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Gesetzentwurf

Zunehmende Gewalt an Schulen: Dänemark will Lehrern körperliches Eingreifen gegen Schüler erlauben

Die dänische Regierung will Lehrern künftig erlauben, störende oder aggressive Schüler notfalls gegen deren Willen festzuhalten und aus dem Klassenzimmer zu bringen. Damit reagiert sie auf zunehmende Gewalt an Schulen und Forderungen nach mehr Autorität für Lehrer.

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Dänischunterricht in der Privatschule der dänischen Minderheit in Satrup (Symbolbild)

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Die dänische Regierung will Lehrern künftig deutlich mehr Befugnisse im Umgang mit gewalttätigen und störenden Schülern einräumen. Ein neuer Gesetzentwurf sieht vor, dass Lehrer in bestimmten Konfliktsituationen auch körperlich eingreifen dürfen, um die Ordnung im Unterricht wiederherzustellen. So sollen sie Schüler beispielsweise festhalten oder gegen deren Willen aus dem Klassenzimmer bringen können. Hintergrund ist die zunehmende Gewalt an dänischen Schulen, von der auch Lehrer immer häufiger betroffen sind.

Die Regierung von Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hat den Entwurf Anfang Oktober erneut auf den Weg gebracht. Bereits im November 2025 hatte die damalige Regierung eine entsprechende Reform angestoßen. Wegen der vorgezogenen Parlamentswahl im März 2026 kam es jedoch nicht mehr zur Abstimmung. Die neue Vier-Parteien-Regierung unter Führung der Sozialdemokratin Frederiksen hat das Vorhaben nun wieder aufgegriffen.

Mit der Reform sollen Lehrer mehr Rechtssicherheit erhalten und ihre Autorität gegenüber Schülern gestärkt werden. Seit 1967 gelten in Dänemark strenge Beschränkungen für körperliche Eingriffe im Schulunterricht. Bislang sind solche Maßnahmen insbesondere dann zulässig, wenn Schüler sich selbst, andere Menschen oder Schuleinrichtungen gefährden. Künftig soll ein Eingreifen auch bei erheblichen Unterrichtsstörungen und bestimmten Formen von Übergriffen möglich sein.

Wie zuerst die französische Zeitung Le Monde berichtet hat, sieht der Entwurf vor, dass Lehrer Schüler körperlich festhalten oder gegen deren Willen in einen anderen Raum bringen dürfen. Voraussetzung soll sein, dass die Schüler andere Schüler belästigen oder beleidigen, den Unterricht erheblich stören oder sich auf andere Weise so verhalten, dass ein Eingreifen notwendig wird.

Dabei geht es ausdrücklich nicht nur um Situationen, in denen unmittelbare körperliche Gewalt droht. Die Regierung will Lehrern auch ermöglichen, Konflikte zu beenden, bevor sie weiter eskalieren. Auch bei Beleidigungen, Belästigungen und erheblichen Störungen soll ein körperliches Eingreifen unter bestimmten Voraussetzungen möglich sein. Die Maßnahme soll allerdings nur als letztes Mittel eingesetzt werden und gewöhnliche pädagogische Maßnahmen nicht ersetzen.

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Bildungsminister Magnus Heunicke von den Sozialdemokraten betonte, dass es nicht darum gehe, körperliche Gewalt als reguläres Erziehungsmittel einzuführen. Vielmehr müssten Lehrer in eskalierenden Situationen handlungsfähig bleiben. „Lehrkräfte dürfen nicht im Unklaren darüber gelassen werden, was sie machen dürfen, wenn eine Situation eskaliert“, erklärte Heunicke dem britischen Telegraph. Und weiter: „Keine Lehrkraft sollte befürchten müssen, entlassen zu werden, weil sie in einer gewalttätigen Situation bei Bedarf eingegriffen hat.“

Die Regierung begründet ihren Vorstoß mit der angespannten Situation an zahlreichen dänischen Schulen. Untersuchungen zeigen, dass körperliche Angriffe, Bedrohungen und massive Unterrichtsstörungen für viele Lehrer inzwischen zum Berufsalltag gehören.

Nach Angaben der dänischen Arbeitsaufsichtsbehörde berichteten im vergangenen Jahr 18 Prozent der Lehrer, Opfer körperlicher Angriffe geworden zu sein. Mehr als jeder vierte Lehrer gab demnach an, dass gewalttätiges und störendes Verhalten zugenommen habe. In jeder fünften Klasse richtet sich Gewalt laut einer weiteren Auswertung auch gegen Lehrer.

Besonders häufig kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen Schülern. Bildungsminister Heunicke verwies auf eine Untersuchung, wonach es in 55 Prozent der befragten Klassen zu Gewalttaten unter Schülern gekommen sei. An Grundschulen seien sogar drei Viertel der Klassen betroffen.

Die Forderung nach klareren Eingriffsmöglichkeiten findet unter Lehrern Unterstützung. In einer Umfrage erklärten 43 Prozent der Befragten, eine entsprechende Gesetzesänderung würde sie besser auf künftige Konfliktsituationen vorbereiten.

Die dänische Lehrergewerkschaft fordert bereits seit Längerem wirksamere Maßnahmen gegen aggressive und massiv störende Schüler. Nach ihrer Einschätzung wird es zunehmend schwieriger, solche Schüler allein durch Ermahnungen zu beruhigen oder zum Verlassen des Klassenzimmers zu bewegen. Die Regierung will mit der Reform deshalb nicht nur den Schutz der Lehrer verbessern, sondern auch die Sicherheit der übrigen Schüler und einen geordneten Unterricht gewährleisten.

Der Vorstoß ist allerdings umstritten. Schon bei der ersten Vorstellung eines ähnlichen Gesetzentwurfs im vergangenen Jahr hatten Kinderschutzorganisationen und Bildungsexperten vor möglichen negativen Folgen gewarnt.

Sie befürchten, dass zusätzliche körperliche Eingriffsmöglichkeiten Konflikte zwischen Lehrern und Schülern eher verschärfen könnten, anstatt sie zu lösen. Insbesondere das Vertrauensverhältnis zwischen beiden Seiten könnte darunter leiden. Kritiker sehen die Gefahr, dass Lehrer zunehmend eine Rolle übernehmen, die über ihre eigentliche pädagogische Aufgabe hinausgeht.

Mit dem Gesetzentwurf würde Dänemark seine bisherigen Regeln für körperliche Eingriffe an Schulen deutlich erweitern. Vergleichbare Befugnisse bestehen unter anderem in England, wo Lehrern unter bestimmten Voraussetzungen der Einsatz angemessener körperlicher Gewalt zur Aufrechterhaltung von Ordnung und Sicherheit erlaubt ist.

Die dänische Reform ist allerdings noch nicht beschlossen. Zunächst muss das Parlament über den Entwurf beraten und abstimmen. Erst mit einer entsprechenden gesetzlichen Grundlage könnten die erweiterten Befugnisse in Kraft treten. Die Regierung strebt eine Anwendung der neuen Regeln im kommenden Jahr an. Ob und in welcher Form das Parlament den Entwurf verabschiedet, ist noch offen.

mmx

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33 Kommentare

  • Erlaubt doch der Polizei und dem Militär REMIGRATION!!!

    • Das würde das Übel an der Wurzel packen.

      • meine Zahnwurzel sieht auch übel aus

    • @EddyEagle
      Vollkommen richtig.
      Man muss die Ursache bekämpfen, nicht die Symptome.
      Ich bin Jahrgang 1950 und in meiner Grundschule gab es noch „Hosenspanner“ und „Tatzen“

      • huet gibt es mehr Handyspanner

    • Niemand kommt um dich zu retten.

      -11
      • ich bin auch nicht mehr zu retten wir sind alle verloren

  • Ein Lehrer, der von seinen Schülern regelmäßig geohrfeigt wird, verliert allmählich an Respekt.

  • Anders ist einer bestimmten Sorte der lieben Kleinen auch nicht mehr bei zu kommen.

    Im übrigen war das früher gang und gäbe (auch wenn es damals sehr selten nötig war):
    Wer nach mehrmaliger Aufforderung nicht parierte, der flog raus. Und keiner von uns hat davon ein Trauma zurückbehalten…….

    Oder dass etwa die Eltern deswegen protestiert hätten.
    Im Gegenteil: Man hoffte, dass die nichts davon erfuhren; weil es dann zu Haus möglicherweise noch eine Abreibung gegeben hätte.

  • Dieses Bild spiegelt definitiv nicht die Realität ab.

  • Noch besser wäre, die aggressiven Kinder aus der Schule zu verweisen, und wenn sie Ausländer sind, samt ihren Familien abzuschieben.

  • Gibt es dann eine Wiederkehr des ‚Rohrstocks‘?

  • Das wird auch Zeit, es muss Kindern wieder Respekt beigebracht werden.

  • Nicht das jetzt in Dänemark noch „Schülerproteste“ wie in Frankreich ausbrechen.

    • Auweia

  • Früher als ich meinen Kindern bunte Knete gekauft hatte, das waren diese Stangen die in allen Farben so leuchten, dass man fast davon abbeißen wollte. Nachdem meine Kinder alles Mögliche damit wie z.B. Tiere nachgestellt haben, war die schöne bunte Knete durch das Vermischen und Durchkneten eine graue unansehnliche Masse, die mit Flusen und Krümeln versetzt waren.

  • Dürfte schwierig werden, durchzusetzen, nachdem man über 60 Jahre den völligen Autoritätsverlust von Lehrern herbeigeführt hat. Ich glaube, dieser Zug ist abgefahren. Solche Kandidaten müssten komplett aus dem normalen Schulbetrieb entfernt werden. Leider hat man auch Schulen für schwer Erziehbare abgeschafft. Wir lassen inzwischen lieber 30 Schüler verblöden, bevor auch nur ein fauler Apfel aus dem Korb genommen wird. Wir nennen das sogar ganz stolz „Inklusion“.

  • Ich kann mir das gar nicht vorstellen. Als Baujahr 1979 war der Lehrer eine glasklaren Autoritätsperson und auch Helfer. Wenn jemand auffällig wurde, gab es Freitags nachsitzen. Also weniger Wochenende. Danach folgte das Elterngespräch. Nochmehr nachsitzen. Wenn das alles nix nutzte flog der Schüler von der Schule und wurde nie mehr gesehen. Habe das auch nur einmal miterlebt. Was läuft denn da heute schief? Die Eltern?

  • Zielführender wäre aus meiner Sicht an betreffenden Schulen einen Sicherheitsdienst zu installieren und jedem Lehrer einen Pager zu geben: Auf gut deutsch ein bulliger Typ, damit sich auch zierliche Lehrerinnen durchsetzen können.

  • Ob der Lehrkörper dazu überhaupt körperlich in der Lage wäre ist fraglich. Kraft/Skills/Mindest sehe ich da eher nicht.

  • Schon „MMA für Lehrer “ gebucht? Vllt. besser „robuste“ Hilfstruppen einstellen, die auf Anforderung tätig werden. Die Alternativoption wäre natürlich wie in D Abschiebung. Wie in D verpönt.

  • Interessant wäre auch eine Körperkamera für die Lehrer und im allgemeinen eine in jedem Klassenzimmer und den Fluren sowie dem Pausenhof.
    Zeigt den Eltern ruhig mal wie sich ihre kleinen Engel gebärden wenn sie sich nicht in ihrer unmittelbaren Nähe befinden.
    TÄTE WAHRSCHEINLICH WUNDER WIRKEN!!!

  • Wer stört wird sofort abgeschoben. Familienzusammenführung im Flughafen und dann Ab Geht die Post. 🇩🇰
    Gehe direkt zum Flughafen, gehe nicht zum Bankomat.

  • Jedes „geflüchtete“ Kind, das hier nichts Besseres zu tun hat, als andere Kinder an der Schule zu drangsalieren,, ihnen Gewalt anzutun und sie aus rassistischen Gründen auszugrenzen, weil sie z.B. blond und nicht muslimisch sind, sollte man genau ein einziges Mal verwarnen. Passiert das dann nochmal, sollte man die ganze Familie auf direktem Wege in das Land ausweisen, aus dem sie gekommen ist. Wieder zuhause braucht man sich dann auch über einheimische Kinder und den Westen, die Juden, die Ungläubigen und Co. keine Sorgen mehr machen.

  • Demnächst: In jedem Klassenzimmer Security!

    Wie wäre es den Eltern der Lümmel die Knete zu streichen?

  • Immer öfter zeigt sich, dass mühsam erkämpfte aufgeklärte mitteleuropäische Verhaltensweisen wieder aufgegeben werden müssen, weil der orientalisch-ittelalterliche Einfluss in unserem Alltag immer bestimmender wird.

  • ,,Die Regierung begründet ihren Vorstoß mit der angespannten Situation an zahlreichen dänischen Schulen.“
    Offenbar hat das migrationspolitisch strengere Dänemark nach wie vor Probleme mit seinen Goldstücken.

    • „Nun sind sie einmal da“ und das ist leider überall das Problem wo sie einmal da sind.

  • Schulen waren schon immer dafür da Kinder einzusperren und Körperstrafen sind die Regel gewesen. Den Kindern Gewalt beizubringen sind das Einzige, wozu diese Einrichtungen gut sind.

    -20
    • Und in welchem Land waren Sie in der Schule?

    • ich weiß das weil ich war in „die klasse von 1984“

      -12
      • Interessant. Lehrer und Mitschüler terrorisieren, mit Drogen handeln und Prostitution fördern und sich dann als Opfer darstellen. Genau mein Geschmack.

      • Klasse

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