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Entlastung

8 statt 23 Prozent: Polens Regierung senkt Steuer auf Benzin

Polens Regierung entlastet die Autofahrer: Tusk und seine Minister senken ab Montag die Steuer auf Benzin kräftig. Statt 23 Prozent fallen nur noch 8 Prozent Steuern an.

Polens Regierung sorgt für Entlastung. (IMAGO/Eastnews)

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Die polnische Regierung hat vorübergehend die Mehrwertsteuer auf Benzin und Diesel stark gesenkt. Ab Montag gilt bis zum Ende der polnischen Schulferien Ende August die stark reduzierte Steuer von nur 8 Prozent statt bisher 23 Prozent. Ministerpräsident Donald Tusk begründete den Schritt damit, Verbraucher vor allem bei der Rückkehr aus dem Urlaub finanziell zu entlasten. „Polen wird europaweit ganz vorn liegen, was die niedrigsten Kraftstoffpreise angeht“, so Tusk laut der staatlichen Nachrichtenagentur PAP.

Der Liter Bezin kostet in Polen derzeit im Schnitt 1,66 Euro, Diesel etwa 1,88 Euro. Die Steuersenkung soll dazu führen, dass der Preis vorübergehend um 0,90 bis über einen Zloty, umgerechnet rund 0,21 bis 0,23 Euro, sinken. Im Vergleich: In Deutschland liegt der Literpreis für Kraftstoff derzeit im Durchschnitt bei ca. 2,13 Euro für Super E10, 2,19 Euro für Super E5 und ca. 2,21 Euro für Diesel. Um zu verhindern, dass die Tankstellenbetreiber die Steuersenkung durch eigene Preiserhöhungen für sich nutzen, werden neben der Steuersenkung auch zulässige Höchstpreise für Kraftstoffe festgesetzt.

Deutsche Autofahrer, die an der Grenze zu Polen wohnen, könnten das Angebot nutzen. Seit Anfang März hatte der Zoll allerdings angesichts der deutlich gestiegenen Spritpreise in Deutschland begonnen, verstärkt Autofahrer an Grenzübergängen zu Polen und Tschechien zu kontrollieren. Eine Sprecherin des Zolls bestätigte damals der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ), dass seit mehreren Tagen bundesweit Stichproben an Grenzübergängen stattfinden. Kontrollschwerpunkte seien Übergänge in Brandenburg, Sachsen und Bayern. Im Fokus stehen vor allem Fahrer, die nach dem Tanken im Ausland zusätzlichen Kraftstoff nach Deutschland bringen.

Polen kann sich die Steuersenkung trotz enormer Kosten für Verteidigung aufgrund seiner florierenden Wirtschaft leisten: Schon Anfang der Woche war ein Bericht von Euronews publik geworden, dem zufolge Polen 2025 zur sechstgrößten Volkswirtschaft der Europäischen Union aufgestiegen war. Das Bruttoinlandsprodukt des Landes belief sich demnach 2025 auf ca. 922,9 Milliarden Euro. Polen erwirtschaftete damit ca. 4,9 Prozent der gesamten EU-Wirtschaftsleistung. Mit diesen Zahlen zieht das osteuropäische Land wirtschaftlich an den Nationen Belgien, Schweden, Irland und Österreich vorbei und ist klar die stärkste osteuropäische Nation Europas.

Im Vergleich zur Gesamt-EU wächst Polen damit enorm: Das reale BIP des Landes stieg um 3,6 Prozent, mehr als doppelt so stark wie der EU-Durchschnitt von 1,5 Prozent. Auch die Schweiz als Nicht-EU-Land wurde beim nominalen BIP von Polen überholt (Mehr dazu hier).

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30 Kommentare

  • Sehr sinnvoll und deutlich schlauer als der unsinnige „Tankrabatt“.

    • Der Tankrabatt sollte dich ja nicht entlasten, es sollte lediglich so aussehen …

    • Wo ist denn der Unterschied? Beides eine temporäre Aussetzung staatlichen Raubes.

    • „Ein Staatsoberhaupt, welches sein Volk nicht liebt, für selbiges nicht kämpft und sein Wohl nicht im Sinn hat, ist weniger wert als ein Pferdeapfel.“
      – Friedrich II., König von Preußen

      • Pferdeäpfel sind prima Dünger.

  • So sieht Politik aus, die beim Bürger tatsächlich ankommt. Polen senkt die Steuer auf Kraftstoff von 23 auf 8 Prozent und sorgt damit für spürbare Entlastung.

    Eine geradezu revolutionäre Idee: Der Staat lässt den Menschen einfach mehr von ihrem eigenen Geld.

    Während man anderswo steigende Preise gerne noch mit zusätzlichen Abgaben „sozialverträglich“ veredelt, macht Polen etwas erstaunlich Bodenständiges: entlasten statt erziehen.

    Vielleicht sollte man dieses Konzept auch in Deutschland einmal testen – rein experimentell natürlich.

    Chapeau, Polen! 🇵🇱

    • In Deutschland nicht möglich, dann werden die Mineralölkonzerne sofort die Preise anziehen, alles nur Verarschung.

  • In Deutschland nicht möglich. Man braucht das Geld für NGOS, Geldgeschenke in alle Welt und für Villen in der Ukraine.

    • Die schwarz-rote Koalition plant eine Erhöhung der Tabaksteuer um 40 Cent pro Zigarettenpackung schrittweise bis 2030.
      Das sei zu wenig, weil zu wenig spürbar, so Hendrik Streeck, der Drogenbeauftragte der Bundesregierung.
      https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/drogenbeauftragter-tabaksteuer-staerker-erhoehen-als-geplant,VSMo2U8
      Die neue Kanzleramtsministerin Warken will die Geheimdienst-Reform nach eigenen Angaben schnell voranbringen. Bis Jahresende solle das Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen sein, sagte Warken der „Bild am Sonntag“.
      Am Mittwoch hatte das Bundeskabinett eine umfassende Reform der Nachrichtendienste beschlossen. Künftig sollen der BND und das Bundesamt für Verfassungsschutz mehr Möglichkeiten bekommen, Daten zu sammeln, zu speichern und automatisiert auszuwerten.
      Außerdem sollen die Geheimdienste Bedrohungen wie Hackerangriffe oder Sabotageakte durch Gegenangriffe bekämpfen dürfen.

    • wie in dland auch in oesterreich.

      slovenien: super 1,519 diesel 1,753
      kroatien : super 1,56 diesel 1,71

      das sind allerdings auch staatlich gestuetzte preise, die alle 2 wochen neu aufgelegt werden. mal steigen sie etwas, mal sinken sie wieder.

      • Vor einiger Zeit ordnete der kroatische Präsident eine Preissenkung der Spritpreise während der Urlaubszeit an. Ist alles möglich. Nur nicht in Deutschland.

        • „Vor einiger Zeit ordnete der kroatische Präsident eine Preissenkung der Spritpreise während der Urlaubszeit an.“

          Wie das? Ein Staat kann Steuer- und Abgabelast senken, die er selbst verantwortet. Alles andere ist Sozialismus.

          0
  • Jo, kann man machen, wenn man das Wohl des Landes im Blick hat. Unsere Führungsfiguren in der CDU, SPD, Grüne haben nur den Eigennutz im Blick.

    • Würde Sinn machen, denn was man beim Sprit spart kann man an anderer Stelle ausgeben. Der Wirtschaft würde das gut tun.

  • Ich hatte letzten Sonntag in Tschechien für 1,74 Euro/ Liter Diesel getankt. Da sieht man mal, was möglich ist, wenn Politik für die eigenen Bürger gemacht wird. Verachtenswert finde ich es dagegen, an den Grenzen zu kontrollieren. Aber nicht um illegale Migration zu verhindern, nein, um Leute zu erwischen, die ein paar Liter Sprit aus den Ausland mit nach Hause nehmen wollen. Das dient selbstverständlich nur der Sicherheit auf den Straßen.

  • Polen hat ja auch keinen Klingbeil 😃👍

  • „Im Vergleich zur Gesamt-EU wächst Polen damit enorm“
    ——————————————-

    Dann können die vielen Wirtschaftsflüchtlinge aus den 1980/90er Jahren, die bis heute kein Deutsch sprechen können, ja wieder „rüber machen“!

    • Viele von denen gehen ja aktuell zurück. Wenn man sich Polen heute ansieht ist das auch absolut nachvollziehbar. Die haben uns in jeglicher Hinsicht abgehängt, sind uns um Jahrzehnte voraus!

      • Viele waren ja auch Vertriebene. Aber Sie haben recht, am Ende wird Polen ein beliebtes Auswanderungsland für Deutsche sein. Wer weiß?

        Auf jeden Fall haben wir mit Polen und Russen mehr gemeinsam, als mit Türken und Syrern.

        • Danke!
          Das mal zu erwähnen ist wichtig.

          0
      • Absolute Frechheit damit auch die Spätaussiedler die vor dem Kommunismus geflohen sind und hier perse bis heute als Polaken bezeichnet werden, jetzt auch noch als Wirtschaftsflüchtlinge zu bezeichnen.

        Aber keine Sorge HardyB die gehen zurück, im Gegensatz zu den Erdogan und Putin Fanboy die bleiben Deutschland, die schimpfen zwar dauernd auf Deutschland aber die bleiben.

        Übrigens gehen nicht nur die, ich kenne Ungarn die hier in Pflege gearbeitet haben, sind während Corona abgehauen, mit der Aussage “ Deutschland ist Irre geworden“. Das ist nur ei nBeispiel für die die gehen, aber keine Sorge Deutschland hat ja eh nur Fachkräfte aufgenommen seit 2015

        • „Absolute Frechheit damit auch die Spätaussiedler die vor dem Kommunismus geflohen sind und hier perse bis heute als Polaken bezeichnet werden, jetzt auch noch als Wirtschaftsflüchtlinge zu bezeichnen. “
          ———–

          Nein. Eine Frechheit ist es von Ihnen, den benannten Personenkreis einen weiteren hinzu zu dichten und zu behaupten, man hätte den auch gemeint!

          2
    • Von wem sprechen Sie?
      Ich wohne in einem Stadtteil mit einer größeren Population von Polen. Arbeitslos sind die nicht.
      Ganz im Gegenteil.
      Man kann sich glücklich schätzen, wenn man gute polnische Handwerker findet.
      Deren Auftragsbücher sind bis zum Rand gefüllt.

    • zumindest aus norwegen und schweden haben das in den letzten jahren sehr viele getan.

  • Und in den USA kostet ein Liter Benzin aktuell immernoch unter 1,00 Euro/ Liter, um genau zu sein durchschnittlich 0,97 Euro. Wie kann das, blöd gefragt sein, wenn es sich beim Rohöl doch um Weltmarktpreise handelt und die Lohnkosten in den USA höher sind als in Europa? Antwort, die Bürger in der EU werden von vorne bis hinten …..

  • Tja, als EU-gepamperter Profiteur von Deutschland kann man sich das leisten.
    Warum nimmt Polen eigentlich keine Milliarden-Sondervermögen auf, oder sind die schon am Limit?

    • Wann warst Du zuletzt in Polen?
      Einfach mal Augen aufmachen, da kann man eigentlich nicht übersehen warum die kein „Sondervermögen“ brauchen.

      • Polen ist seit je her Netto-Empfänger, Deutschland seit je her Netto-Zahler von EU-Geldern.
        Und das soll so bleiben, egal wie weit Deutschland den Bach runter geht.

  • Die Deutsche Steuer wird schließlich für den Ukraine-Kanzler Merz und seinem Krieg gebraucht! Sarkasmus ende.

    • Auch Polen gibt leider viel zu viel Geld für die Verlängerung des Blutvergießens aus.

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