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„Sie wollen ein Kalifat errichten“: Ein nigerianischer Bischof berichtet, wie Islamisten Christen verfolgen

Islamisten töten nirgendwo auf der Welt so viele Christen wie in Nigeria. Bischof Ayuba Matawal berichtet gegenüber Apollo News von einem Alltag zwischen Angst und Gebet – und über das Streben der Islamisten nach einem Kalifat.

Betrauern einen Glaubensgenossen: Vier christliche Männer in Nigeria (Foto: Open Doors)

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Im letzten Jahr wurden in Nigeria mehr Christen von Islamisten getötet als in der gesamten restlichen Welt. „Sie wollen sicher gehen, dass keine Christen existieren und ein Kalifat errichten“, sagt Bischof Ayuba Matawal aus Nigeria im Gespräch mit Apollo News. Er wohnt im Bundesstaat Plateau, einem Ort, an dem die Verfolgung am heftigsten ist. Seit 32 Jahren ist er in der Kirche tätig. Aktuell kümmert er sich um Tausende Christen, die aus ihren Dörfern fliehen mussten, weil sie von Islamisten angegriffen wurden. 2023 gab es in seinem Regierungsbezirk 10.000 Binnenflüchtlinge, im ganzen Bundesstaat Plateau waren es rund 100.000.

In den Flüchtlingslagern, die er betreut, werden die Nigerianer nicht nur mit Kleidung, Essen und Medizin versorgt, sondern es wird vor allem für sie gebetet. Viele dort seien traumatisiert, erzählt Ayuba Matawal. Man wolle sicherstellen, dass sie haben, was sie brauchen, „um als Christen weiterzuleben“. Dem Bischof geht es nicht nur um die materielle Versorgung, sondern darum, dass die Verfolgten ihren Glauben behalten können. Ihm sei es auch wichtig, dass verwaiste Kinder ihren Glauben an Jesus nicht aufgeben: „Wir wollen sie erreichen und ihnen sagen: Schaut, was auch immer euch geschehen ist, Christus ist die Person, die uns helfen kann.“

Seit Jahrzehnten werden in Nigeria Christen von Islamisten entführt und hingerichtet. Der afrikanische Staat gehört laut der christlichen Hilfsorganisation Open Doors zu denjenigen Ländern, in denen die Christenverfolgung weltweit am schlimmsten ist. Auf dem Open Doors-Weltverfolgungsindex 2026 steht Nigeria an siebter Stelle von fünfzig untersuchten Ländern. 2025 wurden 3.490 Christen in Nigeria wegen ihres Glaubens getötet – rund 70 Prozent aller getöteten Christen weltweit, wie Open Doors berichtete.

Man lebe in „ständiger Angst vor Angriffen“, sagt Bischof Matawal im Gespräch mit Apollo News. Angesichts der tödlichen Attacken von militanten muslimischen Fulani-Hirten sei das Gebet ein wichtiger Bestandteil des Alltagslebens. „Wir bitten den Herrn, den morgigen Tag zu erleben.“ Bevor man das Haus verlasse, bete man, dass man wieder sicher zu Hause ankomme. Das sind für die Christen in Nigeria keine religiösen Floskeln oder Ausdruck einer kulturellen Frömmigkeit. Denn sie haben nur Jesus, wie der Bischof immer wieder betont.

Vorne rechts im Bild: Bischof Matawal (Foto: Open Doors)

Christenverfolgung gibt es in Nigeria seit vielen Jahren: 2014 entführten Männer der islamistischen Terrororganisation Boko Haram (Westliche Bildung ist Sünde) 276 Mädchen einer christlichen Schule. Zwölf Jahre später befinden sich noch immer rund 90 von ihnen in Gefangenschaft. 2023 wurden an Weihnachten rund 200 Christen im Bundesstaat Plateau getötet. Die Täter sollen muslimische Fulani-Milizen gewesen sein. Im Juni 2025 wurden im Dorf Yelwata, das im Bundesstaat Benue liegt, in zwei Tagen erneut 200 Christen getötet. Mutmaßlich waren es wieder militante Fulani-Hirten. In Plateau kam es im August und September 2026 erneut zu tödlichen Angriffen.

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In Nigeria ist auch die religiöse Zusammensetzung der Bevölkerung für die Christenverfolgung bedeutsam. Im ganzen Land gibt es etwa genauso viele Muslime wie Christen. Die genauen Zahlen sind strittig. So gibt das Hilfswerk Open Doors an, dass es 106 Millionen Christen und 105 Millionen Muslime im Land gebe. Das Missionswerk AVC gibt hingegen an, dass 54 Prozent Muslime im Land leben und 46 Prozent Christen.

Der Norden ist mehrheitlich muslimisch geprägt. Hier sind auch die Terrorgruppen Boko Haram und „Islamischer Staat Provinz Westafrika“ (ISWAP) hauptsächlich aktiv. Deren Ziel sei es, alle Christen auszulöschen „und ein Kalifat zu etablieren“, so Matawal. Im Süden des Landes leben mehrheitlich Christen. Der „Middle Belt“ ist eine ethnische und religiöse Übergangszone. Hier sind besonders militante muslimische Fulani-Hirten aktiv. Laut Forschern des Programms „Observatory of Religious Freedom in Africa“ (ORFA) sind Fulani-Extremisten seit 2020 für knapp viermal so viele getötete Christen wie Boko Haram und ISWAP zusammen verantwortlich. „Es sind verschiedene Gruppen mit dem gleichen Ziel“, meint Bischof Matawal gegenüber Apollo News.

Bei den Fulani handelt es sich um ein muslimisches Hirtenvolk, das in mehreren Staaten Westafrikas als halbnomadisches oder nomadisches Volk lebt. Vereinzelt gibt es unter ihnen auch Christen. Weltweit gibt es je nach Schätzung zwischen 25 und 45 Millionen Menschen des Fulani-Volkes, rund 14,5 Millionen davon leben in Nigeria. Laut der US-Regierung soll es 30.000 bewaffnete Fulani-Milizen geben.

Über diese Milizen sagt Bischof Matawal: „Du kannst nicht verstehen, was sie tun, außer wenn du verstehst, dass Usman dan Fadio vor über 200 Jahren Dschihads führte.“ Damit stellt er die militanten Fulani-Hirten heute in eine Reihe mit Fulani-Männern, die im 18. Jahrhundert mehrere Dschihad-Feldzüge gegen die muslimischen Herrscher vom Volk der Hausa führten, weil diese aus ihrer Sicht nicht islamisch genug waren.

Usman dan Fadio war einer von ihnen und rief 1804 nach mehreren erfolgreichen Kämpfen das Kalifat Sokoto aus, das in Teilen des heutigen Nigeria lag und bis zur Eroberung durch die Briten und Deutschen 1903 Bestand hatte. Bischof Matawal erklärt, er sehe die heutigen Fulani-Milizen als Menschen, „die fortführen wollen, was ihr Vorfahre vor über 200 Jahren gestartet hat“. Besonders Christen dürfe es in dem Land nicht geben, das die Fulani als ihres betrachten.

Heutzutage griffen die Fulani-Hirten mit „hochentwickelten Waffen“ wie Maschinengewehren des Typs AK47 an. Diese Waffen könnten sie nur illegal bekommen, denn der Besitz automatischer Waffen sei in Nigeria verboten. Doch wer sie damit versorgt, sei unklar, so der Bischof.

Wie halten die Christen in Nigeria unter solchen Umständen an ihrem Glauben an Jesus fest? „Wir tauchen ganz in Christus ein“, sagt Ayuba Matawal. „Christus ist kein Witz.“ Das Gebet sei wichtig, ebenso wie auszusprechen, dass Jesus Schutz und Herr sei. Trotz der schweren Verfolgung wolle er im Bundesstaat Plateau bleiben: „Wir sind nur in Jesus sicher.“

Vereint im Gebet: Drei nigerianische Christinnen (Foto: Open Doors)

An die deutsche Regierung und die Christen in Deutschland hat Bischof Ayuba Matawal auch eine Botschaft: Gott habe ihnen die einmalige Gelegenheit gegeben, die Christen in Nigeria und Afrika zu unterstützen. Die deutsche Regierung müsse Druck auf die nigerianische Regierung ausüben, damit jeder einzelne Überfall auf Christen aufgeklärt werde. Wer finanziell unterstützen oder beten könne, der solle das tun. „Gott hat sie für eine Zeit wie diese in diese Position gestellt.“

Obwohl seit 2011 laut der christlichen Hilfsorganisation Open Doors in ganz Nigeria über 41.000 Christen getötet wurden, zeigt sich Bischof Ayuba Matawal zuversichtlich, dass es in Nigeria und im Bundesstaat Plateau auch in Zukunft weiter Christen geben wird. „Es wird in Plateau auch in 100 Jahren Christen geben“, sagt er. „Ich glaube, dass Jesus gesagt hat: ,Ich werde dich nicht aufgeben und dich nicht verlassen.‘ Er ist mit uns. Es wird Christen in Plateau geben.“

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9 Kommentare

  • In ARD und ZDF wird nur noch über einen friedfertigen Islam berichtet. Christenverfolgungen werden dort nicht thematisiert. Dafür sorgen schon die Islamvertreter in den Rundfunkräten. Die Zwangsbeiträge gehören endlich abgeschafft.

  • …und hier bekommen Christenhasser sogar noch Kirchenasyl…

    • … und kostenlose, arbeitsfreie Unterstützung, alles nur, um Deutsche auszurotten.

  • Sie wollen ein Kalifat errichten !
    Wie überraschend !
    Islamisten machen überall auf der Welt genau wie Sozialisten Kommunisten Terroristen und Clans eben das was sie so machen !
    Das wird in Deutschland und Europa auch nicht anders sein !

  • Was haben die Päpste Franziskus und Leo XIV. gegen die Christenermordungen und Christenverfolgungen bis jetzt unternommen?
    Von der deutschen Bischöfen und Kardinälen (Ausnahmen bestätigen nur die Regel) schon gar nicht zu sprechen…

  • Ich würde die Christen ja mit Waffen versorgen und in Selbstverteidigung ausbilden!

  • Was meint ihr was in Europa los ist wenn die Mullas übernehmen? Wir Weisse ausnahmslos werden massakriert werden, weil sie uns alle als Christen betrachten. Die weisden Frauen ab auf den Sklavenmart. Es gibt Bilder im Internet wo Frauen angekettet sind zu hunderten. Soll nur niemand dann sagen er hätte es nicht gewusst. Aber gut weil ich das sage bin ich halt ein Nazi. Die wahren Christen die dann für Jesus sterben, das ist gut. Gibt viele Beispiele wo sie Priester massakriert haben die nicht von ihrem Glauben übertreten wollten alle erschossen. Ach ach ach

  • Lasst die Afrikaner in Afrika und erst einmal erwachsen werden …. und vor allem: Lasst sie dort in Ruhe.
    Schicht alle Afrikaner aus Deutschland zurück nach Afrika.
    Gebt dem Islam in Deutschland keine weitere Basis ….treibt in aus wie eine Krankheit, die er auch ist.

    Der Islam Gehört Nicht Zu Deutschland!!

    • Lasst die Afrikaner in Afrika und erst einmal erwachsen werden ?!

      Was meinen sie mit Erwachsen werden ?
      Die waren schon vor dem Europäischem Kolonialismus Erwachsener als wir in Europa und kamen gut ohne uns zurecht !

      Und die meisten Afrikaner sind Christen auch zwangsweise durch Europa geworden !

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