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INSA-Umfrage

Mehrheit macht sich große Sorgen um Meinungsfreiheit in Deutschland – FDP- und Grünen-Wähler sorglos

56 Prozent machen sich laut der neuesten INSA-Umfrage Sorgen um die Meinungsfreiheit in Deutschland, vor allem Wähler von AfD und BSW. Diese Wählergruppen sehen auch Migration als das größte Problem in Deutschland an.

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Am Montag fand eine Veranstaltung zum Thema Meinungsfreiheit in München statt. (IMAGO/Lindenthaler)

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56 Prozent der Deutschen stimmen der Aussage zu, sich große Sorgen um die Meinungsfreiheit in Deutschland zu machen. 82 Prozent der AfD-Wähler und 72 Prozent derer, die keiner großen Partei nahestehen, machen sich Sorgen um die Meinungsfreiheit in Deutschland. Das ist das Ergebnis der neuesten INSA-Umfrage, deren Zahlen am Dienstag veröffentlicht wurden. Insgesamt ein Drittel stimmt der These nicht zu.

Bei allen anderen Parteien – Union, SPD, Grüne, Linke und FDP – sind es weniger als die Hälfte. Bei Union, SPD und Linken machen sich zwischen 44 und 46 Prozent Sorgen um die Meinungsfreiheit. Der Anteil derer, die sich keine Sorgen machen, ist genauso groß. Bei den BSW-Anhängern sorgen sich 61 Prozent. Bei FDP und Grünen machen sich lediglich 40 Prozent Sorgen. Eine Mehrheit sorgt sich nicht darum, ob man alles sagen könne. Bei den Grünen sehen 52 Prozent und bei der FDP sogar 57 Prozent die Situation als nicht besorgniserregend an.

Ähnlich zeigt sich die Zustimmung bei Wählergruppen zu der Frage, ob die Migration das größte Problem in Deutschland sei. Auch hier stimmen Wähler der AfD und des BSW am häufigsten zu. Befragte, die der AfD nahestehen, stimmen sogar zu 83 Prozent zu, BSW-Wähler zu 56 Prozent. Bei Anhängern der Union stimmen genau fünfzig Prozent der Aussage zu.

Bei den Wählern aller anderen Parteien stimmen weniger als die Hälfte zu. Bei den Grünen und Linken sind es lediglich 23 beziehungsweise 24 Prozent. Bei denjenigen, die einer unter „Sonstige” aufgelisteten Partei nahestehen, stimmen 39 Prozent der Aussage zu, dass Migration das größte Problem in Deutschland sei. Über alle Wählergruppen hinweg stimmt die Hälfte der Befragten der Aussage zu.

Bei der INSA-Sonntagsfrage tut sich kaum etwas. Union und Linke gewinnen jeweils einen halben Prozentpunkt, die SPD verliert einen halben Prozentpunkt, ebenso die sonstigen Parteien. Ansonsten bleibt alles gleich. So ist die AfD weiterhin stärkste Kraft und kommt auf 26 Prozent. Die Union kommt mit 25 Prozent auf den zweiten Platz. Auf Platz 3 kommt die SPD mit 14 Prozent.

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Das BSW und die FDP wären beide mit vier Prozent nicht im Bundestag vertreten. Für eine parlamentarische Mehrheit wären daher 44 Prozent der Stimmen nötig. Lediglich eine Koalition aus AfD und Union oder eine Dreierkoalition aus Union, SPD und Grünen oder Union, SPD und Linken würde diese Schwelle knacken. Die aktuelle schwarz-rote Regierung kommt nur auf 39 Prozent der Stimmen.

mra

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10 Kommentare

  • Dieser Artikel benennt das Unbehagen, verfehlt aber den Kern. Die Meinungsfreiheit stirbt hierzulande nicht durch Paragraphen, sondern durch soziale Abrichtung. Es braucht keinen Staat mit Maulkorb, wenn Empörungsmeuten, moralische Etiketten und mediales Framing die Drecksarbeit übernehmen.

    Wer heute abweicht, wird nicht verboten, sondern markiert: „problematisch“, „unsensibel“, „rechts“. Das genügt, um Karrieren, Freundeskreise und Debatten zu ruinieren. Also schweigen viele, nicht weil sie müssen, sondern weil sie es bequemer finden.

    Besonders absurd: Genau diese schweigende Mehrheit klagt anschließend, man dürfe „nichts mehr sagen“, und zwar dort, wo es niemand mehr hört. Öffentlich angepasst, privat empört. Das ist keine unterdrückte Meinungsfreiheit, das ist freiwillige Selbstzensur aus Angst vor schiefen Blicken. Der Meinungskorridor schrumpft nicht durch Machtmissbrauch von oben, sondern durch Feigheit von unten.

    Meine Meinung!

    • 100% Zustimmung! 👍

  • Grünen-Wähler sorglos? Da der ÖRR mit rund 90 Prozent Grüner Ideologen besetzt ist, müssen sie sich auch gar keine Sorgen um die Meinungsfreiheit machen, da ja nur ihre ideologisch verbohrte Meinung im ÖRR dargestellt wird. Die Grünen wollen daher noch schnell die AFD und die freien Medien verbieten lassen, damit nur noch eine Links-grüne Meinung zugelassen ist.

  • Eine FDP mit den Grünen in einem Satz erklärt eigentlich schon, warum diese Partei kaum noch Interessant wird! Sie heulen mit denen, die nichts anderes können!

  • FDP- und Grünen-Wähler sorglos !!
    Warum bin ich bei den Grünen und der FDP wirklich nicht überrascht ?

    Na ja FDP Wähler haben Grundsätzlich keine Meinung mehr sondern nur wirtschaftliche Interessen . Die die diese Partei heute noch Wählen oder in ihr sind beweisen das eindrucksvoll jeden Tag .

    Bei den Grünen ist eh Meinungsfreiheit nicht bekannt oder Hexenwerk .Da kommen die Meinungen fertig nach Hause in Ökopapier mit vielen bunten Bildern . Ohne Qualifizierten Schul . oder Berufsabschluss ist der Meinungshorizont eh sehr nahe und Eingeschränkt . Kann man mit Gläubigen im Mittelalter gut gleichsetzen .

  • Also was beeinflusst alles sehr stark die Meinung:
    – Religion
    – Schule
    – Medien
    – Gesellschaftszwang

    Und wollen wir jetzt von freier Meinungsbildung bei der Masse reden?

    ,,Die Meinungsfreiheit die wir meinen, ist frei von jeder Meinung.“

  • Bei der FDP bin ich echt überrascht! Kubicki scheint hier wohl nicht den typischen FDP-Wähler zu repräsentieren. Von der Dürr halte ich gar nichts, eine Volt 2 zu werden, ist nicht erstrebenswert. Sollten sich klar werden, dass FDP hauptsächlich an AfD und CDU verloren hat

    • Herr Kubicki ist der Linnemann der FDP. Nur älter.

  • FDP = Grüne welche Porsche fahren. Jetzt auch elektrisch.

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