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Landtag NRW

„Pest des 21. Jahrhunderts“: SPD lädt Collien Fernandes zu Anhörung über „digitale Gewalt“

Die SPD-Fraktion in Nordrhein-Westfalen hat Collien Fernandes zu einer Anhörung über digitale Gewalt in den Landtag eingeladen. „Digitale Gewalt ist die Pest des 21. Jahrhunderts“, erklärte Fraktionschef Jochen Ott.

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SPD-Fraktionschef Jochen Ott bezeichnet digitale Gewalt als „Pest des 21. Jahrhunderts“ (IMAGO/Oliver Langel)

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Die Schauspielerin Collien Fernandes wurde von der SPD-Fraktion Nordrhein-Westfalen eingeladen, um in einer Anhörung im Landtag über sogenannte digitale Gewalt zu sprechen. Die Anhörung soll am Donnerstag stattfinden. Fraktionschef Jochen Ott bezeichnete digitale Gewalt in diesem Zusammenhang gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) als „Pest des 21. Jahrhunderts“.

Besonders häufig betroffen seien demnach Frauen, Kinder und Jugendliche sowie queere Menschen – vor allem dann, wenn sie in der digitalen Öffentlichkeit stünden. Deshalb müsse darüber gesprochen werden, „wie wir digitale Gewalt verhindern, konsequent bekämpfen und Betroffene besser schützen können“, sagte Ott weiter.

Die Anhörung findet im Ausschuss für Kultur und Medien statt. Neben Fernandes sind unter anderem Vertreter der Landesanstalt für Medien NRW, HateAid und der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen geladen.

Die SPD will den staatlichen Kampf gegen sogenannte digitale Gewalt deutlich ausweiten. In einem Antrag fordert die Fraktion unter anderem ein eigenes kind- und jugendgerechtes „Online-Kommissariat“ bei der Polizei. Anzeigen sollen dort direkt im Netz gestellt und anschließend an die zuständigen Polizeidienststellen oder die Cybercrime-Zentralstelle weitergeleitet werden können.

Auch sogenanntes Digital Streetwork soll landesweit ausgebaut werden. Hinzukommen sollen ein „Runder Tisch NRW gegen digitale Gewalt“ und ein eigener Beauftragter. Polizei und Justiz sollen personell und technisch verstärkt werden.

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Bei der Strafverfolgung verlangt die SPD eine eigene Schwerpunktstaatsanwaltschaft „Digitale Gewalt“ oder alternativ eine Schwerpunktstaatsanwaltschaft „Gewalt gegen Frauen und Menschen mit queerer Identität“.

Plattformen und Messenger-Dienste will die Partei noch stärker in die Pflicht nehmen. Nordrhein-Westfalen soll sich auf Bundes- und EU-Ebene für verpflichtende Melde- und Löschverfahren, „spürbare Sanktionen“ und bessere Schnittstellen für Behörden einsetzen. Plattform- und Messenger-Betreiber sollen unter bestimmten Voraussetzungen haften, wenn sie strafbare Inhalte verbreiten, deren Verbreitung erleichtern oder wirtschaftlich davon profitieren.

App-Stores sollen zudem Anwendungen entfernen, die gezielt zur Erstellung von Deepfake-Missbrauchsdarstellungen eingesetzt werden können. Deepfakes, Cyberstalking, Doxing und Cybergrooming will die SPD stärker statistisch erfassen lassen. HateAid unterstützt weite Teile des SPD-Vorstoßes.

Fernandes hatte im Frühjahr mit Vorwürfen gegen ihren früheren Ehemann Christian Ulmen eine breite Debatte über digitale und sexualisierte Gewalt ausgelöst. Dabei geht es unter anderem um Fakeprofile in ihrem Namen und pornografische Darstellungen, die über diese vertrieben worden sein sollen. Ulmen bestreitet die Vorwürfe.

Um Teile der anschließenden Berichterstattung des Spiegel wurde gerichtlich gestritten. Das Hanseatische Oberlandesgericht untersagte dem Magazin im Juni, den Verdacht zu erwecken, Ulmen habe Deepfake-Videos von Fernandes hergestellt oder verbreitet.

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75 Kommentare

  • Wie wäre es denn ausnahmsweise mal mit einem runden Tisch gegen tatsächliche Gewalt, wie Messerdelikte, Vergewaltigungen und Morde ?

    • Jetzt bitte nicht mit Fakten kommen, wir leben schließlich in Deutschland und nicht irgendwo, wo man sich um echte Probleme und Sorgen der Menschen kümmert.

      • Hat sich die Sache nicht genau so ins nichts aufgelöst wie die Nummer von der Wannseekonferenz 2.0 .
        Alles nur feuchte Träume der neuen linksextremistischen Suffragetten 2.0 damit sich auch der letzte Mann aller Banaszak offiziell für sein Mann sein entschuldigt 🥱

        • Banaszak ist doch kein Mann!

          12
  • Das Niveau der SPD sinkt leider immer weiter.

    • Geht nicht tiefer!

      • doch, abwarten…

    • Wo sehen Sie bei diesem korrupten Genossen-Haufen Niveau?

  • Wie nennen sich die Videos, die bei und/oder nach Bandenvergewaltiungen gemacht werden? Ist das nicht auch digitale Gewalt (zusätzlich zu den Vergewaltigungen), und wenn ja, warum hört man davon (so gut wie) nichts?

  • Wenn sich doch nur der Toten und Geschädigten, der völlig verfehlten „Einwanderungs- und Asylpolitik“, auch mit so viel Aufmerksamkeit gewidmet werden würde.

  • Die monatlichen Abzüge in unverschämter Höhe empfinde ich auch als digitale Gewalt 💸

    • ich krieg die Kohle immer cash auf die Kralle

  • SPD bitte einstellig.

    • Seit letzter LTW von 27 auf 14%. Wird knapp, könnte aber klappen.
      Man muß jedoch befürchten, daß damit die SED 2-stellig wird, auch nix.

  • Wenn solche Leute wie Hape Kerkeling und Colien Fernandes von unseren Politikern als Experten und Berater eingeladen werden bekommt man so eine Ahnung warum unsere Politik so ist wie sie ist.
    Und wenn man sich unsere Politik anschaut bekommt man den Eindruck das Drehbuch dazu wird vom ÖRR geschrieben.

    • Das ist richtig in Mode gekommen, Künstelnde in politische Talkshows einzuladen, wie jüngst Smudo bei Maischberger oder Hallervorden bei Illner nach der Sachsen-Anhalt-Wahl. Man könnte fast auf die verrückte Idee kommen, sie hätten einen Vorteil dadurch. Stimmts Didi?

    • Auf den Punkt getroffen.

    • Fehlt nur Didi Hallervorden zum Expertenteam dazu 🤡🤡

  • Hat eigentlich ein Gericht schon festgestellt, dass es digitale Gewalt gab? Oder sind wir noch im Stadium der Behauptungen?

  • Ich fasse es nicht, was in Deutschland passiert. Da wird ein Ausschuss gebildet, dumme Phrasen werden gedroschen, eine Zensur -die man nicht so bezeichnen darf, es ist ja für einen guten Zweck- wird mittels vorbereiteter Gesetze eingeführt und „nur“ weil Nacktfotos ins Netz gestellt werden.
    Und was wird gemacht, bei den 𝟕𝟓𝟏 Gruppenvergewaltigungen, die 2025 zur Anzeige gebracht worden sind?
    Ich finde, dass die Verhältnismäßigkeiten nicht stimmen. Es kann sehr gerne über „digitale Gewalt“ im Netz geredet werden, ABER erst nachdem die reale Gewalt in den Fokus gestellt worden ist und dort Gesetze verschärft worden ist.

    Ein paar Informationen von chatgpt
    Es gab 𝟕𝟓𝟏 Gruppenvergewaltigungen,
    mit 𝟕𝟐𝟐 Opfern,
    davon waren 𝟔𝟗𝟑 Frauen,
    insgesamt gab es 𝟓𝟕𝟒 Tatverdächtige.
    Der Vollständigkeit halber: es gab 𝟏𝟑.𝟕𝟔𝟖 Einzelvergewaltigung. Alle Zahlen beziehen sich auf 2025.

  • Der staatliche Kampf gegen digitale Gewalt? Nein, der staatliche Kampf gegen die digitale Opposition.

  • ist sicher hochqualifiziert was dieses Thema angeht. Warum ich jedoch in diesem Zusammenhang immer an den Fall „Jörg Kachelmann“ denken muss weiß ich allerdings auch nicht. Irgendwie glaube ich der Dame nicht ein einziges Wort. Dies ist allerdings nur meine höchstpersönliche Einschätzung.

    • Ich schließe mich an.

      • Ich schieße mich raus

  • Nun, der Witz (und die sozialistische Absicht?) dabei ist ja, daß durch Rechtsunsinn wie „psychische“, „verbale“, „strukturelle“ oder auch „digitale“ Gewalt drei Dinge erreicht werden (sollen?):

    #1: Die Psycho- oder Soziologisierung des strafrechtlichen Gewaltbegriffs.

    #2: Die Auflösung der Definition des strafrechtlichen Gewaltbegriffs.

    #3: Die Subjektivierung des Gewaltbegriffs („Gewalt ist, was ich als solche empfinde“).

    Das ist gewissermaßen der Ansatz, die objektive Tatbestandsdefinition des Strafrechts durch subjektives Rechtsempfinden aufzulösen.

    „Gefühltes Recht“ hat Goebbels schon erfunden, als er die „Reichskristallnacht“ 1938 als „berechtigte und verständliche Empörung des deutschen Volkes“ rechtfertigte.

  • Da muss sie ja wieder ihre kugelsichere Weste anlegen.

  • Zitat: „Digitale Gewalt ist die Pest des 21. Jahrhunderts“, erklärte Fraktionschef Jochen Ott.
    Die Opfer der bestätigten 750 Massenvergewaltigungen im Jahr 2025 haben dazu sicher eine andere Meinung.

  • Die „Progressiven“ sprechen doch nur noch über „sexualisierte“ Gewalt; müßte es da nicht auch „digitalisierte“ Gewalt heißen? 😎

  • Die Bundesregierung und ihre selbsternannten Experten lassen mir den ganzen Tag digitale Gewalt angedeihen. Oder wie nennt es man sonst, wenn deren Äußerungen im Internet, bei mir perönlich körperliche Schmerzen und Übelkeit auslösen?

  • Klingbeil Ersatzmann Jan Böhmermann kann es freuen, Deutschland hat kein Problem mit Geld, sondern Geldausgaben der Altparteien für alles außer Deutschland.

  • Hallo Jochen Ott, ich darf doch Jochen sagen. War Herr Kyrath denn schon bei dir eingeladen? Oder Frau Ladenburger? Oder Frau Feldmann? Oder Herr Valentin? Oder …

  • Die heisst doch Erfandes?

  • Vorschlag: Einfach dieses Neuland, dieses Internet, komplett abschaffe und verbieten! Dann sind alle Sorgen beseitigt und auch das neue StaSi Gesetz zur Gesamtüberwachung der Medien kann unterlassen werden!
    Und zum Schluß wählen wir noch Frau Erfandes als KaiserinInnen

  • @ SPD
    Geschlechtskrankheiten sind
    die „Pest des 21 Jahrhunderts“ !

  • Die SPD – kann weg!

  • Ich frage mich ernsthaft ob diese Altpartei Collien Fernandez wegen Digitale Fakes oder nicht etwa als Zugpferd im Kampf gegen die AFD ins Boot geholt hat.. Wie auch immer, ob es was bringt wird sich zeigen

  • Welt berichtete schon gestern, dass Fernandez als „Expertin“ im NRW Landtag geladen sein. Nur ein Kommentar dazu: „Sind künftig Kriminalitätsopfer „Fachleute“ für Messerangriffe und körperliche Gewalt? Ich habe schon mal ein Buch gelesen, einen Film gesehen und ein Computerspiel gespielt. Also falls die NRW-SPD einen Romanautor, Regisseur oder Spieleprogrammierer als Experten benötigt, dürfen sie sich gern vertrauensvoll an mich wenden. ….“

  • Statistik 2025:
    Gruppenvergewaltigungen: 751
    Vergewaltigungen: 14.454
    Reaktion SPD: Opfer-Anhörungen: 0
    Aber wehe, wenn ein Pleite-D-Promi ein neues Geschäftsmodell wittert, das wird dann medial gehypt…

    • Die Zivilgesellschaft aka NGOs wird natürlich nicht dafür bezahlt, um für die Opfer der Bezahlenden, einzustehen und/oder stark zu machen.
      Man schiesst sich ja nicht selber ins Knie…..

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