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Großbritannien

Zehnjahresplan und Verstaatlichungen: Andy Burnham zum britischen Premierminister ernannt

Andy Burnham ist nach seiner Wahl zum Labour-Parteichef vom König zum neuen Premierminister Großbritanniens ernannt worden. In seiner Antrittsrede schwor er das Land auf eine „historische Wende“ ein. Mit einem Zehnjahresplan und geplanten Verstaatlichungen will er das Land politisch und wirtschaftlich stärker nach links ausrichten.

Zum „King of the North“ gekürt: Andy Burnham ist Großbritanniens neuer Premierminister (IMAGO/Avalon.red)

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Der Labour-Politiker Andy Burnham ist zum neuen britischen Premierminister ernannt worden. Am Montagmittag empfing König Charles III. Burnham im Buckingham-Palast, wo er ihn mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragte. Zuvor verabschiedete sich Keir Starmer vor der 10 Downing Street von seinen Mitarbeitern mit den Worten: „Meine Arbeit ist getan“.

Der als „König des Nordens“ bezeichnete Burnham verkündete in seiner ersten Rede einen „Wendepunkt für Großbritannien“. Durch Äußerungen in den vergangenen Tagen hat er bereits klargemacht, dass sich das Land durch den neuen Regierungschef weiter nach links bewegen wird. In seiner Eröffnungsrede bekräftigte Burnham sein Versprechen, die Wirtschaft grundlegend zu reformieren.

Man werde „die größten Veränderungen der letzten 40 Jahre einleiten“, betonte Burnham lautstark unter Jubelrufen und Applaus seiner Anhänger. Dabei richtete er seine Kritik vorrangig gegen die Wirtschaftspolitik der 80er Jahre, also gegen die der konservativen Politikerin Margaret Thatcher. Laut Burnham habe das Land damals „einige falsche Wege eingeschlagen“.

Nun soll der wirtschaftliche Wandel in Form stärkerer staatlicher Eingriffe in die Privatwirtschaft forciert werden; dazu gehören auch Verstaatlichungspläne, wie der Telegraph bereits zuvor enthüllte. Die neue Regierung erwägt unter anderem die vorübergehende Verstaatlichung von Thames Water sowie die komplette Verstaatlichung der Nationallotterie. Des Weiteren möchte Burnham der Wirtschaft mit einem Zehnjahresplan neuen Aufschwung geben: „Die Reindustrialisierung Großbritanniens durch öffentliche Auftragsvergabe zur Förderung der britischen Industrie. Noch in diesem Jahr werde ich einen neuen Plan für Großbritannien vorlegen, einen Zehnjahresplan.“

Auf Neuwahlen möchte der frisch vereidete Premierminister trotz mehrerer Aufrufe aus der Opposition verzichten. Entsprechende Forderungen hat Burnham am Montag zurückgewiesen. Jemand, der im Unterhaus die Mehrheit der Abgeordneten hinter sich habe, „hat natürlich auch die Legitimität, die Dinge voranzubringen“, erklärte Burnham. Auf die Nachfrage, ob er sich denn an das festgelegte Wahlprogramm halten würde, entgegnete er lediglich, dass er sich daran halten werde, denn es gebe „große Veränderungen, die ich auf der Grundlage dieses Wahlprogramms umsetzen kann“.

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Bezüglich seines Personals ist bisher wenig bekannt, was viel Raum für Interpretationen bietet. Seit Längerem werden Spekulationen über die Besetzung von Burnhams Kabinett durch Meldungen in der britischen Presse angeheizt. Viel Zeit kann sich der neue Premierminister nicht lassen, denn die Wählerschaft und seine eigene Partei fordern einen radikalen Kurswechsel, den Burnham jetzt liefern soll.

Mit einer Eile, die eher an einen Sprint als an einen Marathon erinnerte, sägte Labour ihren Premierminister Keir Starmer ab, der die Partei 2024 zu einem historischen Wahlsieg und einer breiten Mehrheit im Parlament geführt hatte. Nach einer Reihe politischer Fehlentscheidungen und angesichts wachsender Unzufriedenheit mit der wirtschaftlichen Lage Großbritanniens verlor Labour in den Umfragen zunehmend an Boden und fiel unter anderem hinter Nigel Farages Reform UK zurück. Jetzt soll Andy Burnham mit einer Neuauslegung des Wahlprogramms die fallenden Werte der Partei korrigieren.

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66 Kommentare

  • Armes Britannien

    • LONDON — Große Begeisterung in der Downing Street – In seiner Antrittsrede stellte der neue britische Premierminister seine Wirtschaftsreform vor: Ausgerüstet mit den richtungsweisenden Beschlüssen des Zentralkomitees wurde der Entwurf des Zehnjahresplanes zur allseitigen Verstaatlichung der britischen Volkswirtschaft in schöpferischer Atmosphäre tiefgründig beraten. Von hohem Wert war die kämpferische Aussprache der Delegierten, die den Plan bereits vor der öffentlichen Bekanntgabe zustimmend studieren durften. Die Werktätigen begrüßen die konsequente Rückkehr bewährter Planungsmethoden. Und ich versichere abschließend: Die Teeversorgung ist bis 2035 planmäßig gesichert.

      • @ FalkKV

        Im Artikel: Andy Burham: „Labour’s Wendepunkt & Reindustrialisierung von GB …“

        1965 verstaatlichte die Labour-Regierung die nationale Autoindustrie zu BLMC, British Leyland Motor Corporation.
        1975, nach Schlendrian, massiven Schulden und drohendem Bankrott, wurde BLMC an Privatinvestoren verkauft.
        1971 verstaatlichte die Regierung die vor dem finanziellen Zusammenbruch stehenden Sparten Auto- & Flugtriebwerke von Rolls Royce.

        Ersatzteilbeschaffung in GB: Der an meinem Aston Martin DB6 gebrochene hintere Auspuffkrümmer war nicht erhältlich. Ich flog nach London, nahm den Zug nach Newport Pagnell, wo sich die Fabrik von Sir David Browns Aston Martin Lagonda Limited befand. Der mich empfangende, freundliche Angestellte im Nadelstreifen-Zwirn flüsterte: „Wir warten die Teepause ab, dann gehe ich in die Motorenfabrikation und beschaffe den Krümmer, weil wegen der vielen Streiks ist unser Lager leer …“

        • Das wird lustig mit GB. Burnham wird das Land noch besser in den Abgrund führen als unser Fritze Merz.

          1
    • als koeder will burnham aber die zwangs e-ID aufschieben, da sie fuer ihn keine prioritaet hat.
      die entsprechend dann verfuegbaren mittel sollen kommunen und gemeinden zugutekommen.

      das duerfte einigen gefallen.

      das heisst natuerlich nicht, dass diese ID ganz wegfaellt, da der koenig sie bereits eingefordert und bestaetigt hat.
      aber wer weiss….

      starmer hat zumindest als letzte aktion noch sadiq khan in den stand des lords erhoben, was diesem auf lebenszeit einen sitz im oberhaus sichert, und einen dankbaren fuersprecher fuer labour aus ihm macht.

    • Ich verstehe es einfach nicht. Links ist seit 10.000 Jahren in der Historie IMMER gescheitert und hat IMMER nur Not und Elend hinterlassen.

      Die 80er, 90er und zum Teil 00er waren in der westlichen Welt WEGEN konservativer Politik und konservativen Werten eine Zeit des Wohlstandes und des Friedens.

      Seit ab den 2010ern „Links“ die Macht an sich riss, geht es überall wirtschaftlich, kulturell und sozial den Bach runter – so wie „links“ es seit 10.000 Jahren IMMER schafft.

      Nun kommt ein neuer Premier (der wievielte ist das eigentlich in den letzten 5 Jahren?) und noch bevor man überhaupt weiß, wie der heißt, kriegt man direkt klargemacht, dass alle von Linken angerichteten Probleme und Schäden nun behoben werden, indem es NOCH weiter nach links gehen soll?

      Offensichtlich ist mein IQ zu hoch, um das verstehen zu können.

  • Wie kann man sein eigenes Volk so sehr hassen, um es in Armut sehen zu wollen?

    Aber wir müssen auch erst mal vor der eigenen Türe kehren

    • „Koalition der Willigen“

  • Für deutsche Verhältnisse wäre das so, als ob die CDU die Stimmverluste wegen ihrer linken Politik bekämpft, indem man Merz abwählt und Wüst oder Günther zum Nachfolger bestellt.

    • Labor hat bei der letzten Wahl sogar Stimmen verloren. Einzig die Spaltung des rechten Spektrums hat Labor zum Sieg verholfen.

  • Vom Regen in die Traufe

    • Sozialismus total:
      Zehnjahresplan = zwei Fünfjahrespläne

    • Noch schlimmer, in den Starkregen. Aber Farage von der Reform UK wird es freuen. Er wird massig Zulauf erhalten.

  • Noch weiter nach links? Ob dem „King“ bewusst ist, dass Royal und Kommunismus/Sozialismus überhaupt nicht geht? Es muss den Royals ja nicht so ergehen wie den Romanows zu Lenins Zeiten. Aber das Ende der Monarchie halte ich nicht für gänzlich ausgeschlossen..

    • Als in Laos 1975 die Kommunisten die Macht übernahmen, wähnte sich König Savang Vatthana auf der sicheren Seite. Schließlich hatte er mit den Kommunisten paktiert, und der „Rote Prinz“ Souphanouvong (Sohn des Vizekönigs) hatte zugesichert, dass der königlichen Familie kein Leid geschehen werde. War aber eine Lüge – der König, die Königin und der Kronprinz starben in einem kommuinistischen Arbeitslager. Offenbar haben manche Royals nichts daraus gelernt …

  • „Aus dem Eigentumsrechte, das jeder Mensch an seiner Arbeit hat, leitet sich alles andere Eigentum her, und dieses Recht ist das heiligste und unverletzlichste aller Rechte.“

    • oooooh Boooooooooooomer

  • Die größten Veränderungen seit 40 Jahren? Also seit Margaret Thatcher, welche UK seinerzeit aus den Klauen des Sozialismus befreit hatte. Nur zum damaligen Zeitpunkt war selbst Labour nicht bereit, die Meinungs- und Versammlungsfreiheit anzutasten. Und im Land dominierten Briten, nicht Einwanderer. Die Ansage des neuen Premierministers bedeutet nichts anderes, als den Crashkurs, den sein Vorgänger eingeleitet hat, zu verschärfen. Gute Nacht, UK.

  • Zehnjahresplan? Hört sich nach Kommunismus an. Warten wir mal 5 Jahre ab, dann kommt das große Katzengejammer.

    • Nach der nächsten Wahl ist er wieder weg

  • „Wenn Sozialisten etwas von Wirtschaft verstünden, wären sie keine Sozialisten“ 💸

  • Ei, es kann nur schlimmer werden. Einen zehn Jahres Plan für die Wirtschaft ist sehr sportlich, zumal die fünf Jahrespläne im Sozialismus nie funktioniert haben! 🙈

    • Die sind ja heute viel schlauer als die historischen Versager.
      Der Sozialismus ist WEGEN den 5-Jahres-Plänen gescheitert.

      Ist doch klar, dass die Lösung des Problems dann der 10-Jahres-Plan ist, der dann endlich den verdienten Erfolg bringen wird.

  • Das Heimatland eines Adam Smith auf Wegen, welche dieser immer strikt abgelehnt hat und dies auch noch in einem Buch begründen konnte!

    • „Die Arbeit war der erste Preis, das ursprüngliche Kaufgeld, welches für alle Dinge gezahlt wurde.“

  • Frankreich war ja schon immer Links. Nun sind aber auch UK und Deutschland voll Links. Armes Europa auch wenn UK nicht mehr offiziell in der EU ist.

  • Mit wessen Geld?

    • In der EU-Kasse ist doch noch Geld.
      Vielleicht wird der Wunsch in GB groß sein wieder nach Brüssel zu kommen.

  • Der Untergang Klein-Britanniens ist besiegelt.

  • Die bräuchten dringend eine Thatcherin, wenn das Land noch eine Zukunft haben soll, bekommen haben sie das Gegenteil. Der Kollaps kommt.

  • Vorwärts und nicht vergessen worin unsere Stärken stehen!

    Im nachhinein erscheint die Brexit Katatsrophe nun in ganz neuem Lichte.

    Ich hätte es mir nicht träumen lassen, dass die Insel Brüssel links überholen will…
    Sie wollten sich doch nie an den rechtsverkehr anpassen.

    Was nun?

    Alle in Europa den Mao Anzug wieder rausholen?

    Xi und Trump aber auch Dubai, Singapur, Kaiman, Zug, SChwyz reiben sich die Hände ob der Kapitalabflüsse.

  • König des Nordens ?

    Heiliger bimbam
    Das wird doch nicht der Antichrist sein :-/
    Daniel11:28-32

  • Die Briten sind im Kommunismus angekommen, die haben jetzt 5 Jahres Pläne und weil die in Briten wissen das die für alles doppelt so lange brauchen nennen die das schon vorsorglich 10 Jahres Plan.

  • Ganz hervorragend!

    Wann kriegen die Briten denn jetzt noch Hammer und Sichel über einem Halbmond auf den Union Jack?

    • Ob die Union Jack das überhaupt überlebt ist fraglich.
      Eher bekommen die Briten den vollen Hammer.

  • Wir brauchen abschreckende Beispiele. Er wird keine 10 Jahre haben. Auch auf der Insel ist Links vorbei.

    • Links, Links um die Ecke Stinkts! Haben wir als Jungen immer gesungen und wussten nicht einmal was das bedeutet.

  • Da die gegenwärtigen Politiker (bis auf USA) ja nicht die hellsten Kerzen auf der Torte sind… hätte wohl besser Larry das Amt übernommen.

    • und Milei

    • Wo in den USA verorten Sie eine helle Kerze auf der Torte? Meinen Sie ernsthaft die Canaillen in der Trump-Regierung?

  • Ein WEF-Kader wie sein Vorgänger.

  • Noch linker wie soll das gehen, dass Großbritannien welches nicht in der EU ist, als Erstes zum abschreckenden islamo-sozialistischen Land auf dem alten Kontinent wird ist wirklich heftig

    • Besser und exakter kann man es nicht schreiben.

  • Der klassische Sozialisten-Scheiß: Der Staat als der bessere Unternehmer. Was soll schon schief gehen …

    Es gehört halt ein gerütteltes Maß an Reflektion dazu, zu verstehen, dass man denjenigen, die schlauer sind als man selbst, den Weg ebnen muss anstatt zu denken, dass man selbst der Allergeilste ist und das wuppen wird, wie niemand sonst es wuppen könnte.

    Das Verstehen könnte übrigens mit dem Wissen anfangen, dass Karl Marx permanent pleite war und jedermann ständig um Geld anpumpte, speziell den reichen Fabrikanten Engels. Wie Klonovsky das Wesen des Kommunismus einmal so schön beschrieb, war auch Marx mitnichten der Feind des Kapitals, sondern sein Parasit.

  • „Wirtschaftlicher Wandel in Form stärkerer staatlicher Eingriffe in die Privatwirtschaft“
    „vorübergehende Verstaatlichung“
    „komplette Verstaatlichung“
    „Zehnjahresplan“
    „Auf Neuwahlen… verzichten“

    Willkommen in der UKSSR

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