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Mike Schubert

Korruptionsvorwürfe und Führungsschwäche: SPD-Oberbürgermeister in Potsdam abgewählt

Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) wurde per Bürgerentscheid mit 68,3 Prozent der Stimmen abgewählt. Wegen Korruptionsvorwürfen sowie wegen mangelnder Führung geriet Schubert massiv in die Kritik.

Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert wurde abgewählt

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Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) ist durch einen Bürgerentscheid abgewählt worden. 68,3 Prozent der Abstimmenden votierten für sein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Amt. Das erforderliche Quorum von mehr als einem Viertel der Wahlberechtigten, die für die Abwahl des Oberbürgermeisters stimmten, wurde knapp erreicht.

Im vergangenen Jahr geriet Mike Schubert stark in die Kritik, nachdem bekannt wurde, dass er über einen längeren Zeitraum hinweg kostenlose VIP-Tickets von Sportvereinen angenommen hatte. Obwohl die Staatsanwaltschaft das Verfahren wegen Vorteilsannahme im Dezember 2024 gegen eine Geldauflage einstellte und Schubert jegliche Korruptionsvorwürfe zurückwies, räumte er zumindest ein, sich dadurch angreifbar gemacht zu haben.

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Trotz anhaltender Vorwürfe aus nahezu allen Fraktionen wegen mangelnder Führung, langer Wartezeiten im Bürgerservice, Schwierigkeiten bei der Vergabe von Wohngeld, Personalproblemen und Streit um notwendige Sparmaßnahmen in der Stadt, weigerte sich Schubert konsequent, freiwillig zurückzutreten. Nach dem Bürgerentscheid muss der 52-jährige Mike Schubert sein Amt vorzeitig niederlegen. Eigentlich hätte seine Amtszeit bis 2026 gedauert. Innerhalb der nächsten fünf Monate ist nun eine Neuwahl anzusetzen.

Bis dahin wird Bürgermeister Burkhard Exner (SPD) die Geschäfte kommissarisch führen. Die Stadt Potsdam gab die Wahlbeteiligung beim Bürgerentscheid mit 37,2 Prozent an. Nach dem vorläufigen Ergebnis stimmten 36.228 Bürgerinnen und Bürger für die Abwahl des Oberbürgermeisters. 19.793 votierten dagegen. Insgesamt waren in der brandenburgischen Landeshauptstadt 143.200 Menschen ab 16 Jahren stimmberechtigt.

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32 Kommentare

  • Na, das ist doch mal eine gute Nachricht. Da war meine Stimme nicht umsonst.

    • Und meine auch nicht.

  • .. … der Abstimmenden…..
    Wird jetzt hier auch schon gerendert? Bin enttäuscht 😞

    • Also, ich würde auf „Abschmierende“ setzen!

    • 🤦‍♂️

    • Wie hätten Sie es geschrieben?

      • Die Wähler.

        0
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  • manchmal funktioniert Demokratie

    • Ja,…. da wurde offenbar zu wenig schnell reagiert, das hatte man nicht auf dem Schirm, obschon ja breiter Konsens herrscht bei den Mächtigen, das „unsere Demokratie“ von oben, gütig herablassend, aber doch konsequent und mit starker Hand gelenkt werden muss….

  • Tschö Spd.

  • Das Volk ist der Souverän.

    • ganz genau! darum sind 20% nicht DAS volk.

  • Nun muss nur noch ein glaubwürdiger integerer
    AfDler (möglichst mit Dr.-Titel) für das Amt kandidieren!

    • Na ja: Was haben wir in jüngerer Zeit mit ‚Doktoren‘ aller Art erlebt?

  • 37,3 von 25% ist nicht „knapp erreicht“.

    • „Das erforderliche Quorum von mehr als einem Viertel der Wahlberechtigten, die für die Abwahl des Oberbürgermeisters stimmten, wurde knapp erreicht.“ Es mussten mindestens 25% der Wahlberechtigten GEGEN ihn stimmen. 36228 von 143200 stimmten gegen ihn. Das sind ungefähr 25,29 %. Es gab eine Wahlbeteiligung von 37.3%.

  • Sorry wurde auch Zeit !

  • Typisch SPD!

  • Das Beispiel sollte Schule machen.

  • Im Artikel fehlt für mich, der die Verhältnisse in Potsdam nicht kennt, die Vorgeschichte. Wer hat diese Kampagne losgetreten?
    Die Vorwürfe über Verwaltungschaos dürfte auf eine Vielzahl von Städten und Gemeinden zutreffen. Die Vorteilsnahme ist angesichts bei sonst ganz anderen Summen, die öffentlichen Raum stehen und später mit Pöstchen in Behördenleitungen, Aufsichtsräten, bei zuvor finanziell geförderten NGOs usw. im Raume stehen, doch sehr überschaubar.
    Er hätte sich zu einer Städtetournee durch Europa einladen oder den Klimawandel im Pazifik besichtigen und die einflussreichsten Mainstreamjournalisten mitnehmen sollen.

  • Ja, wird denn das einfach so akzeptiert?
    Muss nicht gewählt werden, bis der Wähler Vernunft annimmt, und das Resultat stimmt??
    Da ist das letzte Wort doch bestimmt noch nicht gesprochen!
    Ein solches Wahlergebniss würde doch ganz klar den Tatbestand der verfassungsrelevanten delegitimierung des Staates, und der Regierung erfüllen?!
    Das wäre doch ganz klar eine Verhönung von allerhöchsten Personen der vom Untertan geliebten SPD?! Das wird sich der Bürger doch nicht gefallen lassen?!

    • Erst mal abwarten, was danach kommt. Es wird sicher nicht besser werden.

  • Da gibt es bestimmt noch mehr von der Sorte.

  • Geht das bitte auch beim Landes und! Bundesregierung!!!!!

  • Skandal.
    Eindeutig russische Einmischung!
    Neuwahlen sofort!
    Ihr wollt Beweise?
    Gerne doch!
    Ohne Einmischung wäre der untadelige SPD-Bürgermeister,auch gerne Stadtvater genannt,mit mindestens 110-120% wiedergewählt worden.
    Es kann so einfach sein….

  • Klingbeil hat noch Pöstchen für abgewählte Bürgermeister der SPD in Berlin. Korruptionsvorwürfe sind dort gerade erst eine Bewerbung für ein Amt.

  • Macht korrumpiert. Gab es sicher auch schon bei Schwarz, Gelb, Grün und Farblos.
    Blau hat dieses Problem zum Glück nicht. 🤣

    Achja, Vorwürfe sind immer nur Vorwürfe. Der AFD wird auch einiges vorgeworfen. Kann stimmen, muss aber nicht.

  • Wäre die Justiz in Deutschland Rechtsstaatlich, dann würden schon mindestens 50% der etablierten Politiker einsitzen!
    Auch Merkel, denn sie hat Deutschland so einen Schaden zugefügt, welcher nicht mehr zu kitten ist!

  • Einer von denen der dachte, LinksGrün woke reicht als Qualifikation.

  • go stempeln – ferig !

  • Wen das überrascht, der glaubt auch an die Geistesaustteibung durch Fellatio.

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