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Sachsen-Anhalt

Schulze „will mit solchen Methoden einen Neuanfang verhindern“: Sepp Müller wehrt sich gegen Diffamierung

Sepp Müller pocht auf den Unvereinbarkeitsbeschluss der CDU zur Linken und will Landesvorsitzender werden. Ministerpräsident Sven Schulze und Bundeskanzler Friedrich Merz wollen das verhindern – und scheinen eine Schmutzkampagne lancieren zu wollen.

Sepp Müller ist stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. (IMAGO/dts Nachrichtenagentur)

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Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU und Kandidat für den CDU-Landesvorsitz in Sachsen-Anhalt, Sepp Müller, sieht sich selbst einer Kampagne „persönlicher Diffamierung und gezielter Indiskretionen“ ausgesetzt. Im Bundesvorstand und gegenüber der Presse hätten sich führende Vertreter des Landesverbandes – unter ihnen Ministerpräsident Sven Schulze – über angebliche Fahrtkostenerstattungen ausgelassen.

Am Montag war die Diskussion in den Bundesgremien der CDU zeitweise zu einem Tribunal über Müller geworden. Der hatte noch vor dem Wahlsonntag auf den bestehenden Unvereinbarkeitsbeschluss der CDU zur Partei Die Linke hingewiesen – und wollte im Zweifel lieber Ulrich Siegmund die Regierungsführung überlassen, als mit den SED-Nachfolgern zusammenzuarbeiten. Auch öffentlich kritisierte Merz den Aufständischen.

Wie jetzt herauskommt, soll sich die Kritik an Müller auch auf einen möglichen Erstattungsantrag für Reisekosten bezogen haben. So habe der Bundestagsabgeordnete explizit darum gebeten, zu einer Wahlparty als Fraktionsvize eingeladen zu werden, um die Kosten abrechnen zu können. Dieser Vorgang wurde nun an die Presse durchgestochen, zuerst berichtete die Bild.

Müller betont auf X, er habe nichts zu verheimlichen. Dort veröffentlichte er auch eine Übersicht über etwa 40 Reisen in sein Heimatland. Nur bei zwei Veranstaltungen mit der Landtagsfraktion und einem Treffen der wirtschaftspolitischen Sprecher habe er Hotelkosten gegenüber der Bundestagsfraktion abgerechnet – die Einladung erfolgte demnach jeweils explizit in seinen Fraktionsfunktionen.

Auch im Bundesvorstand stießen die Äußerungen von Schulze über Müller laut der Bild auf Kritik. Der Landesvorsitzende und Ministerpräsident Sven Schulze habe nach seiner Wahlniederlage billigend in Kauf genommen, dass die Informationen an die breite Öffentlichkeit gelangten. Müller nannte den gesamten Vorgang auf X „unanständig“. Es gehe darum, einen Neuanfang zu verhindern. Das zeige, „wie dringend er nötig ist“. Den Schluss seines Statements nutzte er zur Wiederholung seines Wahlspruchs „alles muss neu“ (mehr dazu hier).

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14 Kommentare

  • Feind, Erzfeind, Parteifreund…

    24
  • Ich sag‘ nur: „Raus mit Popcorn und Cola, jetzt wird’s dreckig!“

    43
  • Die CDU zerlegt sich.

    1
  • Findet man bei Schulze und Merz nicht erheblich mehr Schmutz? Würde mich wundern.

    27
  • Mit den Linken will die CDU zusammengehen. Das sind nur nicht immer Linke. Viele Leute mit Doppelpass wählen in der alten Heimat oft erzkonservativ!

    5
  • So ein Aufriss für ein bisschen Klingelgeld.

    Manche bestellen sogar die Flugbereitschaft oder lassen den Fahrer
    ins nächste Land fahren um Pasteten zu holen.

    1
  • Herrlich, wie die CDU implodiert! Da pocht ein Sepp Müller auf den Unvereinbarkeitsbeschluss zur Linken und würde im Zweifel lieber den AfD-Mann Siegmund als Regierungschef sehen, schon jagen ihn Merz und Schulze mit einer Schmutzkampagne. Lächerliche Spesen-Intrigen, nur weil einer Rückgrat zeigt. Wer Feinde hat, braucht eben Parteifreunde in der Union. Macht nur so weiter, die Wähler wandern direkt zur echten Alternative ab!

    28
  • Wenn die gesamte schmutzige Wäsche in der CDU gewaschen ist, gibt es reine Hemden, die für die AfD zur Verfügung stehen.

    18
    • @Hilde
      Lappen bleiben Lappen, egal wie oft diese gewaschen sind !

      1
  • Leider sieht man nach einer Niederlage, wenn die Hosen fallen,
    daß manches etwas schmuddelig ist.

    4
  • Man weiß gar nicht, wie traurig man nun schauen soll (um Anleihen bei einem ehemaligen Bunteskanzler zu nehmen)

    Ich mag den Schulze auch nicht sonderlich, aber dieser Fall zeigt, wie abgrundtief bösartig die Union in ihrer Gesamtheit ist und warum es für Hinterbänkler schon fast lebensgefährlich sein kann, gegen die Parteispitze zu sein!

    Was wären das für Schlagzeilen in den Qualitätsmedien, wenn so etwas in der AfD passieren würde. Das wäre ein weitere Grund für einen Verbotsantrag.

    Aber diese abgrundtiefe Bösartigkeit ist in der Union seit der Zeit von IM Erika ganz normal. Bei Kohl und anderen war es Machtinstinkt und der pure Wille zur Macht.
    Aber das hat eine neue Qualität. Das ist nur noch böse! Völlig befreit von Grundsätzen und Moral

    29
  • Schulze und Merz sind Auslaufmodelle, die bald entsorgt werden.

    23
  • Komplett absurd.
    Es gibt in Deutschland 2 lager und die Mitte: die linken wollen mindestens 1 Frauenrecht nicht abschaffen, die rechten wollen mindestens 1 Arierrecht wiedereinführen. Und die mitte, die alle Frauenrecht abschaffen aber kein Arierrecht wiedereinführen wollen..

    Wo ist es genehm die Damen und Herren?

    1
  • Sobald Merz abgesägt ist, knallen bei uns die Korken!
    Die Union gehört – analog der FDP – auf den Müllplatz der Geschichte!

    1

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