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Weil alle Topverdiener Männer sind: PSG muss 2,7-Millionen-Euro staatliche Gleichstellungsstrafe zahlen
Weil Frankreichs Gleichstellungsregeln die Besonderheiten des Profifußballs nicht berücksichtigen, muss Paris Saint-Germain 2,7 Millionen Euro zahlen. Die Millionengehälter der männlichen Profis treiben die Strafe dabei zusätzlich in die Höhe.
Paris Saint-Germain ist mit seiner Klage gegen eine Gleichstellungsstrafe in Höhe von 2,7 Millionen Euro gescheitert. Der französische Fußballklub hatte über mehrere Jahre die Vorgaben eines staatlichen Gleichstellungsindex nicht erfüllt. Besonders ins Gewicht fällt dabei, was im Profifußball Gang und Gäbe ist: Unter den zehn bestbezahlten Angestellten des Klubs befinden sich ausschließlich Männer. Die Millionengehälter der Profis treiben zugleich die Höhe der Strafe nach oben.
Das Verwaltungsgericht von Paris wies die Klagen des französischen Spitzenklubs bereits am 25. Juni ab. Die Arbeitsbehörde der Region Île-de-France hatte die Geldstrafe bereits im März 2024 verhängt. PSG zahlte die insgesamt 2.728.468 Euro nach Angaben des Gerichts am 7. Januar 2025 und versuchte anschließend, die Entscheidung gerichtlich zu Fall zu bringen.
Grundlage der Strafe ist der französische „Index de l’égalité professionnelle“. Unternehmen mit mindestens 50 Mitarbeitern müssen jährlich anhand verschiedener Kriterien nachweisen, dass Frauen und Männer im Betrieb gleichgestellt sind. Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern können maximal 100 Punkte erreichen. Bleibt ein Unternehmen über mehrere Jahre unter 75 Punkten, droht eine Geldstrafe von bis zu einem Prozent der gezahlten Arbeitsentgelte.
Bewertet werden unter anderem Gehaltsunterschiede, individuelle Gehaltserhöhungen, Beförderungen und Gehaltsanpassungen nach dem Mutterschutz. Der in diesem Fall maßgebliche Indikator untersucht, wie viele Mitarbeiter des unterrepräsentierten Geschlechts unter den zehn bestbezahlten Angestellten des Unternehmens zu finden sind.
Aufgrund der Gehälter der männlichen Profimannschaft befinden sich bei PSG allerdings zwangsläufig keine Frauen unter den zehn bestbezahlten Angestellten. Der Klub erhält in dieser Kategorie deshalb null von zehn möglichen Punkten. PSG argumentierte vor Gericht, dass der internationale Markt für männliche und weibliche Profifußballer strukturell völlig unterschiedliche Gehaltsniveaus hervorbringe.
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Beim eigentlichen Indikator zu den Gehaltsunterschieden durfte PSG die Gehälter seiner professionellen Fußballspieler und Fußballspielerinnen aus der Berechnung herausnehmen. Bei der Bemessung der Geldstrafe wurden die Gehälter der Profis dagegen vollständig berücksichtigt. Einen Antrag des Klubs, auch hier die Profifußballer aus der Berechnung herauszunehmen, lehnte das Gericht ab.
Die Bemessungsgrundlage lag dadurch bei 545.693.621 Euro. Die Behörde setzte die Strafe auf 0,5 Prozent dieser im Jahr 2022 gezahlten Arbeitsentgelte fest. Daraus ergaben sich die 2,728 Millionen Euro. Dass PSG aufgrund der millionenschweren Spielergehälter bei vergleichsweise wenigen Beschäftigten eine außergewöhnlich hohe Lohnsumme aufweist, sei für die Verhältnismäßigkeit der Strafe nicht entscheidend, urteilte das Gericht.
PSG hatte nach eigenen Angaben bereits Maßnahmen ergriffen. Der Klub verwies darauf, die Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen von 2018 bis 2023 reduziert zu haben. Bei individuellen Gehaltserhöhungen habe man sogar Frauen begünstigt. Zudem erreichte PSG bei Beförderungen die Höchstpunktzahl und richtete ein eigenes Budget für Gehaltserhöhungen von Mitarbeiterinnen nach dem Mutterschutz ein. Auch das reichte dem Gericht nicht für eine Reduzierung der Strafe oder eine zusätzliche Frist.
Inzwischen erfüllt PSG die gesetzlichen Mindestvorgaben. Für den aktuellen Gleichstellungsindex 2026 meldet der Klub 77 von 100 Punkten. Bei Gehaltserhöhungen, Beförderungen und der Rückkehr aus dem Mutterschutz erreicht PSG jeweils die volle Punktzahl. Beim allgemeinen Gehaltsvergleich sind es 27 von 40 Punkten. Unter den zehn höchsten Gehältern befinden sich – wenig überraschend – weiterhin ausschließlich Männer – dort erhält der Klub weiterhin null Punkte.
PSG kritisiert diesen Indikator als für den professionellen Fußball ungeeignet. Die zehn betroffenen Beschäftigten seien ausschließlich männliche Profis. Aufgrund dieser „strukturellen Besonderheit“ gebe es für den Klub keine Möglichkeit, die Bewertung durch seine interne Gleichstellungspolitik zu verbessern. Bereits beim Index 2025 hatte PSG vorgerechnet, ohne diesen Indikator rechnerisch auf 83,3 von 100 Punkten zu kommen.
Allein Ousmane Dembélé verdient nach Schätzungen von L’Équipe rund 1,5 Millionen Euro brutto im Monat, also etwa 18 Millionen Euro im Jahr – Prämien nicht eingerechnet. Trainer Luis Enrique erhält derzeit demnach mehr als eine Million Euro brutto monatlich. Bei einer geplanten Vertragsverlängerung soll sein Jahresgehalt auf rund 20 Millionen Euro brutto steigen.
Die französischen Behörden sehen dennoch keinen Anlass für eine Sonderregelung. Schon 2022 hatte der Verband der französischen Profiklubs eine Anpassung der gesetzlichen Vorgaben für den Fußball gefordert – ohne Erfolg.
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Dieses Beispiel zeigt, dass es hier nicht um Gleichstellung geht, sondern um pure Ideologie. Das ist ein Bärendienst für normale Arbeiter und Arbeiterinnen!
🙂
Hätten sich einfach zwei der Profis als Frauen definiert, wäre nichts passiert
Es sind ja nicht nur die Angestellten, auch die Spieler sind alle Männer. Sowas geht gar nicht!
Bald werden osteuropäische Vereine die Champions League dominieren, weil westeuropäische Länder von ihren Vereinen eine paritätische Aufstellung der Mannschaften verlangen.
Gehalt ist Privatsache
Man könnte ja auch ARD und ZDF verklagen. weil sie nicht bereit sind, für Frauen Wettbewerbe im Fußball (Champions-League, WM und Bundesliga) die gleichen Beträge für Übertragungsrechte zu zahlen wie bei richtigem Fußball 😉
Schön dass nicht nur in Deutschland behördlich Satire geschrieben wird
Muss die Kampfmannschaft jetzt eine Quotenfrau bezahlen.
Lol ein Verein der Mrd. Portfolio verfügt muss nun einen winzigen Millionenbetrag zahlen…
Ist wie bei einer Diät auf 10 Kalorien zu verzichten.
Außerdem halten die Sponsoren aus dem nahen Osten von Woke, Diversität etc. genau das und zahlen lieber dann die Peanuts.
Wer es nicht weis, sah es ja 2022 in ihrem Land bei der WM wer diktiert(e)
https://www.psg.fr/en/the-club/about/presidency
Als Ausgleich kann im Stadion eine Gebühr von 50 Cent für Frauentoiletten eingeführt werden.
Oder wird das auch gegen irgendein Gesetz verstoßen?
„Sitzpinkler“ verbrauchen mehr Platz und Wasser und daher sind die 50Cent wohl angemessen, würden manche erheiternd sagen (Augenzwinker).
Alle wollen nur noch abkassieren !Ich hätte den Fuchs machen sollen, nächstes Jahr den Harvey, für kleines Trinkgeld. Sagen wir mal so 100.000€ Kleingeld.
Ist nicht tierisch ernst gemeint!
Frauenquote in der Herrenmanschaft – lächerlich
Nun, ich halte das eine für so obszön wie das andere für minderbemittelten Formalismus. Aber das ist meine Privatmeinung… Soll sich – geht das auch in Frankreich? – halt irgendwer zur Frau erklären, er kann als Entschädigung ja die ersparten Strafzahlungen (mit kleinem Abzug) einstreichen…
Selbstkastration der Flaggelanten.
Peak Clown!