Ökostrom-Anteil auf Rekordhoch: Netzausbau kostet Hunderte Milliarden
Im ersten Halbjahr 2026 stammten 59,1 Prozent des in Deutschland erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energien – so viel wie nie zuvor. Doch die Entwicklung hat ihren Preis: Allein der nötige Übertragungsnetzausbau wird bis zu 400 Milliarden Euro kosten.
Der Anteil erneuerbarer Energien an der deutschen Stromerzeugung hat im ersten Halbjahr 2026 einen neuen Höchststand erreicht. Mit dem Rekord wachsen jedoch auch die Herausforderungen. Besonders stark gerät das Stromnetz unter Druck, denn es wurde ursprünglich nicht für eine wetterabhängige Einspeisung in dieser Größenordnung ausgelegt.
Um Wind- und Solarstrom in großem Umfang nutzen zu können, ist ein umfassender Ausbau der Stromnetze erforderlich, der Investitionen in dreistelliger Milliardenhöhe nach sich zieht. Zugleich steigt mit dem wachsenden Anteil wetterabhängiger Energieträger die Abhängigkeit der Stromversorgung von Wind und Sonneneinstrahlung. Damit wächst auch der Bedarf an Speichern, Reservekapazitäten und anderen steuerbaren Stromquellen, die eine verlässliche Versorgung rund um die Uhr absichern.
Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamts wurden im ersten Halbjahr 2026 in Deutschland 230,6 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt und ins Netz eingespeist, 4,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Davon stammten 136,4 Milliarden Kilowattstunden aus erneuerbaren Quellen, was einem Anteil von 59,1 Prozent entspricht. Noch nie ist in Deutschland so viel Strom aus erneuerbaren Energien produziert worden. Im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 zeichnete sich somit ein Wachstum von 6,5 Prozent ab.
Windkraft war von Januar bis Juni 2026 mit 67,7 Milliarden Kilowattstunden und einem Anteil von 29,4 Prozent der wichtigste Energieträger. Die Photovoltaik kam auf 41,0 Milliarden Kilowattstunden und 17,8 Prozent. Kohle lieferte 49,4 Milliarden Kilowattstunden (21,4 Prozent), was einem Rückgang von 0,5 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 entspricht. Beim Erdgas waren es 38,0 Milliarden Kilowattstunden (16,5 Prozent), 6,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Befürworter der Energiewende verweisen vor allem auf die sinkenden Emissionen: Zwischen dem ersten Halbjahr 2018 und dem ersten Halbjahr 2026 ist die Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern von 174,6 auf 94,2 Milliarden Kilowattstunden zurückgegangen und hat sich damit nahezu halbiert. Setzt sich diese Entwicklung fort, rücken auch die deutschen Klimaziele näher. Der wachsende Anteil erneuerbarer Energien bringt jedoch zugleich erhebliche Herausforderungen mit sich.
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Deutschland hat die höchsten Strompreise aller G20-Staaten
Deutschland hat im internationalen Vergleich die höchsten Strompreise unter den G20-Staaten. Eine neue Berechnung zeigt, wie groß der Abstand zu anderen großen Volkswirtschaften ist und welche Faktoren den hohen Strompreis hierzulande treiben.Besonders deutlich zeigt sich das beim Stromnetz, das mit der zunehmend wetterabhängigen und regional ungleich verteilten Einspeisung immer stärker gefordert wird. Ein Stromnetz muss Erzeugung und Verbrauch jederzeit im Gleichgewicht halten. Wind- und Solaranlagen speisen ihren Strom jedoch volatil, abhängig von Wetter, Tages- und Jahreszeit, ein.
Mit ihrem wachsenden Anteil steigen daher die Anforderungen an Netze und Systemführung. Schwankungen müssen durch Speicher, steuerbare Kraftwerke und Netzausbau ausgeglichen werden. Das ist ein Problem: Die in Deutschland verfügbaren Speicher reichen bislang nicht aus, um längere Phasen geringer Wind- und Solarstromerzeugung in großem Umfang zu überbrücken.
Das Problem: Wird mehr Strom verbraucht als erzeugt oder umgekehrt deutlich mehr eingespeist als abgenommen, gerät die Netzfrequenz aus dem Gleichgewicht. Größere und länger anhaltende Abweichungen können Schutzmechanismen auslösen und im Extremfall zu Versorgungsunterbrechungen führen.
Hinzu kommt, dass ein erheblicher Teil der erneuerbaren Stromerzeugung weit von den großen Verbrauchszentren entfernt liegt. Viele Windparks befinden sich im Norden Deutschlands, während große industrielle Verbraucher vor allem im Süden und Westen angesiedelt sind. Entsprechend müssen große Strommengen über weite Strecken durch das Übertragungsnetz transportiert werden.
Reichen die vorhandenen Leitungskapazitäten dafür nicht aus, entstehen Netzengpässe. Die Betreiber müssen dann eingreifen, etwa indem sie die Einspeisung einzelner Anlagen drosseln und andernorts zusätzliche Kraftwerksleistung abrufen. Dieses sogenannte Netzengpassmanagement verursachte 2025 nach Angaben der Bundesnetzagentur Kosten von 3,071 Milliarden Euro, vier Prozent mehr als im Vorjahr.
Um das Netz für die Erneuerbaren fit zu machen und Überlastungen zu verhindern, wäre ein gewaltiger Ausbau nötig. Der aktuelle Entwurf des Netzentwicklungsplans der Übertragungsnetzbetreiber vom März dieses Jahres beziffert die Investitionen allein in das Übertragungsnetz bis 2045 je nach Szenario auf 365 bis 395 Milliarden Euro.
Die Leidtragenden sind am Ende in erster Linie die Verbraucher: Finanziert werden sowohl der Ausbau als auch das Netzengpassmanagement nämlich grundsätzlich aus dem Bundeshaushalt, also mit Steuergeld, und über die Netzentgelte. Da die Betreiber sich mit steigenden Kosten konfrontiert sehen, wälzen sie diese Mehrbelastung auf die Netzentgelte ab.
Für Haushalte liegen die Netzentgelte 2026 im bundesweiten Durchschnitt bei rund 9,2 Cent je Kilowattstunde. Der Durchschnittspreis aller verfügbaren Haushaltsstromtarife beträgt im Jahr 2026 laut der aktuellen BDEW-Strompreisanalyse bisher 37 Cent je Kilowattstunde. Ausgehend davon entsprechen die Netzentgelte somit etwa 25 Prozent der Stromrechnung. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren, im Jahr 2016, lagen die Netzentgelte noch bei 6,79 Cent je Kilowattstunde.
Problematisch bleibt die starke Wetterabhängigkeit von Wind- und Solarenergie. Nach Angaben der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages erreichen Onshore-Windkraftanlagen in Deutschland durchschnittlich rund 1.800 Volllaststunden pro Jahr, Offshore-Anlagen etwa 3.200. Photovoltaikanlagen kommen verschiedenen Erhebungen zufolge teilweise auf weniger als 1.000 Volllaststunden. Damit liegt ihre tatsächliche Stromproduktion deutlich unter der theoretisch möglichen Jahresleistung und schwankt zudem erheblich mit Wetter, Tages- und Jahreszeit.
Vor allem in den kalten Wintermonaten, wenn Dunkelflauten auftreten – Perioden, in denen Wind und Sonnenschein nahezu vollständig ausbleiben –, sinkt die Stromproduktion gewaltig. Die Folge sind nicht nur Engpässe in der Stromversorgung, sondern auch Preisexplosionen – u. a., weil teure Reservekraftwerke hochgefahren werden müssen.
Eine Technologie, die genau diese Lücke schließen würde, ist die Kernkraft. Ein Reaktor läuft mit rund 8.000 Volllaststunden im Jahr unabhängig von Wind und Wetter, kostengünstig und ohne Reservekraftwerke im Hintergrund zu benötigen. Dennoch scheut sich Berlin vor einer Rückkehr zu diesem Energieträger.
Während Deutschland nach der Abschaltung der letzten drei Reaktoren im April 2023 seine Anlagen zurückbaut, gehen immer mehr europäische Staaten den umgekehrten Weg. Belgien hat seinen Atomausstieg im Mai 2025 per Parlamentsbeschluss gekippt. Frankreich hat Ende 2024 mit Flamanville 3 den ersten neuen Reaktor seit 1999 ans Netz gebracht und plant sechs weitere.
Schweden will bis 2045 zehn neue Reaktoren bauen. Besonders interessant: Polen errichtet derzeit für rund 42 Milliarden Euro sein erstes Kernkraftwerk. Selbst innerhalb der EU-Kommission zeichnet sich ein Stimmungswechsel ab. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bezeichnete die Abkehr von der Kernkraft im Frühjahr als einen „strategischen Fehler“. (Mehr dazu hier.)
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Seit 2020 wurde die installierte Leistung von Solar- und Windenergieanlagen in Deutschland stark erweitert. Betrug sie vor sechs Jahren noch 113,2 Gigawatt, liegt sie heute bei knapp 190 Gigawatt – ein Plus von rund 67 Prozent.
Der Ausbau wurde im selben Zeitraum über die sogenannten EEG-Kosten mit mehr als 120 Milliarden Euro gefördert.
Im Jahr 2020, also vor 6 Jahren, hatten Wind und Sonne in den Monaten Januar, Februar und März noch 56,9 Milliarden Kilowattstunden Strom produziert. Seit 2020 ist dieser Quartalswert nie mehr erreicht oder überschritten worden, obwohl Jahr für Jahr mehr Erzeugungskapazität zugebaut worden ist. Im ersten Quartal 2026 waren es 54,3 Terrawattstunden Strom – also knapp 5 Prozent weniger.
Siehe Energy-Charts.Info
Im April durfte man für zu viel Strom ordentlich zahlen.
Jubelt schön weiter und lasst uns kräftig zahlen.
Ich versuche bei den Stadtwerken anstelle meiner Stromrechnung immer eine Kugel Eis zu überweisen. meine Bank hat mich schon zweimal in die Klapse verfrachtet. Dort hab ich nach Jürgen Trittin gefragt, den kannte aber niemand.
Alles so vom WEF und der EU geplant.
Kleine Frage: die vom Verbraucher aufzubringenden Kosten gibt’s emmisionsfrei? Die gewaltigen Baumaßnahmen und auch Landnahme ebenfalls emmissionsfrei? Entstehender Sondermüll ( nicht in Deutschland zu entsorgen) ebenfalls emmissionsfrei? Warum nicht eine gesunde kostenfreundliche Mischung und transparente Zahlen?
Dänemark bezieht seinen Elektro Energiebedarf zu 98% aus Windkraft. Gut. Bei 6 Millionen Einwohnern relativ überschaubar, Der Wind weht dort immer irgendwo, das Land ist klein. VerbrennerPKW sind doppelt so teuer wie auf dem europäischen Markt, Die MwSt. Beträgt 25%, aber die Einkommenssteuer linear 8%. Letztendlich geht’s den Dänen gut. Es regieren die Sozis und die Einwanderungsquote ist, nanu? Null.
Wegen der Atomkraft.
Ich habe mal mit Rafael Grossi von der Internationalen Atomenergieagentur eine Rundfahrt wegen der Sicherheit vom größten AKW in Europa, dem AKW Saporoschja in der Ukraine bei der Satellitenstadt vom SAKW Enerhodar, gemacht und mich an einer Sitzung bei der IAEA in Namen Deutschlands beteiligt, obwohl es schon vor Annalena Baerbock da nocht mehr vertreten war.
Atomkraft ist inzwischen dank moderne Technologien fast vollständig klimaneutral. Klimaneutraler als Windmühlen aus nicht recyclebaren Verbundstoffen mit Holz aus dem Regenwald oder Solaranlagen mit Kobalt aus afrikanischen Kinderarbeiterminen.
Inzwischen ist die Atomkraftwerkstechnologie soweit fortgeschritten das es kein
Ich kenne den Vorstand sogar persönlich, der immer noch der gleiche wie vor 2022 ist und habe mich auch schon mal dekontaminiert zu Übungszwecken.
Regel Nummer 1 in der Dekontaminationskammer: Luft anhalten. Das Gas will man im Leben nicht einatmen.
https://t.me/znppofficial
Atommüll entsteht, sondern praktisch nur noch Wasserdampf aus den Kühltürmen.
Hingegen ist anzumerken, da die Begriffe vollständig falsch besetzt sind in diesem Artikel, Wasserkraftwerke.
Wasserkraftwerke sind praktisch Klimakiller und sehr umweltschädlich.
Die stauen den Wasserfluss und tun so Lebewesen in den Süßwasser blockieren. Außerdem wird durch den Stau des Wassers der Wasserfluss den natürlichen Gegebenheiten entbunden und so können Dürren oder auch Hitzebereiche entstehen, da dies alles sich auf die Umwelt auswirkt.
Ein Betrugssystem, was systematische Verarmung der Bevölkerung als einzigen Zweck hat, das einer korrupten winzigen Gruppe „dient“, wäre in einer freien Gesellschaft mit einem Rechtssystem nicht möglich.
„Zum Glück“, hatten sie in D. dies „Problem“ nicht, würden manche hinweisen.
Ein über Jahrzehnte funktionierendes UND abbezahltes Energiesystem brauchte kein permanent ausbeutendes dysfunktionales System inkl. Backup.
Nicht zu vergessen …
Windkraft = Giftdrosseln.
Nun ja, der Lobby dürfte das völlig schnuppe sein, solange man daran partizipieren kann.
Wie viele hunderte bis Tausende von Milliarden wurden für den Klimawahn verschleudert?
… grüne Bratzen haben vorgeschlagen, die Rotorblätter einer Windkraftanlage bei Flaute mit Dieselmotoren anzutreiben, damit die WKA auch bei Windstille Strom erzeugen 😮 … über die Kosten von etwa 60 €Cent je KWh, die dafür entstehen, dass Nachbarländer Stromüberschüsse abnehmen, die unser Netz überlasten, habe ich hier gar nichts gelesen 🙁
Nachdem dies alles vorab bekannt, bzw. zumindest absehbar war und auch mehrfach vor genau dieser Entwicklung gewarnt wurde (dazu kommt noch, dass Industrie ins Ausland geht und so der CO2-Ausstoss wieder erhöht wird), muss man zu dem Schluss kommen, dass böse Absicht dahinter steckt.
Ich kanns mir einfach nicht anders erklären.
Wie ein großer Denker und gewaltiges Wirtschaftsgenie einst so eloquent bemerkte: „Is doch nur Geld! „.
Und wenn’s kalt, windstill und dunkel ist, was soll’s, der Strom ist ja nicht weg, sondern stromert im Moment nur nicht.
Tatsächlich liegt der messbare deutsche Beitrag selbst bei einer Klimaneutralität bis 2045 nur bei 0,004 bis 0,007 Grad. Dem stehen Kosten von mehreren Billionen Euro und bereits heute spürbare Schäden für Industrie, Verbraucher und Versorgungssicherheit gegenüber. Ausgangspunkt der Berechnung ist die Schätzung AR6 des Weltklimarats (IPCC), die bei 1000 Gigatonnen CO2-Ausstoß von 0,45 Grad globaler Temperaturerhöhung ausgeht (Wahrscheinlichkeitsbereich 0,27 bis 0,63 Grad). Da die von Deutschland eingesparten Emissionen je nach Baseline zwischen 9 und 15 Gigatonnen liegen dürften, ergibt sich daraus der genannte marginale Einfluss auf die globale Temperatur. Aus Nius
Wo hat Habek und Kollegen das ganze Geld dafür hin gebracht?!
Deutschland immitiert in dieser Angelegenheit China. Die asiatischen Kommunisten haben auch einen Rekord bei Strom aus naturellen Quellen („Erneuerbare Energien“).
Neueste Erfindung in Deutschland: Windmühlen für die Stromproduktion drehen sich auch ohne Wind.
und die hunderte Milliarden sind auch gut angelegt. Im Gegensatz zu den sogenannten „Rüstungsausgaben“ oder Uschis Telefonbestellungen von toxischer Genplörre!
Ist das mal eine goldige Maus für den Karl Theo vuz Guttenberg.
… munkelt …. vorbei ….