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Gehwege kaum nutzbar

SPD blockiert Streusalz-Einsatz – Berliner Klinik schlägt wegen voller Auslastung durch Glatteis-Stürze Alarm

Die SPD Berlin blockiert den Einsatz von Streusalz auf den von Glatteis geplagten Gehwegen Berlins. Unterdessen schlägt eine Berliner Klinik Alarm: Täglich kommen 30 bis 40 neue Patienten wegen Stürzen auf den vereisten Gehwegen in die Klinik.

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Seit Wochen herrscht auf den Gewegen der Bundeshauptstadt ein Ausnahmezustand (Symbolbild) (IMAGO/Achille Abboud)

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Seit Tagen herrscht auf Berlins Gehwegen wegen extremer Glatteisgefahr der Ausnahmezustand: Während die SPD weiterhin den Einsatz von Streusalz blockiert, schlägt die Unfallklinik der Bundeshauptstadt Alarm: Täglich kommen demnach zwischen 30 und 40 Patienten ins Haus. „Wir haben jeden Tag volles Haus“, beklagt die Sprecherin des Klinikums Unfallkrankenhaus Berlin, Angela Kijewski, gegenüber der BZ.

Die Belastung sei äußerst hoch – zumal viele der Patienten schwer verletzt seien. Besonders oft gebe es Knochenbrüche, insbesondere an den Händen. Außerdem komme es immer wieder zu Gehirnerschütterungen durch die Stürze – mehrere Patienten seien sogar nur knapp einer Querschnittslähmung entgangen.

Neben Maßnahmen wie einem Pinguin-Gang empfiehlt die Berliner Klinik auch Schuhe mit Spikes für besseren Halt auf den Gehwegen – Läden, die solche Spikes anbieten, erleben in der Bundeshauptstadt derzeit einen Boom. Wie der Tagesspiegel berichtet, haben einige Outdoorläden und Baumärkte aufgrund der hohen Nachfrage bereits Lieferschwierigkeiten. Ein Mitarbeiter eines solchen Ladens berichtet gegenüber der Zeitung, dass man innerhalb der drei Wochen seit Silvester so viele Spikes verkauft habe wie sonst in den vergangenen fünf Jahren.

Seit Tagen wird aufgrund der Lage auch über den Einsatz von Streusalz debattiert – denn dieses ist in der Bundeshauptstadt seit Jahren verboten. Am Donnerstag bat etwa der Regierende Bürgermeister Kai Wegner das Abgeordnetenhaus über X darum, den Einsatz von Streusalz freizugeben. Die CDU möchte nun durch eine Gesetzesänderung eine Bevollmächtigung für Verkehrssenatorin Ute Bonde schaffen, wonach sie bei Glatteis kurzfristig den Einsatz von Streusalz anordnen kann.

Ausgerechnet vom Koalitionspartner in Berlin, der SPD, kommen dazu kritische Stimmen: SPD-Umweltpolitikerin Linda Vierecke warnte hinsichtlich des möglichen Einsatzes von Streusalz im Tagesspiegel vor einem „Schnellschuss“. Den geplanten Antrag der CDU, der den Einsatz von Streusalz in Teilen ermöglichen soll, blockieren die Sozialdemokraten laut BZ – man habe noch Bedenken. Dadurch kommt es seit Tagen immer noch zu zahlreichen Verletzten – besonders ältere Menschen trauen sich aufgrund der bestehenden Lebensgefahr kaum noch auf die Straße. Doch da sind der SPD wohl die Umweltbedenken, die beim Einsatz von Streusalz aufkommen, wohl wichtiger.

bc

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118 Kommentare

  • Körperverletzung durch Unterlassen. Verstoß gegen die Verkehrssicherungspflicht = Amtshaftung.

    131
    • Dann erstattet Anzeige!

    • Amtshaftung = Steuersklavenhaftung !

      • Ich wäre für eine Streusalzabgabe….🏦💶💲

    • Nachdem es tragischerweise bereits einen Querschnittsgelähmten gibt:

      Nun Tatverdacht schwere Körperverletzung durch Unterlassen in Garantenstellung. Hinsichtlich der Verletzungen dolus eventualis, § 340 I, III bzw. § 223 I i.V.m. § 226 I Ziff. 2 StGB.

    • Wer trägt nach dem StreinG die Verkehrssicherungspflicht? Und wenn ja, wie Viele auf welchen Flächen?

    • KI ist heute morgen sehr ungnädig…

  • Wie gewählt, so geliefert. Da muß man sich nicht beschweren. Sie bleiben ihrer Linie treu.

    • Aber beide! Sowohl die Wähler als auch die Gewählten.

    • Das lustigste daran ist: Es sollen ja nur die Beton & Asphalt-Bereiche bestreut werden. NICHT die Grünlagen.
      Ergo: WO IST DAS PROBLEM 🤬
      Bis ein Baum schaden nimmt, muss dieser mit mind. 300l Salz direkt bestreut
      werden.
      WIE SOLL DAS PASSIEREN! 🤯
      Warum ersch🔫 dann nich gleich alle Pippi-Hunde. Pippi ist schädlich für Bäume🤪

      • Sie überfordern schamlos die Gehirne von linksgrünen Politikerinnen. Die können alle so wenig rechnen wie die Baerbock. Ihr Bauch sagt aber: Die armen Bäume.

  • Heute schneit es wieder etwas in Berlin. Das stumpft die Glatteisflächen ab. Man wird aber beobachten können, dass der Schnee weggefegt und die Glatteisflächen wieder freigelegt werden. Wetten?

  • Passt doch, Sie haben die SPD gewählt, der Berliner Bürgermeister macht das was sein Chef im Bundestag vormacht, knickt ein vor dieser SPD und die Berliner Bürgerknochen brechen. Alles gut. Wie gewählt so bekommen.

  • Kann man auf den Gehwegen nicht Sturzverbotszonen ausweisen?

    • Das wäre die Lösung! Daß da sonst noch niemand drauf gekommen ist…

    • 🙂Der war gut!

    • Das ist natürlich offensichtlicher Blödsinn!
      Wahren Schutz gibt es nur durch Tempo 130 und Vermögenssteuer!

      • Jetzt bin ich wirklich ratlos!
        Ich fand die Hauck-Lösung so bestechend, kann mich aber auch den Erik-Z-Argumenten nicht entziehen…
        Aber warum nicht alle drei? Sturzverbotszonen, Tempo 130 und Vermögenssteuer!

  • Bald können wir wieder Lesen,es war der wärmste Januar aller Zeiten.

    • Wie, war das etwa nicht so? Die „Wissenschaft“ ist sich doch einig (lt ÖRR, Politik und angeschlossene Medien)

    • Was man ja bereits daran erkennen kann, daß an keinem Tag Streusalz verwendet wurde. Wer Unseredemokratie wählt, kriegt auf’s Maul und fliegt auf die Fr***e. Statt Schrippen Knochenbruch.

  • Wenn ich als Ministerpräsident von Berlin nicht einmal den Einsatz von Streusalz anordnen kann, dann hab ich ja noch weniger Befugnis als unser Hausmeister vom Dorfgemeinschaftshaus.

  • Man könnte was ändern, wenn die nächste Wahl ansteht. Das Kreutz an der richtigen stelle machen.

    • Der war jetzt gut, so am frühen Morgen.

    • Und da ham wer wieder das Problem mit dem Kurzzeitgedächnis bei der nächsten Wahl. Natürlich werden solche Sachen auch in den Medien verschwiegen ,oder soll man sagen vertuscht?

    • Berlin wählt als nächstes einen SED Bürgermeister und ist überzeugt das Kreuz an der richtigen Stelle gemacht zu haben.

    • Sie haben es an der falschen Stelle gemacht – direkt vor dem z.

  • Hat so ein Bürgermeister keine Richtlinienkompetenz und könnte die anordnen ?
    Man sollte nicht die gute alte Zeit bemühen jedoch kann Hamburg dankbar sein das bei der Flut in den 60ern nicht ein Wegner an Stelle von Helmut Schmidt war.

    • Die Verfassung für Berlin sieht keine Richtlinienkompetenz wie beim Bundeskanzler vor. Richtlinien, die der Regierende Bürgermeister vorgibt, müssen vom Abgeordnetenhaus bestätigt werden.
      Es gibt aber auch die Verfassungswirklichkeit. Der Regierende Bürgermeister könnte den zuständigen Senator anrufen und ihn „dringend bitten“, den Eigentümern ausnahmsweise den Einsatz von Streusalz zu gestatten. Und wenn er Zicken macht, wird er entlassen. Dieses Recht hat der Regierende Bürgermeister. In diesem Fall wäre das nicht einmal ein Koalitionsproblem, da die zuständige Senatorin Bonde der CDU angehört.
      Ich darf daran erinnern, daß Innensenator Schmidt (SPD), der spätere Bundeskanzler, bei der schweren Hamburger Sturmflut von 1962 einfach zum Telefon gegriffen hat, um den zuständigen Bundeswehroffizier um Hilfe durch die Bundeswehr zu bitten, und den Einsatz der Bundeswehr direkt koordiniert hat. Schmidt hat damit klar seine Kompetenzen überschritten. Die Hamburger danken es ihm bis heute.

  • Es ist eh kein Streusalz da,wurde schon alles zur Enteisung der Bürlüner Tennisplätze benötigt.

  • Lasst uns endlich konsequent sein und die Nordsee entsalzen. So kann das mit der umweltschädlichen Nordsee jedenfalls nicht weiter gehen. 🐙

  • wenn es glatt ist muss für die sicherheit der menschen gesorgt sein, nicht nur auf straßen sondern auch auf gehwegen. punkt

  • Wenn es in Zeiten der „Erderhitzung“ nicht so kalt wäre, bräuchte man auch kein Streusalz um die Wege vom Eis zu befreien!

  • jeder hauseigentümer ist doch verpflichtet den gehweg vorm haus frei zu haben… warum gilt das nicht für die hauptstadt ???

    • UND er wird haftbar bei Schäden wie Sturz.
      Jeder, der auf öffentlichen Wegen deswegen stürzt, kann und SOLLTE!!! Die zuständige Stelle verklagen.
      Aber wer macht das schon.
      Aus der Verpflichtung nehmen sie sich gelegentlich mit Schildern „hier wird nicht geräumt“. Aber selbst da gilt noch die Haftungspflicht.
      Kenne selber genug Fälle.
      ZB wurde eine Firma verklagt, weil Kinder das „betreten verboten“ Schild ignoriert, einen 2,5m hohen Zaun überklettert und einen industriellen Schredder in Betrieb genommen haben mit Ergebnis Arm ab….
      Die Firma mußte zahlen.

  • Sturz-Alarm in Berlin? Laut Klima-Wissenschaftler des ÖRR ( Mojib Latif vom Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie.) soll es schon lange gar keine harten Winter mehr geben, An diesen Mann wurden auch noch die höchsten Ehrungen des Staates vergeben.

    • Ach der Mojib. In Frankfurt gab es mal einen Vortrag von dem Baron. Liess sich aus Berlin einfliegen, dann per Taxi zur Uni, eine Stunde sterbenslangweiliger Vortrag (viele verließen den Saal vor Ende, nicht aus Protest). Nach der Stunde dann auf dem gleichen Weg zurück.
      Aber hey Klimawandel ist ganz schlimm, sagt Mr Wichtig.

      • Ob die Zuschauer bei ARD und ZDF bei Beiträgen des Herrn Mojib auch einschlafen? Wäre dann so etwas wie ein Klima-Sandmännchen

    • „An diesen Mann wurden auch noch die höchsten Ehrungen des Staates vergeben. „Weil der immer predigt ,was den Politikern gefällt. wer das nicht tut, kommt eher in den Knast..

    • @Juerge ,pr :
      Meteorolügen haben kurze Beine! 🙂

      • Wie praktisch. Dann ist deren Sturzhöhe schon mal nicht so hoch.

  • Gilt bestimmt in genug Fällen:
    Es ist so wie an besonders heißen Sommertagen: Da gibt es immer wieder hier und da Rentner über 80, die ausgerechnet in der größten Hitze unbedingt Gartenarbeit machen müssen.
    Im Winter gilt für Rentner und Gebrechliche, die nicht zur Arbeit fahren müssen: Unbedingt müssen morgens um 7 Uhr 2 Brötchen gekauft werden.
    Mein Vater macht genau das Gegenteil: Er ist weit über 80 und fährt bei möglichen glatten Straßen nicht mehr mit dem Auto, obwohl er das eigentlich kann.. Er fährt nicht mit dem Fahrrad und könnte aufgrund seiner Vorratshaltung locker 1 Woche zuhause bleiben.

    -18
    • Ihr Vater wäre der ideale Berliner!

    • Es fliegen nicht nur die Alten auf die Schnauze.

    • Meinen Sie, um 8 Uhr wären die Straßen nicht mehr glatt? Selten dämlicher Kommentar.

    • Es legen sich leider nicht nur die „Alten“ auf die Fresse, das sollten Sie bitte beachten.
      Unbesehen davon, macht Ihr alter Herr alles richtig

  • Berlin, ist dort nicht dieser Kai Wegner Bürgermeister?

    Der Name ist wohl kein Programm.

  • Bei Genehmigungen zum Sprengen(!) von Kühltürmen, der Aufrüstung, dem Abholzen für Windräder etc. hat man keine „Umweltbedenken“, da schlägt dann das Scholzsyndrom durch und man hat vergessen, daß das auch Umweltschäden verursacht oder!? Ich kenn die Antwort. „Das eine hat ja mit dem anderen nichts zu tun!“ DOCH, hat es! Zerstört ist zerstört, egal wodurch.

    • Korrekt. Als ich mich bei Greenpeace mit diesem Argument über die Abholzung wegen Windrädern beschwerte, wurde mir beschieden, man müsse Nutzen und Schaden abwägen. So sind sie halt, die grünen Wirrköpfe.

  • Der Berliner Senat führt mit seiner undurchschaubaren Politik die Bürger aufs
    Glatteis !!

  • Wir haben zum Glück ja freie Autostraßen und Radwege in einigen Bereichen Deutschlands! Für die Förderung der Pharma-Industrie darf man nicht streuen, sonst gibt es nicht genug Einnahmen!

    • Auch die Entlastung der Rentenkasse ist nicht zu vernachlässigen. Wenn sich betagte Leute den Ar. .. brechen, ist oftmals das Ende nahe. Das dort eingesparte Geld ist bei den jungen und agilen Neubürgern auch besser angelegt, sonst müssten die noch arbeiten oder vielleicht noch Gehwege fegen.

  • Wie wäre es denn mit beheizten Bürgersteigen! In Berlin ist doch nichts unmöglich. Oder anordnen, dass man auf “ allen vieren“ unterwegs sein muss. Wenn nicht, dann Ordnungsgeld.

    • Bitte Masken und Abstand nicht vergessen!

    • Gute Idee, man könnte dazu überschüssigen Solarstrom nehmen! Es wundert mich, dass noch niemand ein Solarenergie-gegen-Glatteis-Gesetz eingebracht hat.

  • Sand. Split. Senat verklagen. „Anders wählen“ kann man für Berlin wohl vergessen.
    Warum nennt sich Wegner eigentlich „Regierender BM“, wenn er ersichtlich nichts zu sagen hat?

    • „Warum nennt sich Wegner eigentlich „Regierender BM“, wenn er ersichtlich nichts zu sagen hat?“ Er wartet ,bis sich die Probleme von selbst lösen, nach dem Motto “ nur wer arbeitet macht Fehler. Bei den sich täglich weiter lehrenden Gasspeichern (noch 34 %) und der winterlichen Windflaute werden sich die Probleme auch von selbst lösen. Kein Gas ,kein Strom, kein ÖRR der alles gut redet, kein offener Supermarkt ,nichts geht mehr und das nicht nur für einige Tage, Aber die Bärlüner haben ja bereits geübt…

  • Ob jede Versicherung der Verantwortlichen zahlt. Außer Salz kann man wie einst Sand oder feinen Split verwenden, aber weg die Straßen und Wege hinterher und wer reinigt die Rohrleitungen hinterher. Soll alles nichts kosten und Berlin braucht das Geld für viele unnütze Dinge. Aber vermutlich hat die Stadt kein Streusel, wie anderswo auch.

  • Strom nur bei Wind, kein AKW,
    Gas nur bis Januar, kein LPG,
    kein Salz bei Glatteis, Au! weh,
    Es lachen sich schief, Union&SPD.

  • Krabbeln?

    • Nein, sich wie eine Schlange über das Eis wenden.

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