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Baden-Württemberg

Queerbeauftragter Pantisano empört über CDU-Slogan „Politik für ganz normale Leute“

Ein Wahlkampfslogan der CDU Baden-Württemberg reicht aus, um beim Berliner Queerbeauftragten Alfonso Pantisano Alarm auszulösen. In einem Instagram-Posting erklärte Pantisano, die Formulierung „Politik für ganz normale Leute“ impliziere Ausgrenzung und erinnere ihn an Sprachmuster der AfD.

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Fühlt sich ausgeschlossen: Der Berliner Queerbeauftragte Alfonso Pantisano kritisiert den CDU-Slogan „Politik für ganz normale Leute“. (IMAGO/Seeliger)

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Der Berliner Queerbeauftragte Alfonso Pantisano (SPD) hat den Wahlkampfslogan der CDU Baden-Württemberg scharf kritisiert. Anlass ist ein Plakat der Südwest-CDU mit der Aufschrift „Politik für ganz normale Leute“, das derzeit im Landtagswahlkampf eingesetzt wird. In einem ausführlichen Instagram-Posting stellte Pantisano die Frage: „Wen meint ihr eigentlich mit ‚ganz normalen Leuten‘? Wer soll dazugehören … und wer offensichtlich nicht?“

Der Begriff „normal“ sei politisch nicht neutral. „‚Normal‘ ist kein harmloses Wort. Es zieht Grenzen und markiert Zugehörigkeit. Und es schließt andere aus, ohne sie beim Namen zu nennen“, schrieb Pantisano. Wenn die CDU Politik für „ganz normale Leute“ verspreche, sage sie zugleich: „Es gibt Menschen, die nicht normal sind. Also Menschen wie ich. Schwule Männer. Lesben. Trans Personen. Queere Familien. Menschen mit Biografien jenseits der Mehrheitsnorm.“

Pantisano zog in seinem Posting eine direkte Linie zur AfD. Die Partei hatte im Bundestagswahlkampf 2021 mit dem Slogan „Deutschland. Aber normal.“ plakatiert. „Wir kennen es von der AfD. ‚Deutschland. Aber normal.‘ 2021 war das ein bewusst gesetzter Code der AfD“, schrieb Pantisano. Die Botschaft sei eindeutig gewesen: „zu bunt, zu queer, zu vielfältig – und deshalb angeblich falsch“.

„Wer heute so tut, als sei diese Nähe zufällig oder unschuldig, macht es sich zu leicht“, erklärte er. Ihn empöre „nicht nur die Wortwahl, sondern die Verantwortungslosigkeit dahinter“. Weiter schrieb er: „In Zeiten, in denen queere Menschen wieder bedroht und angegriffen werden, spielt man nicht mit ‚Normalität‘.“ Er sei „ein schwuler Mann mit italienischen Wurzeln, der genau hinhört, wenn Volksparteien beginnen, den Sprech der AfD zu übernehmen“.

„Dieses Land war für mich nie nur Ordnung und Konformität, sondern auch Brüche, Vielfalt und leise Emanzipation“, schrieb Pantisano. Umso irritierender sei es, „wenn ausgerechnet hier mit einem Begriff Wahlkampf gemacht wird, der ausgrenzt und sortiert“. Und weiter: „Wer ‚Normalität‘ beschwört, ohne zu sagen, wen er damit ausschließt, hat ein politisches und moralisches Problem. Und ich bin das echt leid!“

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Der Slogan „Politik für ganz normale Leute“ ist Teil der offiziellen Landtagswahlkampagne der CDU Baden-Württemberg zur Wahl am 8. März 2026. CDU-Generalsekretär Tobias Voigt verteidigte die Wortwahl gegenüber dem Staatsanzeiger. Ziel sei es, Wähler aus der politischen Mitte anzusprechen. „Es geht um die Anständigen und Fleißigen, die jeden Morgen aufstehen und arbeiten und keine Zeit haben, sich festzukleben.“ Man dürfe den Begriff „normal“ sprachlich nicht der AfD überlassen.

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68 Kommentare

  • Ganz einfach, Herr Pantisano, die CDU meint in diesem Fall beispielsweise auch Schwule und Lesben, die nicht auf Pride-Paraden mitlaufen, sich nicht überall Regenbogen-Flaggen hinhängen und nicht jedem, der es eigentlich nicht wissen will, weil es für ihn nicht wichtig ist, sagen, mit wem er oder sie ins Bett steigt.

    Also ganz normale Schwule wie mich … 😁🥰😉

    • Guter Kommentar! Dieser „Queerbeauftragte“ Pantisano ist offensichtlich zu dumm um das Wort „normal“ zu verstehen. Genau wie Sie schrieben: Die Schwulen, Lesben, Queeren usw., welche NICHT andauernd ihre sexuelle Orientierung raushängen lassen, empfinde ich (Hetero) ebenfalls als normal.
      Und die Leute die das immer wieder tun (diese Pride-Paraden z.B.), empfinde ich als nicht normal. Der Werbespruch richtet sich nicht mal GEGEN diese, sondern einfach nur an Mehrheiten.

      • Signor Partisalato meint, er müsse Frau Cravallo von VW Konkurrenz machen.

    • @Chrissen
      „Also ganz normale Schwule wie mich …“

      ……und mein Friseur und sein Mann!
      Die haben von dem Ganzen auch sowas von die Schnauze voll!
      Die wollen einfach nur ein ganz normales!!! und gutes Leben führen!

      • Frag mal meinen Bruder und seinen japanischen Ehemann. Beide haben die Faxen dicke

    • Ich finde, sind Normalos sind auch ohne Schwule normal.

  • Ob Sie es glauben oder nicht, Herr Pantisano: es gibt auch ganz normale Schwule und Lesben

  • Ach, seltsam!
    Für mich sind Schwule und Lesben ganz normale Leute.

  • Politik für 2 Geschlechter besser? 🤓

    • Ja und nochmals ja. Ein Ja genügt AN nicht.

  • Würde man plakatieren: „Politik für fleißige Leute“, wäre das ebenfalls ausgrenzend. Die Faulen würden sich empören.

    • Irgendwie mag ich Ihren Vergleich………… 🙂

  • Wenn Pantisano sich aus dem Kreis der normalen Leute ausschließt, würde ich meinen, ist das sein sehr persönliches Problem. Warum können Mitglieder der Queer-Community nicht ganz normale Leute sein?

    • Wenn der Nichtnormale meint, nicht gemeint zu sein, Koffer packen und in die Heimat! Gute Reise!

    • HPHessen Die glauben halt, sie sind Suuuper-Normalos.

  • Und wieder wird von Linken versucht, Worte zu klauen und zu canceln. Normale Leute gibt es viele. Unter anderem: Mama, Papa, Oma, Opa, Sohn und Tochter.

  • Nun, wenn sich der besagte Herr für nicht „normal“ hält, wird das wohl einen Grund haben.

    Zumindest lt. Bild dürfte es sich dabei nicht um ein physisches Problem handeln, aber vielleicht hält er sich ja für psychisch abnorm. Und psychische Abnormität ist mW. einer Behandlung zugängig.

  • Hat Herr Parrtisano heute schon seinen Gehweg salzgestreut? Danach darf er sich gerne Baden-Württemberg zuwenden. Da scheint er sich ja auszukennen.

  • Wo ist das Problem?:

    Normal bedeutet „der Norm entsprechend“, so [beschaffen, geartet], wie es sich die allgemeine Meinung als das Übliche, Richtige vorstellt, in [geistiger] Entwicklung und Wachstum keine ins Auge fallenden Abweichungen aufweisend.

    https://www.duden.de/rechtschreibung/normal

    Thema erledigt.

    • Ist ja okay.
      Aber, lassen Sie uns doch locker bleiben.
      Die Schwulen und Lesben die ich kenne weichen nicht von der „Norm“ ab.

      • Was ist schlecht daran, von der Norm abzuweichen?

        Menschen mit einer Größe von 220 cm oder einem IQ von 220 entsprechen auch nicht der Norm.

        Solche Leute kommen nur nicht auf die Idee, eine ganze Gesellschaft nach ihren Bedürfnissen modellieren zu wollen.

        DAS nenne ich locker bleiben.

        • Da kann ich Ihnen nicht widersprechen. 🙂

          Problem ist nur, dass es einen Queer-Beauftragten gibt.

          Ein „von der Norm abweichender-Beauftragter“ wäre ja dann inklusiver und machte deutlich mehr Sinn.

          Der wäre dann für (fast) alle da.

          Aber, das Interesse liegt wohl eher bei gesellschaftlicher Spaltung.

          0
  • Pantisano sollte lieber mit Wegner eine Stunde Tennis in Berlin spielen

    • @ Juerge ,pr Ja, auf Glatteis ohne Sand. Dann ist Ruhe im Kartong.

  • Das Mimimi groß bei ihm ist.

  • Ist wieder mal wer empört?

  • Wenn man nicht weiß, was man von irgendwas halten soll, genügt ein Blick auf Signor Partisalato: Wenn er motzt, ist alles gut.

  • …ich denke da kommt viel Arbeit auf die neue Regierung zu. Privat würde ich eine Therapie empfehlen…

  • „Es gibt Menschen, die nicht normal sind.“ Richtig. Und es werden immer mehr.

  • Warum gibt’s überhaupt Queerbeauftragte ? Was machen Die den ganzen Tag, wenn sie auf „Arbeit“ sind ? Was verdient man in diesem Job ?

    • „Was machen Die den ganzen Tag, wenn sie auf „Arbeit“ sind ?“
      Das möchten Sie nicht wirklich wissen…..

    • @ Hart Arbeitender Die schreien rum wie Partisalato. Je lauter, desto mehr Kohle gibt´s.

  • Egal, was heutzutage irgendwer sagt/schreibt, es gibt IMMER irgendwen, der sich davon benachteiligt fühlt bzw. noch viel schlimmer, der sich, meistens ohne Auftrag, für andere einsetzt, weil er meint, dass die sich ja benachteiligt fühlen müssten. OMG!
    Ja, das ist in generischem Maskulinum geschrieben.

  • Wenn Herr Pantisano sich darüber aufregt bestätigt er doch, dass er nicht normal ist 🙂

    • Queerbeauftragter wird man nicht als Herr,da muss schon ein einschlägiger Hintergrund dabei sein.

  • Ich dachte es ginge immer um Gleichberechtigung…wollen die Gleichberechtigter sein als ein normaler Mensch? Sind die unnormal? Wäre das dann nicht diskriminierend? Fragen über Fragen….

  • >>erinnere ihn an Sprachmuster der AfD<<
    Aber hallo: jedes Wahlprogramm schreibt die CDU mittlerweile von der AfD ab. Der hat's erst jetzt bemerkt? Aber keine Sorge, regiert wird's dann wie immer nach dem Programm der Grünen. Und der Linken. Von wegen für "normale Leute".

  • Was für ein berufsempörter!

    • Damit verdient er sein Geld, was kein gutes Zeichen für den Zustand unseres Landes ist.

  • QUER, welch ein Quatsch. Aufgeblasen und völlig unnötig.

    • @ Scherer Kwiiieer, nicht Quer. Höchstens verquer.

  • Was ist eigentlich „ Normal“ ?
    Für 2 Homosexuelle ist ihre Orientierung normal.
    Für die klassische Familie Vater, Mutter, Kind ist dies normal.
    Für einen queeren Menschen, der sich als Fuchs identifiziert, ist eben das auch normal.
    Wer definiert normal? Die Mehrheit der Wähler?
    Also ist die dumme Empörung des Herrn Parisano völlig daneben.
    Wer lässt also solche Ignoranten in so ein Amt?

    • @ Voopoos Die Anormalos schicken Partisalato an die Schreifront.

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