird: Durch eine wachsende AfD sehen sich die Aktivisten in ihren düsteren Faschismus-Prognosen bestätigt und fühlen sich zu immer radikaleren Aktionen legitimiert.

Norbert Bolz brachte diesen Zusammenhang unlängst prägnant auf den Punkt, als er auf X schrieb: „Die Idealisierung des zivilen Ungehorsams läuft auf eine Rechtfertigung der Selbstjustiz hinaus“. Die Aktivisten verstärken also ihren Widerstand, überschreiten dabei demokratische und rechtsstaatliche Grenzen und erweisen ihrem Anliegen damit in Wahrheit einen Bärendienst – die AfD profitiert davon, sich glaubhaft in die Opferrolle begeben zu können und der Teufelskreis dreht sich immer weiter.

Kampf gegen den Faschismus als Mischung aus Klassenfahrt und Lifestyle-Event

Womöglich aber gehen alle diese allzu rationalistischen Einwände gegen die geübte Praxis von „widersetzen“ völlig in die Leere, sobald man sich für den Gedanken öffnet, dass es bei den Protestaktionen zwar kollektiv auch um eine Veränderung des politischen Status quo geht, individuell mindestens so sehr aber auch um moralische Selbstvergewisserung und das Gefühl, auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen. Womit wir es hier zu tun haben, ist der klassische Unterschied zwischen Verantwortungs- und Gesinnungsethik.

In der Tat kann man die Dimensionen und Formen des Protests erst verstehen, wenn man die mentale und psychologische Verfasstheit seiner Teilnehmer in den Blick und zur Kenntnis nimmt, dass es denen vielfach um virtue signaling, also die Zurschaustellung der eigenen Tugendhaftigkeit, bestellt ist. Nicht unterschätzt werden sollte dabei auch der Umstand, dass „antifaschistische“ und „progressive“ Überzeugungen bei einem nicht unerheblichen Teil der universitären linken Szene inzwischen eine solche überragende Bedeutung für die eigene Persönlichkeit angenommen haben, dass sie geradezu den innersten, sinnstiftenden Kern der eigenen Identität darstellen.

Das führt nicht nur zu der allerorten mit Händen zu greifenden emotionalen Verletzlichkeit und sprachlichen Hypersensibilität der linken Szene, sondern auch zu dem paradoxen Phänomen, dass im Grunde alle Protestbündnisse dem Gießen-Wochenende gewissermaßen ungeduldig entgegenfiebern. Etwas zynisch zugespitzt könnte man behaupten, sie alle sehnen die Neugründung der AfD-Jugend und das Voranschreiten des vermeintlichen Faschismus regelrecht herbei, um sich in Kontrast dazu endlich mal wieder als (etwas verspätete) Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus in Szene zu setzen. Ebenso wie die DDR ohne den „antifaschistischen Schutzwall“ nicht überlebensfähig war, wären es die „antifaschistischen“ Persönlichkeiten von heute ohne die AfD in gewissem Sinne auch nicht.

Mit der beschriebenen, stark identitätsstiftenden Funktion „progressiver“ Glaubenssätze korrespondiert auch ein zweites bemerkenswertes Phänomen innerhalb der linken Protestszene: Die Infantilisierung der Sprache nach innen bei gleichzeitiger Enthemmung der Sprache nach außen. Die interne Gesprächskultur und Kommunikation ist nicht nur von einem Höchstmaß politischer Korrektheit und Sensibilität geprägt, sondern auch von zahlreichen Verniedlichungen durchsetzt: Studenten heißen nur noch „Studis“, Schüler „Schülis“ und Aktivisten sind „Aktivistis“. Hinzukommen selbstverständlich „Awareness-Strukturen“, an die man sich wenden kann, wenn einem trotz allem einmal unwohl sein sollte.

Passend dazu ist das Aktionsbild von „widersetzen“ von beinahe rührenden Formulierungen durchzogen: Da heißt es dann etwa, wir „passen aufeinander auf“ oder „wenn wir viele sind, zusammenhalten und achtsam miteinander umgehen, werden wir gewinnen“ – wüsste man es nicht besser, könnte man das für den Wahlspruch der Wilden Kerle halten. Diesen äußerst sensiblen internen Sprach- und Umgangsformen steht dann eine Feindrhetorik gegenüber, die in ihrer Grobschlächtigkeit durch nichts mehr zu überbieten ist und klar macht, dass es sich bei der AfD nicht um einen gleichberechtigten Gegner, sondern einen politischen Feind handelt, den es zu bekämpfen und zu zerstören gilt. Zentrale Kennzeichen der Rhetorik sind dabei Feindmarkierung und Entmenschlichung durch die permanente Verwendung von Begriffen wie „Faschist“, „Faschistenschwein“, „Fascho“ oder „Nazi“.

Unübersehbar bei den bisherigen Protestaktionen von „widersetzen“ in Riesa und Essen und bei der Mobilisierung für Gießen ist auch eine spezifische Mischung aus Abenteuer- und Klassenfahrt-Atmosphäre. Nicht nur, dass man sich in Bezugsgruppen zusammenschließt, per Charterbus nach Gießen gebracht wird und dort in neongelben Warnwesten herumläuft. Den Aktionen selbst haftet insgesamt der Charakter von Teambuilding-Maßnahmen oder jugendlichen Mutproben an, während die Katz-und-Maus-Spielchen mit der Polizei mitunter an Szenen auf einem Abenteuerspielplatz erinnern können. Interessant ist vor diesem Hintergrund auch, wie stark Teilnehmer in Erzählungen über ihre Protesterfahrungen auf den hohen emotionalen Stellenwert der Aktionen oder den Aspekt der „Selbstwirksamkeit“ abstellen und damit darauf hinweisen, dass der (Straßen-)Kampf gegen Rechts auch therapeutische Funktionen erfüllt und insgesamt längst zum Selbstzweck geworden ist.

Abgesehen davon ist aber eines völlig klar: Der Kampf gegen die AfD wird auch deshalb so vehement geführt, weil er innerhalb der zersplitterten politischen Linken in Deutschland der kleinste gemeinsame Nenner ist und durch das gemeinsame Feindbild so etwas wie ein übergreifendes Integrationsprojekt darstellt. Dass die Strategie aufgeht, die gemeinsamen Kräfte gegen die AfD zu bündeln, scheint der absehbar überwältigende Mobilisationserfolg gegen die Neugründung der AfD-Jugend durchaus zu bestätigen. Dass es tatsächlich gelingen könnte, die Gründung der „Generation Deutschland“ in Gießen zu verhindern, bleibt gleichwohl ebenso unwahrscheinlich wie die erhoffte Zerschlagung der AfD.

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138 Kommentare

  • Vorzügliche Analyse! 🎯

    • Ich frag mich öfter, was die Linken ohne Rechte machen würden.
      Was machten die denn, wenn es keine Rechten gäbe ?
      Wen würden sie zu ihrem neuen Feindbild erklären ?

      • Zuerst kommt die AFD dran und dann die CDU. Aber dann?????

      • Das gleiche, was sie schon vor der AfD gemacht haben. Damals war die CSU und die CDU in deren Augen das, was heute die AfD ist. Dazu gibt es genügend Plakate und andere Nachweise. Ich habe noch alte Postkarten der JuSos zum Kanzlerwahlkampf von Dr. Stoiber. Da wurden Strauß, Merz, Beckstein und andere in Bezug zum 3. Reich und zu Rechtsextremen Glatzen gezeigt.

      • Das ist die crux jedes Dualismus‘. Die feinsten Formulierungen des Themas finden sich wohl bei Laotse.

      • Alles wiederholt sich. Früher war es die SPD (Schmidtregierung) dann die CDU(Kohlregierung) und immer die Bundeswehr. Früher hatten wir die Friedensbewegung und heute die ANTIFA. Und immer die gleichen Sprüche und Argumente. Früher das Waldstwrben und Ozonloch, heute Weltklima.

      • @Wortleser: fast exakt mein Gedanke. Ich gehe sogar darüber hinaus und mache mir Gedanken darüber, wie es sich so anfühlen muss, wenn man morgens aufwacht und der erste Gedanke ist: „Wie bekämpfe ich denjenigen, der sich meiner Überzeugung (wie bescheuert auch immer) entgegenstellt?“
        Ekelerregend und eigentlich bemitleidenswert.

      • Dir ist schon aufgefallen, dass die Leute die da als „rechts“ bezeichnet werden eigentlich bloß nicht linksextrem sind?
        Wenn es keine Rechten gäbe würden die Linken schon welche finden.

      • Es gibt de facto gar keine „Rechten“. Bei diesem linken Kampfbegriff handelt es sich nicht um die Beschreibung einer politischen Richtung, sondern ausschließlich um eine FEINDMARKIERUNG zwecks Abgrenzung, Ausgrenzung und Machtsicherung.

        Das ist der Kern der – propagandistischen – Sache, ganz im Sinne von totalitären Systemen, in diesem konkreten Fall finanziell gespeist und rechtlich abgesichert durch das bürger- und verfassungsfeindliche Regime in der BRD.

      • BILD :
        „Gießen : Bundeswehr warnt Soldaten vor AfD-Jugend-Treffen“
        Wer nur die Schlagzeile liest, muss annehmen, dass dort eine AfD-Jugend Soldaten angreift. Fällt unter Desinformation !!

      • Sie brauchen die ,,Rechten,, wie die Luft zum Atmen. Ihre sog. Daseinsberechtigung. Sonst müssten sie sich anderen Zielen widmen. Anständige Arbeit käme für sie keineswegs in Frage. Deshalb… gegen Rechts

      • Ganz einfach: zuerst die Konservativen, also Rechten, dann die Liberalen, dann die demokratischen Sozis.

        Der Traum und das Ziel dieser Diktaturbauer ist der Kommunismus mit Straflagern für alle, die sich nicht dem Stalinismus unterwerfen wollen.

      • Erkennen, dass sie die eigentlichen „Nazis“ in diesem Land sind? Nee, dazu gehört ja Grips

      • Hahaha ihr Booomer glaupt das eure Frau Weidel die Welt retten wird aber in Gießen können sich ihre Blaumänner noch nicht einmal gegen ein paar Trillerfeifen durchsetzen HAHAHAHA

        -17
    • Dem widerspreche ich. Die unterschwellige Abneigung gegen die AFD ist deutlich herauszulesen. Gründe, warum das so sein muß, werden, wie immer, nicht genannt.

      • Weil für deren sinnlose Ideologien viel Steuergeld gezahlt wird. Mit unserem abgepressten Geld wird eine politische Agenta durchgepeischt. Koste was es wolle. Es geht um Macht und gut gefüllte Fresströge!

      • @Paul
        könnte evtll was mit der jämmerlichen Genderei einiger Apollo Freaks zu tun haben 😉

        • Gründe gibt es bei denen doch “ die wollen so weiter machen, bis DDR 2.0 erreicht ist und die den Honecker spielen dürfen „

          0
    • Lieber Herr Marx ich glaube Ich spreche hier für den Großteil der Kommentatoren und die sagen ihr werdet uns nicht aufhalten. Jetzt erst Recht… ( Der einzige der dagegen sein wird ist natürlich der diverse Atlas) 😄

  • Sehr guter Artikel mit Tiefgang.

  • Die Hauptfrage für mich ist, wie sich die Polizei verhalten wird.

    • Die Poliz ist weisungsgebunden und tut brav das, was ihr angetragen wird. Nach dem Motto: ,,Befehl ist Befehl, da kann man nichts machen,,

    • Sie werden die Terroristen walten und schalten lassen – sind immerhin beide vom gleichen Staat entsandt!

      • UND BEIDE SEITEN AUS DEM GLEICHEN STEUERTOPF BEZAHLT.

        DAS regt mich am meisten auf!

  • Die Sturmabteilung (SA) war die paramilitärische Kampforganisation der NSDAP während der Weimarer Republik und spielte als Ordnertruppe eine entscheidende Rolle beim Aufstieg der Nationalsozialisten, indem sie deren Versammlungen vor Gruppen politischer Gegner mit Gewalt abschirmte oder gegnerische Veranstaltungen behinderte.

    • Warum muss man für eine geschichtliche Tatsache warten?

  • Der Faschismus hat doch längst Einzug gehalten würden manche sagen.

    Denn das Bündeln von:

    Macht
    Geld
    Wirtschaft
    Medien

    unter der Kontrolle von wenigen oder gar einzelnen Personen nennt sich seit ca. 100 Jahren in Italien eben Fascio.

    Und wer stark am „Bündeln“ ist, 2 Orte stechen heraus Brüssel und Berlin.

    • Nun, bei den Orte den Bündelung würden mir schon ein paar mehr einfallen …

    • Da könnte man wirklich jede Kongregation als Bündel bezeichnen. Das ist wenig zielführend.

  • Well spoken! Each man a glas in hand, toast to Sir Marius!

  • Erstmal abwarten… es ist kalt 🥶 und nass 😨 … das müssen die selbsternannten Retter der Demokratie ™️ erst mal aushalten. Mal kucken, wer da so alles dem Klima trotzt 🧐

  • Ich würde die Veranstaltung auf ein Kreuzfahrtschiff verlegen. Im Vergleich zu dem Aufwand, der gerade betrieben wird, bekommt man noch Geld zurück.

    • Diese Vögel haben genug Boote und Schiffe, um ein Auslaufen zu verhindern. Und im Regelfall gibt es auf ein so großes Schiff nur einen Eingang, leicht zu blockieren. Ich wäre mit der Veranstaltung nach Ungarn gegangen und mich unter den Schutz der ungarischen Polizei und rechten „Zivilgesellschaft“ begeben.

  • Nun, als Aktionär von Heckler & Koch befürworte ich das Engagement von „wiedersetzen“ und allen anderen ähnlich ausgerichten Initiativen ausdrücklich, sofern die Ordnungskräfte nur mit hinreichenden Befugnissen und Munition ausgestattet sind.

    • wenn schon dann !widersetzen!

      • Nun, danke der Korrektur, nur handelte es sich dabei tatsächlich nur um einen „lapsus calami“.

      • Genau. Ich lache auch immer über Kommentare, in denen es „Rückrad“ oder „Rückgrad“ heißt. Diese Menschen sollten einmal an der Wirbelsäule einer schlanken Person mit dem Finger entlang fahren. Dann wissen sie, wieso es „Rückgrat“ heißt.

  • Artikel 8 Grundgesetz:
    Absatz 1: Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln.
    Absatz 2: Für Versammlungen unter freiem Himmel kann dieses Recht durch Gesetz oder aufgrund eines Gesetzes beschränkt werden.
    Heißt: Wer einem Deutschen die Wahrnehmung dieses Rechts verweigert, kämpft gegen das Grundgesetz.

    • Ich muss nur wissen, wann und wo, damit ich eine Wurstbude aufstellen kann.
      Kapitalismus ist auch an den Idioten zu verdienen, die nicht arbeiten wollen.

    • Alles richtig und nun zum Test. Drucke dir deinen Post aus, stelle dich vors Rathaus mit dem Post vor der Brust und nach ca. 1-2 Minuten gibt es eine Ansprache. Dann, 5-10 Sekunden später, wirst du in Wrestling-Manier auf den Asphalt geknallt, bekommst ein Knie auf den Kopf, die Arme verrenkt, während die Handschellen klicken. Diese Situation ist übrigens einer 70-jährigen(!) während einer Corona-Demo passiert.

    • Alles richtig und nun zum Test. Drucke dir deinen Post aus, stelle dich vors Rathaus mit dem Post vor der Brust und nach ca. 1-2 Minuten gibt es eine Ansprache. Dann, 5-10 Sekunden später, wirst du in Wrestling-Manier auf den Asphalt geknallt, bekommst ein Knie auf den Kopf, die Arme verrenkt, während die Handschellen klicken. Diese Situation ist übrigens einer 70-jährigen(!) während einer Corona-Demo passiert.

      PS: 2. Versuch

  • Gute, differenzierte Analyse.
    Eine Ergänzung habe ich bei der Frage nach den „Erfolgen“ solcher Aktionen. Taktisch sind diese Erfolge gering. Strategisch ist das Ziel aber sicher nicht die Reduzierung von AfD-Stimmen und -Akzeptanz, sondern die Eskalation der politischen Auseinandersetzung, die Legitimation politischer Gewalt, die Erosion der Mitte durch fortgesetzte Polarisierung. Eine Stärkung der AfD kann da durchaus Mittel zum Zweck sein.

  • Man muss sich immer wieder klarmachen, dass derartige radikale Demos in keiner Weise vorhaben, Andersdenkende umzustimmen – deshalb kann den Akteuren auch herzlich egal sein, ob ihr Vorgehen in der konservativen Bevölkerung missbilligt wird! Es geht, wie ja auch analysiert, einzig um den identitätsstiftenden Kampf der Eigengruppe gegen „Faschismus“, letztlich um Systemveränderungen, nicht nur die AfD. Evtl. hat ein Teil der radikalen Demoteilnehmer auch überhaupt keinen anderen Lebenszweck mehr als gegen politische Feinde vorzugehen, Beruf, Studium, Beziehungen könnten gegenüber der spannenden Lebensaufgabe als Social Warrior verblassen.
    Was aber vor allem die Union so gar nicht begreift, ist, dass Initiativen wie Widersetzen auch sie als Feind ansehen. Man beschimpft offiziell „Friedrich Merz und die CDU als Steigbügelhalter der Faschisten“ und hat ein CDU-Büro besetzt. Trotzdem dürfte der ein oder andere Unions-Vertreter Widersetzen als ziemlich besten Freund (fehl)einschätzen.

  • Das wird übel enden. Gibts eine Live-Schalte?

    • weichreite dürfte live sein
      Ansonsten selbst auf den Weg machen 😉

      • Weichreite hat heute Abend schon einen Rundgang um die Halle gemacht. Eben gesehen auf YouTube. Ist ab 5.30 Uhr wieder im Einsatz. Utopia TV ist auch vor Ort und berichtet live.

    • Schmidtkes Welt und Utopia Deutschland

  • Die Linke inszeniert einen „gerechten Volkszorn“. Der vormals letzte Volkszorn wurde duch Goebbels inszeniert. Das war die Reichsprogromnacht. Die Linken und die Antifa stehen ganz in der Tradition des Faschismus und der Nationalsozialisten.

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    • „Ich traf Silone in Genf am Tag, an dem er aus dem Exil nach Italien zurückkehrte, und plötzlich sagte er: «Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: ‹Ich bin der Faschismus›. Nein, er wird sagen: ‹Ich bin der Antifaschismus›.»

      Viele Jahre später, als «Antifaschismus» in der Tat instrumentalisiert wurde und zu einem Slogan herunterkam, verstand ich, daß dieses kaustische Aperçu prophetisch war.“
      — François Bondy: Pfade der Neugier: Portraits. Benziger, Einsiedeln 1988. S. 84

    • Es sind eben wieder Linke!

      • Auf den Gießener Straßen trifft sich nicht die bunte Zivilgesellschaft. Nein, dort feiern linke Gesinnungsfanatiker ein Hochfest der Intoleranz.

    • Das sehe ich genauso.
      „Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus.“
      Ach… ich sehe gerade, dass es schon jemand geschrieben hat.
      Egal, man kann es gar nicht oft genug shreiben.

    • Man kann es nicht oft genug sagen: Der Kern- und Kennsatz des Faschismus lautete: ‚Und willst du nicht mein Bruder sein…‘ (den Rest kennt jeder, aber ich darf ihn in diesem freiheitlichen Medium nicht schreiben). Schon das Rutenbündel der Liktoren mit den gleichgerichteten, versammelten Ruten, wie die Eisenfeilspäne im Magnetfeld der magischen Vorgabe einer Ideologie gehorchend, ist Sinnbild.

    • Linksextreme und Schlägertruppe Antifa sind Rote Faschisten. Als nützliche Idioten getätschelt und gemästet von der Brandmauer.

    • Der Unterschied …Sie sehen sich als Internationalsozialisten und Andersdenkende wollten die ja bereits in der Plandemie in Lagern sehen , Zwangsspritzen , haben Zugang zu öffenlichen Einrichtungen verboten , Schilder vor Cafes haben Ungeimpften Zutritt verwehrt etc….Das sind ganz eindeutig faschistoide Ideen und Handlungen , denn der Schoß ist fruchbar noch, aus dem das Monster kroch….Die Faschos von heute sind nicht nur die wenigen braunen Deppen ,sondern genau so zahlreiche Antifaterrorkids mit Hammer und Sichel Fahnen , „AFDler töten“ oder „wir impfen euch alle “ Bannern…
      Dem Land gehen die Bekloppten , Irren , Wirren und Verirrten leider nie aus , ganz im Gegenteil….

  • Vielleicht brauchts noch ein paar solcher Ausschreitungen und dann erwacht der Bürger und vielleicht auch die CDU.

    • Wer weiß… die Ossis haben ja 89 auch klein angefangen 😉

  • Anmerkungen 1:

    „Es geht von vornherein um illegale Aktionen gegen eine Versammlung, die niemandem gefallen muss, die aber nicht verboten ist und insofern ihre Daseinsberechtigung hat.“

    – „die niemand gefallen muß“ – hätte der Autor diese Worte auch bei der Gründung beispielsweise der „Jungen Liberalen“ gewählt?

    „Während eine Mehrheit der Wähler wohl Verständnis oder gar Sympathie für reguläre Demonstrationen gegen die Neugründung der AfD-Jugend aufbringen würde“

    – was soll hier vermittelt werden? – warum sollte die Mehrheit der Wähler (abseits der Propaganda von allen Seiten) Verständnis für reguläre Demonstrationen gegen die Jugendorganisation einer Partei, die sich für Volksabstimmungen, niedrigere Steuern und Marktwirtschaft einsetzt, haben?

    • “ … niemandem gefallen muss … “ Warum nur ist das Eintreten für das eigene Land, für Deutschland, für die Heimat „voll Nazi“ und „muss niemandem gefallen“ ? Das ist einmalig in der Welt. Hochgerechnet auf die Weltbevölkerung sind demnach rund 8 Milliarden Menschen, die wohl alle ihre Heimat lieben, „voll Nazi“. Selbst nach geglückter „Flucht“ kehren sie immer wieder dorthin zurück um entspannt und mit deutschem Geld Urlaub zu machen. Deutschland ist nicht als Land beliebt, sondern als Goldesel. Es ist doch keine Überraschung, dass bei dem linken Hass auf das Nationale kaum einer Deutschland verteidigen will. Das Geld der Steuerzahler, ja das wollen die alle gerne. Deswegen „widersetzen“ sich auch 50.000. Denn nach einem AfD-Wahlsieg müssten die ja morgens um sechs aufstehen und zur Arbeit gehen.

  • Unsere Nachbarn wählen inzwischen auch AfD. Nicht weil sie grosse Fans dieser Partei wären. Einfach nur, weil sie noch die Freiheit dazu haben und dass das die Antifa und Co. auf die Palme bringt.

  • Ich verstehe nicht, dass Apollo News immer noch nicht die Machenschaften der Verbindungen der links roten IGM mit der Verbündung der Betriebsräte und der Automobilielindistrie und deren Zuliefer-Unternehmen aufgedeckt hat. Das ist doch alles ein Verein. Und alle gemeinsam haben die das zu verantworten.

  • Der nackte Hohn ist doch, dass der Aufstand in den Medien als „Antifaschistisch“ geframed wird. Dabei ist das Faschismus in Reinkultur, was da betrieben wird.

  • Na – da kommt auf die CIA ja viel Arbeit zu – wenn das „Bündnis Widersetzen“ von Trump auf die Terrorliste gesetzt wird….

  • Was mir gerade einfällt: Im moment läuft der Grüne Parteitag. Die Grünen sind in weiten teilen der Bevölkerung völlig unbeliebt und politische Gegner der AFD. Sie können aber völlig unbehindert ihren Parteitag abhalten, was ich auch richtig finde.Wäre die AFD so gefährlich wie behauptet, dann würde die AFD zu gegenprotesten aufrufen und rechte das zur Einladung verstehen dort richtig Krawall zu machen. Das alles passiert aber nicht, sondern die AFD wird insbesondere von Grünen,Linken und sogenannter „Zivilgesellschaft“ offen bekämpft und versucht AFD Veranstaltung zu verhindern, zu stören und den Deligierten Angst einzujagen.
    Das ist die Realität und somit genau das gegenteil der verbreiteten Meinung der Haltungs und Gesichtszeigern.

    • Auch eine Frage des Niveaus

  • Die Demokratiegegner wähnen sich wieder als „weiße Rose“.
    Vielen Menschen geht in ihrer heiligen Überhöhung, „wir müssen jetzt endlich mal die Guten sein“, jegliche Reflexion ihres eigenes Handeln verloren.
    Und viele scheinen auch einfach keinen anderen Lebensinhalt, als unreflektiertes „Faschismus-Geschrei“ zu haben.

    • Neo-H*rjugend, die sich selber für die Weiße Rose II hält.
      Sie haben es auf den Punkt gebracht.

    • 50 000 von denen auf einem Haufen… das muss ein bestialischer Gestank sein. Die Gießener können einem wirklich leid tun!!

  • Mein Opa hätte gesagt: „Mein Gott, was das wieder alles Steuergelder kostet.“
    200 gecharterte Busse, Tausende Zugtickets aus ganz Europa und etliche Flugtickets für die Teilnehmer aus Australien und Kanada. Noch dazu Wochenendzuschlag und ggf. Sonntagsarbeit (die aber wenigstens steuerfrei). Da muss doch noch ein bisschen mehr Geld vom Vater Staat drin sein, oder? 50tsd Leute gegen Faschisten? Den NGOs muss wirklich das Geld ausgehen, anders kann man sich das kaum erklären. Wo doch der Faschismus, dank des stark gewachsenen Tellerrands über den keiner mehr blicken kann, an jeder Ecke steht und gefühlt die Hauptbedrohung der Zivilisation darstellt, zumindest der, die sich unser fröhliches Wohlstandskind, gleich nach der Erdverkochung, vorstellt. Diese Jugend sollte sich lieber um die stetig steigende Anzahl Obdachloser kümmern, dann hätten sie wahrlich genug zu tun

    • Die könnten auch in den Alten- und Pflegeheimen, Behinderteneinrichtungen und selbst in den Kliniken den Bewohner bzw Patienten und den Pflegearbeitern zur Hand gehen.
      Da ist genug erdende Arbeit vorhanden.

  • Eine aufgehetzte Jugend in dieser Form ist das Produkt feindlicher Kampagne. Die Gesellschaft muss sich endlich den normalen Herausforderungen des Lebens stellen. Dazu gehört: Geldbeutel zumachen. Wenn die Kinder für Geld arbeiten müssen und sehen wie schwer es zu verdienen ist, werden die ganz schnell vernünftig.

  • Die AfD liegt jetzt bei 27 %. Die Union bei 25 %. Alice Weidel sollte mit Darwin Dante (Pseudonym) und mit Lebensreformern zusammenarbeiten.
    https://jlt343.wordpress.com

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