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Standortkrise Deutschland

VW verschärft Sparkurs und kündigt fast alle Tarifverträge auf

Seit 2024 fährt Volkswagen einen eisernen Sparkurs, der jetzt noch verschärft wird: Der Konzern hat angekündigt, fast alle Tarifverträge zum Ende des Jahres aufzukündigen. Damit kommen harte Sparmaßnahmen auf die Beschäftigten zu.

Von

IMAGO/Darius Simka

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Volkswagen befindet sich in der Krise und führt seit Jahren einen rigorosen Sparkurs – nun hat die Konzernleitung diesen noch weiter verschärft: Bei einem Überprüfungsgespräch mit dem Betriebsrat und der IG Metall hat sie am Mittwoch zehn Tarifverträge, darunter den besonders wichtigen Manteltarifvertrag, aufgekündigt. Das hatte zunächst die IG Metall öffentlich gemacht, wurde mittlerweile jedoch auch durch die Konzernführung bestätigt.

Der VW-Haustarif besteht eigentlich aus 13 Einzeltarifverträgen, die nun jedoch zum Großteil zum 31. Dezember aufgekündigt werden. Der aufgekündigte Manteltarifvertrag regelt eine Vielzahl von Dingen, etwa Arbeitszeitregelungen, Zuschläge, Sonderurlaub, Ergebnisbeteiligung und weitere Leistungen. Nicht gekündigt wird dagegen die Beschäftigungsgarantie, die aktuell Teil des sogenannten Zukunftstarifvertrags von 2024 ist.

Nun sollen die Tarifverträge neu verhandelt werden. Unter anderem erwägt die Konzernspitze laut dem Handelsblatt, die geregelte Wochenarbeitszeit von 35 auf 40 Stunden zu erhöhen. Auch an anderen Stellschrauben will der Konzern wohl noch weiter sparen und deshalb mit der Arbeitnehmerseite neu verhandeln. Die IG Metall spricht im Zusammenhang mit der Aufkündigung der Verträge von einem „übles Foul“ – der Konzern wolle „in den Geldbeutel der Beschäftigten greifen“.

Der Betriebsrat spricht unterdessen von Erpressung – man erwartet eine heftige Auseinandersetzung zum Jahreswechsel. Tatsächlich endet ab 1. Januar kommenden Jahres die Friedenspflicht, auf die sich beide Parteien geeinigt hatten.

Die VW-Spitze erklärt den Schritt dagegen für notwendig: „Das wirtschaftliche Umfeld hat sich für die Automobilindustrie im Allgemeinen und damit auch für Volkswagen in den vergangenen 18 Monaten gravierend verschärft“, erklärt etwa Arne Meiswinkel, Personalvorstand der Marke VW.

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Bereits seit 2024 fährt Volkswagen einen harten Sparkurs: Konzern und Arbeitnehmerseite einigten sich damals auf den Abbau von 35.000 Stellen bei Volkswagen in Deutschland bis 2030. Gleichzeitig wurde eine eigentlich vereinbarte Entgelterhöhung von 5,5 Prozent zunächst ausgesetzt; für 2025 und 2026 entfällt zudem eine Einmalzahlung von 600 Euro. Auch bei der Ergebnisbeteiligung und weiteren Sonderleistungen wurden Kürzungen vereinbart.

Volkswagen bezifferte allein die dadurch erzielte Entlastung bei den Arbeitskosten auf jährlich 1,5 Milliarden Euro. Im Gegenzug sicherte der Konzern unter anderem den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis Ende 2030 zu.

bc

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52 Kommentare

  • Die Mitarbeiter bekommen nun das zu spüren, was ihnen die Gewerkschaften und die Linken Kartellparteien eingebrockt haben. Diese saßen immer mit der spD und den Grünen am Tisch, wenn es um Konzernentscheidungen ging und geht. Es bleibt zu hoffen, das nun endlich verstanden wird. Die Bundestagswahl rückt schließlich unaufhaltsam näher.

    • Die Frage, die im Raum steht: wen haben die Beschäftigten denn all die Jahre gewählt?

      • Die Mitarbeiter haben DEN BETRIEBSRAT gewählt, weil sie dadurch mehr Geld aufs Konto bekamen.
        Im Vergleich zu den Arbeitnehmern in Handel und Handwerk werden diese Bandarbeiter fürstlich entlohnt.
        Und jetzt gibt die Kuh keine Milch mehr …
        Also wird es lange Streiks geben.
        Sehr gute Idee!

        • Ich bin gespannt wie lange. Durch das Aussperren fällt der Lohn auf Null, die Gewerkschaft springt ein und sichert einen Teil des Lohns ab, aber wie lange können sich die Gewerkschaften das wohl leisten in der Größenordnung von VW?

          1
        • Ein Betriebsrat kann keine Gehaltsverhandlungen führen. Das kann eine Gewerkschaft (oder der Mitarbeiter selbst). Ist hier sicher eh eine Soße. Bei Gewerkschaften ist es vielleicht hier ein Problem, dass es normal nur eine in einer Branche gibt. Naja, deren Verrat ist seit Jahren episch und wir werden erleben, wo das hinführt, wenn die Schafe auf einmal vor dem Abgrund stehen.

          1
        • Ist erst der Anfang, keine Sorge!
          Die Beschäftigten können sich schon mal warm anziehen, mit VW geht es wie mit den anderen deutschen Autoherstellern nur noch bergab.
          Bedanken können Sie sich bei den Politikern, die für die CO2 Steuer, Verbrennerverbot, Klimaneutralität und den ganzen anderen Schwachsinn einschließlich EU-Hörigkeit stehen.
          Deutschland braucht diese Entwicklung, nur so ändert sich vielleicht mal irgendwann etwas in die andere, richtige Richtung. 💙💙💙💙

          -1
      • Die „Guten“!

        • ……und die Verführer.

          5
    • Schnief, schnief…

  • Nicht mehr lange, dann ist VW klimaneutral.

  • Bei den niedersächsischen Kommunalwahlen haben SPD und Grüne wieder gut abgeschnitten.

  • Jetzt geht VW den Kurs, unter dem die meisten Beschäftigten in der freien Wirtschaft seit Schröders „Agenda 2010 „ zu leiden haben. Outsourcing, Billiglöhne befristete Verträge und keine Tarifbindungen mehr. Herzlichen Glückwunsch allen Altparteien. Sie haben es geschafft auch die letzten beiden Branchen (Metall + Chemie), die noch gute Löhne bezahlt haben, in die Krise zu treiben.

  • Einfach keine VWs mehr kaufen.

    • Gute Idee, dann werden wieder Leute eingestellt und die Löhne steigen wieder,

    • Habe ich noch nie gemacht. Noch nie ein deutsches Autos gekauft. Ich finanziere doch nicht das IGM-Disneyland.

    • Die Preise für VW Modelle sind für das durchschnittliche Einkommen unbezahlbar geworden.
      Also fällt der Absatz jedes Jahr weiter.

      • „Wenn die sich keinen VW mehr leisten können, sollen die doch BYD fahren“; frei nach Marie Antoinette; wenig später enthauptet. Den brauchte sie eh nicht zum Denken.

  • Go woke, go broke.

    Gute Zeiten für Rentner, in WOB, HE, und GF billige Altersresidenzen zu erwerben.

    Detroit liegt nun am Mittellandkanal.

  • Das kommt davon wenn man Ideologie anstatt Betriebswirtschaft betreibt!

  • Lastenräder und Kriegswirtschaft = VW

  • In diesen unseren Zeiten kann nur ein Typ82 VW retten.

    • Es wird ein Drahtesel werden oder Eselskarren; mit vergoldetem VW Logo.

      • Vermutlich eher Panzer und Geländewagen.

        • Dann wird es der Iltis

          -4
        • Hahahaha. Mal schauen wie lange diese Hallen stehen werden.

          -5
        • Ich habe gestern schon mal die Farbe meines „Leo II“ gewählt; Rosa-rot.

          -6
  • Wann kommt der Aufschwung der Aktie? Noch warten bis Januar?

  • Warum hat sich der Porsche-Clan, als Eigentümer, nicht schon vor Jahren gegen die herrschende Politik gewandt? Weil der Konzern auch außerhalb Ds gut existieren kann. Politik und Gewerkschaften jedoch haben sich schwer verkalkuliert. Obwohl; Ein Teil der Parteien, mindestens die Grünen wollten es ausdrücklich genau so.

  • wurde aus ideologischen Gründen totgeritten. Und alle haben sie Beifall geklatscht und gut und richtig gewählt. Doch jetzt ist der Geruch der Verwesung bei der wertschöpfend tätigen Belegschaft angekommen. Das Erwachen, so es denn überhaupt eines gibt bzw geben wird, das kommt zu spät.

    Wolfsburg –> Detroit Rock City

  • Das ist ein Signal an den gesamten Standort. Gewerkschaften und Tarifbindung sind überholt, nicht finanzierbar, nicht leistbar. Das Geld muss im internationalen Wettbewerb verdient werden. SPD und Gewerkschaften -Afuera! Bin gespannt wann Erkenntnisse zum Sozialstaat kommen.

  • Dürfen die das? Sofort unbefristeten Streik ausrufen in allen VW-Niederlassungen und Fabriken! 20 %, was sag ich, 50 % Lohnerhöhung fordern! Mal schauen ab die Bosse nicht nachgeben! So wird „Widerstand“ gemacht. Jetzt bitte die „Internationale“.

    • Dann geht der Laden pleite, eigentlich ist er das schon. Bei Produktion greifen Skaleneffekte, soviel können die gar nicht mehr verkaufen.
      Rüstungsproduktion fügen Staat ist nicht die Lösung. Weil auch da ist man bei weitem nicht wettbewerbsfähig.

  • Es lässt in der Tat jedwedes Moment der Rationalität vermissen, wenn anlässlich des bundesweiten Aktionstages des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) erst jüngst am 26. September 2026 die Vorsitzende des Betriebsrates von Volkswagen ausruft, die Arbeitgeber hätten angeblich den „Anstand verloren“ angesichts dessen, dass die Verbände der Arbeitgeber in der Metall- und Elektroindustrie längst auf das Schärfste die zahllosen Praktiken kritisieren, welche das Beste „abtöten“ (Wirtschaftswoche v. 28.12.2024). Bereits dadurch zeigt sich, dass besonders die IG Metall als Einzelgewerkschaft womöglich nicht mehr tariffähig ist. Dass nunmehr bei Volkswagen im Haus sämtliche Tarifverträge mit Datum von heute vom Unternehmen gekündigt worden sind, sollte daher als Gelegenheit verstanden werden, endlich zur Besinnung zu kommen, anstatt sich in völlig falscher Frontstellung vollends zu verlieren.

    • Genau richtig.
      Gierige Gewerkschaften können Unternehmen ruinieren, siehe Detroit in den USA.
      In den USA konnten die Unternehmen noch in „Right to work“ Bundesstaaten umsiedeln, in Deutschland ist das nicht möglich, deshalb auch die Verlagerungen nach Osteuropa.

    • Nur zur Erinnerung: Die Erste Vorsitzende der IG Metall hält es aus zutiefst unerfindlichen Gründen inzwischen sogar für einen „Managementfehler“ (Augsburger Allgemeine v. 1.9.2026), wenn Arbeitgeber äußerst scharf daran Kritik üben, dass hierzulande Praktiken vorherrschen, welche das Beste abtöten. Verkehrter könnten die Vorzeichen einer hochentwickelten Industriegesellschaft damit nicht sein. Die Folge ist dann gegenwärtig wirklich ein rasches „Leerlaufen“ der Werke nicht zuletzt von Volkswagen in Emden, Zwickau und Hannover als auch des Audi-Werks in Neckarsulm, denen daraufhin schlicht der Gegenstand für eine Fertigung fehlt. Zwar ist spätestens im Jahr 1992 von einem Referenten ehrenamtlich angeboten worden, den Sachverhalt im Detail zu erläutern. Aber vonseiten der IG Metall bleibt die beschreibende Analyse bis heute unerwünscht.

  • Das ist wie die Autoproduktionsgeschichte von Detroit. Die Gewerkschaften in den USA sind bekannt dafür, das sie Firmen ruinieren. Deshalb ist Detroit vor die Hunde gegangen.

  • Derweil Herbert Diess mit seiner satten Abfindung in Spanien sich den Jugendtraum vom Rinderzüchter und Cowboy erfüllt.
    Man hat es ahnen können, irgendwo haben diese ganzen Merkelklatschhasen bei der SPD, IG Metall und VW, die über Jahre nur die Bedrohung von Rechts kannten und sonst nichts, sich diese Gegenwart durch ihre Ignoranz und Dummheit verdient.
    Kein Sparkurs bei VW wird die wahre Dürre beseitigen: der Mangel an konkurrenzfähigen Produkten.
    Ich sehe hier viele Toyota Neuwagen, die meisten Hybrid.
    Aber Japan hat auch die letzten zwei Jahrzehnte nicht mit Moral und Weltbelehrung vergeudet.

    • Ich habe in den letzten Wochen schon vier BYDs gesehen, obwohl ich wegen Homeoffice gar nicht mehr so viel Auto fahre. Es stimmt also, dass BYD den deutschen Markt flutet.

    • Wer fährt schon Doyoda, wenn ich VW-Trabant habe.

      • Du bist nicht lustig!

  • Nix mehr mit VEB VW?
    Och!
    Aber Bonzen und Apparatschiks werden hoffentlich weiter versorgt.
    Zur Belebung des Geschäfts schlage ich eine Reinkarnation des KdF-Wagens vor. Diesmal als Tretauto, wegen der Kosten und der Lage auf dem Ölmarkt.

  • Julia Willie Hamburg vertritt die Linie, dass VW sich zwar tiefgreifend verändern und Kosten senken muss, dies aber über Innovation, Effizienzsteigerungen und Elektromobilität. Diese kompetente Damen kennt doch die Lösung…!

  • Nun, die Mitarbeiter haben doch über ihren kommunistischen Arm – Gewerkschaften genannt – fleißigst an der Zerstörung des VW-Konzerns gearbeitet.

    Die Gewerkschaften haben den von der grünen Kaderkommunistin eingeleiteten Übergang zur Elektromobilität und zum Klimaschutz im Grundsatz mitgetragen haben, um die Zukunftsfähigkeit der Arbeitsplätze zu sichern – der kommunistische Slang heißt im Deutschen korrekt Deindustrialisierung. Was in Deutschland verlorengeht, hilft alleinig China … Kaufprämie inklusive.

    Auf einen Tarifvertrag sollte VW zukünftig verzichten, sondern lieber auf Betriebsvereinbarungen mit wirtschaftlich-technischen Betriebsräten setzen. Die Politik sollte darauf hinarbeiten, dass grundsätzlich alle Tarifverträge sogenannte Öffnungsklauseln beinhalten … so wie wir es vom dualen System unter Adenauer und Erhard kennen.

    Kaum waren die Sozialisten mit an der Macht – 1967 – wurde das duale System abgeschafft und der heutige Schwachsinn etabliert.

  • Lustig wirds,wenn die arrogante,machtbockige IG Metall zum Streik aufruft.
    Dann ist schell Ende Gelände.

    • Haben die da noch Kapazitäten für? Die sind doch schon mit dem „Kampf gegen Rächts“ ausgelastet.

  • Tja .. die Gewerkschaftstanten werden jetzt Warnstreiks ausrufen … ihr pösen pösen Bosse!

  • Sorry,ich habe kein Mitleid mit diesen verwöhnten VW Arbeitern!!
    Ich war in VW Werken und habe gesehen wie einfach dort Geld verdient wird!!!
    Wird Zeit das ihr mal richtig an die Schüppe kommt und spürt was es heißt,hart für sein Geld zu arbeiten!!!!

    • Ich sehe das ähnlich. Sie haben die Wahl, ob sie den Laden in die Pleite kämpfen oder Arbeit haben wollen.

      • Die gehen nicht pleite, die bauen keine Autos mehr.

        • Du bist nicht lustig.

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    • Das Geld wurde in China und Osteuropa verdient, indem man die dortigen Arbeiter ausgebeutet hat, um in Deutschland die IGM-Gehälter quer zu subventionieren. Und wenn es gut lief, dann war das laut IGM den fleißigen Mitarbeitern zu verdanken. Wenn es schlecht läuft, dann ist immer das Management schuld, aber nie die faulen Mitarbeiter.

  • Für die Zionazis Raketen bauen, wird ähnlich erfolgreich sein wie die Batteriekarren.
    Und mit was?
    Mit Recht!

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