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Dynamo Dresden

Nur „zwei Geschlechter!“: Fußball-Fans kontern Beschluss des DFB

Vor wenigen Tagen wurde Bayer 04 Leverkusen zu einer Geldstrafe von 18.000 Euro verurteilt, weil Fans in einem Banner erklärten, dass es nur zwei Geschlechter gibt. Die Fans von Dynamo Dresden scheinen hiervon nicht viel zu halten: Sie wiederholen die Aktion.

„Es gibt nur einen lächerlichen DFB – Und zwei Geschlechter!“ – Das plakatierten Fans des SG Dynamo Dresden am Sonntag beim Spiel gegen den FC Ingolstadt 04. Wegen dieser Aussage könnte auf Dynamo Dresden nun eine saftige Geldstrafe zukommen. Erst vor wenigen Tagen musste Bayer 04 Leverkusen 18.000 Euro zahlen, da Fans des Vereins ein „transfeindliches“ Banner zeigten. Die Fans der „Werkself“ plakatierten: „Es gibt viele Musikrichtungen, aber nur 2 Geschlechter.“

Dass die Fans der SG Dynamo Dresden am ersten Spieltag nach dem Urteil dieses Plakat zeigen, ist die direkte Reaktion auf den Entscheid durch den Deutschen Fußball Bund (DFB). Das Urteil gegen Bayer 04 Leverkusen begründete der DFB mit „diskriminierendem unsportlichen Verhalten“. Von der Strafe in Höhe von 18.000 Euro ist Bayer Leverkusen verpflichtet, 6.000 Euro in „präventive Maßnahmen gegen Diskriminierung“ zu zahlen. Hierfür muss dem DFB der Nachweis bis zum 31. Juli 2024 erbracht werden. Die Verfahrenskosten fallen ebenfalls Bayer Leverkusen zu Last, das Urteil ist rechtskräftig.

Der DFB verhängt immer wieder Strafen gegen Fußballklubs aufgrund des (vermeintlichen) Fehlverhaltens seiner Fans. Insbesondere Dynamo Dresden kann hiervon ein Lied singen. Erst vor kurzem wurde der Verein zu einer Geldstrafe von 90.000 Euro wegen des Abbrennens von Pyrotechnik im Spiel gegen den Hallescher FC verurteilt. Fans des FC St. Pauli zeigten im März 2017 im Spiel gegen Dynamo Dresden ein Transparent mit der Aufschrift: „Schon eure Großeltern haben für Dresden gebrannt – gegen den doitschen Opfermythos.“ Die Hamburger mussten hierfür 5.000 Euro Strafe zahlen.

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