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Weltmeisterschaft

Nach Boykottdrohung: FIFA gibt Milliardenplan für private WM-Investoren auf

Die FIFA zieht ihren Plan zurück, private Investoren am Milliardengeschäft rund um die Weltmeisterschaft zu beteiligen. Zuvor hatten sich die UEFA sowie die Verbände aus Nordamerika und Asien gegen das Projekt gestellt. Die europäischen Nationalverbände drohten mit einem Boykott.

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Der Rückzug ist eine schwere Niederlage für FIFA-Präsident Gianni Infantino. (IMAGO/STEINSIEK.CH)

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FIFA-Präsident Gianni Infantino gibt seinen Plan auf, Teile des kommerziellen Geschäfts rund um die Fußball-Weltmeisterschaft für private Investoren zu öffnen. Der Vorschlag für die neue Gesellschaft „FIFA Forward Enterprise“ werde nicht weiterverfolgt, teilte Infantino am späten Freitagabend mit.

Das Projekt habe Spaltungen verursacht, die unabhängig vom möglichen Umfang der Unterstützung nicht mehr im Interesse des ursprünglichen Ziels lägen, erklärte der FIFA-Präsident. Er wolle die beteiligten Verbände und Funktionäre nun wieder zusammenbringen. Noch wenige Stunden zuvor hatte die FIFA angekündigt, den Konsultationsprozess trotz des zunehmenden Widerstands fortsetzen zu wollen.

Geplant war die Gründung einer kommerziellen FIFA-Tochter mit einem Wert von rund 20 Milliarden US-Dollar. In der „FIFA Forward Enterprise“ sollten unter anderem die Vermarktung von Übertragungsrechten, Sponsoring, Ticketing und Lizenzen sowie die organisatorische Durchführung der FIFA-Turniere gebündelt werden. Private Investoren sollten Minderheitsanteile von bis zu 20 Prozent erwerben. Die FIFA wollte dadurch noch 2026 bis zu 4,2 Milliarden Dollar einnehmen.

Mit dem Investorengeld wollte Infantino vor allem die 211 nationalen FIFA-Mitgliedsverbände für den Plan gewinnen. Jeder Verband sollte über ein neues „Fast Forward“-Programm einmalig bis zu 20 Millionen Dollar für Stadien, Trainingszentren und andere Projekte erhalten können.

Die Pläne lösten jedoch innerhalb weniger Tage einen Aufstand gegen Infantino aus. Die UEFA und ihre 55 Mitgliedsverbände beschlosse einstimmig, bei einer Umsetzung des Projekts sämtliche FIFA-Wettbewerbe zu boykottieren.

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Auch der nord- und mittelamerikanische Verband Concacaf stellte sich mit seinen 41 Mitgliedern geschlossen gegen den Plan. Die Verbände kritisierten das fehlende ordnungsgemäße Verfahren, die kurze Entscheidungsfrist und die mangelnde Einbindung der zuständigen FIFA-Gremien. Der Asiatische Fußballverband AFC schloss sich anschließend der UEFA und der Concacaf an. Damit stellten sich drei der sechs Kontinentalverbände mit zusammen 143 der 211 FIFA-Mitglieder gegen das Projekt.

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32 Kommentare

  • Bald können die Europäer ihre eigene Weltmeisterschaft machen.
    Naja, so ganz allein sind dann nicht.
    Afrika spielt irgendwie immer mit…

    • Europa ist auch nicht die Welt …

  • Gut so!
    Ich brauche keine WM mit NOCH mehr Werbung, NOCH mehr Vermarktung, wie zB die Abgabe der Hälfte der Spiele an Magenta.
    Dazu schon gar aberwitzige Ticket Preise.

    Sehr moderat lasse ich mir das gefallen, aber irgendwann ist eben ein Punkt überschritten.
    Und der ist meiner Meinung nach jetzt.
    Gelegentlich braucht es für die Marktradikalen eine „Notbremse“.
    Sonst werden Dinge wie die WM einfach schlechter.

    • WM und Spitzen Profifußball ist für mich schon lange uninteressant.

      Spieler die nichts mit dem Verein gemein haben für den sie spielen, weder mit dem Land noch mit der Stadt, sondern aus aller Welt eingekauft werden.

      Nationalspieler denen Quality Time wichtiger ist als Training und jetzt noch die Trinkpausen die jeden Spielfluß zerstören.

      Wenn Fußball, dann die unteren Ligen. Zweite oder Dritte Bundesliga. Jugend- oder auch Frauenfußball.
      Da schlägt es noch das Fußballherz.

      Ok, in der Kreisliga schlägt manchmal auch noch was anderes – solche Spiele gilt es zu vermeiden

    • das hat heutzutage nichts mehr mit Sport zu tun,nur noch mit Geldgier und Profit ich schaue mir es nicht mehr an selbst wenn es im ARD ZDF ODER anderen umsonst kommt

      • Sehr richtig!

    • Du brauchst blos einen Sark Oppah

  • Gut so. Da haben Infantino, Trump, Kushner in ihrer Gier zu hoch gepokert.

    • Das hat doch nichts mit Trump zu tun.

      Spätestens seit der WM im Wüstenstaat Katar weiß man doch, daß es nur ums Geld geht.
      Image, Werbung usw. Das ist ein Multimilliardengeschäft, das mit Fußball nichts mehr zu tun hat.

      Aber keine Sorge, die finden schon noch einen Weg.
      Vor allem ist die Frage, warum habe den die Verbände diese Pläne boykottiert?
      Wegen der Moral oder weil sie mehr als nur Krümmel von den Milliarden haben wollten?

  • Warum muss ein WM-Spiel nur vier Viertel haben, acht Achtel gehen doch auch…

  • Bleibt halt weniger übrig für die andern Sportarten.

  • Und die Alternative? Steuergelder?! Wenn man schon kein Geld von der Privatwirtschaft will, sollte man sich ausschließlich über seine eigenen Einnahmen finanzieren.

    • Es wirkt nicht so, als würde die FIFA oder der Fußball am Hungertuch nagen.

  • Der Plan wird mit Sicherheit nicht aufgegeben. Der Infantino wird einfach die UEFA am Gewinn beteiligen und schon sind alle ganz begeistert. Und anschließend findet die UEFA das so gut, dass sie dasselbe mit der Europameisterschaft macht. Dafür gibt es zig Beispiele im Profifußballgeschäft.

  • Traurig, da muss die Haartransplantation wohl noch etwas warten….🧑🏾‍🦱

    • Wo nix ist kann auch nix mehr transplantiert werden🤷‍♂️

  • In totalitären Staaten zerstören Politiker alle Kulturräume bzw. machen sie gleichförmig, ähnlich wie in Nordkorea. Viele lokale und globale Veranstaltungen gehen unter. Der Grund ist die totale Kommerzialisierung und extrem hohe Sicherheitsauflagen. Das Interesse an solchen Veranstaltungen geht gegen Null.
    Da verkauft die FIFI eine Trinkpause als medizinische Wohltat für die tumbe Masse, real verkaufen sie in der Zeit Werbung.
    Gier frisst Hirn und meine Zeit.

  • Arabisches Geld ist verlockend. Der nächste President wird ein Emir.

  • Das letzte Mal habe ich mich 1982 für Fussball interessiert. Karl-Heinz Rummenigge und Paul Breitner mit Beckenbauer als Teamchef im Endspiel gegen Italien.

    • Es gibt aber noch 5 Milliarden andere, die sich auch heute für nichts anderes interessieren

    • Seitdem gab es auch gute Spiele, zum Beispiel ein episches 7:1 gegen Brasilien.
      🙂

    • gerade die beiden folgenden WM waren jetzt auch nicht so verkehrt

  • Ach du meine Güte. Im allgemeinen täglichen Trump-Bashing – die täglichen Hassminuten wie in 1984 – hat man die komplette WM genutzt, um Trump medial eins reinzuwürgen. Da hat Infantino perfekt ins Szenario gepasst. Anti USA ist man sowieso (in AfD Kreisen die meisten). Fußball ist seit Jahrzehnten ein Millionengeschäft. Und da regt man sich darüber auf, dass Infantino Privatinvestoren ins Boot holen will, um Stadien zu bauen? Ist es besser staatliche Subventionen dafür zu nehmen? Die Medien brauchen ihre täglichen Trump-Infantino Hassminuten und die deutschen Leser geifern brav – ohne Sinn und Verstand.

    • Die kapieren doch gar nicht, was Infantino tatsächlich wollte. Deutsche speziell wollen ein Weiterso und böse Kommentare schreiben. Egal wer, die deutsche Nase kann man lang ziehen und wohin man will. Sollen sie doch so weitermachen. Über die redet eh bald kein Mensch mehr. Auto können sie auch nicht, wie Fußball 😁😁

  • Herrlich wie dieser Vogel vorgeführt wurde und es bis heute nicht gemerkt hat.

  • Infantino – die unsympathischste Visage seit langem.

    • IFIA = Mafia

      • Prima, ich näß mich vor Lachen gleich ein. Das trifft den Punkt 100%-tig!

  • korrupte Blatter endlich weg war, erstmal Aufatmen. Da wusste man noch nicht daß der Nachfolger noch um Längen schlimmer sein würde. Aber das ist systembedingt:
    Denn, zu Sportfunktionären im allgemeinen, ich denke die wenigsten werden sich vorstellen können was das in der Regel für Menschen sind. Unfassbar, was für eine Schnorrer-, Schmarotzer-, und Selbstbedienungsmentalität in diesen Kreisen herrscht. Ich habe es selbst erlebt, als ehrenamtlicher Helfer bei einer dieser Galaveranstaltungen. ( nicht im Fußball)
    Glauben Sie es mir, jeder anständige Mensch wendet sich mit Grausen bzw würde sich in Grund und Boden schämen.

    • Der verurteilte Straftäter Hoeneß ist gegen diese ganze Schmarotzerbrut ein ganz lieber!!! Pfui Teufel dieser Drecksball.

  • Abwählen den Mafjosi !!!
    😡

  • Dem geldgeilen korrupten Bandit traue ich nicht über den Weg! Ich dachte immer Blatter wäre eine Katastrophe! Gegen Infantino war aber selbst Blatter ein Waisenkind! Trump wird not amused sein!

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