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Ausländerkriminalität

58 Prozent der Inhaftierten in Hamburgs Gefängnissen Nicht-Deutsche

In Hamburger Gefängnissen sind 58 Prozent der Inhaftierten Ausländer. Die Abschiebungszahlen bleiben trotz hoher Haftkosten gering: 2023 wurden lediglich 103 Gefangene abgeschoben.

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Derzeit machen Ausländer 58 Prozent der Inhaftierten in Hamburg aus, wie aus Daten des Senats hervorgeht, die die AfD-Bürgerschaftsfraktion in einer kleinen Anfrage anforderte. Am 31. Mai 2024 waren 1.251 Nichtdeutsche inhaftiert. Die Zahlen zeigen einen konstant hohen Anteil ausländischer Insassen seit 2015, der zwischen 50 und 60 Prozent schwankt, mit Spitzenwerten von 62 Prozent in den Jahren 2017 und 2018.

Die Kosten für die Inhaftierung eines Gefangenen belaufen sich laut Senatsangaben auf 216 Euro pro Tag im Jahr 2022. Dies stellt eine finanzielle Belastung dar, da die Gesamtkosten für ausländische Gefangene sich im selben Jahr auf über 80 Millionen Euro summierten.

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Der Fraktionschef der AfD, Dirk Nockemann, äußerte sich kritisch zu den hohen Haftkosten und der Anwesenheit ausländischer Straftäter in Deutschland. „Ausländische Straftäter haben in unserem Land nichts verloren – Abschiebungen müssen daher noch konsequenter und schneller vollzogen werden“, so Nockemann. Er forderte zudem, dass insbesondere Türken und Polen ihre Strafen in den jeweiligen Heimatländern verbüßen sollten.

Trotz der hohen Anzahl inhaftierter Ausländer sind Abschiebungen nach Verbüßung der Haftstrafe relativ selten. 2023 wurden nur 103 Gefangene abgeschoben, eine geringe Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Derzeit befinden sich 320 weitere Fälle zur Prüfung einer Abschiebung beim Amt für Migration.

Die größten Gruppen unter den ausländischen Gefangenen stammen aus der Türkei, Polen und Afghanistan. Diese drei Nationen repräsentieren die größte Anzahl an in Hamburg lebenden Ausländern, wobei die Türken mit fast 44.000 Menschen die größte ausländische Gemeinschaft bilden.

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