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Format „Unter Anderen“

ZDF erklärt: „Es gibt keinen Rassismus gegen Weiße“

Für das ZDF gibt es keinen Rassismus gegen Weiße - und liefert eine bizarre Definition aus der postkolonialen Ideologie. Es ist ein derart absurder Gedanke - doch nicht das erste Mal, dass das ZDF ihn verbreitet.

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In einem Beitrag des ZDF zum Thema Rassismus in unserer Gesellschaft behauptet der öffentlich-rechtliche-Sender, dass es keinen Rassismus gegen Weiße gäbe. Im Begleittext zu einer Episode des ZDF-Formates „Unter Anderen“ aus Dezember 2023, in der der Sender drei „BPoC“ (Black& People of Colour) über Rassismus sprechen und diskutieren lässt, schreibt das ZDF eine Übersicht bezüglich der Thematik Rassismus in Deutschland. Unter fünf vom ZDF aufgestellten Fragen findet sich auch die Frage „Gibt es auch Rassismus gegen Weiße?“.

Hier leugnet das ZDF die Existenz von Rassismus gegen weiße Personen.

Hierauf findet das ZDF eine eindeutige Antwort: „Rassismus gegen Weiße gibt es nicht“. „Rassismus ist historisch, institutionell und strukturell verankert und schafft Hierarchien. Für Rassismus braucht es die Macht, Menschen systemisch zu diskriminieren – diese ist in Bezug auf weiße Menschen nicht gegeben“, heißt es als Begründung weiter.

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Weil weiße Menschen also hierarchisch immer machtvoller Positionen einnehmen als nicht-weiße Personen, könne es laut ZDF per se keinen Rassismus gegen Weiße geben. Die Frage, was Rassismus sei, beantwortet das ZDF mit den Worten „Rassismus geht von unterschiedlichen menschlichen ‚Rassen‘ aus und betrachtet diese je nachdem als überlegen oder minderwertig. So reduziert er Menschen auf äußere Unterschiede (z. B. ihre Hautfarbe, Herkunft, oder Sprache) und schreibt ihnen auf dieser Grundlage bestimmte Wesenszüge und Charaktereigenschaften zu.“

Folgt man dieser Definition und der Erklärung des ZDF, dann würden weiße Menschen nie wegen ihrer Herkunft, ihrer Sprache oder ihrer Hautfarbe diskriminiert werden bzw. wären noch nie rassistisch diskriminiert worden. Rassismus gegen Slawen, Osteuropäer, Asiaten, gegen Weiße in Afrika, Asien und Arabien, wie es ihn heute und in der Geschichte der Menschheit schon in den schrecklichst denkbaren Formen gab – unter der Definition des ZDF kein Rassismus. Denkt man diese absurde These zu Ende – was ist dann mit den Rassengesetzen der Nationalsozialisten, ihrer Vernichtungsfeldzüge? Juden, Slawen, Polen – waren das keine „Weißen“?

Das ZDF schreibt abschließend zu der Frage: „Das Konzept menschlicher ‚Rassen‘ ist wissenschaftlich nicht haltbar. ‚Menschenrassen‘ gibt es nicht – jegliche Abgrenzung ist willkürlich und konstruiert.“

Es ist nicht das erste Mal, dass das ZDF sich im Thema Rassismus derart radikal äußert. Schon 2020 schrieb ZDF-Heute auf ihrem Instagram-Account unter einem Post, der sich mit dem Thema Rassismus auseinandersetzte: „Aus gegebenem Anlass möchten wir gerne eine Sache aus dem Weg räumen: Es gibt keinen Rassismus gegen Weiße. Das, was hier einige vermutlich meinen, kann man als Diskriminierung bezeichnen. Zwar können Weiße auch als Minderheit Diskriminierung erfahren, es handelt sich jedoch nicht um ein strukturell verankertes Phänomen. (…) Weiterführende Informationen zum Thema Rassismus und warum es keinen Rassismus gegen Weiße gibt, findet ihr z. B. bei der Amadeu Antonio Stiftung“. Sowohl der Inhalt des Statements als auch der Verweis auf die Amadeu-Antonio-Stiftung sorgten für Empörung.

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