Sabotagefälle
Sprengvorrichtungen, Hacker, Geheimdienste – die wachsende Gefahr für Deutschlands Infrastruktur
21 Sprengvorrichtungen in Sachsen, Anschläge auf Stromnetze und gestohlene Daten über sensible Anlagen: Deutschlands kritische Infrastruktur gerät zunehmend ins Visier. Die Sicherheitsbehörden registrieren inzwischen mehr als 165 Sabotageverdachtsfälle.
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In Sachsen haben Ermittler neun weitere selbst gebaute Sprengvorrichtungen nahe einem Umspannwerk gefunden. Damit steigt die Zahl der dort entdeckten Vorrichtungen auf 21. Die Ermittler prüfen Verbindungen zu ähnlichen Taten in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen. Dafür sprechen die Bauart der Vorrichtungen und Hinweise aus einem Bekennerschreiben.
Die neuen Vorrichtungen wurden im Bereich von Hochspannungstrassen südlich des Umspannwerks Graustein im Landkreis Görlitz gefunden. Spezialkräfte des Landeskriminalamts entschärften sie. Zuvor hatten Ermittler bereits acht Vorrichtungen nahe dem Umspannwerk Bärwalde bei Lippen und vier weitere bei Graustein entdeckt. Die Zentralstelle Extremismus Sachsen und das LKA ermitteln unter anderem wegen versuchter verfassungsfeindlicher Sabotage.
Die Serie begann am 1. September nahe dem brandenburgischen Kohlekraftwerk Jänschwalde. Dort wurde eine zweistellige Zahl selbst gebauter pyrotechnischer Abschussvorrichtungen installiert. Damit sollte leitfähiges Material in Hochspannungsleitungen geschossen werden. In mindestens zwei Fällen gelang das: Es kam zu Kurzschlüssen, ein größerer Stromausfall blieb aber aus.
Noch am selben Tag kam es rund 550 Kilometer weiter westlich bei Bergheim in Nordrhein-Westfalen zu einem Angriff nach demselben Muster. Leitfähiges Material wurde gegen Hochspannungsleitungen geschleudert und löste einen Kurzschluss aus. Die Kraftwerke Niederaußem und Neurath reagierten automatisch, mehrere Braunkohleblöcke gingen vorübergehend vom Netz.
Die Ermittler fanden in der Umgebung neun Abschussvorrichtungen. Zeitweise waren fünf Kraftwerksblöcke mit einer installierten Leistung von rund 4.200 Megawatt betroffen. Zum Zeitpunkt des Angriffs speisten die Blöcke nach Angaben von RWE rund 3.000 Megawatt in das Netz ein. Die Stromversorgung blieb stabil.
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Ein Vorfall bei einem Umspannwerk in der Nähe Kölns beschäftigt die Behörden: Sabotageverdacht steht im Raum. Nur Stunden zuvor gab es einen vergleichbaren Vorfall in Brandenburg.Kraftwerk Jänschwalde
Mindestens eine Explosion: Mit Sprengstoff bestückte Raketen auf Brandenburger Umspannwerk geschossen
Auf ein Umspannwerk nahe dem Kohlekraftwerk Jänschwalde – dem größten Kraftwerk in ganz Brandenburg – wurden mit Sprengstoff bestückte Raketen geschossen. Einen Stromausfall soll es nicht gegeben haben.Inzwischen gibt es einen Tatverdächtigen. Europaweit wird nach dem 48 Jahre alten Daniel V. aus Gevelsberg in Nordrhein-Westfalen gefahndet. Zwei handschriftliche Bekennerschreiben wurden mit seinem Namen und seiner Adresse unterzeichnet. Der Verfasser erklärt darin, allein gehandelt zu haben. Als Motiv nennt er den Kampf gegen fossile Energieerzeugung. In einem der Schreiben heißt es: „Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen ist ein Verbrechen.“
Die Polizei Köln hat inzwischen eine 60-köpfige Ermittlungsgruppe eingerichtet. Sie wertet nach Behördenangaben umfangreiche Unterlagen aus dem Besitz des Gesuchten aus und sucht darin nach Hinweisen auf mögliche weitere Tatorte im gesamten Bundesgebiet. In Nordrhein-Westfalen laufen zugleich offene und verdeckte Fahndungsmaßnahmen.
Spezialkräfte durchsuchten seine Wohnung in Gevelsberg, trafen ihn dort aber nicht an. Später fanden Ermittler seinen zu einem Wohnmobil umgebauten Lkw in Niederzier im Kreis Düren nahe dem Hambacher Forst. Eine groß angelegte Suche in dem Waldgebiet blieb am Sonntag ohne Erfolg.
Am Montag durchsuchten zwei Hundertschaften und ein Polizeihubschrauber das Gebiet um das Umspannwerk Blaffertsberg in Wuppertal-Ronsdorf. Ein Zeuge hatte dort gegen 10.50 Uhr einen verdächtigen Mann mit Rucksack gesehen, der anschließend in ein Waldstück zwischen Wuppertal und Remscheid geflüchtet sein soll. Die Polizei hielt es zunächst für möglich, dass es sich um den gesuchten Daniel V. handelte. Später hieß es aus Ermittlerkreisen, bei der Beobachtung handle es sich wohl nicht um eine heiße Spur.
Auch an anderen Orten wurden Vorrichtungen gefunden. Bei einem Umspannwerk in Dormagen entdeckten Spaziergänger zwei Abschussvorrichtungen. Bei Weisweiler wurde zunächst eine weitere Konstruktion sichergestellt. Am Montagnachmittag fanden Ermittler dort nahe einer Hochspannungsleitung mehrere weitere Abschussvorrichtungen. Zuvor war eine verdächtige Person im Umfeld des Kraftwerks gemeldet worden. Die Polizei sperrte das Gebiet weiträumig ab und fahndete nach der Person.
Wegen des Einsatzes wurde die A4 zwischen Eschweiler-Ost und Langerwehe zeitweise in beide Richtungen gesperrt. Am Abend wurde die Sperrung aufgehoben, die Fahndung in der Umgebung dauerte jedoch an.
Einen weiteren Verdachtsfall prüfen die Ermittler im Kreis Wesel. Dort war an einem Umspannwerk ein aufgeschnittener Zaun entdeckt worden. Ob die Beschädigung mit der Sabotageserie zusammenhängt, ist bislang offen. Die Polizei Köln hat die Ermittlungen übernommen und prüft die Anlage gemeinsam mit dem Betreiber.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt erklärte, nach aktuellem Stand müsse man bei der Serie von „Klimaextremismus“ ausgehen. Eine abschließende Bewertung wollte er ausdrücklich nicht vornehmen. Die Ermittler prüfen auch, ob der Gesuchte tatsächlich allein gehandelt hat.
Ein Lagebild des Bundeskriminalamts, über das NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung berichten, zählt bis Ende August mehr als 165 Sabotageverdachtsfälle. Darunter fallen auch Ausspähungsvorgänge und nicht nur tatsächlich ausgeführte Anschläge. Daneben registrierten Bund und Länder 112 Straftaten mit Spionagebezug. In 26 Fällen vermuten die Behörden Agententätigkeit zu Sabotagezwecken. Hinzu kamen 747 verdächtige Drohnenvorfälle mit insgesamt 1.068 Drohnen über kritischer Infrastruktur, militärischen Einrichtungen und Rüstungsunternehmen.
Auch Russland wird für Sabotageaktionen in Deutschland verantwortlich gemacht. Die Bundesregierung schrieb einen versuchten Anschlag am Flughafen Leipzig/Halle vom 4. August auf politischer Ebene Russland zu. Dort war eine mit Sprengstoff versehene Drohne sichergestellt worden. Laut Bundesregierung ergeben polizeiliche Ermittlungen, Tatmuster und Erkenntnisse der Nachrichtendienste zusammen eine russische Verantwortung. Die strafrechtlichen Ermittlungen laufen weiter.
Auch bei einem Brandanschlag in München prüfen die Behörden einen russischen Hintergrund. Eine 28-jährige Bulgarin und ein 38-jähriger Bulgare sollen Brandsätze auf eine Baustelle in der Nähe mehrerer Rüstungsunternehmen geworfen haben. Beide sitzen inzwischen in Untersuchungshaft. Nach Informationen der ARD gibt es starke Hinweise darauf, dass die Beschuldigten im Auftrag russischer Geheimdienste gehandelt haben könnten. Bewiesen ist eine solche Verbindung bislang nicht.
Gleichzeitig zeigt sich, wie viele Informationen über mögliche Anschlagsziele verfügbar sind. Erst Anfang September veröffentlichten Hacker enorme Mengen gestohlener Daten aus der Berliner Verwaltung im Darknet.
Die Gruppe Rhysida hatte sich vom 7. bis 12. August unbemerkt Zugang zu Teilen des Berliner Landesnetzes verschafft. Betroffen waren die Senatsverwaltungen für Bauen und Verkehr. Die Angreifer erbeuteten rund 1,44 Millionen Dateien mit einem Umfang von 5,8 Terabyte und verlangten 30 Bitcoin Lösegeld. Nachdem Berlin nicht zahlte, wurden die Daten am 4. September im Darknet veröffentlicht. Darin finden sich unter anderem Informationen zu Heizkraftwerken, Tanklagern, Notstromanlagen und Umspannwerken.
Der Berliner Senat widerspricht der Behauptung, dass Hochsicherheitsdaten abgeflossen seien. Digitalstaatssekretär Florian Hauer erklärte am Montag im Innenausschuss, nach bisheriger Prüfung seien keine sicherheitskritischen Hochsicherheitsdaten gestohlen oder veröffentlicht worden. Unter den entwendeten Daten befänden sich lediglich Dokumente der niedrigsten Geheimhaltungsstufe „VS-Nur für den Dienstgebrauch“.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt davor, dass Informationen über kritische Infrastruktur nach einem solchen Datenabfluss von fremden Staaten oder Terroristen genutzt werden könnten. Bild berichtete darüber hinaus über einen früheren, bislang nicht öffentlich bekannten Angriff. Bereits im Juni 2025 soll ein Dienstleister gehackt worden sein, der Zugriff auf Daten und Lagepläne kritischer Infrastruktur hatte – darunter Informationen zur Strom- und Wasserversorgung.
Die Zeitung beruft sich auf zwei voneinander unabhängige Personen. Ein Insider sagte zu Bild: „Die Daten sind komplett abgeflossen.“ Nach Angaben der Zeitung soll das damalige Sicherheitschaos auch beim schweren Anschlag auf die Stromversorgung im Berliner Südwesten Anfang Januar eine Rolle gespielt haben. Zu dem Brandanschlag bekannte sich die linksextremistische Vulkangruppe.
Gestohlene Pläne sind für Angriffe auf Stromanlagen womöglich auch gar nicht erforderlich. Ein Experte für kritische Infrastruktur erklärte nach dem Berliner Anschlag gegenüber dem rbb, wichtige Punkte der Stromversorgung ließen sich bereits mit öffentlich zugänglichen Informationen identifizieren.
Im Juni fiel nach einem mutmaßlichen Brandanschlag auf ein Umspannwerk in Reutlingen bei Zehntausenden Menschen zeitweise der Strom aus. Auch ein Krankenhaus und zahlreiche Unternehmen waren betroffen. Baden-Württembergs Innenministerium kündigte anschließend an, Aufnahmen kritischer Infrastruktur bei Diensten wie Google Maps löschen oder verpixeln lassen zu wollen.
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Nun, wer keine Konsequenz “ fürchten “ muss , lebt Anarchie…
Der Verfassungsschutz hat sich jahrelang mit belanglosen Gutachten an der AFD abgearbeitet. In dieser Zeit sabotieren und zerstören Linke Antifa-Vulkangruppen und Klimakleber Stromnetze. Ermittlungsergebnisse Null, Verhaftungen auch keine. Bei der Vulkangruppe gibt es auch nach 12 Jahren keine Ergebnisse die zu Verhaftungen führten.
Solange unsere mit Steuergeld entlohnten Mitarbeiter bei allen Diensten nicht strukturiert sinnvoll arbeiten, sondern Kleptokraten stützen, ist der Souverän ungeschützt. Folgerichtig ist die Auflösung dieser disfunktionalen Dienste. Die Leitung muß beamtenrechtlich belangt werden. Eine Neuaufstellung ist dringend erforderlich !
In Deutschland gibt es im Moment nur die wichtige Aufgabe der Bekämpfung einer Partei. Alles andere läuft unter „ferner liefen…“
„…Daten aus der Berliner Verwaltung im Darknet….Die Gruppe Rhysida hatte sich vom 7. bis 12. August unbemerkt Zugang zu Teilen des Berliner Landesnetzes verschafft…“
6 Tage Datenzugriff und fast 6 TB: Fachleute sagen, das muss man gemerkt haben. Wenn man nicht vorher eingegriffen hat, sieht es nach Absicht aus.
Die teilweise Zuweisung der Verursachung an Russland halte ich für genauso abwegig wie die eines „klimabewussten“ Einzeltäters
‚Baden-Württembergs Innenministerium kündigte anschließend an, Aufnahmen kritischer Infrastruktur bei Diensten wie Google Maps löschen oder verpixeln lassen zu wollen‘
Starke Truppe, damit haben sie das Problem gelöst!
„Die Gefahr kommt von räääächts!“
Das alles war garantiert eine Geheimdienstoperation, gegen das Deutsche Volk, dass Celler Loch lässt grüßen!
Die machen so lange herum, um einen Bündnisfall zu konstruieren. Putin hat schuld. Die Kriegstreiber suchen nach Einnahmen.
So lange dieses Anschläge linke Ideen sind, industrieschädlich, dem Klimawahn dienlich und letztlich staatszersetzend sind, ist die Zustimmung riesengroß in Politik, Justiz und Fassadenschutz, mittlerweile sind doch alle Antifa.
Deshalb wird auch nicht mit Nachdruck ermittelt, man lässt die Sache ganz einfach im Sand verlaufen bis es niemanden mehr interessiert.
Hat man schon Indymedia stillgelegt – wie vor Jahren angekündigt – bzw. die Täter des Stromanschlags in Kalkutta a.d. Spree ermittelt?
Die Politik beschäftigt sich ja auch nahezu ausschließlich mit einem möglichen Verbot der einzigen Oppositionspartei und mit der Erstattung von Strafanzeigen wegen gefühlter Beleidigungen gegen Kritiker als mit dem Schutz der Bevölkerung vor den tatsächlichen Gefahren wie z. B. Schutz der Infrastruktur, Schutz vor Messer- und anderer Gewalt, Rettung der Sozialsysteme und der Wirtschaft. Es geht den Politikern der Altparteien im Wesentlichen um Erhalt von Macht und Pfründen und um ihre Angst davor, dass ihre „Machenschaften“ aufgedeckt werden. Letzteres ist die einzige Triebfeder für das Bestreben nach einem Verbot der AfD.
Frage: welche echte Gefahren ergeben sich denn nun aus den Hacker-Angriffen? Dazu nirgends vernünftige Analysen.
Das ist der Plan. Die Retter werden dann die Eingewanderten sein, die sich so ihren Platz im Paradies sichern.
Ich empfehle den Roman von Marc Elsberg „Blackout“ aus dem Jahre 2012. Was dort als Thriller beschrieben ist, passiert gerade.
Was für ein geniales Timing unserer geschätzten Klimaterroristen. 🤣Während die Haldenwang-Truppe im Verfassungsschutz im Dauerlauf Phantom-Rechte jagt, zerlegt der gesuchte Daniel V. mit seinen Kumpanen seelenruhig das deutsche Stromnetz. Über 165 Sabotagefälle und tonnenweise geleakte Infrastruktur-Daten. Aber hey, Hauptsache der Krampf gegen die AfD läuft auf Hochtouren, während das Land wortwörtlich im Dunkeln versinkt. Ein Staat, der sich selbst so meisterhaft rasiert, verdient wahrlich tosenden Applaus.
Leute, ich habe intensiv nachgedacht. Es bringt nichts, weiter auf die AfD zu hoffen. Die kommen niemals dran und ehrlich gesagt ist der Siegmund ja auch nicht wirklich der burner. Ich nehme mein Schicksal jetzt selbst in die Hand und such mir einen Job. Und ich will meinen Schulabschluss nachholen vielleicht schaffe ich ja sogar die Mittlere Reife.
Spam wird gelöscht.. 😉
Das finde ich aber gut, dass Sie endlich Lesen und Schreiben lernen wollen und Ihren Unterhalt selbst verdienen, als ständig nur Steuerzahlern auf der Tasche zu liegen. Dringend werden Pfleger, Müllfahrer, Straßenkehrer, Bäcker etc. gesucht. Viel Glück.
Die AFD wird regieren und ihr IQ ist wirklich zu gering als das du nachdenken könntest, vom Schulabschluss oder Mittlere Reife gar nicht zu sprechen!
Bis dahin, weiter von der Stütze? Also von den Rechten auf den rechten Weg gebracht. Bravo 😇
… eine Beitrag zu Erbringung des BIP wird grundlegend vorausgesetzt … es wäre also völlig ausreichend, hier nicht weiter gegen Verstand, Vernunft und gute Sitten Stellung zu beziehen …