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Innenausschuss

„Mimimi“: Göring-Eckardt verhöhnt im Bundestag den ermordeten Polizisten Rouven Laur

Bei einer Sitzung des Innenausschusses sorgte Katrin Göring-Eckardt mit einem spöttischen „Mimimi“-Ausruf für Empörung. Der Kommentar fiel während einer Debatte um den ermordeten Polizisten Rouven Laur.

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Katrin Göring-Eckardt (Grüne) im Bundestag

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Während einer Sitzung des Innenausschusses am 5. Juni, bei der es um den ermordeten Polizisten Rouven Laur ging, soll Katrin Göring-Eckardt (Grüne) einen verächtlichen Kommentar von sich gegeben haben. Laut der Berliner Zeitung, die sich auf Aussagen mehrerer Abgeordneter verschiedener Fraktionen beruft, äußerte Göring-Eckardt ein spöttisches „Mimimi“, als ein AfD-Politiker über den Mannheimer Polizisten sprach.

Bereits vor zwei Wochen hatte der AfD-Politiker Matthias Helferich diesen Vorwurf im Bundestag geäußert. Jetzt bestätigen weitere Teilnehmer der Sitzung der Berliner Zeitung den Vorfall, der für Unruhe im Innenausschuss gesorgt hatte – wenig verwunderlich, war es nur fünf Tage zuvor, am 30. Mai, in Mannheim zu einem islamistischen Anschlag gekommen, bei dem der Polizist Rouven Laur sein Leben verlor.

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Der AfD-Abgeordnete Christian Wirth gab gegenüber der Zeitung an, dass sein Kollege Martin Hess zu dem Zeitpunkt die Verteilung von Ressourcen kritisiert habe. Hess bemängelte in Bezug auf die Ereignisse in Mannheim, dass man in den Kampf gegen rechts mehr investieren würde, als in Maßnahmen gegen Islamismus, obwohl von letzterem die größere Gefahr ausgehe. Darauf soll Göring-Eckardt mit „Mimimi“ reagiert haben.

Es war nicht das erste Mal, dass eine Grünen-Politikerin in Bezug auf das Attentat von Mannheim mit einer unappetitlichen Aussage auffiel. Bei einer Gedenkansprache für Rouven Laur im Berliner Abgeordnetenhaus unterbrach Tuba Bozkurt die Innensenatorin Iris Spranger (SPD), als diese grade sagte: „Der schreckliche Tod von Mannheim zeigt uns (…)“. Bozkurt fragte spöttisch „Mannheim ist tot?“, was zu Gelächter in ihrer Fraktion führte (Apollo News berichtete). Bozkurt kündigt nach der Kritik an ihrem Verhalten den Rücktritt vom Präsidium des Abgeordnetenhauses an.

Göring-Eckardt selbst sorgte erst vor wenigen Tagen mit einem Beitrag auf X (ehemals Twitter) für landesweite Empörung. Nach dem EM-Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Ungarn schrieb die 58-Jährige: „Diese Mannschaft ist wirklich großartig. Stellt euch kurz vor, da wären nur weiße deutsche Spieler“. Innerhalb weniger Stunden geht der Beitrag viral, über eine Million Menschen sehen ihn innerhalb von drei Stunden: Tausende kommentieren und kritisieren den Beitrag der Bundestagsvizepräsidentin und werfen ihr Rassismus vor. Die Bundestagsvizepräsidentin löschte daraufhin ihren Tweet (lesen Sie hier mehr).

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