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Aachen

Wegen „Wirtschaftlicher Stärkung Europas“: Ex-EZB-Präsident Draghi erhält diesjährigen Karlspreis

Der diesjährige Karlspreis geht an den ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten und ehemaligen EZB-Chef Mario Draghi. „Wie kein anderer steht Mario Draghi für die wirtschaftliche Stärkung Europas“, heißt es in der Begründung für die Preisverleihung.

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Der Italiener bekommt den diesjährigen Karlspreis. (IMAGO/Italy Photo Press)

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Der ehemalige Präsident der Europäischen Zentralbank und ehemalige Ministerpräsident von Italien, Mario Draghi, wird mit dem diesjährigen Karlspreis ausgezeichnet. „Wie kein anderer steht Mario Draghi für die wirtschaftliche Stärkung Europas“, heißt es in der Begründung des Karlspreiskomitees, dessen Vorsitzender der ehemalige Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen Armin Laschet ist. Die Verleihung findet an Christi Himmelfahrt in Aachen im Rahmen einer feierlichen Zeremonie statt.

Positiv hervor hebt das Karlspreiskomitee, dass Draghi als EZB-Präsident im September 2012 ankündigte, unter bestimmten Bedingungen Staatsanleihen von Pleitestaaten in unbegrenzter Menge aufzukaufen. Allein die Ankündigung Draghis habe die Märkte stabilisiert, wie das Komitee feststellte. Auch Bundespräsident Steinmeier lobte anlässlich der Verleihung des Großkreuzes des Bundesverdienstordens 2020 Draghi für seine Entscheidung, die Staatsanleihen von Pleitestaaten in unbegrenzter Höhe aufzukaufen. Die Entscheidung wurde damals vielfach aus Deutschland kritisiert.

Auch seine Amtszeit als Ministerpräsident von Italien während der Coronapandemie wurde positiv hervorgehoben. „Binnen weniger Monate hatte Italien im Vergleich zu den meisten anderen europäischen Ländern mehr Geimpfte, weniger Corona-Infizierte und Schwerkranke; und mit einer Steigerungsrate von knapp 9 % wuchs die Wirtschaft geradezu explosionsartig – und deutlich stärker als im EU-Durchschnitt“, heißt es zu seiner rund anderthalbjährigen Amtszeit, die im Februar 2021 begann und im Oktober 2022 endete.

Seit 1950 wird der Karlspreis jährlich vergeben. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem Ursula von der Leyen (2015), Wolfgang Schäuble (2012), Angela Merkel (2008) und Martin Schulz (2015). Doch nicht nur Einzelpersonen wurden bisher mit dem Preis ausgezeichnet. 2002, anlässlich seiner Einführung, wurde der Euro mit dem Karlspreis ausgezeichnet. 1986 wurde das gesamte luxemburgische Volk mit dem Preis geehrt. Der Preis ist nach Karl dem Großen benannt, der historisch als Symbol einer geeinten europäischen Ordnung gilt.

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43 Kommentare

  • Nun, Draghi war ja der, der die Niedrigzinspolitik der EZB initiierte, durch die sich die (hoch-) verschuldeten Euro-Staaten finanzielle Luft verschaffen und sich durch Inflation zulasten ihrer Bürger der Verschuldung entledigen konnten – oder irre ich da?

    • Was alle Karlspreisträger eint: sie zerstören den Kontinent, handeln konsequent gegen die europäischen Völker, verraten und verkaufen uns.

  • Er hat die Haftungsunion eingeführt.

    Das wird noch bitter enden für Deutschland.

    • Gangsters Paradies, mehr nicht👹

  • So wirtschaftlich gestärkt wie heute
    war Deutschland seit 1945 nicht mehr.

  • Unter der „wirtschaftlichen Stärkung Europas“ leiden insbesondere Arbeitnehmer und mehr noch die Rentner.

  • Satire darf alles.

  • Ich dachte zuerst an Realsatire und dachte, dieser sogenannte Karls-Preis steht in direktem Zusammenhang mit Karl Valentin. Nachdem ich mich im Web informierte musste ich mit blankem Entsetzen feststellen, der Preis hat mit Karl dem Großen zu tun. Wie man dies auf Mario Draghi projiziert, wissen wohl nur wenige auserwählte Menschen auf diesem Planeten. Draghi und „Verdienste um Europa“, das ist und bleibt felsenfest maximal die Anwartschaft auf den Karl Valentin-Preis.

    • Schauen Sie sich die bisherigen Preisträger an, dann erkennen Sie sofort, was das für ein Karnevalsorden ist. So wie in Nordkorea.

      • Dazu kommen noch die anderen „Orden“, die Die sich gegenseitig umgehängt haben, und wer sie bekommen hat. Das alles habe ich alles schon mal erlebt.

      • Das stimmt, zumindest seit 30 Jahren.

  • Ach was regen wir uns hier auf. So war es immer,so ist es heute,so wird es sein.
    Die Mächtigen feiern sich selbst, tauschen Urkunden und behängen sich mit immer mehr Lametta und Orden. Diese Narrenspiel kostet mich keine schlaflosen Nächte 😉🛌🛌🛌🛌

  • Allein die letzten 10 Jahre Preisträger disqualifizieren diesen Preis noch ernst zu nehmen und beschämen den Namensträger zutiefst (Ausnahme 2022)

    https://de.wikipedia.org/wiki/Karlspreis

    • Früher dachte ich, es handle sich um eine ehrenwerte Auszeichnung.
      Heute weiß ich, dass es sich nur um einen weiteren Schweineorden handelt, den sie sich gegenseitig umhängen.

    • eine gewisse clique behaengt sich seit langem bei jeder gelegenheit mit lametta.
      das foerdert den zusammenhalt untereinander, und lockt weitere teilnehmer an.
      so schuetzen und behalten sie ihre staerke und handlungskraft gegen das europaeische volk.

    • Ich habe die Liste angeschaut. Mir ist übel.

  • Gleich eingangs im Vorwort des von Mario Draghi erst jüngst verfassten Sonderberichts zur Wettbewerbsfähigkeit ist ausdrücklich erklärt, dass die Europäische Union „will have lost its reason“, wenn vor allem produktiver Arbeit und den dazu längst auf dem Tisch liegenden Erkenntnissen bereits von Staats wegen in den Mitgliedsländern weiterhin keine Beachtung beschieden ist. Der Befund nimmt dabei unausgesprochen Bezug auf Psalm 69,3 und den dortigen Worten: „Ich versinke in tiefem Schlamm, wo kein Grund ist“. Angesichts dessen erstaunt es ungemein, dass anlässlich der heute angekündigten Verleihung des Karls-Preises die damit auf das Schärfste geübte Kritik sogar von einem Politiker einfach ausgeblendet wird, dessen Partei sich bekanntlich auf das christliche Menschenbild beruft.

  • „Auszeichnungen sind wie Hämorrhoiden – irgendwann kriegt sie jedes Arschloch.“ [Billy Wilder]

    • Hervorragendes Zitat, passt wie Hintern auf Eimer.

  • Wenn Schelme einen Narren mit Schellen behängen, klingelts ordentlich. Ein Blick auf die bisherigen Preisträger genügt: gesehen und gelacht. Trauer muss Charlemagne tragen, noch im Grab!

  • Solche Auszeichnungen – für solche Politiker – sind nur noch eine Verhöhnung an die Bevölkerung!

  • Ich lach mich schlapp wer dies bekommt. Ein Preis ohne Wert, ursel, jetzt der und wer war noch alles. Also ich sehe nichts was die geleistet haben….

  • Goldman-Sachs lacht sich kaputt oder ist der Preis zufällig ihr eigener?

  • Wenn man sich seine Vorgänger unter den Preisträgern ansieht, muß man feststellen: Goldman-Sachs-Mario ist dieser fragwürdigen Auszeichnungen mehr als würdig.

  • Einfach nur krank

    • Totales Paradoxum ist das. Schilda total.

  • Langsam verkommt der Karlspreis zur Farce.

  • Sowohl das Bundesverdienstkreuz, welches ihm Merkel anhängte, als auch der der Karlspreis sind eine Verhöhnung der deutschen Sparer.

  • Die sozialdemokratische Agenda 2010 hat Niedriglohnpolitik in einem beitragsfinanzierten Sozialsystem in Gang gesetzt – ein volkswirtschaftlicher Wahnsinn! – Und die Agenda 2010 hat die Finanzialisierung der Immomärkte in Gang gesetzt.
    Draghi hat die Finanzialisierung des Immobilienmarktes und die Großinvestoren gefördert, die Riesenkredite bekommen haben. Heute haben wir Baupreiskrise, fehlendes mittelständiges Eigenkapital und Mietenwahnsinn!

    Das Resultat: alles wird zu teuer und belastend! Zuwanderung wird als Ausweg gesehen, weil man Billigarbeitnehmende sucht. Die sind nun in Alimentierung von Asyl & Bürgergeld – und der einzige sinnvolle Ausweg einer Beschäftigung der Zuwanderer im Wohnungbau wird durch Kapitalinteressen und Politik blockiert!

    Alles nur, weil Dr. Geue, Steinmeier und BK Schröder ein 6-Seiten-Papier nicht richtig vom Ende her bedacht haben:
    Siehe:
    https://www.pankower-allgemeine-zeitung.de/fehler-agenda-2010-lastenausgleichsgesetz-notwendig/

  • Der Karlspreis wird, so will es mir scheinen, immer an erznegative Personen verliehen.

  • Karlspreis – nunja, will man den überhaupt ? Wer war Karl der Große ?
    Er christianisierte äußerst brutal indigene Völker, trieb ihren einfachen Naturglauben mit brachialsten Mitteln aus, tötete die, die sich weigerten. Auf seinem Wirken liegt kein Segen. Vielleicht liegt hier auch die Ursache von dem was heute in Europa passiert- Karma schlägt immer zurück. So wie damals die Menschen gezwungen wurden, gegen ihren Willen einen fremden Glauben übernehmen zu müssen, so geht es heute Europa- es wandern Menschen ein, die einen anderen Glauben haben und den hier nun mit allem Nachdruck durchsetzen und installieren wollen. Man kann sagen, das Pendel schlägt nun auf die andere Seite aus.

  • Der Karlspreis sollte man langsam in Mafia-Preis umbenennen, um die Glaubwürdigkeit der Veranstaltung zu bewahren.

  • Schulden werden sozialisiert, Gewinne privatisiert. Die Banken und Investoren streichen die Gewinne ein und alle Risiken und Schulden tragen die Steuerzahler. Ganz großes Kino 🤦

    Dafür bekommst du einen Preis, lächerlich…

  • Dass so ein Typ frei herumläuft, einen Preis für seine kriminellen Machenschaften bekommt, ist der beste Beweis, dass EU/Euro dem Untergang geweiht ist.

    • die mafia ist auch nie untergegangen.
      im gegenteil, es kamen immer mehr mafioese gruppierungen aus anderen laendern hinzu.
      die koennen noch ewig so weitermachen.
      der poebel wird hinter totalitaere, digitale kontrollbarrieren gesperrt, aus denen es kein entrinnen mehr gibt, und alsdann ausgebeutet bis zum gehtnichtmehr.

  • Vorsätzliche Zerstörung der Gesellschaft wird jetzt also
    mit Orden ausgezeichnet ?
    Das der Rechtsstaat heute nicht funktioniert , heißt zum Glück nicht
    das er nie wieder funktioniert !

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