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Gewalteskalation

„Jugendrevolte“: So verharmlosen deutsche Medien die Ausschreitungen in Frankreich

Brennende Rathäuser, geplünderte Geschäfte und Hunderte verletzte Polizisten: Frankreich erlebt massive Ausschreitungen. In Teilen der deutschen Medien werden Die Ausschreitungen mit vermeintlichen sozialen Problemen und angeblicher Polizeigewalt erklärt.

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Bei den schweren Ausschreitungen in Frankreich wurden Hunderte Polizisten verletzt und öffentliche Gebäude in Brand gesetzt. (IMAGO/Gruppo LiveMedia)

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1.800 Festnahmen, mehr als 500 verletzte Einsatzkräfte und brennende öffentliche Gebäude: Die Ausschreitungen in Frankreich haben am Samstag ein beispielloses Ausmaß erreicht. Randalierer setzten das historische Rathaus von Limoges in Brand, plünderten Geschäfte und griffen Polizisten an. In Bordeaux wurde die offizielle Residenz der Präfektin verwüstet, in Lyon brannte ein Tourismusbüro. Auch in Paris und Marseille kam es zu schweren Ausschreitungen.

In weiten Teilen der deutschen Medien werden hingegen andere Schwerpunkte gesetzt; die Themen Migration und Linksextremismus als Auslöser der Krawalle spielen dort keine Rolle – stattdessen werden sie mit angeblichen sozialen Problemen gerechtfertigt. So sprach WDR-Korrespondent Michael Strempel am Samstag in der Aktuellen Stunde von einer „echten Jugendrevolte“. Auf die Frage aus dem Studio, welche Gruppen für die Krawalle verantwortlich seien und ob es sich tatsächlich um Schüler handele, antwortete er: „Ich kann die nicht einzeln fragen, wer noch zur Schule geht.“

Das französische Innenministerium hatte am Samstagabend von gezielten Angriffen radikaler linker Gruppen auf staatliche Einrichtungen gesprochen. Hinzu seien Plünderer gekommen, die die Demonstrationen für Straftaten ausgenutzt hätten. Die Mehrheit der zunächst Festgenommenen sei volljährig gewesen.

Das ZDF stellte in einem Beitrag der Heute-Nachrichten insbesondere die sozialen Anliegen der Protestierenden heraus. „Zehntausende demonstrierten landesweit gegen soziale Ungleichheit und hohe Lebenshaltungskosten“, hieß es in der Anmoderation. „Einige nutzten das für Plünderungen.“

Die Reporterin vor Ort schilderte dann die Ausschreitungen im Pariser Zentrum: „Randalierer kapern die Demonstrationen.“ Sie plünderten Geschäfte und zögen alle Aufmerksamkeit auf sich. „Die Polizei reagiert mit Härte.“

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Eine befragte Demonstrantin erklärte dem Sender: „Mir war klar, dass es auf beiden Seiten Gewalt geben würde und ich lehne das total ab.“ Sie sei dennoch gekommen, um friedlich zu demonstrieren. Danach kam ein Student zu Wort: „Wir Studenten haben enorme Probleme, über die Runden zu kommen, uns zu ernähren, die Grundbedürfnisse zu decken.“ Die Regierung unterstütze die Studenten nicht ausreichend.

In der Zeit macht eine Autorin in einer Analyse derweil die Polizei für die Eskalation der Proteste mitverantwortlich. Unter der Überschrift „Die Wut schwelt schon so lange“ ist von einer „brachial auftretenden Polizei“ die Rede.

„Denn inzwischen eskaliert fast jede Demonstration in Frankreich“, heißt es weiter. Dazu würden auch vermummte Randalierer beitragen. „Aber die Polizei hat es nie verstanden, eine Situation zu entschärfen.“ Das verstärke den Frust in der Bevölkerung. Am Ende des Textes ist sogar von einer „entfesselt auftretenden Polizei“ die Rede, zwischen der und den vermummten Steinewerfern die Demonstranten verletzt werden könnten.

Die massiven Ausschreitungen werden zwar ebenfalls beschrieben. So stellt die Zeit fest, dass die Bilder brennender Rathäuser, geplünderter Geschäfte und verletzter Menschen das übliche Ausmaß französischer Protesttage überstiegen. „Zwar demonstrierten Hunderttausende friedlich, aber an vielen Orten eskalierten die Gewalt und Zerstörungswut“, heißt es. Direkt darauf folgt jedoch die Rechtfertigung: „Dabei haben die Demonstranten legitime Gründe für ihre Proteste“.

Anschließend werden die Forderungen der verschiedenen Gruppen aufgezählt: höhere Löhne, kleinere Klassen, eine Vermögensteuer, kürzere Unterrichtstage, günstigere Benzinpreise und ein gerechterer Zugang zu den Universitäten.

Auch ein Artikel der Süddeutschen Zeitung kritisierte das Vorgehen der Regierung. Am 8. Oktober warf ein Autor der Zeitung in einem Kommentar den Behörden vor, auf die vermeintlichen „Schülerproteste“ „mit Härte statt mit der gebotenen Empathie“ zu reagieren. Die Regierung habe den Dialog mit den Jugendlichen versäumt.

Einen Tag später ließ die Zeitung unter der Überschrift „Wir können nur unsere Stimme erheben“ demonstrierende Schüler und Studenten zu Wort kommen. Sie beklagten fehlende Lehrer, veraltete Computer und schlecht ausgestattete Schulen. Eine Schülerin berichtete, dass es an ihrer Schule nicht einmal Toilettenpapier gebe. Die Gewalt spielte in dem auf die Anliegen der Demonstranten ausgerichteten Beitrag kaum eine Rolle.

Noch deutlicher wurde der Spiegel. Am 13. Oktober, vier Tage vor den jüngsten Ausschreitungen, erschien ein Kommentar unter der Überschrift „Frankreich hat ein Gewaltproblem – und das fängt bei der Polizei an“.

„Die Einsatztaktik heißt: Exzess“, hieß es darin. Auch die mangelnde Deeskalation wurde kritisiert: „Begriffe wie Deeskalation und Verhältnismäßigkeit sind in Frankreichs Polizeivokabular Fremdwörter.“ Zwar erwähnte der Kommentar auch verletzte Polizisten, angegriffene Lehrer und brennende Schulen. Als wesentliche Ursache des Gewaltproblems wurde jedoch das Vorgehen der Sicherheitskräfte dargestellt.

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49 Kommentare

  • Der französische Innenminister hat mitgeteilt, dass fast alle der Festgenommenen Erwachsene seien, und die Unruhen systematisch von linken Gruppierungen konzertiert würden. Demnächst auch in Deutschland.

    • Ja, und das könnte auch der von uns bezahlte ÖRR-Reporter wissen, anstatt töricht, patzig und zum Fremdschämen mitzuteilen: „Ich kann die nicht einzeln fragen, wer noch zur Schule geht.“ Natürlich kann er und sollte er das als Reporter , oder was macht er beruflich? Diese Leute träumen lieber von der Revolution anstatt die Realität wahrzunehmen.

    • Zehntausende Menschen haben am Samstag im Zentrum von Lissabon gegen stark gestiegene Lebenshaltungskosten und die Wohnungskrise in Portugal demonstriert.
      aus https://www.oe24.at/a/zehntausende-protestieren-gegen-explodierende-preise-900124877
      Bei Protesten gegen hohe Preise und niedrige Löhne ist es in mehreren italienischen Städten zu schweren Ausschreitungen gekommen. In Mailand wurden Menschen verletzt und Geschäfte beschädigt. Auch in Turin, Bologna und Brescia eskalierte die Lage.
      aus https://world-news-monitor.de/europa/schwere-ausschreitungen-protestwelle-erfasst-nun-auch-italien/
      – im Durchschnitt geht es Europa wunderbar…lt. „Experten“ im ÖRR

    • Ich hoffe es startet in Berlin.

    • Indexgelabber konform – so muss es klingen. Die Neuzeitkretze eben.

  • Darum, keine Geld mehr für Zwangsgebühren.

  • Das droht uns in Deutschland demnächst auch und in Frankreich sind es nicht die Rechten die randalieren und sich mit der Polizei Straßenschlachten liefern, die im ÖRR gerne als ,,Rangeleien“ bezeichnet werden.

  • Und Emmanuel Macron besucht währenddessen ein Konzert von Celine Dion in Paris. Das wird von den Medien auch lieber verschwiegen.

  • Unsere Regierungsmedien bitten regelrecht darum, dass die radikalen Proteste endlich nach Deutschland übergreifen. Dann könnte der Notstand ausgerufen werden und Wahlen wären dann nicht mehr nötig. Friedrich for ever?

    • Geschwurbel à la Longfellow.
      Aber nach Berlin können die Proteste ruhig übergreifen.

      -12
  • Wenn Mainstream-Medien verharmlosen, ist es immer Gewalt von links. Und Gewalt kommt ausschließlich von links.

  • Was wir in Frankreich sehen, sind politisch erzeugte Probleme, hervorgerufen durch seit Jahrzehnten exzessiv großzügige Migrationspolitik.
    Dazu die steuerliche Bezuschussung des linksradikalen Polituniversums, von Organisationen bis hin zu Medien.
    Dieses linke Polituniversum erlaubt es den Linken, mit wesentlich mehr Präsenz, sowohl medial als auch politisch, aufzutreten als ihnen der Wähler sonst zugestünde, und ihre gesellschaftliche Relevanz zu überhöhen.
    Fast niemand unterstützt das Anzünden historischer Rathäuser als Ausdruck von Protest, und doch wollen uns linke Medien genau diesen Eindruck vermitteln.

  • Wenigstens hatte das ZDF gestern in den 19-Uhr-Nachrichten die Weltmeisterschaft der deutschen Ü80-Fußballer erwähnt. Immerhin.

  • Was die nicht enteignen können, verbrennen die … :((

  • Wie damals in den USA mit den Protesten nach George Floyd- ganze Stadtteile brannten und da standen Reporter da und sagten – meist friedliche Demonstranten

  • Offenbarungseid der deutschen Medien.

  • Test Stichwort bitte @Militär
    übernehmt

  • Test Stichwort Militär

  • Die Franzosen wissen: Bunte Vielfalt braucht das Land. Deswegen wählen wir wieder das gleiche beim nächsten mal.

  • Der Spiegel… hahaha ich kann nichmehr. Ich kann das alles nichmehr… Ich hab 2 Söhne im Alter von 7 und 4… ich weiss nicht ob ich mit denen abhauen soll oder hier bleiben soll. Bei beidem fühl ich mich entweder gegenüber meinen Kindern oder meinem Land unwohl.

  • Es ist exakt das gleiche Muster wie im Umgang mit dem islamistischen Terror: 9/11 und fortfolgende führten zu größtem Verständnis für die weltweit „notleidenden“ Muslime, an deren Elend natürlich der Westen „schuld“ ist. Für unsere „geistigen Eliten“ ist jede Aggression und Gewalt gerechtfertigt, weil sie ein völlig einbetoniertes linkes Weltbild haben. Der westliche Kapitalismus gilt als zentraler Feind, von dem angeblich nur und alles Böse kommt. Was fehlt, ist ein klares Wort z.B. aus dem CDU-Bürgertum, das auch mal wieder Grenzen dort zieht, wo sie hingehören. Aber da ist die heilige Angela vor. Wer schreit, hat Unrecht, hat es früher sogar mal geheißen. Heute wird zwanghaft hinter jeder Destruktivität eine vermeintliche Benachteiligung gesucht. Was für eine groteske Menschenkenntnis.

  • Na was sollen die Einheitsmedien auch machen, nachdem sie jahrelang diese Klientel als sakrosankt angesehen haben?

  • Der Islam muss weltweit zurückgedrängt werden.
    Leute die den Islam verteidigen, sollen in die 57 isl. geprägten Länder auswandern.
    Und tschöööö!

    • Träum‘ weiter. Und denk dran, morgen öffnen die Geschäfte, auch die Metzgereien.

      -27
      • Muslimische Länder sind entweder Monarchien, Diktaturen, autoritär regierte Staaten oder auf dem Rechtsstaat- und Demokratieindex ganz weit unten.
        Warum sollte ein Demokrat das selbe auch hier in Deutschland wünschen?

        • … und in den meisten isl. Ländern herrscht regelmäßig (hausgemachter!) Krieg …

          5
      • Warum wanderst du nicht in den Iran aus?
        Du verherrlichst Islamisten.
        Sei so frei und verpi… dich!

        • Hier leben diese Subjekte doch prima vom Geld der Fleißigen, woanders müssten sie für arbeiten…

          11
        • Dir gefällts hier?
          Du bekommst Bürgergeld und eine Aishe dazu.
          Ich wünsche mir, dass dich der Blitz trifft!

          10
        • Mir gefällt’s hier und da bleibe ich auch.

          -20
  • Militär könnte mit einfachsten Mitteln die Zerstörung beenden in wenigen Stunden
    Da die Politik das nicht will, muss es wohl die Politik übernehmen

  • Test Stichwort Militär

    übernehmen

  • Die gleichgeschalteten Medien geben mal wieder alles. Die Speerspitze an Bizarrerie bildet routinemäßig der Spiegel. Dass sie sich lächerlich machen, merken die „Systemschrauben“ wohl nicht mehr.

  • „Jugendrevolte“ … Das ist Krieg gegen die Ungläubigen, von wegen französische Schüler…Autos anzünden, Läden plündern und die Regierung schaut tatenlos zum was ist das für eine Welt geworden…

  • Die Medien sollen schreiben, was sie wollen. Allerdings soll dann auch der freie Markt darüber entscheiden, ob die Unsinn-Produzenten davon leben können oder nicht.

  • ..apropos Medien:

    „Bild“-Chefredakteurin Marion Horn hat öffentlich einen journalistischen Offenbarungseid abgegeben, wie man ihn sich selbst beim „Spiegel“ oder bei der „taz“ kaum vorstellen könnte: Im Interview mit dem Mediendienst Kress verkündete sie freimütig: „In meinem Büro hängt ein Poster. Da zieht so ein Sportflugzeug eine Werbung hinter sich her. Darauf steht: ‚Fuck AfD‘. Das ist meine Haltung“.

    https://journalistenwatch.com/2026/10/17/springer-und-linksextremen-endlich-versoehnt-bild-chefredakteurin-marion-horn-fickt-die-afd/

    ..und Le Pen hat sich schon wieder verzockt…erst bei der AfD und jetzt bei den „indigenen“ Wählern…

    APOLLO: Marine Le Pen erklärt den Islam ausdrücklich für vereinbar mit der Französischen Republik. „Ja, ich habe es zehnmal gesagt“, so Le Pen. Weiter erklärte sie: „Die Moslems, die erwägen, das Land zu verlassen, liegen falsch: Es ist ihr Land, auch sie sind Franzosen.“

  • Bald auch bei uns, die Polittricker wollen es nicht wahrhaben, welcher Dank den Ungläubigen da entgegen schlagen wird. Aber eher ist der westliche Niedergang so gewollt! Das stimmt zwar, ist aber nicht richtig, das sagen die bösen Zungen.

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