Mangelwirtschaft
Zwei Blackouts in einer Woche: Kubas Energiekrise eskaliert
Innerhalb weniger Tage ist das Stromnetz auf Kuba erneut komplett zusammengebrochen. Ursachen sind technische Defekte, fehlender Treibstoff und eine marode Infrastruktur. Die anhaltenden Blackouts verschärfen die ohnehin dramatische Versorgungslage.
Kuba ist erneut von einem landesweiten Stromausfall getroffen worden. Es handelt sich bereits um den zweiten Blackout innerhalb einer Woche und den dritten im laufenden Monat. Nach Angaben des Energieministeriums kam es zu einer „vollständigen Abschaltung“ des nationalen Stromsystems.
Kubas kommunistischer Ministerpräsident Manuel Marrero Cruz erklärte, unter „schwierigen Umständen“ werde an der Wiederherstellung der Energieversorgung gearbeitet. Bereits wenige Tage zuvor war das Stromnetz der Karibikinsel komplett zusammengebrochen und konnte erst nach mehr als 24 Stunden wieder stabilisiert werden.
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Als Auslöser des jüngsten Zusammenbruchs nennt die Regierung eine Störung in einem Aggregat eines thermischen Kraftwerks. Diese habe eine „Kaskadenwirkung“ ausgelöst, die schließlich zum kompletten Ausfall des Stromsystems führte.
Die wiederholten Blackouts sind Folge einer tiefgreifenden Energie- und Wirtschaftskrise der sozialistisch regierten Karibikinsel. Das Stromnetz des Landes gilt als veraltet und schlecht gewartet. Kuba ist zudem stark von Ölimporten abhängig, hat jedoch seit Monaten keine ausreichenden Lieferungen mehr erhalten.
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Verschärft wird die Lage durch politische Spannungen mit den Vereinigten Staaten. Ein von US-Präsident Donald Trump verhängtes Ölembargo sowie Maßnahmen gegen Lieferanten haben die Energieversorgung der Insel zusätzlich eingeschränkt. Auch aus Venezuela, einem wichtigen Partner, bleiben seit Beginn des Jahres weitgehend Öllieferungen aus.
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Netzbetreiber warnen: Auch Norddeutschland braucht Gaskraftwerke, um Blackouts zu überwinden
Vor allem in Süddeutschland will die Bundesregierung Gaskraftwerke bauen lassen – als Gegengewicht zur Windkraft im Norden. Doch die Übertragungsnetzbetreiber warnen vor gravierenden Folgen.Für die Bevölkerung hat die Energiekrise drastische Folgen. Ohne Strom verderben Lebensmittel, Kommunikationsnetze brechen regelmäßig zusammen, und Krankenhäuser müssen ihre Leistungen einschränken. Schulen und Universitäten stellen zeitweise den Unterricht ein. Gleichzeitig verschärft der Treibstoffmangel die Situation zusätzlich: Müll kann vielerorts nicht mehr regelmäßig abgeholt werden und bleibt auf den Straßen liegen.
Auch diplomatische Einrichtungen sind betroffen. Selbst die US-Botschaft in Havanna kämpft mit den Folgen der Stromausfälle, nachdem ihr Berichten zufolge die Einfuhr von Diesel für Notstromaggregate verweigert wurde.
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Die Regierung in Havanna macht für die wirtschaftliche Misere vor allem das seit Jahrzehnten bestehende US-Embargo verantwortlich. Washington wiederum verfolgt mit seinen Maßnahmen nach eigenen Angaben das Ziel, politischen Druck auf die kommunistische Führung auszuüben. Trotz der Spannungen führen beide Seiten derzeit vertrauliche Gespräche, deren Inhalt jedoch nicht bekannt ist.
Mit rund zehn Millionen Einwohnern erlebt Kuba derzeit die schwerste Wirtschaftskrise seit mehr als drei Jahrzehnten. Die wiederholten Blackouts verdeutlichen die strukturellen Probleme des Landes – und lassen eine schnelle Entspannung der Lage unwahrscheinlich erscheinen.
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Das gibt es demnächst auch bei uns, den linken Systemparteien sei Dank
Ja, das war auch mein erster Gedanke. Wir sind nicht mehr weit davon entfernt.
Mit Wind und Sonnenschein werden wir die Größten sein. 😂
Wir sind kein „Inselnetz“ wie Kuba. Deutschland ist Teil des europäischen Verbundsystems. Wenn bei uns ein Kraftwerk ungeplant vom Netz geht, fließen innerhalb von Millisekunden Strommengen aus Nachbarländern wie Frankreich, Dänemark oder der Schweiz zu uns.
Dezentralität statt Monolithen
Statt weniger riesiger Ölkraftwerke haben wir tausende Windräder, Solaranlagen, Biogasanlagen und Gaskraftwerke.
Vorteil: Fällt eine Anlage aus, merkt das Netz das kaum.
Nachteil: Die Steuerung ist komplexer, da man Millionen kleine Einspeiser koordinieren muss.
Ein großflächiger Stromausfall bei uns würde vermutlich nicht durch Brennstoffmangel entstehen, sondern durch:
Cyberangriffe: Gezielte Attacken auf die Steuerungssysteme der Netzbetreiber.
Extremwetter: Wenn wichtige Hauptschaltknoten durch Fluten oder schwere Stürme gleichzeitig zerstört werden.
Du strunzdumme Nuss
Strunzdumme Frage – wie war das in Spanien letztes Jahr?
Das schreibt er doch: „Nachteil: Die Steuerung ist komplexer, da man Millionen kleine Einspeiser koordinieren muss.“ Damit wird indirekt auch auf eine Fehleranfälligkeit hingewiesen.
Der Seppel erklärt Elektrotechnik – Nachttischlampenelektriker.
Wir können von Kuba lernen, wie es ist unter einer EU-Diktatur ohne Energie auszukommen!
Aber Kuba ist uns einen Schritt voraus. Die werden von den Amis übernommen und das Land wird aufgebaut, modernisiert.
Bei uns gehts in die andere Richtung!
Meyer Lansky treibt immer noch sein Unwesen.
Hasta Siempre Comandante!
Seht es euch gut an, das ist die Richtung, in die es für uns geht…
noch stehen wir nicht unter US Embargo!
Brauchen wir nicht, machen wir selber.
Frage an Radio Eriwan: Gibt es einen Unterschied zwischen dem aktuellem Kuba und Deutschland in wenigen Jahren?
Antwort von Radio Eriwan: Im Prinzip ja. Auf Kuba ist es im Winter wenigstens warm.
Sozialismus – nur wieder falsch umgesetzt
😆 😅 😂 🤣
Können die denn nicht mit Zuckerrohr und Rum heizen ?
Ist es wirklich Kuba, oder morgen schon Deutschland?
Zwei Blackouts? Dann muss es ja zwischendurch nochmal Strom gegeben haben. Erstaunlich.
Eine Studie veröffentlicht in The Lancet Global Health kam zu dem Schluss dass durch US Sanktionen 38 Millionen Menschen durch Hunger, fehlende Medikamente, kollabierende Gesundheitssysteme etc. gestorben sind. Das ist mehr als durch die Atombombenabwürfe in Hiroshima und Nagasaki zusammen. Die USA kämpfen hart für Demokratie, Menschenrechte und Freiheit
https://www.thelancet.com/journals/langlo/article/PIIS2214-109X(25)00189-5/fulltext
Russland, USA und Kuba: Steuert die neue Blockade auf eine gefährliche Eskalation zu?
Geschichte wiederholt sich nicht. Sie erreicht uns als Echo der Vergangenheit – verzerrt und düster mitunter, Unheil verkündend.
Kennedy scheiterte, weil er versuchte, Castro mit Gewalt zu stürzen. Donald Trump hat diese Lektion offenbar verstanden – und daraus eine Strategie entwickelt, die in ihrer Brutalität kaum weniger erschreckend ist. Seit dem 9. Januar dieses Jahres hat Kuba keine nennenswerte Treibstofflieferung mehr erhalten. Das Datum ist kein Zufall: Es folgte unmittelbar auf die US-Militäroperation in Venezuela, bei der Präsident Nicolás Maduro festgenommen wurde. Trump sagte „Ich könnte alles tun, was ich will.“ Es ist ein Satz, der in seiner imperialen Selbstverständlichkeit an die Rhetorik des 19. Jahrhunderts erinnert.
https://www.berliner-zeitung.de/news/energieblockade-gegen-kuba-gelingt-trump-woran-kennedy-im-jahr-1961-scheiterte-li.10025946
Danke, aber das wird die Fanatiker hier nicht wachrütteln.
Jetzt mal ’ne blöde Frage. die aber ernst gemeint ist: Kuba liegt in der Karibik und die Karibik ist – jedenfalls in meiner Vorstellung – ein sehr sonniges Gebiet, sonniger als D jedenfalls. Machte es nicht Sinn, dort mit Photovoltaik Strom zu erzeugen?
Liebe Leute: nicht nur Minusse verteilen, sondern bitte erläutern, ob ich einem Denkfehler aufsitze. Ich lasse mich durchaus mit sachlichen Argumenten oder Denkanstößen überzeugen. Nur „Minus“ klicken ist billig und nicht weiterführend.
„Mangelwirtschaft“ ? Man kann ja schlecht von „Wirtschaft“ reden wenn man mit illegalen Sanktionen und Blockaden erdrosselt wird.
AN widert mit jeden Tag ein bisschen mehr an!
Die Gründe für die Sanktionen scheinen mir auch etwas fadenscheinig. Vor allem weil dadurch ja die Bevölkerung getroffen wird die eigentlich von mehr Demokratie und Menschenrechten profitieren sollte was ja als Grund für Sanktionen angegeben wird.
Die Enteignungen von US-Eigentum sind schon recht lange her und Russland oder China bedroht soviel ich weiß von dort auch nicht mehr. Aber ich sehe es schon positiv wenn Kuba nun in der Not nachzugeben scheint.
Die Verhältnismäßigkeit der Sanktionen sehe ich allerdings auch nicht gegeben. Da ist die EU wohl auch moderater. Ich glaube Trump kann einfach Sozialismus und Kommunismus nicht leiden und auch wenn ich ihn bei Kuba etwas zu hart finde bin ich zumindest dabei mit ihm auf einer Linie.
Es ist zynisch und menschenverachtend, was ihr hier tut. Die Ursache für die Notlage auf Kuba ist die verbrecherische Wirtschaftsblockade der USA, die selbst lebensnotwendige Güter umfasst. Aber freut euch nicht zu früh. die Russen schicken gerade Versorgungsschiffe, um die Not der Menschen auf Kuba zu lindern. Dann wollen wir mal sehen, ob die USA es wagen, diese Schiffe in internationalen Gewässern aufzuhalten.
ich hoffe Russland schickt ein U Boot zur Sicherung mit.
Das wäre ein Spass wenn…….