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Autobauer

Mercedes verlagert Produktion nach Ungarn – Werk Kecskemét wird massiv ausgebaut

Während der Autobauer Mercedes-Benz in Deutschland Kosten senkt und Stellen abbaut, investiert der Konzern mehr als eine Milliarde Euro in seinen Standort im ungarischen Kecskemét. Die Produktionskapazität soll dort deutlich steigen, und mehrere tausend neue Arbeitsplätze sollen entstehen.

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Der Autobauer Mercedes-Benz Group baut seinen Produktionsstandort im ungarischen Kecskemét aus. (IMAGO/NurPhoto)

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Der Autobauer Mercedes-Benz baut seinen Produktionsstandort im ungarischen Kecskemét deutlich aus und verlagert zugleich Teile der Fertigung aus Deutschland dorthin. Während der Konzern in Deutschland ein Sparprogramm umsetzt, sollen in Ungarn mehrere tausend neue Arbeitsplätze entstehen.

Wie die ungarische Nachrichtenagentur MTI berichtet, stellte Mercedes-Manager Jens Bühler bei einer Veranstaltung zum 140-jährigen Jubiläum der Marke in Kecskemét einen weiteren Ausbau des Standorts mit mehreren tausend zusätzlichen Stellen in Aussicht. An der Veranstaltung nahm auch Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán teil.

Nach Angaben der ungarischen Investitionsagentur HIPA investiert Mercedes mehr als eine Milliarde Euro in den Ausbau des Werks. Die Produktionskapazität soll damit langfristig auf bis zu 300.000 Fahrzeuge pro Jahr steigen. Dabei sollen 3.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Der Standort beschäftigt derzeit rund 5.000 Mitarbeiter.

Mercedes baut dort auch erstmals in Ungarn ein Forschungs- und Entwicklungszentrum auf. Für das Projekt sind 54,4 Millionen Euro vorgesehen. Entstehen sollen 25 neue Stellen im Forschungs- und Entwicklungsbereich. Wie Reuters berichtet, wird Mercedes die Produktion der A-Klasse aus dem Werk Rastatt ab dem zweiten Quartal 2026 nach Kecskemét verlagern.

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In Deutschland läuft hingegen ein umfassendes Sparprogramm. Mercedes hatte sich 2025 mit dem Betriebsrat auf Maßnahmen zur Senkung der Kosten verständigt, die auch Stellenabbau vorsehen. In Medienberichten war von bis zu 20.000 möglicherweise wegfallenden Arbeitsplätzen die Rede. Für die Beschäftigten in den deutschen Werken wurde die Beschäftigungssicherung bis Ende 2034 verlängert.

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Im vergangenen Jahr erzielte Mercedes-Benz einen Umsatz von 132,2 Milliarden Euro und ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 5,82 Milliarden Euro. Gegenüber 2024 brach das EBIT damit um 57 Prozent ein. Bereits 2024 war das Ergebnis deutlich niedriger ausgefallen als 2023.

Weltweit verkaufte Mercedes-Benz im vergangenen Jahr rund 2,16 Millionen Pkw und Vans, darunter rund 1,8 Millionen Pkw. Das entsprach einem Rückgang um rund neun Prozent. In China, dem wichtigsten Einzelmarkt des Konzerns, sank der Pkw-Absatz um 19 Prozent.

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49 Kommentare

  • Das sind sehr erfreuliche Nachrichten – für die Ungarn.

    • Wir können uns ja auch nicht nur um den Arbeitsmarkt in Polen kümmern ! Ungarn und Tschechien wollen auch ihren Anteil vom Kadaver der einstigen Deutschen Wirtschaftsmacht .

      • Erst Schichten wir unser Geld ins Ausland,
        Jetzt schicken wir die Arbeitsplätze ins Ausland,
        Am Schluss sind wir die Wirtschaftsflüchtlinge
        Dank unserer Politiker

    • Dabei ist der Orban sooo schlimm, mindestens so schlimm wie die AfD .

      Aber das interessiert den CEO nicht, der hetzt hier gegen die AfD und baut gleichzeitig in Ungarn neue Werke

    • Für uns auch beste Nachrichten, wir werden am schnellsten „klimaneutral“.

    • Bis in Ungarn alles abgegrast ist und das Sklavenvieh gesättigt, sucht man sich das nächste niedere Land, in dem die Menschen noch vom großen Wohlstand träumen und sich einreden, dass sie, wenn sie noch mehr arbeiten und noch mehr Geld verdienen, all den Krimskrams bekommen können, der sie langfristig nur unglücklicher macht.

      • Die Ungarn haben ihren Wohlstand. Die müssen nur darum leine Angst haben. Wenn Sie Länder nicht kennen, kein Problem, aber pssssst, dann nicht darüber reden. Und sind auch kein Vieh …

        • Ich kenne Ungarn, war schon einmal dort, und schätze es ähnlich ein wie Polen, mein Heimatland, obwohl Polen schon ein Stück weiter ist. An jeder Ecke findet man mittlerweile irgendeinen Fast-Food-Laden oder ein Einkaufszentrum, das die Menschen kulturell entfremdet und gesundheitlich belastet, während es gleichzeitig die Wirtschaft ankurbelt. Immer mehr, immer schneller, und am Ende bleibt oft nichts als eine überfeinerte Oberfläche, die im Verfall endet. Ich finde es sehr schade, dass auch ein so katholisches Land diesen Weg einschlägt. Aber wie katholisch kann es wirklich sein, wenn man betrachtet, wie wenige noch regelmäßig in die Kirche gehen? Sonntags shoppen und ein Big Mac scheinen heute „fortschrittlicher“. Das finde ich traurig.

          0
        • mehr als zuvor haben mittlerweile wohlstand, aber idr. nicht in dem sinne, wie es bei uns ueblich ist.
          nicht ohne grund verlassen zigtausende , meist juengere menschen das land zugunsten besserer verdienstmoeglichkeiten in vorzugsweise D und A.

          wer im land bleiben will, wird sich aber sicher freuen einen der 5000 arbeitsplaetze bei mercedes zu ergattern, das als sehr guter arbeitgeber gilt.

          0
  • Da erübrigt sich doch schon mal die Frage bei den Koalitionsverhandlungen nach der Zukunft der Automobilindustrie in Baden Württemberg .
    Mercedes werden wohl auch noch so einige Zulieferer folgen .
    Ein Streitthema weniger mit den Grünen ! Und was das an CO2 Reduktion darstellt kann man kaum in Worte fassen !!

    • Und erst die Immobilienpreise, die dürften kräftig sinken, so wie in Wolfsburg.
      Da soll noch jemand sagen, dass die Grünen nichts für den Immobilienmarkt machen, geht doch.

      • Da wird sich wohl in Niedersachsen bald der feuchteste aller Grünen Träume in absehbarer Zeit erfüllen . Ein reines Agra Öko Wunder Bundesland .
        Die erste große Volkskommune in Deutschland !!
        Vielleicht tauschen wir das Pferd gegen Bambi mit den Rehbraunen Augen !

    • Cem kann sich jetzt an die Aufteilung Stuttgarts zur ersten 15Minuten Stadt Deutschlands machen……Pilotprojekt sozusagen…….wird ihn wieder mit der Bundesspitze und der grünen Jugend versöhnen….

  • Spannende Meldung und spannender Zeitpunkt – 24h NACH Schließen der Wahllokale in BW.

  • Die Arbeitsplätze sind ja nicht weg – nur eben woanders.

  • Ich liebe diesen Untergang. Das ist herrlich.

  • Hä???
    Die haben doch Grün gewählt und damit wird alles gut!
    Der erfahrene, sympathische Cem Özdemir, wird durch Planwirtschaft denen doch vorschreiben, welche Autos Zukunftssicher sind.

    Oh Mist! Sarkasmus ! Entschuldigung!

  • Wenig Regulierungen, günstige Arbeitskräfte, preiswerte Grundstücke und Immobilien, günstiges Öl, niedrigere Steuern, das sind Argumente für Ungarn.
    Übrigens, gilt auch für Privatpersonen und der Strompreis für Privathaushalte ist in Ungarn auf 12 Cent gedeckelt. Und den grünen Irrsinn mit ausschließlich erneuerbaren Energien macht Ungarn auch nicht mit.

    Das wäre doch eine Blaupause für unsere Regierung, wenn dort vernünftige Wirtschaftsfachleute etwas zu sagen hätten

  • Geliefert wie gewählt.

  • Das ist doch prima

  • Dafür gibt es in Baden-Württemberg dank Özdemir bald Hühner mit Warnwesten. Ist doch auch was, oder?

  • Gut so!
    Hoffentlich trifft der Stellenabbau Wähler der Grünen.
    Stuttgart = Detroit 2.0
    Ich gönne das denen von Herzen.

  • Es wird allerhöchste Zeit Ungarisch, Polnisch, Tschechisch oder Slowakisch zu lernen.

  • In Stuttgart haben wohl über 50 Prozent Grüne gewählt. Das passt schon.

  • Von einer älteren grün angehauchten Freundin aus BW hörte ich folgendes:

    „Diese dämlichen Automobilunternehmer aber auch, kriegen nix mehr auf die Kette. Sollen sich doch mal die Chinesen ansehen, wie erfolgreich die mit Elektroautos sind.“

    Die Automobilindustrie, die Zulieferer, die Werkzeugmaschinenbauer und die Chemieindustrie haben 8 Jahrzehnte lang Deutschland erfolgreich gemacht.

    Jetzt hat die Politik alles zerstört. Sie wird aber weiter gewählt, und der Industrie wird die Schuld zugeschoben.

  • Grün-Schwarz hat ewig regiert und regiert weiter Baden-Württemberg
    Die AfD bekam zwar Stimmen, doch keiner wagt eine Zusammenarbeit!
    Die Arbeitsplätze verschwinden, die Regionen verarmen, aber hey. Hauptsache, das Klima ist gerettet. Realität? Wer braucht die schon, wenn man Ideologie haben kann!

  • Bin gespannt, ob es in den ungarischen Medien genau so wie in Deutschland abläuft. D: Es wird alles noch viel schlimmer, wenn die AfD regiert! H: Es wird alles noch viel besser, wenn TISZA regiert!

  • Läuft doch – aus Sicht der Grünen. Da habt ihr am Sonntag das Kreuzchen an der richtigen Stelle gemacht…ich gratuliere zum Untergang.

  • Das beste DE das es je gab wird bald NOCH besser – „klima“-„neutral“ 2030! Höchste Zeit ist es ja, da Welcome-Angie nicht genug fürs „Klima“ gemacht hat. Wir müssen aber auch noch insb. BMW und Audi vertreiben!

  • Wie wäre es moderne Pordukte herzustellen die der Markt aufnimmt.

  • Baden-Wuerttemberg war einst ein Agrarland, aus dem immer wieder Menschen wegen dort herrschender Armut und Hungersnöte in alle Teile der Welt ausgewandert sind. Vielleicht liegt auch jetzt genau darin die Zukunft der einwohner ..

  • Da wird sich özdemir aber freuen …

  • Dürfen die das? Der Türke hat doch gesagt, dass BW das „Vorreiter-Land“ für innovative, „grüne“ Autos mit „weltweit führender Spitzen-Technologie“ werden wird. Wie kann er sein tooootaaal glaubwürdige Versprechen einhalten, wenn die Autobauer jetzt alle das Ländle verlassen tun???

    • Der Bedarf an grünen Autos ist eben etwas begrenzt. Da kann man zur Handfertigung übergehen.

  • Rastatt. Nur noch eine Million Gewerbesteuern statt hundert.
    So geht die Energiewende ins Nichts.

    Deutschland ist nicht mehr wettbewerbsfähig.

    BW auch nicht. Wählt weiter die Verursacher.
    Unbelehrbar bis in den Tod.

  • What? Mercedes im Orban-Land? Sind schon Protestaktionen der Antifa bekannt? Erst verknacken die Ungarn unsere friedliche „Maja“ und nun auch noch die Mercedes Flucht hin zum bösen Orban.

  • Das sind die Folgen von Politik.
    Die Regierung trieb die Lohnkosten immer höher,
    immer mehr Bürokratie,
    steigende Energiekosten.

    Jetzt ist Deutschland zu teuer,
    Wessen Schuld ist das?
    Die der Arbeiter?

    Ladet ruhig noch mehr Wirtschaftsflüchtlinge ein,
    Der Deutsche Steuerzahler ist ein williger Arbeitssklave.
    Nehmt ihm 90% Steuern ab.

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