Werbung:

Werbung:

„Klimaland“

Kurswechsel in Bayern: Klima-Holzbauförderung soll eingestellt werden

Bayern lässt die Förderung für Holzbauprojekte auslaufen. Seit 2022 flossen 58 Millionen Euro in 510 Projekte. Künftig soll der Fokus auf bezahlbarem Wohnraum für alle liegen.

Die Holzbauförderung in Bayern soll eingestellt werden (IMAGO/Action Pictures)

Werbung

Die im Jahr 2021 von der bayerischen Staatsregierung als zentrale Säule der Strategie „Klimaland Bayern“ vorgestellte Holzbauförderung steht vor dem Aus. Während das Programm bei seiner Einführung durch Ministerpräsident Markus Söder als wesentlicher Baustein für den Klimaschutz angekündigt wurde, soll es nun ohne große öffentliche Ankündigung geräuschlos auslaufen. Das zuständige Bauministerium nimmt bereits jetzt keine neuen Förderanträge mehr an, obwohl das Programm erst am 31. Dezember 2026 endet.

Etwa 58 Millionen Euro wurden seit dem Start der Initiative im Jahr 2021 für insgesamt rund 510 Bauprojekte als Zuschüsse ausgezahlt. Das Programm richtete sich an Landkreise, Städte sowie private Unternehmen, die Gebäude in Holzbauweise errichteten. Bedingung war der Einsatz von Holz für die Gebäudehülle sowie für mindestens zwei weitere wesentliche Bauteile. Die Förderung betrug dabei 500 Euro je Tonne der in den Holzbauelementen gebundenen Menge Kohlenstoffdioxid. Die maximale Fördersumme belief sich auf 200.000 Euro je Baumaßnahme.

Bauminister Christian Bernreiter (CSU) begründet das Ende des Programms mit einer notwendigen Schwerpunktsetzung innerhalb des Haushalts. Angesichts der Krise im Bausektor und steigender Baukosten priorisiert das Ministerium künftig die Schaffung von „bezahlbarem Wohnraum“ in der Breite gegenüber der Förderung spezifischer Baustoffe. In der aktuellen Wohnraumkrise stehe die Realisierung einer maximalen Anzahl an Wohneinheiten im Vordergrund. Zudem wird argumentiert, dass der Holzbau in Bayern bereits technisch etabliert sei und einen hohen Marktanteil besitze, weshalb staatliche Anreize zur Marktdurchdringung nicht mehr als erforderlich erachtet werden.

Die Opposition im bayerischen Landtag übt an dieser Entscheidung scharfe Kritik. Ursula Sowa (Grüne) warnt, wer die Förderung streiche, „blockiert aktiven Klimaschutz im Gebäudebereich“ und setze künftig auf „Beton und Bürokratie“. Die Abgeordneten weisen darauf hin, dass das Erreichen der Klimaziele ohne nachwachsende Rohstoffe erschwert werde. Mia Goller (Grüne) ergänzt, dass der Förderstopp „die Axt an die heimische Forst- und Bauwirtschaft“ lege. In diesem Zusammenhang bemängeln die Grünen auch die Verschiebung der bayerischen Klimaneutralität von 2040 auf das Jahr 2045.

Werbung

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Strafbare Inhalte, Beleidigungen oder ähnliches sind verboten (hier unsere Kommentar-Richtlinien). Kommentare sind auf maximal 1.000 Zeichen limitiert.

6 Kommentare

  • „Ursula Sowa (Grüne) warnt, wer die Förderung streiche, „blockiert aktiven Klimaschutz im Gebäudebereich“ und setze künftig auf „Beton und Bürokratie“.
    Diese klimarettenden Windenergiegiganten, die überall rumstehen, werden auf was für einem Fundament und Turm errichtet? Kleiner Tipp Frau Sowa, Holz ist es nicht!

    • Um ein Windrad zu errichten benötigt man ca. 1000m³ Beton,je nach Größe nur um das mal zu veranschaulichen.

  • Google KI sagt …

    „China stößt die komplette bayerische Jahresersparnis aus dem Holzbau-Programm in exakt 1 Minute und 47 Sekunden aus.“

    -Bayern (BayFHolz pro Jahr): Von den 116.000 Tonnen wurden im Schnitt ca. 38.667 Tonnen CO2 pro Jahr gebunden/gespart.

    – China (Emissionen pro Jahr): ca. 11.400.000.000 Tonnen CO2.

    • Frag mal die KI ob sie sicher ist… Dann kommt etwas ganz anderes heraus…
      116.000 Tonnen wurden im Schnitt ca. 38.667 Tonnen CO2 pro Jahr gebunden/gespart??? Nicht pro Jahr sondern insgesamt. Abzüglich der CO2 Bindung, die es geben würde, wenn der Baum nicht gefällt worden wäre.

  • Diese gesamte Meute von ‚Weltverbesserern‘ kippt über die Kante und befindet sich im Freien Fall. Die, die mitgemacht haben, die sind jetzt kleinlaut und meinen nichts damit zu tun gehabt zu haben. Was für Heuchler und elende Opportunisten! Das sind die Schmierentypen, die durch den ÖRR und andere hofiert werden.

  • Dass eine Grünin als Architektin GEGEN „bezahlbaren Wohnraum für alle“ ist, spricht Bände.

    Aber so ist eben der Politadel der Grüninnen.

Werbung