Nächster Fehlschlag bei Volkswagen: Jetzt implodiert die Softwaretochter
Einst sollte Cariad zum Flaggschiff der digitalen Zukunft von Volkswagen werden. Doch statt technologischer Erfolge häuft die Softwaretochter Milliardenverluste an. Nun droht der nächste Kahlschlag. Bis zu 1.400 Stellen könnten einem Sparkurs zum Opfer fallen.
Der Sparkurs innerhalb des Volkswagen-Konzerns weitet sich zusehends aus. Nur wenige Wochen, nachdem der „Zukunftsplan 2030“ und die Kündigung fast aller Haustarifverträge bekannt gegeben wurden, stehen nun bei der Softwaretochter Cariad die nächsten tiefen Einschnitte an. Nach Angaben des Betriebsrats hat der Vorstand vergangene Woche gegenüber der Belegschaft einen weitreichenden Jobabbau angekündigt.
Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zufolge will das Unternehmen 1.000 von rund 4.300 Stellen in Deutschland streichen. Vereinzelt wird demnach jedoch erwartet, dass tatsächlich deutlich mehr Arbeitsplätze betroffen sein könnten. So rechnen IG Metall und Betriebsrat mit dem Abbau von bis zu 1.400 Stellen.
Die Zahl der IG Metall setzt sich aus mehreren Posten zusammen: Rund 400 Beschäftigte müssen das Unternehmen noch im Rahmen eines früheren Abbauprogramms verlassen, hinzu kommen die 1.000 neu angekündigten Streichungen. Weitere rund 200 Stellen sollen für KI-Spezialisten entstehen, im Gegenzug fallen an anderer Stelle weitere 200 Jobs weg. Gesichert sind diese Schätzungen jedoch nicht.
Hintergrund des Jobabbaus ist die Forcierung eines weitreichenden Sparkurses, mit dem Cariad plant, die durchschnittlichen Kosten für Forschung und Entwicklung künftig um rund eine Milliarde Euro pro Jahr zu reduzieren. Die Senkung der Personalkosten soll einen großen Beitrag dazu leisten. Insgesamt will das Unternehmen seine Investitionen einem Handelsblatt-Bericht zufolge von 2027 bis 2031 um rund 6,1 Milliarden Euro kürzen.
Erwartungsgemäß reagiert die Arbeitnehmerseite mit scharfer Ablehnung. „Diese Pläne treffen bei den Beschäftigten, ihren Betriebsräten und der IG Metall auf entschiedenen Widerstand“, erklärte IG-Metall-Verhandlungsführer Juan Carlos Rio Antas im Rahmen einer Stellungnahme. Die Gewerkschaft verweist vor diesem Hintergrund auch auf die geltende Beschäftigungssicherung, die betriebsbedingte Kündigungen eigentlich bis 2029 ausschließt – Cariad will den Umbau allerdings deutlich schneller abschließen.
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Tatsächlich mussten die Beschäftigten in den vergangenen drei Jahren bereits mehrere Abbaurunden hinnehmen. Ende 2023, als Cariad ankündigte, die Kosten um 20 Prozent zu senken, hatte das Unternehmen noch 6.500 Angestellte. Im März 2025 lag die berichtete Beschäftigtenzahl noch bei rund 5.900, bevor bis Ende des Jahres die Umsetzung eines weiteren Abbauprogramms angekündigt wurde, das 1.600 Stellen umfasste.
Hauptgrund für die erneuten Stellenkürzungen ist der starke Konkurrenzdruck, dem Cariad unterliegt. Auf der Betriebsversammlung Ende September begründeten Vertreter der VW-Sparte den Abbau damit, gegenüber externen Softwareanbietern – wie Rivian und Xpeng, die mit VW zusammenarbeiten – wettbewerbsfähig bleiben zu müssen.
Wie auch ein Großteil der deutschen Unternehmen leidet Cariad unter den schlechten Rahmenbedingungen beziehungsweise der hohen Kostenbelastung am deutschen Standort. Dies wiederum führt zu einer eingeschränkten Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt.
Um profitabel zu bleiben, müssen die hohen Energie- und Lohnkosten sowie die finanziellen Belastungen, die durch Bürokratie und Steuerlast entstehen, häufig auf die Endkunden umgelegt werden. Vor allem Unternehmen in fernöstlichen Ländern wie China und Indien haben deutlich niedrigere Betriebskosten und erobern so mit beeindruckendem Tempo Marktanteile – in der Automobil- und Zulieferindustrie, aber auch branchenübergreifend.
Wie gewaltig die Kostenunterschiede mittlerweile geworden sind, zeigt ein Bericht der Bild-Zeitung aus dem Sommer: Demnach kostet eine Entwicklerstunde in China rund 60 Euro, in Wolfsburg dagegen um die 120 Euro.
Hinzu kommen die technologischen Probleme von Cariad, die das Unternehmen zuletzt zusätzlich in eine Zwickmühle getrieben haben. Die Software, die Cariad für Volkswagen liefern sollte, verzögerte sich wiederholt und sorgte für eine um teilweise Jahre verspätete Markteinführung zentraler Elektromodelle des Konzerns. Besonders betroffen waren der elektrische Porsche Macan und der Audi Q6 e-tron.
Die Folge sind erschreckende Finanzkennzahlen. Bis Anfang 2025 summierten sich die Verluste von Cariad auf rund 7,5 Milliarden Euro. Den summierten Gesamtschaden durch verschobene Modellanläufe bezifferte das Manager Magazin im Herbst 2025 auf deutlich mehr als 20 Milliarden Euro. 2025 stand am Ende ein operatives Minus von 2,2 Milliarden Euro. Auch in diesem Jahr folgte keine nachhaltige Besserung. Bei den Konzernfinanzen lag das operative Ergebnis im ersten Halbjahr 2026 bei minus 855 Millionen Euro.
Die Zahlen sind ein schlimmes Zeugnis für Volkswagen. Cariad war nämlich einst als Herzstück der digitalen Zukunft des Konzerns gedacht. 2020 gegründet, sollte die Softwaresparte, damals noch unter dem Namen „Car.Software Organisation“, als Reaktion auf die massiven Softwareprobleme bei Elektromodellen Abhilfe schaffen. Das Ziel war ehrgeizig. Cariad sollte zu einem der größten Softwareunternehmen Europas aufsteigen und bereits ab 2025 rund 60 Prozent der Software für alle Konzernmarken liefern.
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Dankt euren Gewerkschaftern, Managern und linksgrünen Politikern!
https://www.volkswagen.de/de/marke-und-erlebnis/wedriveproud.html
noch mehr Einsparpotenzial.
Leichen pflastern den Weg der grünen Energiewende.
Haben die deutschen Autobauer lauthals protestiert, bevor Habecks Wahnsinn umgesetzt wurde? Nö.
Nun hamse den Salat.
Olaf, sie wissen aber das die Umsetzung der sogenannten Energiewende auch Merkels und von der Leyens Politik ist und das wir alle den Salat haben.
Versteh ich das richtig, die Elektrokarren von VW bringen es auch nicht?
Die Deutschen sind nicht mehr wettbewerbsfähig. Entweder arbeiten wir für deutlich weniger Geld (unwahrscheinlich) oder es gibt Entlassungen oder der Euro wertet ab oder wir haben hohe Zölle auf alles (entspricht auch einer Lohnsenkung). Anders geht es nicht.
Aber, aber! Der erste ihrer Vorschläge wird doch von der ReGIERung unaufhaltsam vorangetrieben. Sie erhalten, dank Steuererhöhungen und immer neuen Abgaben sowie weiteren Steuern, welche erfunden werden, immer weniger Geld auf ihr Konto!
Bitte ein bißchen mehr Hochachtung vor unserer ReGIERung!
Demnächst “ Eselzuchtwerke zu Wolfsburg “ . Auch ein entspanntes Fortbewegungsmittel.
In der Wilhelma in Stuttgart gabe es Nachwuchs bei den Eseln … nun haben die in Baden-Württemberg schon 3 … Özdemir und Hagel mitgerechnet.
Jetzt erst?
Die werden zur Abgasmanipulation gar nicht mehr gebraucht…
Wer hat’s verbockt? Top-Manager Diess!
Nach seinem Ausscheiden bei VW in 2022 und seinem offiziellen Vertragsende im Oktober 2025 wurden Diess insgesamt rund 36,9 Millionen Euro (inklusive Altersversorgung) ausbezahlt …….
Wir hätten zwei Produkte, welche den chinesischen Markt in die Knie zwingen könnten und aus Deutschland wieder einen Weltmarktführer machen könnten – wir müssten diese beiden Sachen nur ohne Widerruf nach China abgeben:
Das wären:
– Die EU
– Die Gewerkschaften
Mit diesen beiden Geheimwaffen kann man jede noch so gute Volkswirtschaft der Welt in den Ruin treiben
Eines größten Softwareunternehmen Europas ? HaHaHaHa … Und mit den gesuchten 200 “ KI-Experten “ (falls welche gefunden werden), wo immer man Die auftreiben will, wird das Nix. Germany ist nicht digitalisiert, diese Experten gibt es nicht um die Ecke und sind auch für deutsche Unternehmen viel zu teuer.