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Berlin

„Wertekompass“ in Gefahr: 20 SPD-Abgeordnete gegen Koalitionsgespräche mit Linkspartei

Eine Gruppe von 20 SPD-Bundestagsabgeordneten hat sich in einer gemeinsamen Erklärung gegen Koalitionsgespräche mit der Linkspartei in Berlin ausgesprochen. Die Unterzeichner, zu denen Nancy Faeser gehört, sehen den „Wertekompass“ der Sozialdemokraten in Gefahr.

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Auch die ehemalige Innenministerin Faeser unterzeichnete die Einigung (IMAGO/Andreas Gora)

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20 Bundestagsabgeordnete der SPD haben den Berliner Landesverband für die erfolgreichen Sondierungsgespräche mit der Linkspartei kritisiert. In einer gemeinsamen Erklärung, die dem Spiegel vorliegt, fordern die Beteiligten, keine Koalitionsverhandlungen mit den Linken einzugehen und damit einer möglichen rot-grün-roten Regierung in der Bundeshauptstadt eine Absage zu erteilen. Laut Bild sollen neben der ehemaligen Bundesinnenministerin Nancy Faeser auch Helge Lindh und Ingo Vogel zu den Unterzeichnern gehören.

Das Papier mit dem Titel „Unser Wertekompass ist niemals verhandelbar“ kritisiert vor allem den Umgang mit Antisemitismus innerhalb der Linkspartei. Auch die bekannt gewordenen Kontakte zur kriminellen Clan-Szene werden aufgegriffen.

„Die wiederkehrenden Antisemitismuskonflikte im Berliner Landesverband der Linken, die bekannt gewordenen Kontakte in das Rammo-Umfeld und zu Akteuren aus extremistischen Milieus sowie die Auseinandersetzungen um den Umgang mit diesen Vorgängen begründen aus unserer Sicht erhebliche Zweifel an der politischen Verlässlichkeit dieses Landesverbandes“, heißt es in der Erklärung.

Dabei wird auch auf die zwischen den Linken, der SPD und den Grünen erzielte Einigung über den Umgang mit antisemitischen Vorfällen Bezug genommen. Die Fraktionen hatten sich auf ein formelles Verfahren geeinigt, das den Ausschluss einzelner Fraktionsmitglieder ermöglicht, falls ein externes Gremium einen Vorfall als antisemitisch einstuft. „Antisemitismus ist kein Randproblem, das man mit einer gemeinsamen Erklärung erledigen kann“, heißt es in dem Schreiben hierzu. Der Schutz von Juden müsse „unverhandelbar“ sein.

Die mögliche Nähe der Linken zu kriminellen Clan-Mitgliedern könne zudem in einer Koalition auf die SPD zurückfallen und ihre Glaubwürdigkeit beeinträchtigen, heißt es weiter. Es sei vielmehr wichtig, „unsere Rückendeckung für Polizei und Sicherheitsbehörden“ zu signalisieren und „Verantwortung für die Glaubwürdigkeit gemeinsamer sozialdemokratischer Grundsätze“ zu übernehmen: „Deshalb sprechen wir uns unter den gegenwärtigen Voraussetzungen mit Nachdruck gegen die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der Berliner Linken aus“.

ahz

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4 Kommentare

  • Linke warnen vor Linken – ja, was ist das denn?
    Jetzt driftet die SPD auch noch in eine Satirepartei ab. Gerade sie ist doch die Wegbereiterin des irren Linkskurses in Dummland.

  • Seit wann hat ein Geisterschiff einen Kompass?

  • Wenn Koalitionsverhandlungen nicht mehr auf einer gemeinsamen Wertebasis beruhen, sondern gegen den heftigen Widerstand der eigenen Fraktion erzwungen werden müssen, ist dieses Bündnis schon vor der Tinte tot. Die panische Angst vor dem Machtverlust treibt die Parteiführung zu Kompromissen, die den demokratischen Grundkonsens schleifen. Berlin braucht verlässliche Verhältnisse und keine Zweckgemeinschaft, die nur noch durch internen Druck und Posten-Gezerre zusammengeklebt wird.

    Und diese ehemalige Volkspartei wundert sich tatsächlich, warum sie im freien Fall ist! Ich bewege mich ganz sicher nicht in irgendeiner abgehobenen Blase, aber es ist doch an Ignoranz nicht zu überbieten, dass diese Herrschaften nicht begreifen, woher ihre verheerenden Wahlergebnisse rühren. Das Absurde ist doch: Fast jeder dieser Politiker hat mal als ganz normaler Mensch in einem normalen Beruf angefangen. Sie müssten es im privaten Leben doch besser wissen und merken, was draußen los ist. Dass diese Boden

  • „Die wiederkehrenden Antisemitismuskonflikte im Berliner Landesverband blabliblub“

    @Apollo ihr werdet nieeeeee für Springer arbeiten. Ihr werdet nieeeeee in einen Posten kommen wie Reichelt ihn hatte, wo ihr die jungen Mitarbeiterinnen angraben könnt wie ein 14 jähriger Junge. Ihr werdet nieeeee von Döpfner den Kopf getätschelt kriegen egal wie sehr ihr euch bückt für Is Ra Ehl.

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