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Günter Krings

Wahlergebnisse nicht entscheidend dafür, „ob eine Partei Volkspartei ist“, sagt CDU-Abgeordneter

Für den CDU-Abgeordneten Günter Krings ist die CDU nach wie vor eine Volkspartei, denn „ob eine Partei Volkspartei ist, entscheidet sich nicht allein an Wahlergebnissen“, sagte er nach dem Wahldebakel vom Sonntag. Eine Personaldebatte über Merz lehnt er ab.

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Unionsfraktionsvize Günter Krings ist gegen eine Debatte über Bundeskanzler Friedrich Merz. (IMAGO/dts Nachrichtenagentur)

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Nach dem CDU-Debakel bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern will der Bundesabgeordnete Günter Krings von einer Personaldebatte über Bundeskanzler Friedrich Merz nichts wissen. Über „Alternativen kann man nur ernsthaft sprechen, wenn jemand darlegen kann, warum es mit ihm besser laufen würde. Das sehe ich aktuell nicht“, sagte Krings der Welt.

Es sei verantwortungslos, über Alternativen zu reden, „ohne zeigen zu können, dass und wie wir danach tatsächlich besser dastehen würden“, führte der Politiker dazu aus.

Krings hält die CDU trotz schlechter Ergebnisse weiterhin für eine Volkspartei: „Ob eine Partei Volkspartei ist, entscheidet sich nicht allein an Wahlergebnissen“, so Krings. Die Ergebnisse seien „eine ganz heftige Mahnung“ für die CDU. In Mecklenburg-Vorpommern ist die CDU am Sonntag erstmals nicht in einen Landtag eingezogen und an der 5-Prozent-Hürde gescheitert. Auch in Berlin düpierte die Linkspartei die Berliner CDU. Zuvor hatte die CDU bereits in Sachsen-Anhalt klar gegen die AfD verloren.

Krings bemängelt, es gebe einen langjährigen Reformstau, der vor allem der CDU als langjähriger Regierungspartei angelastet werde. Entsprechend schlecht stehe man jetzt in Umfragen da. Die von CDU und SPD geplanten Reformen im Sozialstaat seien zudem schwer durchsetzbar und unbeliebt, was weiterhin für schlechte Werte sorge. Zugleich räumte er „handwerkliche Fehler“ ein. Auch er sei „nicht mit allen Aspekten der Regierungsumbildung zufrieden“.

Entscheidend für die Zukunft der CDU und des Landes sei nun, die Reformen durchzusetzen. „Mir ist ziemlich egal, wie sich die SPD jetzt fühlt“, so Krings. Aus einer Landtagswahl lasse sich nicht ableiten, dass die Vereinbarungen im Bund nicht mehr gelten, sagte der Politiker mit Blick auf das Ergebnis aus Mecklenburg-Vorpommern. „Es wäre falsch, aus Panik Reformschritte wieder zurückzunehmen, nur um in der nächsten Umfrage besser dazustehen“, so Krings klar.

jw

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61 Kommentare

  • Nun, vielleicht zwei Beobachtungen:

    #1: Schon an Farbe und Muster der Krawatte wird deutlich, daß der Herr im „Team Merz“ spielt.

    #2: Es mag ja sein, daß man eine „Volkspartei“ nicht an ihren Wahlergebnissen erkennt; nur leider verschweigt der Herr Krings uns, woran man das ansonsten beurteilen sollte – und wenn es auf Wahlergebnisse nicht ankommt, könnte man dann ja sicher auch die FDP oder die Biertrinkerpartei als „Volksparteien“ sehen, oder?

    • Gehört nicht Automatisch zu einer Volkspartei zumindest ein bisschen Volk dazu ?

      Befürchte bis zum ersten AFD geführten Bundesregierung werden wir weite Teile des Dudens und der Grundrechenarten und Mengenlehre wohl nicht mehr gebrauchen können .
      Wie zum Beispiel bei dem Wort halbieren ! Was hat Merz bloß damit im Bezug auf die AFD wohl meinen können ? Usw .

      • Nun, werter Olaf, das mit dem „Halbieren“ hat ja bislang nur so „mittelgut“ geklappt. Aber echter Angstschweiß soll im CDU-Präsidium ausgebrochen sein, als der Kanzler sein Vorhaben bekanntgab, die CDU verdoppeln zu wollen …

    • Krawattenträger sich mir inzwischen sowieso unheimlich.

    • Nachtrag:

      Nähme man die DBK [Deutsche Bischofskonferenz] (noch) ernst, wäre ernsthaft zu fragen ob die Christlich Demokratische Union den völkisch-nationanlistischen Titel „Volkspartei“ nicht schon allein wegen der von der DBK erklärten „Unvereinbarkeit von völkischem Nationalismus und Christentum“ ablehnen müsste …?

    • Calpurnius Piso zu #1: nicht nur das, auch die Brille und der Gesichtsusdruck mit einer dargestellten Seriösität…
      zu #2: Genau. Ich wollte auch schon fragend schreiben: „Wahlergebnisse sind nicht entscheidend dafür, ob eine Partei Volkspartei ist“: und was sonst ?
      Ausserdem wird von der CDU und den anderen „Altparteien“ mit dem Ausdruck „popolär“ schlecht umgegangen. Populistisch wird von denen (seit die Afd Erfolg hat) negativ besetzt. Vorher hatten die damit wenig bis keine Probleme. Populär bedeutet doch für das Volk. Aber es wird alles madig gemacht was die AfD so nach vorne bringt. Dabei hätten die Id…en einfach selber nur mal wieder an unser Volk denken müssen…
      Das scheint eine Klicke zu sein, die sich selber hofiert und nun die Geld- und Machtquellen schwinden sieht. Panik bricht aus. Da kann man doch mal auf eine richtige Volkspartei wie die AfD draufhauen… Aber natürlich ohne Hass und Hetze.
      Was für Gesäßviolinen.

  • Prüf mal: Überall dort wo die Linke erfolgreich ist, möchte man nicht wohnen. Warum nur?

    • Das stimmt nicht ganz. Der Chef des Remmo-Clans hat sich schon ganz begeistert gezeigt.

      • Der Mann ist so begeistert von Berlin dass er sogar bereit ist weite Teile der Polizeilichen Aufgaben für die innere Sicherheit der Stadt Unentgeltlich zu übernehmen .
        Und die linken sind ganz begeistert !

  • Bei Krings ist der Realitätsverlust offenbar längst zur Parteidoktrin geworden.
    Die Wähler laufen davon, die Wahlergebnisse stürzen ab – und die CDU erklärt sich einfach selbst zur Volkspartei.
    Das Volk darf wählen, aber bitte nicht die Selbstwahrnehmung der Funktionäre stören! Und Merz? Unantastbar. Bloß keine Personaldebatte, bloß keine Konsequenzen, bloß keine Gefahr für die eigenen Sessel. So wird aus politischer Verantwortung eine groteske Selbstbedienungsveranstaltung.

    Krings liefert die passende Bankrotterklärung: Nicht die Partei muss sich vor den Wählern rechtfertigen, sondern die Wähler haben gefälligst das Selbstbild der Partei zu respektieren.
    Eine Volkspartei ohne Volk, eine Führung ohne Selbstkritik und ein Funktionärsapparat, der seinen eigenen Machterhalt mit Staatsräson verwechselt.

    WEG DAMIT!

    • In der nachweislichen Parteienkratie sind sowieso Volksabstimmungen eine nervende und kostspiele Nebensächlichkeit, nicht wahr…

      Es fehlen gerade von jener Partei des herbeigeführtem Untergangs, in mehrerer Hinsicht, die Stimme einer Neuauszählung.

      Eine Demokratie braucht KEINE Parteien, jedoch Parteien brauchen ein zu plünderndes Volk.

      Mandatsträger die direkt UND OHNE Parteibuch sind und bleiben die einzigen Demokraten (also vom Volk beauftragten Personen) die sich nicht Doktrin, Ideologien aus Parteizentrale sich beugen müssen und somit dem EIGENEN Volke dienen können, würden manche hinweisen.

      • Siehe Köln 🤮

    • Entscheidend ist eben die „gefühlte“ Realität.

      Vielleicht erlassen die sich auch in dieser Hinsicht ein Selbstbestimmungsgesetz…

    • Auf den Punkt gebracht!

    • Denen geht es nur noch um Macht (Dienstwagen Schlüssel) und Fleischtrog!

  • Sofort Neuwahlen.

  • „Es sei verantwortungslos, über Alternativen zu reden, „ohne zeigen zu können, dass und wie wir danach tatsächlich besser dastehen würden“, führte der Politiker dazu aus.“

    Niemand hat das besser bewiesen als die CDU und deshalb wird sie auch überall abgewählt. Merkels Atomausstieg und Migrationsagenda hat uns nicht nur nicht besser dastehen lassen, sondern geradezu vernichtet.

  • Die FDP ist Volkspartei. Weil sie aus allen Parlamenten rausfliegt.
    Ist doch logisch.

    1 % der Stimmen sind ein klarer Beleg für eine monströs erfolgreiche Volkspartei.

    Je weniger Stimmen, desto mehr Volkspartei.

    Wer Wickie und die starken Männer noch kennt: dessen Papi forderte bei Verhandlungen er wolle nicht nur ein Zehntel, sondern mindestens ein Zwanzigstel. Das sei schließlich mehr.

    So jetzt auch die CDU. Je weiter wir unter fünf Prozent liegen, desto mehr sind wir Volkspartei.

    Da haben die jetzt von Wickies Papi gelernt.

    Übrigens: ein Zwanzigstel sind fünf Prozent.

    Die CDU strebt jetzt aber ein Vierzigstel an.
    Denn das ist ja schließlich mehr.

  • „ob eine Partei Volkspartei ist, entscheidet sich nicht allein an Wahlergebnissen“ – schöner könnte man es nicht sagen. Die CDU ist eine Volkspartei ohne Volk. Bedeutet: reine Platzverschwendung. / „es gebe einen langjährigen Reformstau, der vor allem der CDU als langjähriger Regierungspartei angelastet werde, entsprechend schlecht stehe man jetzt .. da.“ korrekt! Auch das kann man nicht besser sagen – auch wenn es in lamoryanter Weise anders gemeint war. Der Verursacher stellt sich als Opfer dar. – Kann weg! haben die Wähler entschieden.

  • Das Titanic Orchester hat auch bis zum Ende weitergespielt.

    • Aber wenigstens haben sich die CDU-Abgeordneten im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern vor der Wahl noch einmal gegenseitig ansehen können, bevor Merz mit ihnen fertig geworden ist.

  • Genial! Man gründet einfach eine Volkspartei ganz ohne lästiges Volk. Hauptsache, die Sessel von Merz und Co. bleiben vor Personaldebatten geschützt. Diese arrogante Realitätsverweigerung ist die beste Wahlempfehlung für uns. Macht bitte genau so weiter! 🤡🤦‍♂️

    • In der postrationalen Phase ihres unausweichlichen Untergangs heißt es für die deutsche Christdemagogie einmal mehr: um so schlimmer für die Fakten 🫠

  • Er bestätigt einen der Gründe für den kompletten Absturz der Partei – Realitätsferne!!

    • Ferne wäre bloß ein Mangel an Nähe. Das kann man schon Parallwelt nennen.

  • Gut, wenn er das ernsthaft glaubt, können alle selbsternannten Volksparteien aus dem Blockparteienlager ja unter fünf Prozent kommen!
    Sie können sich dann ja gerne weiter „Volksparteien“ nennen; frage mich aber sowieso, warum sie sich so nennen?
    Schließlich arbeiten sie fleißig an der Abschaffung des deutschen Volkes…

  • Die so genannten Reformen haben unser Land an den Abgrund geführt.
    Und das einzige, was denen einfällt ist „Mehr davon“.
    Die Bundesregierung sollte sich keine Visagisten anstellen, sondern Psychiater.
    Der Titanic wäre bestimmt nicht gesunken, wenn sie gewendet und den Eisberg nochmal von der anderen Seite gerammt hätte

  • Der Realitätsverlust wird wirklich immer schlimmer. Der Schock ist wohl so groß, dass sie sich selbst nur noch mit solchen Schutzschildern schützen können.
    Wenn sie ehrlich zu sich selber sind, werden sie realisieren welchen Unsinn sie von sich gegeben haben.

    • Ihr Merz hat die Richtung vorgegeben, mir nach ins parteipolitische Nirvana

  • Vielleicht sollte die CDU mal darüber nachdenken ob die Partei mit Merz, Amthor und Spahn DAS Problem ist. Darüber hinaus sollte die CDU sich mal fragen ob die Abhängigkeit von Klingbeil und Bas nicht zusätzlich geschadet hat. Dann noch die „Brandmauer“, statt Zusammenarbeit mit der AfD. Und das Thema Ukraine welches die Bürger inzwischen maßlos satt haben. Ebenso „Klima“. Es geht in Deutschland inzwischen um die nackte Existenz. Statt den Bürgern ständig nur Lügenmärchen aufzutischen, hätte die CDU halt mal regieren sollen zum Wohle der Bürger und Wähler.

  • Noch ein Nibelungentreuer. 😂

  • Nach dieser Analyse erkläre ich die FDP und das BSW zu Volksparteien

  • Ach nein? Was denn sonst? Gelebte Einbildung immer noch „groß und stark“ zu sein? Aus welcher Anstalt haben sie denn den aufgegabelt?

  • Das stimmt, wenn man den Begriff „Volkspartei“ auch einmal so versteht: Eine Partei, die für das Volk da ist. Davon ist die Union aber mittlerweile sehr weit entfernt.

  • So,so! Nicht die Regierung muss zeigen, dass sie es kann und die besten Konzepte hat, sondern die Alternative soll, bevor sie noch die Chance dafür bekommt, beweisen, dass sie es besser könnte und eine Volkspartei ist dann eine Volkspartei, wenn sie es von sich selbst sagt.
    Das klingt nach dem was es ist: Verquaster abgehobener Funktionärssprech wie aus der Endzeit des Politbüros.

  • Nun bitte Dr. Habeck ans Mikrophon für eine „Einordnung“:
    „Die sind nicht abgewählt worden, die haben nur aufgehört, Stimmen zu bekommen…“

  • Da der Begriff Volkspartei „völkisch“ ist, hat die CDU jetzt nur noch 4,9% und ist jetzt nur noch eine Merkel-Sekte.

  • Sie bezeichnen sich immer noch die #1 der Volksparteien, auch wenn sie auf dem Volksfest von den Ordnern am Eingang abgewiesen wurden und nur noch durch den Zaun zuschauen dürfen.
    Weltfremd, volksfern und in einem Wolkenkukucksheim lebend, dafür aber arrogant und hochnäsig bis zum bitteren Ende… so könnte man die CDU beschreiben. ☝️

  • Der Witz ist gut
    Volkspartei ohne Volk👍
    Erinnert mich an des Kaisers neue Kleider

  • Wenn die CDU etwas fürs Volk tun würde, anstatt es zu drangsalieren, dann wären wohl auch die Wahlergebnisse besser. Stattdessen verfolgt man den von Merkel eingeschlagenen Kurs unbeirrt weiter.

  • Wer Volkspartei ist, entscheidet kein Kriegstreiber, der junge Menschen für seine Black-Rock Ziele an die Front schicken will! Die CDU ist der Nachfolger der NSD…. und will Europa in einen Krieg treiben, den das Volk nicht will!

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