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IW Köln

Neue Erneuerbaren-Quote im Heizungsgesetz: Gasrechnung könnte um Hunderte Euro steigen

Wirtschaftsforscher kritisieren die geplante Reform des Heizungsgesetzes scharf. Die neue Grüngasquote könnte Haushalte teuer zu stehen kommen – die Gasrechnung eines Zwei-Personen-Haushalts würde demnach bis 2035 um bis zu 350 Euro steigen.

Von

IMAGO/Christian Ohde

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Die von der Bundesregierung vorgestellten Eckpunkte zur Reform des Heizungsgesetzes stoßen beim Institut der deutschen Wirtschaft (IW) auf deutliche Kritik. Nach Ansicht der Ökonomen könnte die Reform zu erheblichen Unkosten für Bürger führen.

Im Zentrum des neuen Gebäudemodernisierungsgesetzes (GMG) soll laut CDU eigentlich die Abschaffung der bisherigen 65-Prozent-Regel für neue Heizungen. Diese hatte vorgesehen, dass neu eingebaute Anlagen überwiegend mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen.

Künftig soll stattdessen aber eine Grüngasquote gelten: Fossil betriebene Heizungen bleiben erlaubt, müssen jedoch schrittweise mit steigenden Anteilen klimafreundlicher Gase wie Biogas oder Wasserstoff betrieben werden. Somit wird in Wirklichkeit weiterhin vorgeschrieben, Heizungen zu einem bestimmten Anteil mit Erneuerbaren zu betreiben.

Nach Berechnungen des Instituts lässt sich die Quote kurzfristig zwar noch mit Biomethan erfüllen. Langfristig werde jedoch teurer Wasserstoff benötigt. Dies könne die Gasrechnung eines Zwei-Personen-Haushalts bis 2035 um rund 350 Euro pro Jahr erhöhen. Besonders betroffen seien einkommensschwache Mieterhaushalte, für die ein Umstieg auf andere Heizsysteme schwer umsetzbar sei.

Das IW hält diesen Ansatz für problematisch. In einer Pressemitteilung heißt es: „Die Vorschläge gehen in die falsche Richtung und gefährden sowohl die Klimaziele als auch die Sozialverträglichkeit der Wärmewende.“ Klimafreundliche Gase seien absehbar nicht in ausreichender Menge verfügbar. Private Haushalte könnten dadurch in Konkurrenz zur energieintensiven Industrie um knappe Ressourcen geraten.

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Zudem warnt das IW vor einer Mehrfachbelastung für Haushalte, die weiterhin mit Erdgas heizen. Neben steigenden CO2-Preisen und Netzentgelten kämen zusätzliche Kosten durch die Grüngasquote hinzu. „Das Versprechen der Politik, die Kosten für Haushalte nicht wesentlich zu erhöhen, ist nach IW-Berechnungen nicht zu halten“, teilte das Institut mit.

Auch für Industrieunternehmen rechnet das IW mit deutlich steigenden Kosten. Gleichzeitig sende die Reform ein falsches Signal an Immobilieneigentümer, da Öl- und Gasheizungen wieder attraktiver würden, obwohl sie langfristig ein hohes Preisrisiko durch CO2-Bepreisung und volatile Importkosten bergen.

ha

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36 Kommentare

  • Ich verstehe die Aufregung nicht. Wir haben doch die Wahl. Uns wird die Freiheit gewährt, zwischen horrenden Kosten einer Gasheizung, und einer horrenden Stromrechnung für die Wärmepumpe zu wählen. Obendrein dürfen wir wählen, ob wir eine PV auf’s Dach zaubern, für 25000 Euro, womit wir dann den Strompreis drücken können. Bei soviel tollen Optionen wird mir ganz schwindelig.

    • Mir wird da ganz warm ums Herz. 😑

    • Das Problem ist doch eher das wir es selber bezahlen müssen egal was wir zum heizen aussuchen. Unsere Goldstücke bekommen es bezahlt und können das Fenster den ganzen Tag offen haben

  • Wieviele Jahre lang kann man sich wohl die 350€/Jahr zusätzlichen Kosten leisten, wenn man nicht die 35.000€ für eine Wärmepumpe bezahlen muss? Von den weiteren Kosten für Dämmung, Fenster etc… gar nicht zu sprechen. Früher wäre das mit Grundschulwissen auszurechnen gewesen. Aber heute….??

    • Genau DAS ist der Punkt. Habe auch den Eindruck, wenn ich die Kommentare hier oder auch in anderen Portalen lese,dass die Mehrheit die zugegebenermassen manchmal komplexen Zusammenhänge ob nun Grüngasquote oder wärmepumpe nicht verstehen will oder kann. Ich persönlich als Hausbesitzer zahl lieber jedes Jahr 350 Euro mehr fürs Gas als demnächst 100.000 Euro für eine Altbausanierung + Wärmepumpe

    • Zumal Wärmepumpen ja wohl auch keine so lange Lebensdauer haben.

      • Der Kompressor ist das Hauptproblem. Ist die Anlage wirklich gut gesized und eingestellt, springt also nicht hunderte Male am Tag an, sind über 10 Jahre durchaus drin. Ist das aber nicht der Fall, was insbesondere bei
        Bestandsgebäuden der Fall sein dürfte, dann ist nach 8-10 Jahren, häufig auch früher, der Kompressor hin, was mehr oder weniger ein Totalschaden ist.
        Dagegen kenne ich Ölheizungen, die schon fast 40 Jahre laufen …gleiches bei Gasheizungen, die zudem heutzutage als Brennwert extrem effizient arbeiten.

        Was wohl schwer zu vermitteln ist, ist, das wir das Gas in Massen durch die Gaskraftwerke verballern, wo es kein Problem ist, das es von Jahr zu Jahr mehr wird. Aber bei den Bürgern im Keller ist das natürlich eine Todsünde.
        Schilda lässt grüßen.

        • „gesized“ Mein Gott, was ist das denn?

          2
        • gesized = gut ausgelegt, die technischen Parameter passen zum zu beheizenden Gebäude.

          0
      • Ein Freund von mir leitet ein Heim für behinderte und dort sind mehrere Wärmepumpen verbaut. Die älteste ist 11 Jahre geworden!

      • Meine Gasheizung, Viessmann Niedertemperaturtechnik, ist Baujahr 1990,
        bis heute noch nicht einmal kaputt – nur Wartung einmal im Jahr – das war’s.
        Die wird mich noch überleben.
        Das ist nachhaltig und nicht der ganze grüne Rotz…

  • Weg mit CDU, Grünen und Konsorten. Das ist die eiigentliche Alternative.

    • norwegen hat ueberraschend beschlossen, das ziel der klimaneutralitaet bis 2030 vorerst zu streichen.
      ein winziger anfang ist gemacht.
      ein winziger funke von vernunft und einsicht hat sich eingeschlichen.

      grosses geheul aller linken und klimamassnahmennutzniesser.
      *was soll die welt von unserem land denken ? *

      **Gleichzeitig argumentieren die Befürworter der Entscheidung, dass Norwegen seine Anstrengungen auf effektivere Klimaschutzmaßnahmen wie Biogas, Forstwirtschaftsmaßnahmen, Energieeffizienz und die Modernisierung der Wasserkraft richten sollte, anstatt auf ein breit gefasstes und unerprobtes Ziel der Emissionsfreiheit bis 2030.**

  • Steigende Preise sind gewünscht. Das ist der einzige Effekt der CO2-Steuer. Die wurde nur erfunden, um Preise zu erhöhen und das Staatssäckel aufzufüllen. So konnte man eine Steuererhöhung umgehen. Das Klimageld, das in Kombination mit der CO2-Steuer dann vielleicht tatsächlich zumindest einen gewissen Sinn gehabt hätte, war meiner Meinung nach von Anfang an nie geplant.

    • Es geht um dreiste Enteignung der Bürger.
      Die ungebildet genug sind, glauben auch all diese Lügen von „Klimarettung“ und „Energiewende“.
      Unter dessen geht das von uns geraubte Geld an die Migranten die faul herumliegen und in die Ukraine um noch mehr Menschen zu töten.
      Und in die Taschen korrupter Politdarsteller die uns die Lügen und die passenden Enteignungsgesetzte auftischen.
      Das nennt sich „unsere Demokratie“…..

  • man kann nicht munter -lustig Biokram oder gar Wasserstoff in die Leitungen blasen und dann verschweigen, daß die Brenner der Gasheizung und deren Steuerelektronik „meckern“ werden ..
    Das wird AUCH „lustig“

  • Wo soll eigentlich das ganze Biogas herkommen? Pflanzen wir dann noch mehr Raps an und importieren hingegen unsere Nahrungsmittel wie Weizen und Roggen?

  • Diese angebliche Entschärfung des faschistoiden Heizungsgesetzes ist nichts anderes als eine neuerliche Mogelpackung vor dem Herrn,

    Weg mit den Roten und Schwarzen !

    • Vorallem ist es wieder eine neue Steuer als Einnahmequelle, wie der CO2 Ablasshandel.

    • Schon wieder verraten uns die Sozialdemokraten, diesmal Arm in Arm mit den Christdemokraten!

  • Da war das alte Gesetz ja noch besser. Da konnte man seine Bestandsheizung zumindest noch für viele Jahre mit „billigem“ Brennstoff betreiben, wenngleich dieser durch die CO2 Abgabe schon stetig verteuert wurde. Jetzt wird der Preisturbo für die aktiviert, die sich keine Wärmepumpe leisten können oder wollen. Aber es ist jetzt ja keine Vorschrift mehr, sondern die eigene freie Entscheidung. Zynischer geht es kaum.

  • Kann alles kommen.
    Nun ist wenigstens der erste Schritt in Richtung Vernunft hoffentlich mal getan.
    Als nächstes MUSS der CO2-Schwachsinn fallen.
    Dürfte etwas schwieriger werden, da ja insbesondere die EU mit ihrer Super Präsidentin ganz scharf hinter der CO2-Bepreisung her ist.
    Hier in Deutschland gibt es ja nur die AFD, die sich klar degegen ausspicht.
    Aber zum Glück legen die rechten, vernünftigen Parteien auch in der EU immer mehr an Stimmen zu.
    Die Hoffnung stirbt zuletzt.

  • Das Gute ist ja der Staat verliert eh die Kontrolle, von daher abwarten und Tee trinken…

  • Wie gut dass es noch Ölheizungen gibt, das Gas war schon immer zu Teuer.

  • Es stehen nicht genug Wasserstoff und „Bio“gas zur Vefügung, um Gasheizungen zu betreiben und es steht nicht genug „grüner“ Strom zur Verfügung, damit alle ihre Wärmepumpe laufen lassen können. Unabhängig von der Bezahlbarkeit, stellt die Regierung den Bürgern per Gesetz also Bedingungen, die in der Realität gar nicht umsetzbar sind. Nicht nur wird Heizen demnächst immer mehr zum Luxusgut, es wird auch gewohnheitsmäßig zu Rationierungen und Abschaltungen kommen. Wenn das so weitergeht, ist Deutschlands (Rest-)Wohlstand bald dahin. Die „Biotreppe“ führt somit steil abwärts.

  • Das macht doch nix, wenn die Heizpreise durch die Decke gehen.
    SPD-Wähler bekommen die Heizung vom Amt bezahlt.

  • Es ist nur eine Neue Lügenkonstruktion in einem alten Gewand!

  • Die Doofen zahlen das doch gerne, siehe jetzt BW in den Umfragen.

  • Verstehe die Aufregung im Moment gar nicht… Als einer von mehr als 10 Millionen Besitzer unsanierter Altbauten ist es mir persönlich viel lieber,350 Euro im Jahr für irgendeinen ökosoziastischen Mist wie Grüngasquote auszugeben,als 100.000 Euro in mein Haus investieren zu müssen,um eine funktionierende Wärmepumpe (inkl.Dämmung Fassade und Dach + neue Fenster) einzubauen. Darauf wäre die 65 % erneuerbare Energien-Regel doch schlussendlich hinausgelaufen…. bin sogar gottfroh darüber und empfinde es als erste „gute Nachricht “ von unseren politischen „Führenden“ seit vielen vielen Monaten. Hatte mit viel Schlimmerem gerechnet…Aber mal sehen,wenn die DUH Deutsche Umwelthilfe o.ä. dagegen klagen und das Bundesverfassungsgericht u.U. mit Frau Kaufhold dann final entscheidet…Im Moment ist Wahlkampf ,wenn der aber im Herbst vorbei ist,kann der Wind schnell wieder drehen . Werde eine weitere Immobilie in meinem Besitz zeitnah veräußern,die Branche macht einfach keinen Sinn mehr.

  • Weiter gehts von Links, Mitte/Konservativ, Rechts oder Oben, Mitte, Unten, Hinten, Vorne mit egal welcher Spinnerei um Öl oder Gas oder Kohle.
    Hauptsache alles dreht sich um irrelevante „Wort einsetzen“ Fiktion.
    Hinweis. Wer nicht versteht ist nicht mein Problem

  • Könnte auch nicht? Oder? Wer sind eigentlich diese „Experten“?

  • Nur gute Nachrichten, wenn man eine Hasskappe auf Altparteienwähler hat! 🙂

  • Vorher kommt Putin mit der moskauer Feuerwehr und wird uns retten.

    -12
    • Warum sollte er das tun? Der hat vor seiner Tür genug zu retten.

  • Vollkommen egal wie neue Gesetze mit unaussprechbar ellenlangem Namen heißen, deren Ziel ist nur eines:
    die Bürger zu enteignen.
    „Unsere Demokratie“ sorgt schon für die Entrechtung und Kriminalisierung von Kritikern. Auf dem Weg ins mittelalterliche islamische Kalifat Germanistan.
    Mir tun die Genderkranken leid, denn sie werden dann als erste Bevölkerungsruppe entsorgt.

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