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125 Standorte stehen vor dem Aus: Die große Hotelgruppe REVO ist insolvent
Der große europäische Hotelbetreiber REVO steht vor einer umfassenden Restrukturierung. Für eine Vielzahl von Gesellschaften wurden Insolvenzverfahren eröffnet. Zuletzt trafen hohe Kosten auf geringe Nachfrage und eine überambitionierte Expansionsstrategie.
Eine Schreckensmeldung erschüttert die deutsche Hotelleriebranche: Die REVO Hospitality Group hat beim Amtsgericht Charlottenburg für 140 Gesellschaften ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Betroffen sind etwa 125 Hotelbetriebe in Deutschland und Österreich sowie zentrale Verwaltungs- und Holdingstrukturen.
Insgesamt umfasst das Portfolio des Hotelkonzerns 250 Häuser in zwölf europäischen Ländern und 135 Städten. Das Unternehmen ist sowohl mit eigenen Marken aktiv als auch als Franchisepartner namhafter internationaler Hotelketten. Am Ende ist es jedoch nicht nur der Hotelbetrieb selbst, der durch das Insolvenzverfahren unter finanziellen Druck gerät.
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Auch der Schaden für die gesamte Branche ist erheblich. Bei Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung liegt die Gläubigerquote in der Regel bei rund 15 Prozent. Entsprechend müssen Zulieferer, Immobilieneigentümer sowie weitere Geschäftspartner der REVO Hospitality Group damit rechnen, auf Forderungen in Millionenhöhe verzichten zu müssen.
Zumindest für die REVO-Beschäftigten gibt es kurzfristig positive Nachrichten: Der Betrieb der 125 Hotels soll einschließlich der rund 5.500 Mitarbeiter uneingeschränkt fortgeführt werden. Bei der Agentur für Arbeit hat das Unternehmen eine Vorfinanzierung der Gehaltszahlungen für Januar bis März beantragt.
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Auch für das Unternehmen selbst werden die Aussichten langfristig positiv eingeschätzt. Rechtsanwalt Gordon Geiser von der Kanzlei GT Restructuring, die für die Dauer der Eigenverwaltung die Unternehmensführung übernommen hat, erklärte in einer Stellungnahme: „Mit den überwiegend in Eigenverwaltung beantragten Verfahren für die rund 140 Gesellschaften bestehen gute Aussichten für eine zügige Sanierung und eine langfristige Fortführung. Wir werden den Geschäftsbetrieb umgehend stabilisieren und erste Sanierungsmaßnahmen in Absprache mit den wesentlichen Stakeholdern umsetzen.“
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Für die finanzielle Schieflage sind nach Angaben des Unternehmens mehrere Faktoren verantwortlich. Eine zentrale Ursache liegt jedoch in der überambitionierten Expansionsstrategie, die REVO in den letzten Jahren verfolgt hat. In der Folge wurde das für 2025 gesetzte Umsatzziel verfehlt.
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Im Jahr 2008 übernahm das Unternehmen sein erstes Hotel in Leipzig. 2020 zählte die Gruppe bereits 51 Hotels. In den darauffolgenden fünf Jahren wurde das Portfolio erneut massiv ausgeweitet, bevor es sich schließlich auf 250 Hotels vergrößerte. Diese Expansion war mit erheblichen Investitionen und Kosten verbunden, während sich die Übernachtungszahlen nicht in dem erwarteten Umfang entwickelten.
Zusätzlich belasteten gestiegene Kosten für Lebensmittel, Mieten und Energie den Hotelbetreiber. Auch die Lohnkosten, die in den vergangenen Jahren stark angezogen haben, insbesondere infolge der massiven Erhöhungen des Mindestlohns, erschwerten zuletzt ein profitables Wirtschaften. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Hotelleriebranche einen vergleichsweise hohen Anteil an Niedriglohnbeschäftigten aufweist.
Seit seiner Einführung im Jahr 2015 wurde der Mindestlohn – insbesondere als Ausgleich für die Inflation – in mehreren Stufen angehoben: von 8,50 Euro brutto pro Stunde auf derzeit 13,90 Euro pro Stunde seit Januar 2026. Für 2027 ist bereits die nächste Anhebung auf 14,60 Euro vorgesehen. Viele Hotelbetreiber sehen sich vor diesem Hintergrund mit gravierenden wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert.
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Hotels und Beherbergungsbetriebe verzeichneten im ersten Halbjahr 2025 real einen Umsatzrückgang von 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im dritten Quartal setzte sich diese Entwicklung fort. Im September 2025 lag der reale Umsatz 6,1 Prozent unter dem Niveau von September 2024 und 3,1 Prozent unter dem des Vormonats August.
Auch politische Maßnahmen wie die dauerhafte Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie von 19 auf 7 Prozent zum Jahreswechsel – die zum Ziel hat, Spielräume zur Stabilisierung von Margen zu schaffen – dürften die Branche langfristig kaum entlasten, da diese Effekte durch steigende Fixkosten für Energie, Personal und Lebensmittel weitgehend aufgezehrt werden.
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Dann gibt es wieder Unterkünfte für Zugezogene 🎉🎉🎉
Alles geht den Bach runter, egal wo man hinhört.
Und ich hoffe das es dieses Mal richtig runter geht. Und nicht so einen Mist wie 1990!
Ja so eine Hotel Übernachtung ist schon ziemlich teuer und deshalb haben sich die meisten Leute entweder einen Camping Bus selbst ausgebaut oder ein Wohnmobil gemietet oder gekauft und kochen selbst auf dem Zeltplatz ⛺ 🏕️. Die Zeiten von Hotels gehen wohl dem Ende entgegen…
Das für diesen Stundenlohn überhaupt noch jemand in dieser Branche arbeitet wundert mich sehr.
Eine lukrative Einnahmequelle könnten die Vermietung an Asylanten sein, schonmal drüber nachgedacht???…
Und zugleich hätten sie dann noch den Party Service und den Reinigungs Betrieb in eigener Regie übernehmen müssen. Dann wären sie in einem Jahr Millionäre.
Und im Anschluss würden sie heute ein Hotel in St. Tropez haben!
Ich sehe, sie beide arbeiten gerne. Auch wenn sie 100% ihres Lohns in Steuern und Abgaben stecken müssen, um die importierten Goldstück zu finanzieren 😉
So wie in Köln. 10 Jahresvertrag fürs Hotel. Alles wird bezahlt und keiner eingezogen.
Spart Strom und so. Echt Ökologisch.
Inhaber einer der Altparteien mit Polit Funktion.
„Bei der Agentur für Arbeit hat das Unternehmen eine Vorfinanzierung der Gehaltszahlungen für Januar bis März beantragt.“ … und die Agentur für Arbeit wird sicher brav zahlen , oder ??? eigentlich unlogisch , da das Unternehmen mitten im Insolvenzverfahren ist !
Das ist bei einer Insolvenz in Eigenverwaltung ein normaler Vorgang und so vorgesehen, dass die Agentur für 3 Monate die Löhne und Gehälter übernimmt sofern es vorher eine positive Fortführungsprognose von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer gibt.
Gibt es die nicht, gibt es auch keine Insolvenz in Eigenverwaltung und auch keine Unterstützung. Dann läuft das Insolvenzverfahren den normalen Weg.
Das wird gemacht damit Leute weiter bezahlt werden können und Lieferanten nicht in Schwierigkeiten geraten wenn größere Unternehmen ihre Rechnungen nicht begleichen. Da hätte die Agentur für Arbeit im Anschluss nämlich deutlich mehr zu bezahlen wenn ein Teil der Lieferanten die Leute entlassen muss (ebenso wie das betroffene Unternehmen selbst).
Man kann das Insolvenzrecht insgesamt in Frage stellen, aber die von Ihnen angesprochene Thematik ist tatsächlich üblich und hat ausnahmsweise sogar bis zu einem gewissen Grad seinen Sinn und Zweck
Fakt ist , das Unternehmen kann seinen eigenen Leuten den Lohn nicht zahlen und bettelt bei der Agentur für Arbeit um Vorfinanzierung
Ach kommt schon…da geht schon noch was…zuvor wacht der Michel nicht auf…🤣🤣🤣🤣🤣
„Für 2027 ist bereits die nächste Anhebung auf 14,60 Euro vorgesehen. Viele Hotelbetreiber sehen sich vor diesem Hintergrund mit gravierenden wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert.“
Für 250 Hotels ist das Geld aber da gewesen? Warum muss es immer soviel sein? Damit man später alle Hotels hat und die Zimmerpreise diktieren kann?
Hat denn da Keiner die Märkte im Auge gehabt?
Selten so einen Blödsinn gelesen.
Wie alt sind Sie eigentlich?
Wahrscheinlich über 70.
Merkel sogt doch für Hotel Auslastung und dolle Deustchland Werbung.
Satiere Ende.
Im gesamten Text nicht ein Wort über den ach so visionären Eigentümer Ruslan Husry?
Na dann…
Ihr Chef Penner habt einfach nicht die Zeichen der Zeit erkannt!
Ihr hättet alle Hotels dem Staat anbieten sollen, um da zugereiste „Facharbeiter“ einzuquartieren!
Berlin ist doch das beste Beispiel bei dem von der Regierung begünstigten Strom Ausfall.
Alte kranke Deutsche wurden in die Turnhallen abgeschoben und zugereiste Asyl Betrüger wurden in Hotels unter gebracht! So geht heute die „Unsere demokratie“! Fleissige werden bestraft und Illegale werden belohnt! Und das alles mit Segen deutscher Politiker und Justiz!
Schon klar, WER in die Hotels einziehen wird……….
Very important People. VIP.
Na ist doch ganz großes Kino: Endlich wieder Platz für hunderttausende Asyl- und Lebenslangversorgungsforderer.
Allesamt staatlich übernehmen und Flüchtlingstouristen einquartieren. Bald ist Frühling, sind die eh auf Heimaturlaub.