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Ölverkehr

Mit diesem Trick fahren erste Tanker wieder durch die Straße von Hormus

In der Straße von Hormus tut sich etwas: Erste Tanker wagen wieder die Durchfahrt – nachdem sie entweder ihre Transponder abgeschaltet oder sich zu chinesischen Schiffen umdeklariert haben.

Ein Matrose der US-Marine im Einsatz im Irankrieg

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Die Straße von Hormus, die Meerenge zum Persischen Golf und damit der Zugang zum dortigen Öl, ist blockiert – das hieß es zumindest seit Tagen. Jetzt tut sich aber etwas. Trotz iranischer Drohungen wagen sich nun doch Schiffe durch die Meerenge.

Denn einerseits haben die US-Streitkräfte inzwischen schon beträchtliche Teile der iranischen Marine außer Gefecht gesetzt. Andererseits feuern die Iraner nicht auf ihre eigenen Schiffe und jene ihrer Partner: So passierten bereits mehrere Schiffe unter iranischer Flagge die Straße. Außerdem gibt es Zweifel daran, wie intakt iranische Radaranlagen für potenzielle Angriffe auf Tanker überhaupt noch sind.

Und einige Reedereien nutzen das jetzt offenbar aus – sie schalten ihre Transponder aus, um durch die Straße von Hormus zu fahren. Oder sie deklarieren sich kurzerhand als ein fremdes Schiff um: So tauchten bereits griechische Tanker, mit Öl aus Saudi-Arabien unterwegs, auf einmal als „chinesisches Eigentum“ im AIS, dem System zur Identifikation von Schiffen, auf. Auch mit Hinweisen wie „vollständig chinesische Crew“ erscheinen mitunter solche Tanker, die die Durchfahrt wagen.

Sie nutzen dabei ganz bewusst die Tatsache aus, dass China ein enger Partner des Iran ist und zugleich von vielen Ölimporten aus dem Persischen Golf abhängig ist. Im aktuellen Chaos feuern iranische Streitkräfte teils wild auf andere Nachbarländer – mit der digital falschen Flagge wollen die Tanker so dafür sorgen, dass iranische Angreifer es sich zweimal überlegen, ob man hier nicht gerade ein Schiff eines der wenigen Partnerländer attackiert.

Offenbar mit Erfolg. Jedenfalls ist kein Angriff auf die Tanker bekannt. In welchem Maße und mit welcher Präzision Irans Truppen dazu aktuell überhaupt in der Lage sind, ist ohnehin fraglich. Allerdings begeben sich Reedereien mit einer Durchfahrt durch die Straße selbst bei stark eingeschränkten iranischen Angriffsmöglichkeiten dennoch in Gefahr.

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Nur logisch, dass sich jetzt einige mit einer falschen Fährte absichern. Damit beginnt nun zumindest ein Teil des Ölverkehrs in der Region wieder anzulaufen. Auch wenn das Volumen noch gering ist, ist damit nun ein verhaltener Aufwärtstrend zu sehen. Das zeigt etwa auch eine jüngste Analyse der US-Bank Goldman Sachs, die ab Montag wieder einen signifikanten Anstieg der Ölexporte durch die Meerenge identifiziert. Gut möglich, dass dieses Volumen in den kommenden Tagen nun deutlich weiter ansteigt.

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22 Kommentare

  • Die Spritpreise werden dann heute Abend schon wieder nach unten zeigen – ob der etwa nicht?

    • Nein das bleibt jetzt so. Oder es gibt einen Aufschlag.
      Für das Klima!

    • Im Gegenteil, jetzt kommt noch Gefahrenzulage drauf;-))

      • Und die Kugel Eis.

        • Eine ganze Eisdiele.

          3
  • Wie nennt sich so was? Schattenflotte.

  • Ups, Trick verraten! 😅

    • Ja, “ Feind “ liest mit.🙈

  • Warum die USA oder Israel (oder die Anrainerstaaten) nicht die Iranischen Tanker beschlagnahmen, erschließt sich mir nicht. Ob man jetzt Produktionsstätten und Lager ins Visier nimmt oder
    gleich das Schiff mitsamt Öl einsackt, solange der Krieg läuft.
    Kriegsbeute. Wie du mir, so ich dir.
    Aber immerhin fahren die Tanker wieder.

  • Es geht um die Bewertung des Verlustrisikos für Schiff, Personal und Ladung. Am 5. März wurde ein grosser Teil dieser Versicherungen gekündigt. Die Frage ist, wer für die Risiken einspringt. Erst dann kann der allgemeine Verkehr wieder aufgenommen werden.

    • richtig.
      die sofortige massenkuendigungen seitens der versicherer zu kriegsbeginn war der eigentliche hauptgrund fuer den transportstopp.
      angeblich hat trump inzwischen einige versicherer aufgefordert, umgehend wieder tanker zu versichern.
      ob davon etwas umgesetzt wurde, oder es sich nur um ein geruecht handelt…???

  • Heute gab es bei uns schon Super Benzin für Euro 1,96 den Liter. Mal sehen, wie es weitergeht. Noch 20 Cent weg und die Welt ist fast wieder in Ordnung.

  • 1) Das iranische Potential, diesem Tankern gefährlich zu werden, geht mittlerweile gegen Null
    2) Die USA bieten Versicherungen an
    3) Die US Navy bietet im Bedarfsfall Begleitschutz an

  • Nur solange bis der erste versenkt wird.

  • Chinesische Schiffe greifen die Iraner ganz sicher nicht an……clevere Idee.

  • Wie kann man in einem Krieg seine eigene Taktik und Tricks so öffentlich bekannt machen?! So etwas sollte oberste Geheimhaltung sein, aber jetzt kann der Iran das kostenlos bei Apollo News nachlesen.

  • Ich würde mal sagen, dass der Verfasser dieses Artikels null Ahnung von der Situation vor Ort hat und vieles nach eigenem Ermessen interpretiert.
    Also Märchenstunde!

  • Trump u. Netanjahu zünden gerade die ganze Welt an.
    Macht euch mal keine allzugrosse Hoffnungen das dieser Angriffskrieg bald zu Ende ist. der Iran wird das Kriegsende bestimmen und nicht der Westen. . Also werden die Spritpreise kaum sinken.

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