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28.000 Euro

NRW-Innenminister Reul erhielt für Wahlkampf Gelder von illegaler Schleuserbande

Auch NRW-Innenminister Herbert Reul soll von den Geldern einer Schleuserbande profitiert haben. Der CDU-Politiker soll 28.000 Euro von dem Hauptbeschuldigten erhalten haben. Die Schleuserbande hatte mittels politischer Beziehungen illegale Aufenthaltstitel besorgt.

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Der Innenminister Nordrhein-Westfalens, Herbert Reul, soll seinen Wahlkampf unter anderem aus Geldern einer Schleuserbande finanziert haben. Das bestätigte der CDU-Politiker dem Kölner Stadt-Anzeiger. Die illegale Schleuser-Gruppierung war Ende April nach deutschlandweiten Großrazzien zerschlagen worden, die Staatsanwaltschaft Düsseldorf leitete Ermittlungen gegen 170 Beteiligte ein.

In der Folge rückten prominente Landespolitiker in den Fokus der Ermittler. Auch der CDU-Minister Reul soll von den Machenschaften der Schleuserbande, die vor allem wohlhabenden Arabern, Chinesen und Afrikanern illegale Aufenthaltstitel beschaffte, profitiert haben. Demnach soll der Hauptbeschuldigte, Claus B., den Wahlkampf des CDU-Politikers 2022 mit 27.970 Euro unterstützt haben.

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In der vergangenen Woche hatte die nordrhein-westfälische CDU bereits eingestanden, mindestens 52.000 Euro von Beteiligten des Schleuserrings erhalten zu haben – mehr als die Hälfte gingen an Reul. Des Weiteren nahmen die CDU-Verbände Rhein-Erft-Kreis, Rheinisch-Bergischer Kreis sowie der Landesverband und der Bundesverband der Jungen Union Zuwendungen entgegen.

Die Ermittler hatten wegen Korruptionsvorwürfen bereits den früheren CDU-Landrat Werner Stump und auch den ehemaligen SPD-Geschäftsführer von Heinsberg und Euskirchen, Jens Bröker, festgenommen (Apollo News berichtete).

Während Stump als Mitgeschäftsführer der Hotelgesellschaft der Villa Sophienhöhe, die ebenfalls in den Fokus der Ermittler rückte, auffiel, soll Bröker circa 300.000 Bestechungsgelder entgegengenommen haben, um seine politischen Beziehungen zugunsten solventer Migranten einzusetzen. Auch weitere Beamte, Politiker und Anwälte sollen in den Einwanderungs-Skandal verwickelt gewesen sein und ihre staatlichen Beziehungen ausgenutzt haben.

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Die politischen Beziehungen der Schleuserbande waren bekanntgeworden, nachdem die AfD-Fraktion im NRW-Landtag eine Aktuelle Stunde zu den deutschlandweiten Großrazzien beantragt hatte. Daraufhin musste Justizminister Benjamin Limbach (Grüne) eingestehen, dass mutmaßlich auch politische Beziehungen für die illegale Einwanderung missbraucht wurden.

Auch Reul bezog jetzt Stellung: bis 2022 habe er den Hauptbeschuldigten, Claus B., nicht gekannt. Dieser habe den CDU-Politiker dann aber kontaktiert, weil „er die Partei und mich im Landtagswahlkampf unterstützen wollte“. Daraufhin kam es zu mehreren Treffen. Reul habe aber „kein Problem darin gesehen“ und konnte sich nach eigenen Angaben auch nicht vorstellen, etwas Illegales zu tun.

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