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525,5 Milliarden Euro

Rekordzahlen: Der Bund nimmt so viele Schulden auf wie nie zuvor

Die Bundesregierung plant für 2027 eine weitere Rekordschuldenaufnahme, getrieben durch steigende Refinanzierungsbedarfe, höhere Nettokredite und Ausgaben für Infrastruktur sowie Verteidigung.

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (IMAGO/Andreas Gora)

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Die Bundesrepublik steuert auf einen weiteren Schuldenrekord zu. Die für das Schuldenmanagement zuständige Finanzagentur des Bundes geht davon aus, dass die Neuverschuldung im kommenden Jahr erneut einen historischen Höchststand erreichen wird. Bereits 2026 werde mit Emissionen von Bundeswertpapieren in Höhe von 525,5 Milliarden Euro ein neuer Rekordwert erzielt, teilte die Behörde am Donnerstag in Frankfurt mit.

Geschäftsführer Tammo Diemer nannte drei wesentliche Gründe für die steigende Kreditaufnahme. Erstens müssten fällige Altschulden refinanziert werden – allein 2026 seien Rückzahlungen von 309 Milliarden Euro an Gläubiger zu leisten. „Diese Zahl wird höher sein“, kündigte Diemer für 2027 an. Zweitens wachse die Nettokreditaufnahme des Bundeshaushalts leicht. Drittens erhöhe sich der Finanzierungsbedarf aus den Sondervermögen des Staates.

Der Bund befinde sich gegenwärtig in einer Phase ausgeweiteter Ausgaben, erläuterte der Finanzagentur-Chef. „Der Bund befindet sich in einer expansiven Phase, was seine Fiskalpolitik angeht“, so Diemer. Das Haushaltsdefizit liege bei drei bis vier Prozent der Wirtschaftsleistung – für Deutschland ein ungewöhnlich hoher Wert. Getrieben werde dies vor allem durch Investitionen in die Infrastruktur sowie in die Landesverteidigung.

„Entscheidend ist, dass daraus nachhaltiges Wirtschaftswachstum erwächst und eben auch unsere Verteidigungsfähigkeit gesichert wird“, betonte Diemer. Diese Ausgaben kämen auch der deutschen Wirtschaft zugute, etwa durch Aufträge an die Rüstungsindustrie. „Insofern sind das Ziele, die nachvollziehbar sind, die wichtig sind, die auch für unsere Zukunftsfähigkeit wichtig sind und die letztlich natürlich auch die Kreditwürdigkeit des Bundes stärken“, so der Geschäftsführer.

Trotz steigender Schulden und höherer Zinskosten hat die Ratingagentur Scope Deutschlands Bestnote von „AAA“ bestätigt. Die Schuldenquote dürfte von 63,5 Prozent Ende 2025 auf 73,9 Prozent im Jahr 2031 steigen – bliebe aber unter dem Krisenhöchststand von 81 Prozent aus dem Jahr 2010.

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37 Kommentare

  • Wenn man das Land an die Wand fährt, dann eben nur ganz oder gar nicht.

    • Es ist gut, dass die Union in ST in die Opposition will. So müsste es zu einer AfD-geführten Minderheitsregierung kommen.
      https://cna343.wordpress.com

      • Und was ist ST? Die Steiermark?

        • Sachsen-Anhalt.

          3
  • Wenn diese Schuldenlast erneut auf die Deutschen trifft, ist das Ende Deutschlands besiegelt. Man sollte mal die konten der Beteiligten Politiker prüfen, auch die Geheimen!

  • Blackrock, Vanguard et al reiben sich die Hände. Da hat Pinocchio ja ganze Arbeit geleistet . . .

  • Wenn man sich bewusst macht, was dieser Finanzminister unter Infrastruktur bucht, wird einem übel. Dazu gehört nämlich fast die gesamte Entwicklungshilfe. Um Deutschlands Infrastruktur geht es dabei kaum.
    Mit seiner Schuldenmacherei treibt er sämtliche jüngeren Generationen in den Ruin. Wo bleibt da der Aufschrei seiner Parteigenossen, nach Generationengerechtigkeit?

  • Wo ist eigentlich das Sondervermögen der B.R geblieben … oder das versprochene Wirtschaftswunder? (durch das Sondervermögen)

    • … das wurde „kompensiert“ durch das SonderUNvermögen der PinocchioRegierung.

  • „Sondervermögen“ bitte. Das Wort Schulden hat einen unangenehmen Beigeschmack; sowieso gibt es Schuldenaufnahme nur privat ….

  • Dann gibt es wieder eine neue Währung. Die wird wieder halbiert, wie bei der DM zum Euro und die Schulden sind nur noch die Hälfte. Der Sparer ist wieder der Depp.

    • Nur mit 21 Staaten geht das nicht so einfach.

  • Gerade einen Antifa-Sozialisten zum Finanzminister zu machen, war keine gute Idee.

    • Das war die „Merz-Idee“.

  • Die von den Chefs der Europäische Zentralbank (Mario Draghi (Whatever it takes.): 2011–2019 + Jean-Claude Trichet (Die Inflation ist nicht vorübergehend.): 2003–2011) angeschobene Inflation bekommt jetzt noch einmal einen deutschen Tritt von unserem „Wirtschafts-Spezialminister“ für „Panzer-Shoppen“ und „allerei Gutes für die Welt und anderswo“.
    Damit sind unsere Konten in ca. 10 Jahren geräumt oder wertlos.

    Der Morgenthau-Plan durchläuft dann seine letzte Stufe.

  • Am Ende bleibt nur noch Geld für Staatsdiener und Hartzer (Bürgergeldempfänger, Grundgesicherte)

  • Was machen die bloß mit dem Geld? Rekordsteuereinnahmen und dazu noch Rekordschulden. Unfassbar!!!

    • Die Welt alimentieren. Einfluss kaufen in diversen Ländern; gegen USA; gegen den Westen. Capiche?

    • Geht an Ukraine, Asylanten und deren Anhang, NGOs,korrupte Entwicklungshilfen, der Rest in die Taschen der Lobby Politdarsteller.

    • Wir könnten in Deutschland so gut lebe . Jeder könnte mit 62 in Rente gehen, wenn das Geld nur nicht in die halbe Welt verjubelt werden würde.

  • Deutschland bekommt nur noch aus der Schuldenkurve, wenn jetzt endlich alle Ausreisepflichtigen nach Afghanistan, Syrien, Türkei, Georgien, Tschetschenien, Marokko, Tunesien, Algerien und Schwarzafrika zurückkehren. Die Wirtschaftsflüchtlinge waren nur auf unser Sozialsysteme aus.

    Die 100 Mrd. Euro Zinszahlungen im Jahr 2030 können durch die verminderten Asylkosten dann großteils gegenfinanziert.

    Vielleicht legt Berlin endlich den Riemen auf’s Rad!

  • Man muss diese Nichtskönner endlich Ihrer Ämter entheben

  • Wenn der Refinanzierungsbedarf nur noch durch weitere Kredite bedient werden kann, sollte man einen Schuldnerberater aufsuchen – dringend.

  • Wir brauchen sofort Neuwahlen. Die fahren das Land mit Absicht an die Wand. Besonders SPD.

  • „Entscheidend ist, dass daraus nachhaltiges Wirtschaftswachstum erwächst und eben auch unsere Verteidigungsfähigkeit gesichert wird.“

    Davon kann allerdings keine Rede sein. Die Deindustrialisierung schreitet voran, Energie wird immer teurer und unzuverlässiger, der Staatsapparat, die Staatsquote und die Bürokratie wächst, die Zinsen steigen, die Arbeitslosigkeit nimmt zu und jedes Jahr wandern 100000-300000 Invasoren ins Sozialsystem ein.
    Bei unserem Verteidigungssystem wird mit jeder Eskalation gegenüber Russland alles unsicherer und etliche Milliarden versickern in der Ukraine während bei uns niemand zur Bundeswehr will und unsere Verteidigungsausgaben nicht mal von Pistorius überblickt werden.
    Würden wir wirklich angegriffen hätte der Gegner wohl leichtes Spiel weil alles veraltet ist und das Geld genau so dilettantisch vergeudet wird wie in allen anderen Bereichen auch.
    Und als wäre das nicht genug verschenken wir auch noch Geld in die ganze Welt.

  • „Der Bund befindet sich in einer expansiven Phase“
    🥳 im Bullshit-Bingo sind unsere Verwaltungsexperten absolute Weltspitze 🌍

  • wieso Schulden das ist Sondervermögen!!!

  • Der Bund nimmt Schulden auf, um Löcher im Haushalt zu stopfen, anstatt die Ausgaben zusammenzustreichen.
    Nur: das Problem wird so nicht gelöst, sondern durch kommende Zinszahlungen verschärft.
    Beim nächsten Haushalt sind die Löcher wieder da.

  • Also ich bin dafür; endlich mal richtig Zinsen auf deutsche Anleihen. Die letzten Jahre waren trübselig. Klasse Lars!

  • Rückzahlen werden die, die was besitzen und die Steuerzahler, puuuhh was ein Glück, die gesunden, jungen, nicht steuerzahlenden Bürgergeldempfänger werden zu garnichts herangezogen und können sich weiter bedienen…

  • Zwei Dilettanten auf der Brücke eines leckgeschlagenen, ruderlosen Seelenverkäufers.

    • … was mach Sie da so sicher das da Dilletanten am Werk sind? Kann es nicht sein, das es genau so „gewollt“ ist….

  • Das ist nur noch irre, mit dem Motto kann man die Strassen mit Gold beziehen. Da hätte auch viel Arbeit und schöne Strassen. So funktioniert es aber nicht.
    Diese Regierung ist total verrückt.

  • Absolute Super-Loser

  • Ach was solls, die Ökonomen sehen wieder positiv in die Zukunft bei einem Wirtschaftswachstum von 1,0 bis 1,4%, (wahrscheinlich wurde nur das Vorzeichen vergessen) blöderweise durch die kaum wertschöpfende, auf einem Sonderschu…ähhh ….vermögen basierende Rüstung

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