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Ulrike Demmer

RBB-Intendantin fordert journalistisches „Qualitätssiegel“ für „glaubwürdige“ Inhalte

RBB-Intendantin Ulrike Demmer hat eine Art „Qualitätssiegel“ für als glaubwürdig verstandenen Journalismus ins Spiel gebracht. Dieses soll öffentlich-rechtlichen Medien und ausgewählten Verlagshäusern zugutekommen. KIs sollten diese Quellen nutzen.

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Ulrike Demmer auf der re:publica (Quelle: Screenshot via https://www.youtube.com/@republica)

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Die Intendantin des Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), Ulrike Demmer, hat auf der re:publica am Mittwoch eine Art Qualitätssiegel für öffentlich-rechtliche und ausgewählte journalistische Inhalte ins Gespräch gebracht. Bei einer Diskussion mit Tagesspiegel-Chefredakteur Christian Tretbar fragte Demmer, ob es nicht eine „Public Service Intelligence“ brauche, also „eine KI, in der klar ist, alles, was da drin ist, hat einen öffentlich-rechtlichen Absender“. Möglich sei auch eine Zusammenarbeit „mit Verlagshäusern, die auch dieses Qualitätssiegel haben wollen“.

Demmer begründete den Vorstoß mit der Abhängigkeit journalistischer Anbieter von großen Social-Media-Plattformen. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk müsse zwar auch dort präsent sein, „wo wir die Leute erreichen“. Auf Plattformen angewiesen zu sein, „bei denen man die Algorithmen nicht mitbestimmen kann“, bedeute aber „eine Abhängigkeit“ und lasse journalistischen Anbietern nur „ein zu kleines Maß an Einfluss“ auf die eigene Sichtbarkeit.

Demmer stellte dabei auch infrage, ob klassische Plattformen überhaupt noch die maßgebliche Zukunftskategorie sind. „Ich weiß nur nicht, ob Plattform noch die Zukunft sein wird“, sagte sie. Vielleicht sei das bereits „eine gestrige Denke“. Stattdessen brachte sie die KI-basierte „Public Service Intelligence“ ins Spiel.

Demmer verband ihre Plattformkritik mit einer paternalistischen Selbsteinschätzung. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk habe einen Auftrag zur „Unterstützung der Demokratie“ und zur „Unterstützung der Meinungsvielfalt“, sagte sie. Da heutzutage Information extrem umstritten sei, werde „der Absender der Information total relevant“. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk, der eine „glaubwürdige Quelle“ sei, sei deshalb „eine kritische Infrastruktur“.

Entsprechend ordnete sie die Kritik am öffentlich-rechtlichen Rundfunk als tendenziell demokratiegefährdend ein. Unabhängiger Journalismus, wozu sie auch die Arbeit des RBB zählt, sei „das Erste“, was angegriffen werde, „wenn demokratische Systeme in Frage gestellt werden“. „Dann wird die glaubwürdige Quelle des Journalismus angegriffen“, sagte Demmer. Die Delegitimierung des Journalismus sei auch in anderen Ländern Europas zu beobachten.

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129 Kommentare

  • Ich rolle mich gerade zusammen vor Lachen

    131
    • Stimme Ihnen zu 100 % zu!
      Was darf Satire?

    • Ich wäre absolut dafür. Denn auch ein Siegel hat immer zwei Seiten…
      Damit kann der geneigte Leser sofort feststellen, ob es sich um „gesiegelte“ oder um wahre Behauptungen handelt…

    • zunehmend ist der örR unglaubwürdig

    • Noch so eine, die sich wie ein Mann kleidet.
      Spätrömische Dekadenz.

      • Ähmm wieso „wie ein Mann kleidet“? Ist das etwa gar kein Mann?

  • Das einzig relevante „Qualitätssiegel“ ist die Akzeptanz und Nutzung der Menschen.

    Staatliche, politische Qualitätsprüfung ist ein Widerspruch in sich.

    Und man muss dies nicht verleihen (zugute kommen), sondern aufgrund qualitativer Arbeit sich verdienen.

    • Das QS bekämen die ÖRR vermutlich nicht, wenn sie es sich nicht selber geben würden.

  • Da ist der ÖRR schneller Geschichte, als die sich das gedacht haben!

    • Die Zauberformel lautet: nicht fordern, sondern liefern!

    • Das wäre nur der Fall, wenn der ÖRR von ihr Produkt kaufenden Lesern abhängig wäre.
      Da der ÖRR aber auch mit 0 Lesern/Zuschauern jährlich 10 Milliarden kilometertief in den A. geschoben kriegt, interessiert es ihn nicht.

  • „Entsprechend ordnete sie die Kritik am öffentlich-rechtlichen Rundfunk als tendenziell demokratiegefährdend ein.“

    Auf die Idee muss man erst mal kommen … macht schon fassungslos, so etwas zu lesen. Kommt bald eine Erweiterung des § 188 des Strafgesetzbuches (StGB), der nicht nur Politiker „vor Beleidigung schützt“, sondern JEDE Kritik an staatlichen oder öffentlichen Einrichtungen unter Strafe stellt?? Damit die „Demokratie ™️“ nicht geschädigt wird? Es wird allerhöchste Zeit, das sich in diesem Land was ändert.

    • Das Ziel „unserer Demokratie „ ist eine Demokratie nach nordamerikanischem Vorbild.

      Jegliche Kritik soll unterdrückt werden, die Nichtvorhandenen Erfolge bejubelt und die Politik alternativlos bejubelt

      • Nur gibt es in Nordamerika mehr Demokratie als beim Faschoverein „Unsere Demokratie“ TM. Die Bill of Rights und die in Ihr festgelegte Freedom of Speech geht um Lichtjahre weiter und ist viel umfangreicher als jede deutsche oder gar europäische sog. „Meinungsfreiheit“. Daher hinkt Ihr Beispiel sehr stark!

    • Der Deutsche liebt es, wenn man ihm mit solchen paradoxen Aussagen dreist ins Gesicht lügt.

      Bei Adi H. aus Ö. war ja auch alles demokratiegefährdend bzw. im damaligen O-Ton „eine j. Lüge“… Und was tut der gute und brave Deutsche? Richtig: Es glauben, applaudieren und die gleiche Meinung übernehmen, nur um hinterher zu behaupten, er hätte diese Meinung nie vertreten usw., wenn der Wind gedreht hat.

    • damit räumt sie quasi ein, was immer wieder abgestritten wird. dass der örr staatliche sprachrorh für propaganda und keine neutrale informationsquelle ist.
      das macht aus der gez eine propaganda steuer.

  • Schlage als Namen für das Qualitätssiegel „Anette-Kahane-Siegel“ vor.

    • Oder Relotius Award. Die faktenschrecker gibts ja schon…

    • Beim ÖRR weiß ich nicht, welches Siegel den höheren Stellenwert hat.

      Das Juli*s-Streicher-Siegel oder das Ed*-Schn*tzer-Siegel. Ich tendiere zu Erstem, denn mit dem lieben Jan aka „Pol1zistensohn“ haben sie ja den Meisternachfolger vom Juli*s in ihren Reihen.

  • Da dürfte der RBB wohl leer ausgehen.

  • „Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.“

  • Ganz einfach: „Garantiert ÖRR – Frei!“

  • War das als Rücktritt zu verstehen?

    • Nee, sondern als sogenannter „Fortschritt“!

  • Ich schlage als „Qualitätssiegel“ einen Adler auf einem Kreis vor.

  • —„eine KI, in der klar ist, alles, was da drin ist, hat einen öffentlich-rechtlichen Absender“—

    Die würde ich meiden, wie der Teufel das Weihwasser. 🙂

  • Die Partei, die Partei, die hat immer Recht…

  • …so sprach die Ziege, die sich zur Gärtnerin machte und nahm einen ordentlichen Happen Gemüse…

  • Wer soll das Journalistische Qualitätssiegel vergeben? Bestimmt ein Mitarbeiter des Rundfunkrates. Eingesetzt von Weimer.

  • Mit seinen letzten Skandalen hat sich der ÖRR grad selbst das allerbeste Qualitätssiegel gegeben.Soviel zu Qualität und Glaubwürdigkeit des ÖRR!

  • Kann man gerne machen. Man erinnere sich aber vielleicht an „Made in Germany“ – der Schuß ist, zum Vorteil für Deutschland, nach hinten losgegangen…

  • Die Partei hat immer Recht.

  • Ist das Dietmar Bartsch auf dem Foto? Inkognito, mit Perücke?

  • Wenn diese Forderung ernst genommen wird, dann müssen viele ÖRR Einrichtungen schließen.

  • Ist das Selbstironie oder Chuzpe, dass gerade der RBB nach allem von Qualität im Journalismus spricht.

  • … und was soll dann mit ihr geschehen?

  • „Der öffentlich-rechtliche Rundfunk, der eine „glaubwürdige Quelle“ sei, sei deshalb „eine kritische Infrastruktur“.“

    Danke für den herzlichen Lacher zum Abend, Frau Demmer.

    Ungefähr so ein „Qualitätssiegel“ wie, „Made by ÖRR“, oder Ähnliches?
    Sie kennen den Ursprung von „Made in Germany“?
    In diesem Sinne gar keine schlechte Idee, Frau Demmer…

  • Was wohl Herr Gelbhaar zur „Qualität“ des RBB zu sagen hätte?

  • Dann würde ja der RBB kein einziges bekommen.

  • Behindertenausweise gibt es schon!

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