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Wirtschaftsförderung

Neuer Slogan: Niedersachsen gibt zehn Millionen Euro für Imagekampagne aus

Niedersachsen gibt zehn Millionen Euro für eine Imagekampagne aus. Dazu gehört ein neuer Slogan, der am Montag vorgestellt werden soll. Der Bund der Steuerzahler sieht das Vorhaben kritisch.

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Niedersachsen will sich als attraktiver Wirtschaftsstandort präsentieren und gibt dafür Millionen Euro aus. (Symbolbild) (IMAGO/Noah Wedel)

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Zehn Millionen Euro gibt das Land Niedersachsen für einen neuen Slogan und weitere Maßnahmen aus, um Niedersachsen als Wirtschaftsstandort attraktiver zu machen. Am Montag soll der neue Spruch vorgestellt werden. Die schlichten Worte „Niedersachsen. Klar.“ gehören damit der Vergangenheit an. Wie der neue Spruch für das Bundesland lauten wird, ist noch offen. Er soll am Montagnachmittag im Rahmen einer Feier in Berlin vorgestellt werden.

Die neue Kampagne soll sich laut der Landesregierung vom „nordisch nüchternen Understatement“ verabschieden, wie es die stellvertretende Ministerpräsidentin ausdrückt, und stattdessen selbstbewusster und mutiger sein, berichtet der NDR. Das Konzept wurde von der Berliner Agentur „Scholz & Friends“ entwickelt, die nach einem europaweiten Ausschreibungsverfahren ausgewählt wurde. Um mehr Investoren und Fachkräfte in das Land zu locken, will die Landesregierung bis 2027 zehn Millionen Euro ausgeben.

Die Notwendigkeit der teuren Kampagne begründet die Regierung so: „Derzeit existiert keine integrierte Kampagne, die den Standort Niedersachsen nach außen sichtbar und attraktiv vermarktet – ein Umstand, der nicht zuletzt seitens Unternehmen, Kammern, Organisationen und Verbänden regelmäßig adressiert wird.“ So seien, wie es in einer Pressemitteilung vom Januar heißt, nur ein Viertel der Bürger des Bundeslandes davon überzeugt, dass Niedersachsen ein guter Wirtschaftsstandort ist. Bundesweit glauben das 26 Prozent.

Neben dem neuen Slogan und einer Öffentlichkeitskampagne soll auch der Erfolg gemessen werden. Nach welchen Kriterien dies geschieht, lässt die Landesregierung offen. Doch das Ziel ist hoch gesteckt: Die Werbekampagne soll zu wirtschaftlichem Wachstum führen, das Investitionen in die Infrastruktur refinanziert. Die niedersächsische Regierung hat für das kommende Jahr Investitionen in Höhe von 14,5 Milliarden Euro für Schulen, Straßen und Krankenhäuser vorgesehen.

Die oppositionelle Landes-CDU kritisiert das Vorhaben der rot-grünen Regierung als zu teuer. Auch der Bund der deutschen Steuerzahler sieht das Vorhaben kritisch, wenn das Geld nur für eine reine Imagekampagne ausgegeben wird.

mra

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88 Kommentare

  • Man kann eine kaputte Wirtschaft nicht schönreden. Da helfen auch keine Millionen Euros.
    „An ihren Taten sollt ihr sie erkennen“ steht in der Bibel bei Matthäus 7,16-20 und bedeutet, dass der wahre Charakter und Glaube einer Person (oder einer Regierung) durch ihre Handlungen sichtbar wird, nicht nur durch Worte oder Bekenntnisse.
    Im Grunde ist alles ganz einfach… 🙂

    • Das finde ich auch eines der größten Irrtümer im System „Unseredemokratie“:
      Worten wird viel mehr Bedeutung beigemessen als Taten, so als hätten die Protagonisten die Sprechakttheorie nur der Bezeichnung nach verstanden.
      Dementsprechend bleiben die politischen Taten dann auch sehr überschaubar, ewig breitgetreten und kaputt gequatscht bleibt nichts übrig was die Bezeichnung „Reform“ verdient hätte.
      Daher der Drang zu immer mehr Schulden.

  • Wann hat das eigentlich angefangen, dass Regierungen Millionenbeträge dafür ausgeben, Reklame für sich selbst zu machen, anstatt das Geld für die Erfüllung ihrer Pflichtaufgaben einzusetzen? Das ist genau so absurd wie die penetranten Werbekampagnen „für Demokratie“, die von Zahnpastawerbung kaum zu unterscheiden sind.

    • Schlechte Politik muss halt alle Unterstützung erkaufen, auf die eine oder andere Art.

  • Ich würde ja auf Bürokratieabbau, Steuererleichterungen, günstige Energie, Investitionen (angegebener Betrag langt nicht), bessere Kinderbetreuung, bezahlbarer Wohnraum oder überhaupt Wohnungen usw. setzen. Aber ich bin ja auch kein Politiker und habe keine Ahnung.

    • ..ich bin kein Politiker, deswegen habe ich Ahnung

  • 10 Mio. für sowas??? Ich bin definitiv in der falschen Branche.

    • Sie machen sich keine Vorstellungen, was man in der Werbebranche nehmen kann. Absolut irrsinnig, sage ich Ihnen.

    • Für 10 Mio. kriegen sie dann einen neuen Slogan wie: Niedersachsen – unbedingt!
      Ohne Worte!

      • Ja gut, für 5 Mio. hätte es hinterher nur für Niedersachsen-ungeimpft! gereicht und das wäre ja so richtig schlecht gewesen.

    • Scholz & Friends haben das ausgeheckt

  • Niedersachsen. Degrowth.
    Wird besonders gut bei ausländischen Investoren verstanden.
    Als Beispiel dient doch VW.

  • 10 Millionen? Also ich hätte es für die Hälfte gemacht 🙂 🙂 🙂

    • .. BESSER gemacht

  • Niedersachsen. Klar gescheitert?

  • „Den Sozialismus in seinem Lauf, hält weder Ochs noch Esel auf“

  • Wie wäre es mit „Niedersachsen. Grün. Sonst nix.“?
    Wer als Landesregierung eine Autogegnerin in den VW-Aufsichtsrat schickt, sollte dieses Motto genial finden.

  • Dafür ist Geld da. Und die Bürger sollen das auch noch zahlen. Eine Frechheit.

  • Ein weiteres Beispiel für die Verschleuderung von Steuergeldern.

  • schlicht und effizient – das war mal Deutschlands guter Ruf

  • Dreht Niedersachsen den Geldhahn zu! Wer für solchen Unsinn das Geld der Steuergelder verschleudert, benötigt keinen einzigen € aus dem Länderfinanzausgleich! „Wer den Pfenning nicht ehrt, ist des Talers nicht wert!“

  • Interessant ist die Begründung der Landesregierung: da müssen also die Unternehmen, Kammern, Organisationen und Verbände und nicht zuletzt der Bürger dafür herhalten, dass man diese vollkommen überteuerte Berater- und Werbetätigkeit (aus Berlin wohlgemerkt) in Anspruch nehmen müsste, um das Land Niedersachsen wieder in den Vordergrund zu rücken. Sprich: da kann die Landesregierung nix dafür, das haben die zuvor genannten alle so gewollt.
    Man kann ziemlich sicher davon ausgehen, dass die Genannten die schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen angemahnt haben, welche verbessert werden sollen, um das Land als Wirtschaftsstandort wieder attraktiv zu gestalten. Mit der Kritik bezüglich der fehlenden Attraktivität war wohl kaum gemeint, einfach nur eine teure Werbekampagne durch zu führen.
    In DEU werden von der Politik nur noch Potemkinsche Dörfer aufgestellt!

  • 10 Millionen Euro für eine Kampagne, man man man, kannste dir nicht ausdenken.

  • Man muss halt Prioritäten setzen.

    Sollte der Wähler so langsam auch machen….

  • Alles für Niedersachsen 😉

    • Uppsss…

  • 😁😁 Scholz & Friends …. Immer sehr, sehr, nah am … egal.

  • Come to where the flavour is.

    (leider schon vergeben)

    Richtung Norden und dann immer geradeaus.

    (leider auch schon vergeben)

    Sieh VW beim Sterben zu.

    (noch rechtefrei zu haben)

    Marmor Stein und Eisen bricht,
    aber unsre Brücken nicht.

    Im Gegensatz zu Dresden und NRW. Echter Standortvorteil. Allerdings … im Flachland braucht man auch nicht soviele davon.

    Klimaneutral und Spass dabei.
    Hamburg sperrt schon 2040 zu.
    Wir erst 2045.

    Wer später stirbt ist kürzer tot.

    Wenn keiner mehr Geld hat
    keiner mehr bezahlbare und sichere Energie
    wenn hier niemand mehr konkurrenzfähig ist
    wenn die Automobilbranche durch eigene Schuld krachen geht
    wenn Geschäftsmodelle nicht mehr funktionieren und
    Familienbetriebe, die hunderte von Jahren durch alle Systeme
    gut durchgekommen sind,

    was soll dann diese alberne Imagekampagne für 10 Millionen?

    Kauft davon Tempotücher für alle, die durch Euch ihre Jobs und ihre Zukunft verlieren. Für mehr reicht es nicht.

  • chatgpd
    vielleicht ist ja der richtige Slogan dabei!
    Hier sind einige kurze Slogans für Niedersachsen:

    Niedersachsen – Weite, Vielfalt, Zuhause.
    Niedersachsen – Land mit Perspektive.
    Niedersachsen – Stark im Norden.
    Niedersachsen – Natur trifft Zukunft.
    Niedersachsen – Zwischen Küste und Kultur.
    Niedersachsen – Vielfalt, die verbindet.
    Niedersachsen – Herz des Nordens.
    Niedersachsen – Offen für morgen.
    Niedersachsen – Tradition und Innovation.
    Niedersachsen – Einfach lebenswert

  • Wird sicher ein Slogan mit vielen Gutsprechvokabeln… Und: „europaweite Ausschreibungsverfahren“ bedeutet: Tschüss Föderalismus…

  • Wie wäre es mit: „Wir sind die Niedersachsen, sturmfest und erdverwachsen…“

  • Für 10 Mio. könnten Schulen saniert werden und den Rentnern ein würdevolles Leben geben, sowie Strassen sanieren. Die Mio. sind Steuerveschwendung und ein Schlag ins Gesicht der Bürger.

  • Haargenau 0 Cent wird uns im Gegensatz dazu der öffentlich-rechtliche Radiofunk zahlen, wenn wir heute abend die Arbeit von unbezahlten Diskutanten erledigen. Von viertel nach acht bis um zehn läuft nämlich wie jeden Montag und Donnerstag der hochbeliebte Quotenreißer „Mitreden! Deutschland diskutiert“. Heute ausnahmsweise einmal mit einem vielleicht sogar interessanten Thema, nämlich: „Schutz oder Irrweg: Wie sinnvoll ist die Brandmauer zur AfD?“

    https://www.ndr.de/nachrichten/info/epg/schutz-oder-irrweg-wie-sinnvoll-ist-die-brandmauer-zur-afd,sendung-1114406.html

    Trotzdem sollten wir uns nicht zuviel von dieser Sendung versprechen, denn bisher waren derlei Pseudo-Diskussionen meist Links-Grüne-Propaganda-Sendungen des Zwangsgebührenfunks.

    • Falls jemand eine etwas anspruchsvollere Abendunterhaltung bevorzugt, hätte ich noch eine weitere Idee. Sie nennte sich:

      „«Ich bin der Versöhner»: Björn Höcke über die Deutschen, ihre Identität und ihre Zukunft“

      Nämlicher Versöhner unterhält sich zwei Stunden und 15 Minuten lang mit Roger Köppel von der Schweizer Weltwoche in Köppels Büro in Zürich. Es ist tatsächlich ein deutlich anderes Niveau als das andere Mammut-Event von vor einigen Wochen in Köln. Liegt wahrscheinlich daran, daß Roger Köppel tatsächlich Journalist und darüber hinaus hochgebildet ist.

      https://www.youtube.com/watch?v=73r12YbUTLk

  • Bevor sich jetzt alle hier wieder arztreif kommentieren, möchte ich mal klarstellen dürfen, daß es nichts anderes als überaus verdienstvoll ist, hier dringenden Handlungsbedarf erkannt und daraus auch engagiert die Konsequenzen
    gezogen zu haben !
    Ganz ähnlich wie zum Beispiel Un-Garn hat Nieder-Sachsen ein fataler Weise fest in seine Namensbezeichnung integriertes pejoratives Präfix, das geeignet ist, seine positive Wahrnehmung von Außen erheblich und ungerechtfertigt zu schmälern beziehungsweise sein Ansehen in der Welt zu unterminieren, zu konterkarieren, zu degradieren und möglicherweise dadurch sogar zu delegitimiern, kurz gesagt jedenfalls erheblich und inakzeptabel zu mindern.
    Nicht zuletzt könnte dies die Attraktivität des Landes für hereinzurufende Neu- und Besserbürger erheblich schmälern.
    Wer studiert oder studiert hat, weiß, was das bedeutet und für welche Art gehobener und attraktiver Jobs die Lösung dieser Aufgabenstellung wirklich gut ist.

    • Also Obersachsen oder Hypersachsen oder Wundersachsen?

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