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Sonntagsfrage

Rote Hochburg: FPÖ überholt Sozialdemokraten in Wien

Die FPÖ bricht einen Umfragerekord nach dem nächsten. Laut einer Erhebung sind die Freiheitlichen nun sogar in der Bundeshauptstadt – der Hochburg der Sozialdemokratie – stärkste Kraft. Ein Wahlsieg in Wien wäre ein Novum.

FPÖ-Chef Herbert Kickl bei einer Nationalratssitzung im März 2025 (IMAGO/photonews.at)

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Eine Umfrage des österreichischen Meinungsforschungsinstituts IFDD im Auftrag der Kronen Zeitung kommt zu einem bemerkenswerten Ergebnis: Demnach liegt die FPÖ derzeit in Wien bei der Sonntagsfrage zur Nationalratswahl vor der SPÖ. Die Freiheitlichen erreichen laut Erhebung 27 Prozent, die Sozialdemokraten 26 Prozent. Dahinter folgen die Grünen mit 13 Prozent und die konservative ÖVP mit 12 Prozent.

Tatsächlich konnte die FPÖ bei einer Nationalratswahl in der österreichischen Hauptstadt bisher noch nie mehr Stimmen erzielen als die SPÖ. Bei der letzten Nationalratswahl 2024 kam die SPÖ in Wien auf 29,9 Prozent, während die FPÖ lediglich 20,7 Prozent erreichte. Auch 2019 lag die SPÖ mit 27,1 Prozent klar vor den Freiheitlichen, die damals auf 12,8 Prozent kamen.

Wien gilt traditionell als linke Hochburg, geprägt von urbanen akademischen Milieus und Einwandererfamilien. Anfang 2025 hatten 36 Prozent der Wiener eine ausländische Staatsangehörigkeit, 46 Prozent eine ausländische Herkunft. Auch wenn nicht alle Personen aus diesen Gruppen wahlberechtigt sind, zeigt die Statistik den demografischen und kulturellen Unterschied zum Rest des Landes.

Österreichweit fügt sich das Ergebnis dennoch in den Trend ein: Die FPÖ liegt in aktuellen Umfragen klar vorne. Der PolitPro-Wahltrend sieht sie derzeit bei 37 Prozent, vor der ÖVP mit 20 Prozent und der SPÖ mit 18,3 Prozent. Gegenüber der Nationalratswahl 2024 wäre das ein Plus von gut acht Punkten für die Freiheitlichen. Sollte sich dieser Trend auch in Wien verfestigen, würde die FPÖ nicht nur bundesweit dominieren, sondern auch in der wichtigsten roten Bastion der Republik ernsthaft an der SPÖ vorbeiziehen.

Nach langwierigen Verhandlungen regiert in Österreich seit März 2025 eine Dreierkoalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS unter Kanzler Christian Stocker. Zuvor war auch eine Regierungsbeteiligung der FPÖ möglich: Parteichef Herbert Kickl wurde nach dem Wahlsieg der Freiheitlichen mit der Regierungsbildung beauftragt, die Gespräche mit der ÖVP scheiterten jedoch. Seitdem wirkt die Koalition vor allem als Zweckbündnis gegen drohende Neuwahlen.

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24 Kommentare

  • Ich wünsche Kickl alles Gute und ERFOLG.

    • Bürgerliche Parteien müssen den Weg des Schmerzes gehen. Entweder, sie verstehen, was der Wähler ihnen sagen will oder sie werden
      untergehen.

  • Kickl durfte einfach keine Regierung bilden, auch VdL und Weber intervenierten erfolgreich in Wien.

    • Die Demokratie der EU….

    • Kickl war schon 1,5 Jahre Innenminister, es wurde in dieser Zeit keine einzige Person direkt nach Syrien abgeschoben, unter der aktuellen Regierung waren es zumindest ein Hand voll.

    • Die ungewählte EU-Kaisein mischt sich inzwischen regelmäßig in demokratische Wahlen ein.

  • Ich habe den Eindruck, dass in Österreich immer mehr die Dämme brechen. Dort herrschen auf den meisten Feldern die gleichen Zustände wie bei uns und die Menschen haben die Nase gestrichen voll vom Versagen der Regierungsparteien. Gerade in Wien macht sich immer mehr Ärger breit. Unsinnige Verkehrskonzepte, die höchsten Zahlungen an Migranten, viel Gewalt…Hinzu kommt, dass auch die Touristen ausbleiben. Die Russen früher eine gute Einnahmequelle, lassen sich heute nicht mehr sehen.
    Der Erfolg der FPÖ ist auch damit zu erklären, dass es dort Fernsehsender wie OE 24 oder Servus TV gibt, welche sich um eine neutrale Berichterstattung bemühen, den offenen Dialog suchen und nicht immer politisch korrekt sind.

    • Die Russen lassen sich nicht mehr sehen, dafür aber die Araber ?;-))

      • Die bringen nur kein Geld mit, sondern kosten nur.

        • Es gibt auch reiche Araber die dort einfach Urlaub machen und shoppen !

          -1
    • Der deutsche Springer Verlag (WELT, BILD) ist weitaus konservativer ausgerichtet als alle großen österreichischen Medien und OE24 ist in erster Linie irrelevanter Trash-Talk.

  • Ihr wisst aber schon: Die nächste Nationalratswahl findet auch in Österreich erst 2029 statt…;-))

    Die nächste Landtagswahl in Niederösterreich im Jahre 2028

    Bis dahin fließt noch viel Wasser die Donau hinab.

    • Wien gehört nicht zu Niederösterreich, im Wiener Landtag wird aber ohnehin weiterhin die SPÖ vorne sein.

      • Aktuelle Umfrage für den Wiener Landtag:
        SPÖ: 34%
        FPÖ: 27% (
        GRÜNE: 15%
        ÖVP: 9%
        NEOS: 8%
        KPÖ: 5%
        Sonstige: 2%

  • Viel Erfolg!

  • Glückwunsch an die Freiheitlichen!

    Wie immer in der Geschichte: aucg nach langer Dunkelheit siegt immer die Freiheit.

  • Wenn in Wien 46% ausländischer Herkunft sind.
    Die Freiheitlichen bei 27% sind,
    was schliessen wir daraus.

    • Eine solche große Stadt hat viel Verwaltung, Schulen, Unis…Die wählen immer das was gerade regiert. Die haben sogar häufig das „richtige“ Parteibuch, um schneller aufzusteigen.
      Die FPÖ Stimmen kommen von denjenigen, welche den ganzen Bums finanzieren müssen.

  • Auch in Wien sind es insgesamt 100%. Wo liegen die fehlenden 22% (immerhin mehr als SPÖ oder Grüne)? Soviele NEOS & Kommunisten? Info FEHLT.

  • 🥳F🥳P🥳Ö🥳 wenn ich Österreicher wäre dann würde ich auch den Herbert wählen…

  • Jetzt kommen die Wiener drauf, nachdem sie zuletzt SPD-Ludwig abermals im Amt als Bürgermeister bestätigt hatten?!?!?!?

    • Das ist eine Umfrage zur Nationalratswahl, bei der Landtagswahl liegt Ludwig klar vorn.

  • Ich gehe davon aus, daß die Sozialisten bis zu nächsten Wahl hinreichend viele Ersatzwähler eingebürgert haben werden.

  • 28 % und bald ist die magische 30 überschritten. Immer mehr Bürger erwachen aus dem links-grünen Merkel-Albtraum. Die AfD auf dem Weg zur Macht. Das Ziel ist, Deutschland wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen und damit dem kommunistisch, links-grünen, demokratie- staats- und gesellschaftsschädigenden Treiben ein Ende zu setzen. Zeit für die Wende. DDR 2.0, bald Geschichte.

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