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Deutschen Ernährungsindustrie

Sorge vor explodierenden Lebensmittelpreisen: Branche warnt vor Folgen des Iran-Kriegs

Der Krieg im Nahen und Mittleren Osten könnte nach Einschätzung der Ernährungsindustrie auch die Lebensmittelpreise sowie die Produktion in Deutschland unter Druck setzen. Branchenvertreter warnen vor Risiken für Lieferketten und Exportmärkte und fordern politische Maßnahmen, um einen neuen Kostenschub für Verbraucher zu verhindern.

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IMAGO/Karina Hessland

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Der Krieg im Nahen und Mittleren Osten könnte nach Einschätzung der Ernährungsindustrie spürbare Folgen für Verbraucher in Deutschland haben. Die Branche warnt vor steigenden Kosten für Energie, Transport und Exportgeschäfte – mit möglichen Auswirkungen auf Preise und Produktion. Sollten sich diese Entwicklungen fortsetzen, könnte dies nach Einschätzung der Branche nicht nur den Außenhandel, sondern auch die Versorgungsketten der Lebensmittelproduktion beeinträchtigen.

Nach Angaben der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) gehört die Lebensmittelbranche zu den großen Erdgasverbrauchern in Deutschland. Für Produktionsprozesse benötige die Industrie jährlich rund 38 Terawattstunden Erdgas, was etwa 38 Milliarden Kilowattstunden entspricht; dies berichtete die Welt.

Parallel dazu sei der Gaspreis an der niederländischen Referenzbörse TTF in kurzer Zeit deutlich gestiegen. Auch höhere Ölpreise könnten die Kosten der Logistik erhöhen. „Für die Ernährungsindustrie sind diese Entwicklungen und die damit verbundenen Kostenbelastungen fatal. Wenn der Konflikt länger anhält, ist zu befürchten, dass es in einem erheblichen Umfang zur Drosselung der Produktion oder gar zur Aufgabe ganzer Geschäftszweige kommt“, heißt es in einem Verbandsstatement gegenüber der Welt.

Der Hauptgeschäftsführer der BVE, Christoph Minhoff, sieht Parallelen zur Situation nach Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine im Jahr 2022. Damals hatten stark gestiegene Energiepreise auch die Kosten vieler Lebensmittel erhöht. „Wer den drohenden Kostentsunami für die Lebensmittelbranche stoppen will, um den Verbraucher nicht zusätzlich zu belasten, muss jetzt konsequent handeln“, sagt Minhoff gegenüber der Welt.

Der Verband fordert daher kurzfristige politische Maßnahmen. Dazu zählen unter anderem der Wegfall bestimmter Kosten und Abgaben für die Branche.
„Weg mit der Lkw-Maut und mit Netzentgelten für die Lebensmittelbranche, keine weiteren Belastungen durch Steuern, Abgaben und bürokratische Dokumentationspflichten.“

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Zudem spricht sich die BVE für eine erneute Einführung der Gaspreisbremse aus, die 2023 für Haushalte und kleinere Unternehmen galt. Damals wurde der Gaspreis für ein Grundkontingent von 80 Prozent des Vorjahresverbrauchs auf zwölf Cent pro Kilowattstunde begrenzt.

Mit rund 6000 Betrieben und etwa 644.000 Beschäftigten gehört die Ernährungsindustrie zu den größten Industriezweigen Deutschlands. Zuletzt erzielte sie einen Jahresumsatz von knapp 233 Milliarden Euro. Etwa ein Drittel des Geschäfts entfällt auf den Export. Auch Märkte im Nahen Osten zählen dazu. Nach Einschätzung der BVE könnten dort nun Ausfuhren im Umfang von rund einer Milliarde Euro gefährdet sein.

Neben den Energiepreisen bereiten der Branche auch mögliche Störungen im internationalen Handel Sorgen. In dem Statement wird vor Risiken für wichtige Handelsrouten gewarnt:
„Eine Sperrung wichtiger Transportwege sowie ein erschwerter Zugang zum Roten Meer und zum Suezkanal würden zu höheren Frachtkosten, fehlenden Kapazitäten und Störungen der Lieferketten führen.“

ha

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20 Kommentare

  • Warum sind wir von Gas und Öl so abhängig? Wir haben doch Windkraft und Photovoltaik. Oder liegt das am abschalten von Kernkraft?

    • Die Brötchen werden nachts gebacken – da schlafen die Solarstrom-Cowboys noch.

      • Ja, Brötchen. Ich habe mir gestern 2 Wäschekörbe voll bevorratet.

    • Vor allem am Abschalten des eigenen Verstands and der Wahlurne.

    • Das liegt an der Bevölkerung selber weil sie sich gerne Knechten lassen.
      Und nicht in der Lage ist sich eine kleine Truppe von Politikern entgegen zu stellen.
      lieber lassen sich bis aufs letzte Hemd ausziehen.

      • Baden Württemberg: Da wählen sie CDU und Grüne – genau die, die das Land wirtschaftlich (UND GEISTIG) ruiniert haben.

    • Weil die Menschen in einer konsumfixierten Dauerkomfort-Gesellschaft leben. Dieser Lebensstil, Heizen, Autofahren, Produzieren, Streamen, globaler Handel, frisst permanent Energie. Wer sein ganzes System auf ständig verfügbare, externe Energiequellen baut, macht sich abhängig.

      Und Abhängigkeit ist Macht für andere. Lieferländer, Konzerne und politische Eliten wissen: Dreht man am Hahn oder schürt Krisen, steigen Preise und die Masse zahlt. Ob durch moralisch verpackte Energiewenden-Narrative oder Konflikte im Nahen Osten: Am Ende wird einer energiehungrigen, strukturell machtlosen Gesellschaft das Geld aus der Tasche gezogen.

      Energie ist Macht. Wer sie nicht selbst kontrolliert, finanziert die, die es tun.

      Und Kernkraft würde die Menschen dahingehend auch nicht freier machen.

      Also ganz ehrlich: Klappe halten, selbst schuld!

      • Und Sie stellen selbstverständlich ALLES was Sie (ver)brauchen selbst her, vom Shampoo, der Unterhose bis hin zum dem PC/Laptop, den Sie nutzen um hier schreiben zu können, Sie töpfern Ihr Geschirr, brennen Ihre Gläser und leben in der selbstgebauten Strohhütte, klettern auf Bäume um nach Nüsschen zu suchen? Sie schneiden Ihre Haare selbst und auch die Zahnkontrolle geht vorm Spiegel, wenn Sie einen haben? Sie sind selbstverständlich auch kein Bürgender dieses Staates, der Steuern zahlt und von politischen Entscheidungen ABHÄNGIG ist? Ihre Überheblichkeit, boah

  • Bald gibt es nur noch Entenleberpastete und Sonntags ein Baguette dazu.

  • Bedankt euch bei unseren Top Regierung die nichts aber auch gar nichts für das deutsche Volk unternimmt.Keine Energievorräte wie in Österreich oder anderen Ländern.
    Jetzt wird wieder alles auf Trump geschoben weil er den Iran angegriffen hat.
    Auch ohne den Iran haben wir eine Gasmangellage,nur will es keiner wahr haben.

    • Ich bedanke mich bei unseren Top Wählern, die uns stets unsere Top Regierungen herbeiwählen.

  • Auch dieses Szenario zeigt wieder einmal, wie wichtig es ist, dass es im eigenen (!) Land einen weitgehenden Anbau von Nahrungsmitteln gibt.

    Mir ist klar, dass die wenigsten Länder zu 100 % autark wirtschaften können.

    Man sollte das aber zumindest anstreben.

    Versorgungssicherheit an lebensnotwendigen Gütern muss oberste Priorität haben, sonst ist alles sinnlos.

    Umso mehr verwundert es mich, dass man hier in unserem Land das Höfesterben in der Agrarwirtschaft einfach so gleichgültig hinnimmt.

    • Der Bauernstand ist eine DER Systemrelevantesten Säulen unseres Landes.

  • Das muss die grüne Transformation sein, dass wir einen Regime Change im mittleren Osten nur noch so schlecht wegstecken.
    Die Regierung abwählen und endlich Bedingungen für billigen Strom & Gas schaffen.
    Steuern auf Benzin ganz abschaffen.
    Sämtlichen grünen NGOs die finanzielle Grundlage nehmen.

  • Quatsch, sobald sich das bekannte Preisgefüge ändert, wird mitgenommen was geht…

  • >>Sorge vor explodierenden Lebensmittelpreisen: Branche warnt vor Folgen des Iran-Kriegs<<

    Das ist doch nur vorgeschoben um die Preise weiter in die Höhe treiben zu können. Beispiel Milka, deren Preise sind mittlerweile geradezu grotesk. Angeblich weil die Rohstoffpreise so gestiegen sind. Dabei ist der Kakaopreis innerhalb des letzten Jahres um ca. 65% gesunken. Ähnliches sieht man beim Kaffee. Im Vorjahresvergleich ist der Preis für Rohkaffee um ca. 30% gefallen.
    Als nächstes müssen die Preise erhöht werden, weil am Südpol ein Eisbär ertrunken ist…

  • Was wuerden wir bloss machen, wenn wir nicht alles auf andere schieben koennten.
    Dem Dank der Politik gilt also Putin, AfD, Trump, Orban, Iran (wahlweise auch mal Israel), Fico, Alternative Medien, China, Indien, Oel und Gas, Hass und Hetze, …..

  • Für den Fiskus kann nichts besseres passieren. Die Steuereinnahmen werden explodieren. Die spd-ReGIERung wird in die Lage versetzt werden, ihr Füllhorn staatlicher Wohltaten vermehrt über ihr Klientel auszuschütten. So gesehen ist alles im Lot.

  • Dann sollen die System-Michels Mehlwürmer fressen dann retten sie das Klima sagt man.

    Aber ja nicht das Altparteien-Kartell weiter wählen sonst werden sie den Klimatod sterben.

    Irrenhaus Deutschland!!!

  • Ja klar, das jetzt wieder Preiserhöhungen statt finden,, ob berechtigt ober nicht
    Sie haben ja jetzt einen neuen Grund dafür geliefert bekommen.
    Es läuft, beim Raubzug gegen die Bevölkerung.

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