Werbung:

Werbung:

Marie-Christine Ostermann

Nach AfD-Annäherung: Familienunternehmer-Chefin kritisiert Merz und spricht sich für Vertrauensfrage aus

Die Chefin des Verbands der Familienunternehmer spricht sich dafür aus, dass Friedrich Merz die Vertrauensfrage stellt. So solle die SPD auf Kurs gebracht werden. Die Verbandspräsidentin zeigt sich enttäuscht von der Wirtschaftspolitik des Kanzlers.

Von

2025 war die Stimmung bei Friedrich Merz und Marie-Christine Ostermann noch gut. (IMAGO/Political-Moments)

Werbung

Die Präsidentin des Verbands Die Familienunternehmer, Marie-Christine Ostermann, zeigt sich enttäuscht von der Wirtschaftspolitik des Bundeskanzlers. Sie fordert von ihm, dass er die Vertrauensfrage stellen solle, um die SPD auf den Unionskurs zu bringen. „Dem Mittelstand beim Sterben zuzusehen, das können und dürfen wir nicht akzeptieren“, sagt sie im Interview mit der Rheinischen Post am Mittwoch.

2025 habe es noch Aufbruchsstimmung gegeben. „Umso größer ist jetzt die Enttäuschung nach einem Jahr: Fast nichts wurde umgesetzt, die Lage wird immer schlimmer.“ Arbeitsplätze gingen in Deutschland verloren, Investitionen flössen ins Ausland. Angesichts dessen fordert sie eine Rentenreform, die Anreize zum längeren Arbeiten schafft. Außerdem brauche es auch eine Reform der Einkommensteuer. „Aber der Staat muss sparen, statt die Gegenfinanzierung über noch mehr Belastung am oberen Ende zu organisieren.“

Damit der Staat sparen könne, müssten Investitionen gekürzt werden, notfalls pauschal um zehn Prozent. Doch damit die Pläne umgesetzt werden können, muss die SPD mitziehen und darf nicht weiter blockieren. Friedrich Merz müsse bereit sein, „alles in den Ring zu werfen und die Vertrauensfrage im Bundestag zu stellen“, sagt Ostermann. „Das wäre dramatisch, weil nach der gescheiterten Ampel auch die nächste Regierung scheitern könnte.“

Doch ohne eine wirtschaftliche Wende stürze Deutschland weiter ab. „Es braucht jetzt einen Kanzler, der Führung zeigt und mit konsequenter Angebotspolitik und Reformen unser Land wieder flott macht.“ Friedrich Merz hat Neuwahlen und das Stellen der Vertrauensfrage mehrfach ausgeschlossen. „Ich werde keine anderen Mehrheiten im Bundestag suchen als die, die wir gerade haben“, sagte er beim NRW-Unternehmertag am Mittwoch (mehr dazu hier). Bei Caren Miosga sagte er am Sonntag, dass er sich „heute“ nicht mit der Vertrauensfrage befasse.

Der Verband der Familienunternehmer hatte die Brandmauer in der Wirtschaftspolitik im November für gescheitert erklärt. Zu einer Veranstaltung war auch ein AfD-Politiker geladen worden. Ziel der Gespräche sei es, der Partei zu zeigen, dass ihre Wirtschaftspolitik eine „schiere Katastrophe“ sei (Apollo News berichtete). Doch bereits im Dezember erklärte der Verband das Konzept zu einem „Fehler“ (mehr dazu hier).

mra

Werbung

Kommentar schreiben

Strafbare Inhalte, Beleidigungen oder ähnliches sind verboten (hier unsere Kommentar-Richtlinien). Kommentare sind auf maximal 1.000 Zeichen limitiert.

Ohne Account kommentierenKein gesicherter Name, von jedem frei wählbar

Mit Account kommentieren Ihr Nutzername für Sie gesichert & einmalig

Anmelden ›Kostenlos registrieren

27 Kommentare

  • „2025 habe es noch Aufbruchsstimmung gegeben“

    Wo denn? Nach nicht mal 24 Stunden wurden doch 90% aller Wahlversprechen gebrochen und man wusste, dass es genauso bescheiden weiter gehen wird, wie noch zu Ampel Zeiten.

    • So ist es. Die CDU-versifften Unternehmer bekommen nun auch die Rechnung für ihre vertrottelte Pinocchio-Wahl. Er will und wird nicht abdrücken vom Totalcrash. Gut so, so kriegen auch die breiteren Schultern ihr Fett ab. Ab nun lautet das Motto – auf geht’s, gemeinsam mit dem Dumm-Michel in den Untergang!

  • „Der Staatshaushalt muß ausgeglichen werden. Der Staatsschatz sollte wieder aufgefüllt werden. Die öffentlichen Schulden müssen verringert werden. Die Arroganz der Behörden muß gemäßigt und kontrolliert werden. Die Zahlungen an ausländische Regierungen müssen reduziert werden, wenn der Staat nicht bankrott gehen soll. Die Leute müssen wieder lernen zu arbeiten, statt auf öffentliche Rechnung zu leben.“ — Cicero

    • Mit dem neuen, dem 21. Dt. Bundestag wurde die Zahl der Sitze zwar von 733 auf 630 geschrumpft, doch die Parlamentskosten steigen ungebremst, und auch Erweiterungsbauten für Abgeordnete und Verwaltung werden trotz Parlamentsverkleinerung vorangetrieben.
      Das passt nicht zu den Realitäten! Die Bundesregierung kalkuliert mit historischen Schuldenrekorden.
      Und das Hohe Haus – zugleich Herr über den Staatshaushalt – denkt trotz Verkleinerung nicht ans Sparen.
      Schließen Sie sich unserem Appell an die Politik an und unterstützen Sie unsere Petition: „Schluss mit dem XXL-Bundestag! 500 Abgeordnete sind genug!“.
      Wir brauchen eine Rosskur zugunsten der Parlamentarischen Demokratie!
      Wir wollen eine faire Finanzierung unseres Parlaments, aber keine überteuerten Privilegien!
      Bund der Steuerzahler Deutschland
      https://assets.change.org/fe/sap-rich-media-user-uploads/2026/05/06/33151e1f-ca23-4356-ba24-29344ffafab9.jpg

    • Nennen Sie mir doch mal bitte die genaue Belegstelle bei Cicero.

      • Die Frage darf auch gerne von jedem beantwortet werden, der hier den roten Daumen klickt.

        • Selber suchen macht schlau Atlas, äh Wittelsbacher, äh Schrotti.
          Oder kannst du das auch nicht?

          6
        • Meine Güte, das immer wieder betonte Downvoting müssen ja Schmerzen verursachen. Und jetzt komm mal runter mit deiner Beißwut.

          2
        • @krömer k.
          Das ist nur ein Beleg dafür, dass der Herr Wagschal selbst ein Falschzitat wiedergibt. Der Herr Wagschal gibt übrigens auch keinen korrekten Nachweis, weil er es auch ohne weitere eigenständige Überprüfung aus dem Internet kopiert hat. Der Mann hätte ja mal einen Klassischen Philologen fragen können.

          0
        • Eine Behauptung muss derjenige belegen, der sie macht. Aber eine @Schantall versteht so etwas nicht, oder sie müsste zugeben, dass das Zitat aus einem Roman über Cicero aus dem Jahr 1965 stammt, aber nicht von Cicero selbst.
          Selbst ein Blinder, der drei Sätze Cicero gelesen hat, würde erkennen, dass das nicht von Cicero sein kann.

          -1
  • Wann endlich Neuwahlen?

  • Für mich hört sich das Verhalten des Verbandes nach Feigheit an.

  • Satz mit x – war wohl nix.
    Das Wehklagen wird immer lauter, aber ob Ihr es glaubt oder nicht: Und wenn man uns auf dem Mond hören könnte, würde sich doch nix ändern.
    Es gibt nur einen Trost: In 200 Jahren gibt es niemanden mehr, der Deutschland eine Träne nachweint.

    • Ich verkürze mal auf knapp 20 Jahre, denn 2044 beginnt die Rückzahlung des „Sondervermögens“ und spätestens da wird die Zinslast nicht mehr zu tragen sein. Das bedeutet für Private Equity: Europa für nen Appel und ein Ei. Wie damals mit der Perlenkette.

  • Für mich ist das „Ding“ seit langem geplant. Von wem auch immer, aber so fahrlässig kann man auf diesen vielen Jahren eine funktionierende Wirtschaft nicht ruinieren. Man kann nicht so dämlich sein, das glaube ich einfach nicht. Zumal es ja auch in Spanien, Frankreich und anderen europäischen Staaten ähnlich abläuft. Ich kann das nicht glauben…

    • Das sehe ich genauso. Die Leute schütteln nur den Kopf wenn ich ihnen das unter die Nase reibe.

    • Es glauben immer noch viele, dass es sich um bloße Inkompetenz handelt. Nein, so ist es nicht und es ist auch kein Zufall. Die Zerstörung ist ein wichtiger Teil der Agenda. Deshalb wird sich auch nichts ändern.

    • Völlig richtig!
      Soviel Dummheit am Stück gibt es gar nicht – also MUSS es Vorsatz sein.

    • Doch doch, mangelndes Geschichtbewusstsein, Westliche Arroganz, keine Ahnung von Geostrategie, Dummheit und Faulheit….aber gaaaaanz viel Ideologie reichen offensichtlich um über die Klippe zu gehen!

  • „Wirtschaftspolitik“????
    Welche Wirtschaftspolitik???

  • Erst , Frau Ostermann, mit der AFD reden, dann zurückrudern weil die ÖR Medien aufschreien und jetzt wieder die Klappe ausreißen. ANGST das keine Subventionen mehr fließen?

  • Pauschal Kürzungen um 10%?
    Nein, Warum?
    Kürzungen der Auslandszahlungen (Ukraine 100%, Entwicklungshilfe Ziel 100%, EU, Kindergeldzahlungen ins Ausland, …)
    Kürzungen der Leistungen von Illegal Eingereisten,
    Streichung von Zuwendungen an politische „NGO“s,
    Abbau des Staatsapparates,
    Streichung von EE Subventionen (Einspeisevergütung)

  • Er kanns einfach nicht!

  • Noch ein paar Monate CDU-Stümperei und die ersten Wirtschaftsverbände werden die ersten Schritte Richtung AfD tun. Nicht aus Überzeugung, aus Verzweiflung. Und dann wäre der Damm gebrochen. Aber die CDU-Spitze will es wohl so.

  • Merz kann es halt nicht! Ein Praktikant seiner eigenen Existenz und ein Praktikant im Kanzleramt!

  • Wieviel Staatsknete / Schmiergeld / Subvention (oder wie auch immer man es nenen soll) ist eigentlich geflossen dass man das AfD-Programm als Katastrophe bezeichnet?

    Die Unternhmer gehen lieber mit der SAntifaPD und der linken Union heim um noch mehr Steuern zu zahlen, mehr Bürokratie- und mehr Grün-Politik zu haben…Klar, glaub ich sofort 🤡

Werbung