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Nach Landtagswahl

Strack-Zimmermann zählt Dürr an – doch der will nicht zurücktreten

Die krachende Niederlage der FDP in Baden-Württemberg ist für die blasse Bundesspitze kein Grund, Konsequenzen zu ziehen. Die Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann zählt Parteichef Dürr derweil schon öffentlich an.

Kann die Liberalen nicht wieder aufrichten: FDP-Chef Christian Dürr. (IMAGO/Bernd Elmenthaler)

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FDP-Chef Christian Dürr hat nach der Wahlniederlage ausgeschlossen, persönliche Konsequenzen zu ziehen. Trotz des blassen Profils der Bundespartei will der Vorsitzende nicht zurücktreten. „Die FDP muss sich erneuern“, sagt er nach einer Sitzung des Parteipräsidiums in Berlin. Das werde ein langer, steiniger Weg. Dies wolle ‌er unterstützen und ⁠nicht ‌zurücktreten, ​so Dürr. ⁠Auch Generalsekretärin Nicole Büttner werde ihre Arbeit fortsetzen, erklärte der Parteichef.

Die FDP ​müsse für eine andere Politik ‌und ​radikale Reformen stehen, so Dürr, der für seine Partei den Begriff „Radikale Mitte“ zu prägen versucht hatte. Denn andere würden es nicht ‌tun. „Wir sind als FDP noch nicht an dem Punkt, wo wir wieder erfolgreich Wahlen bestreiten können“, räumt er ein.

Die beiden Top-Köpfe der FDP wollen dennoch im Amt bleiben – dabei haben sie es bisher versäumt, den Freien Demokraten ein neues oder überhaupt irgendein Gesicht zu geben. In der Partei regt sich mittlerweile auch offen Widerstand gegen diese Führung. Die Europaabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat den Parteichef bereits angezählt.

„Jetzt heißt es Butter bei die Fische“, schrieb die Politikerin anlässlich der Wahl-Klatsche in Baden-Württemberg, die sie als „knallharte Niederlage“ bezeichnete. „Dazu gehört das Selbstverständnis, Verantwortung für Wahlergebnisse zu übernehmen.“ Ein kaum verhohlener Hieb gegen die Bundes-Führung in Berlin: Der baden-württembergische FDP-Chef Hans-Ulrich Rülke hatte bereits persönliche Konsequenzen gezogen und seinen Rücktritt erklärt.

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Die FDP war bei der Wahl in Baden-Württemberg abgestraft worden und erhielt nur 4,4 Prozent – im Vergleich zur Wahl 2021 verloren die Liberalen in ihrem einstigen Stammland 6,1 Prozent.

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46 Kommentare

  • Ich fürchte, Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat die entscheidenden Prozente gekostet.

    Im Übrigen ziegt sich, das einer, der den Good Cop hin und wieder mal spielt, etwas zu wenig ist.

    Die „Liberalen“ haben sich überflüssig gemacht.

    • Na, da würde ich doch zurücktreten und Strack-Zimmermann den Parteivorsitz überlassen. Diese Partei ist gegenwärtig nicht überlebensfähig. Sie darf dann ruhig den Rest in den noch Abgrund reißen.

    • Oh, bitte, bitte, liebe FDP, macht Frau Strack-Zimmermann zu eurer Vorsitzenden – dann habt ihr die 0,45% endlich erreicht!

  • Strack Zimmermann kostet Prozente…

    • Genau – Teil des Problems und nicht der Lösung. Die Frau hat eine völlig falsche Vorstellung über ihr Wirken auf die Bevölkerung.

    • Aber immerhin taugt sie noch als Lachnummer auf X. Leider weigert sich Grok, sie zu roasten. Wäre sicher lustig.

  • Ich denke, diese Frau ist in tragender Rolle, für den Untergang der Partei verantwortlich.

  • Genau. Marie-Agnes muß Parteivorsitzende werden und die FDP ihrer Bestimmung entgegenführen.

    • 💯 richtig

  • Ein Grund weshalb ich die FDP für mehr als überflüssig halte, IST Frau Strack-Zimmermann!

    • Auch die von FDP-Mitgliedern gegründete Abmahn-Firma „so done“–die hautsächlich Promis einen kostenfreie Flat-Rate Service anbietet um gegen kritische Bürger juristisch vorzugehen–hat mit meinem Verständnis mit „freien Demokraten“ immer weniger zu tun.

  • Ich frage mich, ob Marie-Agnes‘ Chef weiß, was sie gerade tut? 🙂 🙂 🙂

    • Rheinmetall weiß das 😎

  • Wie würde man das denn in der Wirtschaft machen?
    Einfach Konkurs anmelden.
    Das was von der FDP übrig ist, wird unter den Gläubigern aufgeteilt.
    Also den restlichen FDP Wählern.
    Das Geschäftsmodell hatte leider keine Zukunft. Ende.

  • Es ist bemerkenswert, daß Frau Strack-Zimmermann im Europäischen Parlament sitzt. Dabei sollte man nicht vergessen, daß ihr Mandat vor allem durch ihre Position „ganz oben auf der FDP-Liste“ bei der Europawahl 2024 zustande kam – und weniger durch ein persönliches, direktes Wähler-Votum. Man könnte sagen, manchmal entscheidet eher Glück oder Listenplatz als politisches Gewicht über das Überleben im Parlament. Ironie des Schicksals? Oder einfach gute Planung? Entscheiden sie selbst!

    • ‚Oder einfach gute Planung?‘

      Defintiv: Sicherung bzgl. der Pfründe gehört dazu.

  • Die FDP hat sich schon immer gefallen als das Zünglein an der Waage. In einem Drei-Parteien-Parlament kokettierte sie mal mit diesem, mal mit jenem.
    Heute sind die Mehrheiten anders verteilt und das alte Spiel funktioniert nicht mehr. Ein Abklatsch zu sein reicht nicht, da entscheidet sich der Wähler fur das Original.
    Wenn es der FDP nicht gelingt, sich neu mit eigenem Profil und Charakter zu erfinden, wird sie tatsächlich überflüssig.

  • Strack-Zimmermann sollte FDP-Vorsitzende werden. Das wäre das Totesurteil für die FDP. Bei der nächsten Wahl käme die dann bestimmt auf 1-2%

    • FDP ist doch tot. Geht es noch toter?

  • Strack Zimmermann ist für mich der Hauptgrund FDP niemals zu wählen.

  • Fast-Drei-Prozent, ob nun trotz dieser Dame oder wegen ihr, die Partei hat sich mit ihrer Beliebigkeit und Opportunität unwiederbringlich ins Nirwana katapultiert.

  • MASZ sollte endlich die FDP verlassen, die sie mit ihrer illiberallen Politik maßgeblich beschädigt hat.

  • FDP – was soll das sein?

  • Slay – läuft bei Dürr

  • Glückwunsch an die Agnes und ihre ehemalige liberale Partei. Die FDP darf mit ruhigen Gewissen abgewickelt werden!

  • dann sollte strack-zimmermann auch gehen.

    • Fragt sich nur, wohin. Die will doch keiner haben. Bei dem Gedanken, dass ich diese Person jeden Tag ertragen müsste…., lieber nicht

  • Es würden 2 gute Personen in der FDP existieren, einmal Kubicki und einmal ich, wenn ich eintreten würde

  • Strack Zimmermann – das freundliche Gesicht dieser Partei. Physiognomie ist nicht alles, aber ….

  • Der stracke Zimmermann wird die Partei auch nicht erneuern. Zuviel Porzellan ist zerschlagen.

  • Das Agnes tut doch alles für den Niedergang der FDP, schon wenn sie Gesicht und Haltung zeigt.

  • Dass der Dürr für eine „Erneuerung der FDP“ stehen könnte, ist wirklich eine witzige Vorstellung. Aber egal. Wen interessiert’s. Die Partei ist tot. Und das ist gut so.

  • Ein Glück das der Verein in diesem Jahr noch aus drei weiteren Landtagen fliegt. Im Frühjahr sind dann noch mal drei dran. Nur in Hessen muss man die Witzfiguren noch etwas länger ertragen.

    P.S.: Ich wusste gar nicht wer der Typ auf dem Bild ist. Den Namen kannte ich auch nicht und zum Glück muss ich mir den auch nicht merken.

  • Westerwelle war der letzte große FDP man, danach gings steil Bergab.
    Dürrs einziger Fehler war, überhaupt zu versuchen die FDP nach der desaströsen Ampelpolitik wieder auf die Beine zu stellen, anstatt das tote Pferd in Frieden ruhen zu lassen. Was willst du mit Personal wie Buschmann oder Strack-Zimmermann auch mit der FDP anfangen?

  • Alles äusserst dürr was die FDP zu bieten hat.
    FDP kann weg.
    Die Rheinmetallkriegstreiberin ist auch völlig bedeutungslos.Weg damit.

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