Werbung:

Autoindustrie

Milliardenverlust im dritten Quartal: Volkswagen rutscht immer tiefer in die Krise

Der Volkswagen-Konzern hat im dritten Quartal einen Milliardenverlust gemacht. Finanzvorstand Arno Antlitz schiebt die Schuld dafür auch auf den Boom der Elektroautos. Denn mit denen verdient VW deutlich weniger als mit Verbrennern.

Von

Steht massiv unter Druck: VW-Vorstandschef Oliver Blume (IMAGO/Sven Simon)

Werbung

Der Volkswagen-Konzern hat alarmierende neue Geschäftszahlen veröffentlicht: Im dritten Quartal fuhr Europas größter Autohersteller einen Milliardenverlust ein. Das Konzernergebnis nach Steuern lag in den Monaten Juli bis September bei minus 5,82 Milliarden Euro, wie Volkswagen am Donnerstagmorgen mitteilte.

Der Konzern, zu dem neben VW unter anderem die Marken Audi, Seat, Škoda und Porsche gehören, begründete den Rückgang des Betriebsgewinns vor allem mit Sondereffekten von 7,8 Milliarden Euro. Davon macht eine Abschreibung auf den Porsche-Wert den größten Teil aus. Aber auch die großen Schwierigkeiten auf dem chinesischen Markt, der globale Preis- und Wettbewerbsdruck sowie der steigende Anteil an Elektroautos, die weniger Gewinn einbringen als Verbrenner, belasten das Ergebnis.

Der Umsatz liegt den neuen Zahlen zufolge seit Jahresbeginn bei 233,4 Milliarden Euro. Er liegt damit unter dem entsprechenden Umsatz des Vorjahres. Operativ verdiente Volkswagen nur noch 100 Millionen Euro, in den ersten neun Monaten des Vorjahres waren es 5,4 Milliarden Euro.

Finanzvorstand Arno Antlitz sagte einer Pressemitteilung des Konzerns zufolge: „Das Neunmonats-Ergebnis zeigt deutlich: Wir dürfen keine Zeit verlieren und müssen schnell und entschlossen handeln.“ Bei der Elektromobilität in Europa sei die Volkswagen-Gruppe führend. 40 Prozent des Auftragsbestands seien E-Autos. Doch Antlitz macht klar: „Der Markterfolg unserer Elektrofahrzeuge setzt unser Ergebnis zusätzlich unter Druck, weil wir mit Elektroautos heute noch weniger verdienen als mit Verbrennern.“ Und weiter sagte er: „Gleichzeitig belasten uns US-Zölle, schrumpft der chinesische Markt und in Europa nimmt der Wettbewerbsdruck massiv zu.“

dg

Werbung

Kommentar schreiben

Strafbare Inhalte, Beleidigungen oder ähnliches sind verboten (hier unsere Kommentar-Richtlinien). Kommentare sind auf maximal 1.000 Zeichen limitiert.

Ohne Account kommentierenKein gesicherter Name, von jedem frei wählbar

Mit Account kommentieren Ihr Nutzername für Sie gesichert & einmalig

Anmelden ›Kostenlos registrieren

37 Kommentare

  • Ohne Volk auch keine Volkswagen.

    • Hätte Volkswagen auch mal bedenken können, anstatt immer die Blockparteien zu unterstützen.
      Aber wer die Altparteien fördert, bekommt eben auch Altparteienpolitik.

    • Sehr guter kurzer Kommentar!!!

    • Bingo !!!

    • Mit dem „Umbau zum Rüstungskonzern“ kehrt nun auch die Idee des KdF-Wagens wieder zurück. Mit dem Unterschied, dass man damals die Leute mit Kaufoptionen betrogen hat, denn die so finanzierten Autos, fanden dann kriegsbedingt den Weg auf Polens Straßen. Heute wird gleich das Steuergeld versenkt und die 20% mit denen das Land Niedersachsen beteiligt ist, können sie auch weitgehend abschreiben. Kurzum: Den Rüstungskonzern Volkswagen wird es nie geben. Dafür ist diese Firma einfach zu schlecht, zu verfilzt, zu sehr dem morbiden Gestank des Niedergangs verfallen.

  • Im Sozialismus hat man halt nur „rote“ Zahlen. Dafür bekommt man dann „Werte“ von „Unserer Demokratie“ geliefert.

    • Nun, da könnte Herr Habeck ja mal vor den Unis einen Vortrag halten mit dem Titel:
      „Wie zerstöre ich mit Ideologie eine florierende Branche in nur 4 Jahren“ und das mit Unterstützung von Ursula von der Leyen

    • Man kann ja nicht einmal Mitleid mit den Mitarbeitern und deren Familie haben oder den ganzen Regionen Zulieferern Handwerkern Händlern usw die mit in den Abgrund rutschen !
      Wer so letztens erst Kommunal gewählt hat und sich weiter durch die IG Metall vertreten lässt dem kann man nicht mehr helfen .
      Was läuft da eigentlich schief in den Köpfen und der Gedankenwelt bei den Mitarbeiter von VW ?
      Es wird auch keine VW s als Elektroautos in Konkurrenz zu Chinesischen oder sonstigen Asiatischen Herstellern geben !

  • VW hat diese linke Klimaideologie mitgemacht und zwar mit Begeisterung! Jetzt erntet der Vorstand seine Früchte dafür. Das ist das Problem linker Politik die immer dafür sorgt das profilierte Unternehmen pleite gehen, genau wie deren Staaten wo die Sozialisten regiert haben!

  • Da muss man nun halt mal agieren!
    Flugs ein paar Propeller in die Heide gestellt…. dann eine Demo gegen räääächts… singen und klatschen für die Vielfalt, dann wird das schon wieder.

  • Boom? Mit den E-Karren? ^^
    Klar…

    • Der Anteil an E-Autos (keine Hybrid:innen) im Fahrzeugbestand in der EU liegt bei knapp unter 3% 🙂

      • das variiert innerhalb europas ganz schoen von land zu land.

        aber dennoch troestlich, dass der gesamtbestand reiner e-autos in der EU erst bei 3 % liegt.

        die leute lassen sich anscheinend doch nicht von den schikanen fuer verbrenner irre machen.

        totalanteil hybride in der EU auch nur 5,3%

        reine e-autos:

        in D 4,5 %

        in der schweiz knapp unter 5 %

        in oesterreich 5,2 %

        niederlande 8,4%

        norwegen 32, 2 %

    • Genau, darüber habe ich mich auch im Titel sehr gewundert. Sie kamen mir zuvor…

  • Mein Mitgefühl hält sich in Grenzen.
    Welche Parteien hat VW denn die letzten Jahre unterstützt und an wen haben die Geld gespendet?
    Lediglich für die einfachen Angestellten habe ich Mitgefühl; nicht nur das sie so einen Arbeitgeber haben, bald haben sie überhaupt keinen mehr. Denn wenn solche Firmen Verluste machen, zahlt am Ende immer ein Stück weit der einfache Arbeiter die Zeche.

    • Die aktuellen Angestellten bekommen eine schöne Abfindung, da müssen Sie sich keine Sorgen machen, aber die Arbeitsplätze sind für zukünftige Generationen verloren 👩‍🎓

  • Angesichts der inzwischen weit in die Tiefe einer hochentwickelten Industriegesellschaft hinabreichenden Krise kommt keiner umhin, sich an das zu erinnern, was schon immer grundlegend gewesen ist. So ist mit dem griechischen Wort „allotrios“ bereits neutestamentarisch all das bezeichnet, was nicht das Eigene ist. Sind heutzutage daran Unsummen an Geldern gebunden, nimmt es nicht wunder, wenn ein privatwirtschaftlich geführtes Unternehmen zusehends Verluste verbucht. Kämen die finanziellen Mittel frei, könnte in etwas investiert werden, was als das Eigene gilt. Damit wären dann auch wieder Gewinne möglich. Voraussetzung ist allerdings, beides notwendig auseinanderhalten zu können. Ohne eine Arbeit am Begriff wird es also nicht gehen. Umso mehr erstaunt, dass besonders Gewerkschaften davon nichts wissen wollen. Die jüngste Ankündigung der IG Metall ein „eigenes Zukunftskonzept für Volkswagen“ vorzulegen, bleibt dadurch bloß ein leeres Versprechen.

  • Das Management zerstört das eigene Unternehmen! Deren Aufgabe wäre es seit Jahren gewesen, der radikalisierten Bundesregierung externer Interessen öffentlich massiv in den Hintern zu treten.

  • Bei Montagen im Werk ,dürfen nur Fahrzeuge der Marke VW ,das Werksgelände befahren- ca. 2005 .
    Wer hoch fliegt ,fällt Tief.🤣

  • Go Woke Go Broke

  • Alles, mehr oder weniger, Fehler des Managements.
    Dass es im Konzern auch anders geht, zeigt Skoda. Die einzige VW Tocher, die auf E-Autos UND Verbenner gesetzt hat und noch setzt. Daher die einzige Marke, die Gewinne, und keine Verluste, einfährt.

  • Ob´s dem Volke vom Wagen langsam dämmert, warum Audi die Biege macht…..

    • Hahahahaha. Nein. Quatsch.

  • Ich denke, der Verlust wird in der Politik wie auch bei VW locker gesehen. Es war bewusst, dass der Zwangsumstieg auf die E Mobilität nicht ohne Probleme verlaufen würde. Was ich nicht verstehe, warum soll mit E Autos weniger Gewinn erzielt werden? Besteht der Verbrenner Motor nicht aus über 1000 Einzelteilen und der E Motor nicht aus wenigen 100? Zudem sind doch die Verkaufspreise wesentlich höher.

  • VW muss dringend die deutschen Werke loswerden, dann geht es wieder aufwärts, am besten an BYD verkaufen oder Rheinmetall 🚗

  • Wenn der Staat nicht dafür sorgen würde das in Deutschland die Kaufkraft geringer ist als in Skandinavien, könnte VW noch höhere Preise verlangen.
    Trotz ca. 18 % höherer Lebenshaltungskosten bleiben z.B. Erwerbstätigen in Norwegen mehr Netto vom Brutto auch bei durchschnittlichen Gehältern. Das schafft mehr Kaufkraft und so auch eine E-Fahrzeugquote von >30%. Hierzulande nimmt man Steuern und Abgaben und gibt sie halbstaatlichen NGOs etc.

  • Da würde ich doch glatt mal die Aktionäre zur Kasse bitten. Wer in Gewinnzeiten fett absahnt, muss in Verlustzeiten auch wieder beisteuern. Ganz einfach.
    Dumm nur das mit dem Land Niedersachsen wieder der steuerzahlende Bürger seine Geldbörse öffnen muss und zum x-ten Mal der linksgrünen Misswirtschaft Geld hinterher wirft.

    • Die Aktionäre haben 80% vom Kapital verloren, wurden also bereits zur „Kasse gebeten“ 💸

  • Wer am Markt vorbeibaut und dann auch noch überteuerten Schrott,der mehr in der Werkstatt,als auf der Straße steht,geht halt pleite.

  • Und dies dank..
    … der hohen Energiekosten,
    … der chinesischen Konkurrenz (ja, wer hätte das gedacht. War wohl nicht vorausschaubar, dass sich China weiterentwickelt und zu günstigen Preisen noch dazu 😉 ),
    … der hohen US Zölle (ja, Trump denkt zuerst an sein Land – man siehts am Beispiel von AUDI. Der baut seine 1. Fabrik in den USA) und
    … der fehlenden Weitsichtigkeit des VW Vorstands (ach so, VW gehört ja zum Tei dem Land Niedersachsen 🙁 . Wie hoch werden wohl die Vorstands Bonis in diesem Geschäftsjahr ausfallen.

    Und last but not least tragen sicher auch die staatlich verordneten (Über-)regulierungen nicht gerade zu einer Gewinnsteigerung des Konzerns bei. —– Wenn die Auto- und die Stahlindustrie sterben und vor allem als direkte Konsequenz viele mittelständische Betriebe, na dann wird uns auch die Rüstungsindustrie wenn überhaupt nur kurzzeitig über Wasser halten.

  • Ach wenn’s so weitergeht schreien die wieder nach Subventionen da VW ja systemrelevant ist. Und weil keiner benachteiligt werden darf bekommen Mercedes und BMW auch wieder Subventionen. Solange keine vernünftige Sachpolitik mehr gemacht wird und nur noch mit der Moralkeule gewunken wird, solange wird es Deutschland nicht besser gehen. Man müsste ALLES auf den Prüfstand stellen, aber dabei käme raus das manch Politiker überflüssig ist. Vor Jahren hat man den Politikern alles geglaubt was sie sagen. Heute lässt man sich nicht mehr so schnell hinter die Fichte führen und dann kommt sowas dabei raus. Der Pöbel versteht nicht zu wenig sondern Zuviel.

  • Das Schicksal dummer Menschen (Politiker und gleichgestellte Manager) ist es, erst zu sehen was passiert ist, bevor sie etwas erkennen

    • Stimmt haargenau.

    • so dumm sind beide seiten nicht, dass sie nicht erkennen, worauf ihr tun hinauslaeuft.

      in der politik beruht es mit grosser wahrscheinlichkeit auf vorsatz, um eine agenda zu erfuellen.

      bei den managern wird es kurzfristige korrumpierbarkeit durch den staat sein.

      danach die sintflut.

      solange die ihr scherflein sicher haben, evtl auch noch einen schoenen warmen folgeplatz irgendwo im politischen geflecht in aussicht, ist ihnen alles andere egal.

      sie sind ja nicht herzbluteigentuemer des unternehmens, und in aller regel auch nicht haftbar.

  • Mir Schei… Egal!!! Andere Hersteller bauen auch schöne Verbrenner!!!

  • Wer das einheimische Volk mit der Unterstützung der desaströsen Massenmigrationspolitik des letzten mindestens Jahrzehnts gegen die Wand drückt, kann auch seine Firma selbst gegen die Wand fahren. Ich als Einheimische und meine Bedürfnisse sind immernoch total egal und es werden Märchen erzählt, zb Gastarbeiter hätten dieses Land aufgebaut, pfui! Volkswagen ist schon mindestens seit den 2000ern ein Etikettenschwindel. Die grüne Parkpolitik in den Städten ist und war auch eine infrastrukturelle Bombe.

  • Schuld ist die Führung des Staatskonzerns VW inkl. der Gewerkschaftsbonzen und einiger Merkelianer, die nach wie vor dem Weltsozialismus huldigen und sich gegenseitig Orden anstecken.
    Den Schaden zahlt wie immer üblich der Steuertrottel …
    Für mich ist eines klar: Nutzung, Typ, Qualität und Preis müssen passen, dann Kauf auch der Kunde ! Und hier passt es nicht mehr … da wiehert auch Cavallo (wie zum Teufel hat die den Job bekommen ?)

Werbung