Werbung:

Werbung:

Argentinien

Umfrage zur Präsidentschaftswahl sieht Milei 20 Prozentpunkte vor seinem linken Konkurrenten

Eine neue Umfrage zur Präsidentschaftswahl im nächsten Jahr sieht den argentinischen Amtsinhaber Javier Milei deutlich vor seiner linken Konkurrenz: In der ersten Wahlrunde könnte er 42 Prozent der Stimmen erhalten – weit vor dem peronistischen Kandidaten.

„Kettensägen“-Präsident Javier Milei hat laut einer neuen Umfrage gute Wahlchancen (IMAGO/ZUMA Press Wire)

Werbung

Eine neue Umfrage des argentinischen Umfrageinstituts Isasi-Burdman sagt dem argentinischen Präsidenten Javier Milei gute Werte für die kommende Präsidentschaftswahl im Oktober 2027 voraus. Laut der Umfrage, die am Sonntag veröffentlicht wurde, würde der „Kettensägen“-Präsident in der ersten Wahlrunde 42 Prozent der Stimmen erhalten und damit 20 Prozent Vorsprung vor seinem ärgsten Konkurrenten haben, wohl einem der drei wahrscheinlichen peronistischen Präsidentschaftskandidaten.

Dabei handelt es sich entweder um die ehemalige Präsidentin Cristina Kirchner, den ehemaligen Präsidentschaftskandidaten Sergio Massa (gegen den Milei bereits 2023 gewonnen hat) oder den Gouverneur der Provinz Buenos Aires, Axel Kicillof. Gegen einen der drei müsste Milei der Umfrage nach dann in einer Stichwahl antreten – angesichts des deutlichen Vorsprungs in der ersten Runde wäre er jedoch klar favorisiert.

Abseits von Milei und den Peronisten hat keine andere politische Fraktion Stand jetzt Chancen auf die Präsidentschaft: Der Kandidat einer Allianz der regionalistischen Vereinigten Provinzen und der liberal-konservativen Juntos por el Cambio, eines Partners Mileis, würde nur auf vier Prozent der Stimmen kommen. Der Kandidat der trotzkistischen Wahlallianz Linke Arbeiterfront würde unterdessen auf fünf Prozent kommen. Andere Kandidaten würden neun Prozent erhalten. 20 Prozent der Wähler sind noch unentschlossen. Milei könnte also auch noch auf über 50 Prozent steigen, sollten sich genug Unentschlossene für ihn entscheiden.

Die repräsentative Umfrage wurde zwischen dem 19. und dem 24. April online unter 2.049 wahlberechtigten Argentiniern durchgeführt. Sie widerspricht den aktuell deutlich sinkenden Beliebtheitswerten der Milei-Regierung bei anderen Umfrageinstituten – dort hat der libertäre Präsident deutlich an Boden verloren. Bereits im Vorfeld der Zwischenwahlen im vergangenen Oktober wurde seiner Partei La Libertad Avanza jedoch von zahlreichen Instituten eine Niederlage prognostiziert – am Ende fuhr sie einen Erdrutschsieg ein.

Isasi-Burdman sieht La Libertad Avanza auch bei der kommenden Parlamentswahl, die zeitgleich zur Präsidentschaftswahl stattfinden wird, vorne – in der aktuellen Umfrage kommt die libertäre Partei auf 38 Prozent. Die peronistische Opposition würde unterdessen auf 20 Prozent kommen. Die Wahlallianz aus Vereinigten Provinzen und Juntos por el Cambio würde unterdessen elf Prozent erreichen. Die Linke Arbeiterfront könnte unterdessen fünf Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Andere Parteien würden insgesamt fünf Prozent erreichen – 20 Prozent der Wähler sind unentschlossen.

Lesen Sie auch:

Die Umfrage dürfte Präsident Javier Milei in seinem Kurs bestätigen: Seit seinem Amtsantritt im Dezember 2023 hat Milei eine wirtschaftliche „Schocktherapie“ durchgesetzt. Das stark überschuldete Land, geplagt von einer lähmenden Inflation, konnte seitdem deutlich stabilisiert werden. Das reale BIP ist bereits 2025 um 4,5 Prozent gestiegen – die Inflation liegt mit rund 32 Prozent auf einem der niedrigsten Werte der letzten acht Jahre.

Werbung

Strafbare Inhalte, Beleidigungen oder ähnliches sind verboten (hier unsere Kommentar-Richtlinien). Kommentare sind auf maximal 1.000 Zeichen limitiert.

Ohne Account kommentierenKein gesicherter Name, von jedem frei wählbar

Mit Account kommentieren Ihr Nutzername für Sie gesichert & einmalig

Anmelden ›Kostenlos registrieren

16 Kommentare

  • Dabei macht er doch nach deutschen „Qualitätsmedien“ (husthust) alles falsch…

  • Hoffentlich bleibt das so! Die Argentinier müssen an der Zukunft interessiert sein, wenn sie Milei wählen! Bravo! 😃

  • Und in welchem Land der Welt reichen 42% im 1. Wahlgang zur Wahl eines Präsidenten, wenn es dann zur Stichwahl kommt?

  • Das Gesetz der Freiheit setzt sich immer mit Erfolg durch. Nur linke Schmarotzer kommen damit nicht klar. Die Geschichte lehrt uns immer wieder; der Sozialismus endet immer in Armut und Tod!

    • Ein komplett freier Markt bringt nicht nur Wettbewerb, sondern auch Druck auf alles, was nicht „profitabel“ ist. Lokale Traditionen und gewachsene Strukturen geraten ins Hintertreffen, weil globale Konzerne effizienter und billiger sind. Kleine Betriebe verschwinden, Innenstädte sehen irgendwann überall gleich aus.

      Für viele Menschen heißt das auch: Unsicherheit, steigende Mieten, Verdrängung. Wer nicht mithalten kann, muss wegziehen, und verliert damit oft ein Stück Heimat. Am Ende zählt vor allem der Preis, nicht das, was einen Ort besonders macht.

      -19
      • Und was bringt der Sozialismus? Sicherheit? Kein Wegzug? Ist das nicht eher Wunschdenken? Wenn nichts mehr läuft, was dann? Sind die Erinnerungen der SED und des tollen Leben in die DDR schon vergessen?
        *Höhere Steuerlast: Um Sozialprogramme und öffentliche Dienstleistungen zu finanzieren, sind sozialistische Regierungen oft auf höhere Steuern angewiesen. Dies kann zwar zu einer stärkeren Einkommensumverteilung beitragen, kann aber auch die Steuerzahler, einschließlich der Mittelschicht und der Unternehmen, stärker belasten. Eine übermäßige Besteuerung kann Investitionen abschrecken, den Unternehmergeist behindern und die gesamtwirtschaftliche Produktivität verringern.*
        https://barrazacarlos.com/de/vorteile-und-nachteile-des-sozialismus/

      • „Unsicherheit, steigende Mieten, Verdrängung.“ In Deutschland sehe ich für diese Entwicklung andere Ursachen, das kann man nicht den großen Konzernen anlasten.
        Entscheidend ist, was die Leute draus machen. Wer kein Verständnis für lokale/regionale Zusammenhänge hat und nur nach dem Motto „Geiz ist geil“ lebt, braucht sich über die Folgen nicht zu wundern (aktuelles Beispiel: „billige“ chinesische Autos kaufen).

      • Sozialistisches Palaver, um wieder gegen die Marktwirtschaft zu hetzen.

        Gehen Sie endlich ARBEITEN!

        • Starke Argumente, Opi.

          -11
  • Das wird unserem Pinocchio nicht gefallen.

  • Ja Herr Merz. Der Mann ruiniert sein Land.

  • Es flutscht in Millei’s Argentina er wird grandios wieder gewählt und ich freue mich schon auf die hyperventillierenden Linken in Europa. Sie werden wieder im Koma liegen.

    Das wird e Gaudi!!!

  • JAVI MILEI will von innenpolitischen Schwierigkeiten ablenken. Wie in den 1980er Jahren die Militar-Junta. Jetzt wäre vielleicht eine erneute Invasion der Islas Malvinas, der Falkland-Inseln, erfolgreich. Die britische Royal Navy wird sicherlich nicht eingreifen. Trump wird für Starmer keinen Finger rühren, nachdem er ihn in den letzten Monaten wie einen Schuljungen gemaßregelt hat,

    Bemerkenswert: Unter den Falklands liegt das von Israel ausgebeutete „Sea Lion“-Ölfeld. In dem Zusammenhang hat MILEI die sogenannten „Jerusalem Accords“ unterzeichnet.

  • Milei liefert, Argentinien geht es sehr viel besser. Also, wer sollte ihn nicht wählen? Nur Dummköpfe schwören weiter auf Links.

Werbung