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„Rechtsruck“

Präsidentschaftswahl in Portugal: Chef von AfD-Pendant zieht als Zweitplatzierter in die Stichwahl ein

Deutsche Medien beklagen „Rechtsruck“: In Portugal hat der Chef des AfD-Pendants Chega, André Ventura, als Zweitplatzierter der ersten Runde, die Stichwahl zur Präsidentschaftswahl erreicht. Als Favorit gilt dennoch der Kandidat der Sozialistischen Partei.

André Ventura darf als Zweitplatzierter bei der Wahl am Sonntag weiter aufs Präsidentenamt hoffen (IMAGO/SOPA Images)

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In Portugal hat der Chef der konservativen Chega-Partei, André Ventura, die Stichwahl bei der Wahl des Präsidenten des Landes erreicht. Am Sonntag erhielt Ventura in der ersten Wahlrunde bei einer Wahlbeteiligung von lediglich rund 52 Prozent rund 23,5 Prozent der Stimmen und lag damit auf Platz zwei hinter dem Kandidaten der linken Sozialistischen Partei, António José Seguro, der rund 31 Prozent der Stimmen erhielt. Da keiner der insgesamt elf Kandidaten die absolute Mehrheit erreicht hat, ziehen Ventura und Seguro in die Stichwahl ein – diese wird am 8. Februar entschieden.

Chega (zu Deutsch: Es reicht) gilt als vergleichbar zur AfD in Deutschland: Ähnlich wie die deutsche Oppositionspartei wurde Chega erst vor wenigen Jahren, nämlich 2019, gegründet und hat in den vergangenen Jahren vor allem aufgrund ihrer starken Ablehnung von illegaler Massenmigration deutlich an Zustimmung gewonnen. Bei der Wahl des portugiesischen Parlaments im vergangenen Jahr wurde Chega erstmals zweitstärkste Kraft. Ventura brüstet sich seitdem damit, das portugiesische Zwei-Parteien-System, bestehend aus der linken Sozialistischen Partei (PS) und den Mitte-Rechts Sozialdemokraten (PSD), aufgebrochen zu haben.

Das hat sich auch bei der Präsidentschaftswahl am Sonntag gezeigt: Gewählt wurde ein Nachfolger für den Mitte-Rechts-Präsidenten Marcelo Rebelo de Sousa, der nach zwei Amtszeiten nicht erneut antreten darf. Der Kandidat der PSD, Luís Marques Mendes, erreichte dieses Mal jedoch lediglich rund 11 Prozent der Stimmen und damit nur den fünften Platz. Als neue stärkste Kraft rechts der Mitte wurde er durch Ventura abgelöst – zahlreiche deutsche Medien, unter anderem das Handelsblatt sprechen deshalb von einem „Rechtsruck“ in Portugal.

Der Erstplatzierte Seguro konnte unterdessen davon profitieren, dass sich wohl das gesamte linke Lager hinter ihm, als dem Kandidaten der Sozialistischen Partei versammelt hat – das Lager Rechts der Mitte war neben Mendes und Ventura auch noch in weitere Kandidaten, etwa den liberalen João Cotrim de Figueiredo, zerspalten.

Dennoch geht Seguro in die Stichwahl als Favorit: Laut einer Umfrage haben 60 Prozent der Wähler angegeben, in der Stichwahl auf keinen Fall für seinen Konkurrenten Ventura stimmen zu wollen. Am Wahlabend weigerten sich zudem sowohl der PSD-Kandidat Mendes, als auch der liberale Kandidat de Figueiredo, offiziell einen Kandidat bei der Stichwahl zu unterstützen.

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23 Kommentare

  • Ich seh den Begriff „Rechtsruck“ positiv, denn es bedeutet aus dem Ruder gelaufenes Zurechtrücken! Und um nichts anderes gehts ja.

    • „Zurechtrücken!“

      Genau DAS ist das Zauberwort, mit dem die demokratische Realität wieder erreicht werden könnte.

      • Dieser „Zurechtrücken“-Quatsch ist oberflächlich und unterkomplex. Das eigentliche Problem liegt nicht in links oder rechts, sondern darin, dass Menschen immer unmündiger und ungesünder werden. Dauerhafte Internet- und Social-Media-Berieselung, Bewegungsmangel, nährstoffarme Industrieernährung, Fettleibigkeit, chronische Krankheiten – all das sind die wahren Hebel, über die staatliche Lenkung wirkt. Wer träge, krank oder abhängig ist, lässt sich leichter steuern. Politische Lager sind dabei nur zweitrangig. Die wirkliche Herausforderung liegt in körperlicher und geistiger Selbstbestimmung. Und genau an diesem Punkt scheitert dieses Forum gnadenlos, fast schon peinlich auf eine kindliche Art.

  • Auch Portugal hat jetzt genug vom Wokeismus.

  • Die EU wird schon – wie gewohnt – dafür sorgen, dass die Stichwahl im EU-konformen Sinne ausgeht. Beispiele dafür gibt es mittlerweile genug, in „unserer Demokratie“.

    • oder wie geschehen In Rumänien

      • Auch außerhalb der EU, angefangen von der Ukraine, über Georgien bis hin zu Moldau.

    • „unserer Demokratie“ = NeoSozialismus

      Genau so eine Wortfälschung wie „Sondervermögen“.

  • sorry, mir ist die AFD zu links.
    Das sind Positionen die schon Helmut Schmidt vertreten hatte.

    • H.S., der letzte Kanzler , der was taugte,.Mit „Bimbes“ gings bereits bergab, und sein FDJ-„Mädschen“ fand viele weitere Dumme, die ihr auf den linken Leim gingen.
      Falls dein Post ernst gemeint war, es gibt noch Neonazis,z. B. in Brandenburg JWD…

  • wenn die von rechtruck sprechen, leuchten meine augen.

    • „Rechts“ hat im Sinne von deren Polit-Sprech rein gar nichts mit politisch rechts zu tun, vielmehr dient diese Begrifflichkeit vor allem der Feindmarkierung.

  • Nur wird es so laufen wie hier, dass die Sozialistische Einheitsfront in der Stichwahl „ihren“ Kandidaten zurechtwählt, hat Ventura keine Chance. Kennen wir ja zur Genüge.

    • Ja klar, „Sozialistische Einheitsfront“. Muss ja so sein…

      • Richtig, aber vergessen sie NIE: Wählen tun immer noch die BÜRGER (falsch…;-)))!!!

  • Zitat: Als Favorit gilt dennoch der Kandidat der Sozialistischen Partei.

    25 Jahre, ein Viertel Jahrhundert, Linksmarsch der Gesellschaften des Westens. Die Bürger laufen nicht mehr mit, weil sie merken, dass eine mitbürgerfeindliche Politik gemacht wird. Der Sozialismus funktioniert nur in diktatorischen Staaten, denn es ist zwingend erforderlich, dass jene, die Mittel haben, das System laufend stützen; Alternative: die Bürger werden zu Arbeitsleistungen gezwungen und durch Außenhandel kommt Geld in den Staat. In Deutschland wird eine irre Strategie angewendet: „Sondervermögen“, das ist der fadenscheinige Name für neue Schulden.

    Sozialismus bedeutet somit Unfreiheit. Und genau dagegen wenden sich immer mehr Bürger.

    Ist es nicht ein irrer Betrug, dass eine christliche Partei den Trend zum Sozialismus scharf betreibt?

  • Nein, die sind nicht das „AfD-Pendant“, die AfD ist im EU-Parlament eine ander Fraktion, da diese Parteien (PfE) nicht mit der AfD zusammenarbeiten wollten, Le Pen hat die AfD ausschließen lassen, die sind in der Fraktion „ESN“.

    -13
    • „…Le Pen hat die AfD ausschließen lassen“
      Eine unklare Aussage … ?

      WER hat hier WEN ausschließen lassen?
      Das wird nicht klar ausgesagt!

      • Len Pen? ..das war im Zuge dieser Corretiv Remigrations- und „Wannsee“-Kampagne, „Geheimplan gegen Deutschland“ etc. blablabla gibt sogar einen Wikipedia-Eintrag dazu. Da hat sie zum Selbsterhalt die AfD übeltst in die Nazi-Schmuddelecke gedrängt, das war unverzeihlich. ..und jetzt? Len Pen mit Fußfessel? Wahlausschluß?

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