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Nordirland

Weil er vor einer Klinik aus der Bibel vorlas: 78-jähriger Priester verurteilt

Ein Priester aus Nordirland wurde verurteilt, weil er eine Evangeliumspredigt vor einem örtlichen Krankenhaus hielt, in dem sich eine Abtreibungsklinik befindet. Der Priester zeigt sich entsetzt und sorgt sich um die Meinungsfreiheit in Großbritannien.

Von

Ein pensionierter Priester wurde verurteilt (imago/photothek)

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Ein 78-jähriger Priester wurde in Nordirland verurteilt und mit einer Geldstrafe belegt, weil er in der Nähe einer Abtreibungsklinik aus der Bibel vorlas. Der Vorfall ereignete sich bereits im Juli 2024. Der pensionierte Priester Clive Johnston entschied sich, vor dem Causeway Hospital, einem Krankenhaus in Coleraine in Nordirland, eine Evangeliumspredigt zu halten. Damit verstieß der 78-Jährige jedoch gegen ein Gesetz, das es Personen aufgrund der Nähe zu einer Abtreibungsklinik verbietet, Einfluss zu nehmen.

Das Gericht befand Johnston jedoch für schuldig und verhängte eine Geldstrafe von 530 Euro. Im Fall Johnston könnte es sich laut der Interessenorganisation Christian Institute, die seinen Rechtsstreit unterstützte, um den ersten Fall handeln, bei dem ein Priester nach diesem Gesetz verurteilt wurde, ohne das Thema Abtreibung während seiner Rede überhaupt angesprochen zu haben. 

Das nordirische Gesetz über sichere Zugangszonen schafft einen rund 100 Meter großen Bereich um Kliniken, in denen Abtreibungen durchgeführt werden. Diese Zone dürfen Personen nicht nutzen, um womöglich Einfluss auf die Patienten auszuüben. Zudem darf der Zugang nicht behindert werden, und Personen dürfen nicht belästigt werden. Bereits Not oder Beunruhigung kann zur Einleitung eines Verfahrens führen.

Der Priester zeigte sich zutiefst betrübt über die Entscheidung des Gerichts. „Mit 78 Jahren hätte ich mir nie vorstellen können, dass ich einen Gerichtssaal mit einer Verurteilung wegen der Verkündigung des christlichen Evangeliums verlassen würde“, erklärte Johnston im Gespräch mit Fox News. Größere Sorge mache ihm jedoch der Zustand der Grundfreiheiten, die Johnston bedroht sieht. 

Johnston ist nicht der erste Christ, der wegen eines solchen oder ähnlichen Gesetzes festgenommen wurde. Die Schottin Rose Doherty wurde ebenfalls bereits zweimal festgenommen, nachdem sie in der Schutzzone ein Schild mit der Aufschrift „Gespräch“ hochgehalten hatte. Die Klage wurde später fallengelassen. 

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Der verurteilte Johnston erwägt, gegen das Urteil Berufung einzulegen. Das Christian Institute warnte mit Blick auf das Recht auf Meinungsäußerung vor einer „schleichenden Zensur“ in Großbritannien.

Unterstützung bekommt der Priester aus den USA. Das Außenministerium unter der Leitung von Marco Rubio gab bekannt, den Fall Johnston zu beobachten. „Die Vereinigten Staaten beobachten weiterhin zahlreiche Fälle von ’Pufferzonen’ in Großbritannien sowie andere Zensurakte in ganz Europa“, erklärte ein Sprecher des Ministeriums. Die nordirische Staatsanwaltschaft nahm zu dem Fall Stellung. Der Angeklagte wurde vom Gericht für schuldig befunden, „weil er in einer Sicherheitszone eine Handlung begangen hat, mit der Absicht (…) eine geschützte Person, die sich auf dem Gelände aufhielt, zu beeinflussen.“ 

rs

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29 Kommentare

  • Für das Leben sein, ist gefährlich.
    Hätte er für Suizid“hilfe“ oder Organ“spende“ vor der Klinik gebetet, wäre ihm im heutigen politischen Europa ein Orden überreicht worden. Kannste Dir alles nicht ausdenken.

    • Anti-Abtreibungsaktivisten sind nicht „für das Leben“. Seit dem Abtreibungsverbot in Texas ist die Zahl der Todesfälle bei Komplikationen rasant angestiegen.
      https://www.nbcnews.com/health/womens-health/texas-abortion-ban-deaths-pregnant-women-sb8-analysis-rcna171631

      Leute die selbst keine Kinder haben verspielen dann das Leben dieser Frauen und nennen sich „für das Leben sein“. Ekelhaft.

      -33
      • NBC?, alles klar.
        Im Gegenteil, Abtreibung ist Gewalt an Frauen und jede Abtreibung ist eine zu viel. Eine Schwangere ist nicht krank, Abtreibung macht sie nicht gesünder, sondern zur Mutter eines toten Kindes. Aus gutem Grund also wird Abtreibung im Krankenhaus (paradox) oder Abtreibung auf Krankenschein von vielen Seiten abgelehnt. Es ist purer Hohn, Frauen mit die Tötung ihres Kindes schmackhafter und leichter machen zu wollen. Das Recht auf Leben ist Teil unseres Menschseins, und seine Verletzung höhlt alle anderen Rechte aus.

      • @Maßvoll Maß voll
        Eine 1min online Recherche zu der Gesetzgebung in Texas hätte Ihnen eröffnet das dies kompletter Schwachsinn ist.

        Auch wenn Texas eins der strengsten und umstrittensten Abtreibungsgesetze in der westlichen Welt hat ist es grundsätzlich Ärzten gestatten, ach was sogar geboten, bei medizinischen Komplikationen während einer Schwangerschaft einzugreifen und wenn notwendig eine Abtreibung durchzuführen. Auch bevor SCHWERWIEGENDE Komplikationen auftreten!

        Die „Analyse“ bezieht sich übrigens auf den Zeitraum 2019-22. Die teilweise absurd strengen Gesetze gibt es in Texas aber erst seit 21 und vorallem ab 2022 nachdem der Supreme Court geurteilt hat das kein bundesweites Recht auf Abtreibung besteht.

        Spätestens bei dem Satz „analysis by the Gender Equity Policy Institute“ hätte jeder wissen müssen um was es sich bei der „Analyse“ handelt.

        Netter Versuch…

  • Nichts scheinen die Linken mehr zu hassen als Menschen, die für Ungeborene eintreten, und wenig mehr zu lieben als Abtreibungen und Zuwanderung. Zum Glück beginnt sich das Blatt zu wenden. Labour taumelt Richtung Abgrund und Reform UK triumphiert. Hoffentlich kommt das alles nicht zu spät.

    • @Erik Z
      Machen Sie es sich doch leichter: nichts hassen Feministen mehr als Personen die nicht ihre feministischen Ideologien folgen.

      Man kann heute nicht mehr links sein, wenn man nicht auch Feminist ist. Ich könnte da jetzt einige bekannte Linke aufzählen die sich öffentlich gegen den (heutigen) Feminismus ausgesprochen haben und deswegen jetzt als „rechtsextrem“ in der linken Szene zählen.

      Linke kennen nur entweder du denkst GENAU wie ich, oder du bist ein Feind der ausgelöscht werden muss. Schwarz/Weiß, Gut/Böse, …

  • Dexit !

  • Europa gibt seine Werte auf .
    Man beugt sich dem Islam , ansonsten wäre der Priester nie verurteilt worden .

  • Tja, hätte er mal besser aus dem Koran vorgelesen….

    • ….meine ich auch. Koran wäre gegangen, Bibel geht in Europa wirklich nicht mehr.

    • … um die Entsorgung der Föten christlicher Eltern und die zwangsweise Organspende von Christen für Moslems zu propagieren;

  • Irrsinn potenziert sich!

    Damit zerstört sich Irrsinn letzlich immer selbst.

  • Chritenphobie! Mitten in Europa. Aber die eingewanderten Pluderhosen dürfen uns mit ihrem gräßlichen Gejohle jeden Freitag belästigen!

  • Soso, was hat er denn aus der Bibel vorgelesen? NIV, Numbers 5:11–31 ?

    -13
    • @Ernie
      Johannes 3:16

      Recherchezeit 30 Sekunden…

  • Aus gesundheitlichen Gründen und nach einer Vergewaltigung habe ich vollstes Verständnis. Alles andere ist Mord.
    Unerwünschte Geburten können zu Adoption freigegeben werden.
    Alle Sekten sollten sich da raus halten.

  • Meinungsfreiheit gibt es nicht mehr nur noch den linksgrünwoken Überwachungsstaat.

  • Hätte besser aus dem Koran vorgelesen

  • Frag mich nur noch, ab wann Kirchen als rechtsextrem bezeichnet werden

    • Die Amts“kirchen“ in Dummland sind linksextrem, gegen das Evangelium und pro bunt und Regenbogen.
      Sie haben das Evangelium verraten und sammelten in der Diozöse Köln 2015 für die, die die „Ungläubigen“ töten sollen.
      Der Pfarrer erklärte in einer Predigt, dass die Migranten Zitat: “ unsere Könige sein sollen.“
      Kurz darauf bin ich aus dieser unkatholischen …. ausgetreten.
      Und dann noch Kirchen schließen zu Ostern und kein Gesang- wegen Infektionsgefahr- . Und schließlich: Impfen im Kölner Dom.
      Das bestätigete, dass ich mich richtig entschieden hatte.
      Und jetzt: Agitation gegen die AFD.
      Meine Forderung: Sofortige Abschaffung der vom Finanzamt eingezogenen#Kirchensteuer. Beendigung derVersorgung des Klerus durch den Staat.
      Petrus und die anderen Apostel hatten auch keine Bezahlung nach Beamtengesetz.
      Weg damit.
      AFD wählen.

  • Wenn GB so weitermacht, werden die Die Five Eyes bald nur noch 4 sein – denn ein solches Sicherheitsrisiko können sich die USA nicht leisten!

  • 😡😤🤬😠
    Unglaublich

  • Er hat ja versucht Einfluss zu nehmen. Geburtenkontrolle scheint ein einträgliches und politisch wichtiges Geschäft zu sein, wenn man dafür diese Art der Gesetzgebung durchbringt.

  • Erinnert mich an die Fake-Pandemie Untertanen: „Aber man muss sich doch an die Regeln halten!“

    • Dass du dich in deinem Alter noch an irgendwas erinnern kannst?

  • Seid ihr echt so dumm diese Lügengeschichten einfach zu glauben.

    -19
  • Apollo lügt mal wieder gleich in der Überschrift.
    Nein, er las nicht einfach „aus der Bibel vor“, sondern er ist ein Anti-Abtreibungsaktivist, der mal wieder gestört hat.

    Als Christ gehört sich das sowieso nicht öffentlich zu beten und sich hinter Frömmigkeit zu verstecken.

    Und als Europäer braucht es nicht noch mehr Unterschicht und Ausländer durch „Pro Life“.

    -26
    • Woher wollen ausgerecht Sie wissen, was sich als Christ „gehört“? Wir leben in Zeiten da es absolut notwendig ist, sich auch öffentlich und unabhängig von den politisierenden und vereinnahmenden Kirchen zum Christentum zu bekennen.

    • @Franklin
      Er ist KEIN Aktivist, ihm wird Aktivismus unterstellt. Der verfahrensführende Richter behauptete er wäre in der anti-Abtreibung Schublade zu verorten, als Begründung wird angeführt das er Präsident einer evangelikalen baptistischen Organisation (Association of Baptist Churches in Ireland) war, die sich konservativen christlichen Idealen verpflichtet fühlt.

      Tatsächliche & eindeutige dokumentierte aktivistische Tätigkeiten gibt es aber nicht. Würde das AN also schreiben waren wir hier im Bereich der Verdachtsberichterstattung auf Mutmaßungen.

      Gepredigt und verurteilt ist er übrigens wegen Johannes 3:16, kann jeder nachlesen was in diesem Pers steht, das als anti-Abtreibung zu interpretieren ist maximal gewagt.

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